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Thema: Notarvertrag/Maklerklausel

  1. #1

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    Notarvertrag/Maklerklausel

    Hallo,

    hoffe ich bin jetzt hier mit meiner Frage nicht ganz falsch:

    Im Notarvertrag steht eine Maklerklausel, die besagt, dass dem Makler eine Provision von XXXXEUR zusteht und man sich der sofortigen Vollstreckung in sein gesamtes Vermögen unterwirft.

    Ist das üblich ?
    Das kostet doch extra (Erhöhung der Kaufsumme) ??
    Welche Gefahr verbirgt sich dahinter als Käufer ???

    Danke schon mal !!
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  2. #2

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    Zitat Zitat von theoretiker Beitrag anzeigen
    Hallo,

    hoffe ich bin jetzt hier mit meiner Frage nicht ganz falsch:

    Im Notarvertrag steht eine Maklerklausel, die besagt, dass dem Makler eine Provision von XXXXEUR zusteht und man sich der sofortigen Vollstreckung in sein gesamtes Vermögen unterwirft.

    Ist das üblich ?
    Das kostet doch extra (Erhöhung der Kaufsumme) ??
    Welche Gefahr verbirgt sich dahinter als Käufer ???

    Danke schon mal !!
    Versuchen manche Makler so zu regeln. Ich persönlich würde aus Prinzip darauf pochen, dass das raus kommt. Wenn der Makler seine Provision erwirkt hat, ist es ja kein Problem das privatrechtlich ohne Notar aufzusetzen. Wie bist Du denn an den Notar gekommen, vermutlich über den Makler? Das würde mir eher Sorgen machen. Was steht denn sonst noch im Kaufvertrag.
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  3. #3
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    Wir wohnen in einer Kleinstadt, da gibt es nur einen Notar.

    Was sonst noch drin steht ?
    Eigentlich alles, was wir so wollten.
    25 Seiten.....
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  4. #4
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    Wenn ich es Recht gegoogelt habe, bedeutet dies Kausel doch "Käufer ich trau dir nicht...."
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  5. #5

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    Zitat Zitat von theoretiker Beitrag anzeigen
    Wir wohnen in einer Kleinstadt, da gibt es nur einen Notar.

    Was sonst noch drin steht ?
    Eigentlich alles, was wir so wollten.
    25 Seiten.....
    ok. Ich habe gefragt, weil ein vom Makler ausgesuchter Notar nicht zwingend den ersten Entwurf so neutral aufgesetzt hat, wie es ein Notar tun würde, den Ihr ausgesucht hättet.

    Wie kommt denn dann der Passus da rein?
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  6. #6

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    Zitat Zitat von theoretiker Beitrag anzeigen
    Hallo,

    hoffe ich bin jetzt hier mit meiner Frage nicht ganz falsch:

    Im Notarvertrag steht eine Maklerklausel, die besagt, dass dem Makler eine Provision von XXXXEUR zusteht und man sich der sofortigen Vollstreckung in sein gesamtes Vermögen unterwirft.

    Ist das üblich ?
    Das kostet doch extra (Erhöhung der Kaufsumme) ??
    Welche Gefahr verbirgt sich dahinter als Käufer ???

    !
    ...ich frag mich, was du da reininterpretierst?

    Der Makler hat (sehr wahrscheinlich) einen Anspruch auf seine Provision...

    Die erhöht die Kaufsumme nicht, erhöht also nicht die Grunderwerbssteuer, Kostet dich aber extra.
    Wenn du gleich bezahlst ist alles ok.
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  7. #7

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    Zitat Zitat von bernix Beitrag anzeigen
    ...ich frag mich, was du da reininterpretierst?

    Der Makler hat (sehr wahrscheinlich) einen Anspruch auf seine Provision...

    Wenn du gleich bezahlst ist alles ok.
    Das ist aber doch gar nicht der Punkt. Warum soll er den Makler ohne Not (und Grund) besser stellen als jeden anderen Gläubiger? Wer eine Leistung erbringt gehört bezahlt, das sehe ich auch so. Das muss bei einem Makler aber noch nicht einmal zwingend per Vertrag geregelt sein, dessen Anspruchsberechtigung resultiert nicht aus einem Vertrag sondern nach BGB ??? aus der Vermittlung des Verkaufes.
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  8. #8
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    Zitat Zitat von bernix Beitrag anzeigen
    ...ich frag mich, was du da reininterpretierst?

    Der Makler hat (sehr wahrscheinlich) einen Anspruch auf seine Provision...

    Die erhöht die Kaufsumme nicht, erhöht also nicht die Grunderwerbssteuer, Kostet dich aber extra.
    Wenn du gleich bezahlst ist alles ok.
    Der Makler hat ohne Frage einen Anspruch auf seine Provision.
    Was ich bisher gelesen habe ist es wohl so, dass dann die Maklerprovision zur Kaufsumme dazugerechnet wird und eben die Grunderwerbssteuer steigt.

    Dazu kommt, wenn ich es richtig verstanden habe, der Makler, auch wenn sich später herausstellen sollte, dass irgendwas nicht koscher war (falsche Angaben, grobe fachliche Fehler o.ä.), trotzdem sofort bei mir seine Provision vollstrecken kann und ich machtlos bin.

    Es kann ja drin stehen, dass der Vertrag durch den Makler zustande gekommen ist, aber diese Unterwerfung der Vollstreckung in mein Vermögen, ohne jegliche Möglichkeit der Gegenwehr irritiert mich irgendwie.
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  9. #9

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    Hallo,

    ist der Vertrag schon unterschrieben? Falls Sachen unklar sind, würde ich einen Rechtsanwalt zur Hilfe nehmen und dann evtl. der Vertrag von Notar ändern lassen. Wir waren uns auch bei einigen Sachen unsicher und haben der Vertrag von einen Rechtsanwalt überprüfen lassen... es hat uns ca. 200 Teuros gekostet (nicht wenig aber wir waren danach viel entspannter)
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  10. #10

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    Zitat Zitat von theoretiker Beitrag anzeigen
    Dazu kommt, wenn ich es richtig verstanden habe, der Makler, auch wenn sich später herausstellen sollte, dass irgendwas nicht koscher war (falsche Angaben, grobe fachliche Fehler o.ä.), trotzdem sofort bei mir seine Provision vollstrecken kann und ich machtlos bin.
    Genau mein Reden. Ich bin ein Fan des Waage Haltens von Geben und Bekommen im geschäftlichen Umgang. Kommt der Passus rein, gibst Du dem Makler deutlich mehr Handhabe in der Vollstreckung seiner Forderung gegen Dich, bekommst von ihm aber nichts. Würde ich deshalb aus Prinzip nicht tun.
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  11. #11

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    Die Passage mit der Maklerklausel würde ich so nicht hinnehmen. Hat etwas mit der Unparteilichkeit des Notars zutun.
    Hat einen rechtlichen Hintergrund.

    Bei uns schreibt der Notar:

    Die Parteien erkennen an, dass dieser Vertrag durch durch den Makler XY vermittelt wurde.

    Fertig.

    Gruß
    Stefan
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  12. #12
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    Was ich bisher gelesen habe ist es wohl so, dass dann die Maklerprovision zur Kaufsumme dazugerechnet wird und eben die Grunderwerbssteuer steigt.
    Ist diese Info so auch richtig ??
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  13. #13

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    Ist diese Info so auch richtig ??
    Wenn Küchen raus gerechnet werden, dann doch wohl Maklerkosten erst recht. Es heisst Grunderwerbsteuer. Aber warum erklärt Dir Dein Notar (oder sein Gehilfe) das nicht?
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  14. #14
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    http://www.baufinanzierungsservice.de/bfs/faq.htm

    Die Maklerklausel im Notarvertrag

    Die meisten Makler haben gute Kontakte zu Notaren. Das hat den Vorteil, dass bei einer Kaufabsicht ein Termin beim Notar schnell realisiert werden kann. Aber bitte nichts überstürzen, denn es gibt eine klare gesetzliche Regelung, dass den Vertragsparteien (Verkäufer und Käufer) 14 Tage Zeit für das Studium des Vertragsentwurfes und die Möglichkeit zu Korrekturen einzuräumen ist.
    In den Notarvertrag lassen sich die Makler gerne eine so genannte Maklerklausel einbauen. Diese Klausel findet sich am Ende des Vertrages. Mit dem Inhalt wird der Anspruch des Maklers auf seine Courtage fest geschrieben. Nur hat diese Maklerklausel einen ganz entscheidenden Schönheitsfehler. Diese Klausel kostet den Käufer Geld, denn nach den Vorschriften des Grunderwerbssteuergesetzes hat das Finanzamt das Recht, die Maklercourtage auf den Kaufpreis aufzuschlagen und aus der Summe die Grunderwerbsteuer zu berechnen.
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  15. #15

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    Guck mal hier. Im Zweifel traue ich dem Juristen mehr als einem Makler (auch wenn es ein Finanzmakler ist) ;-)

    http://www.profi-plan.com/news/artic...d=6&artid=2440
    http://www.recht.de/archiv/viewtopic...dd0658cfcc376c

    So wie ich das als Laie verstehe, gilt das wenn der Verkäufer einen Vertrag mit dem Makler hat und du genau diese Verpflichtung der Zahlung im Kaufvertrag übernimmst. Ist der Makler von Dir beauftragt (was er nach meinem Verständnis ist, wenn Du ihn kontaktierst), so wird die Maklergebühr nicht angerechnet.

    Aber ich bleibe immer noch dabei. Lass die Klausel streichen.
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