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Knapp 2 Jahre im neuen Haus - Stand

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  1. #1

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    Knapp 2 Jahre im neuen Haus - Stand

    Hallo,

    wollte mal berichten was so nach knapp 2Jahren bei uns so an größeren Mängeln da ist:
    • Im 2.ten Sommer knackte das Dach nachts, wenns draussen schön warm war. Durchaus nicht leise. Abhilfe -keine.
    • Fliesen klingen im EG hohl. Die Fliesen (lang und schmal) sind gebogen/uneben, dazu vermutlich zu wenig Kleber unter den Fliesen. Abhilfe - keine angedacht bzw. weiter abwarten, obs schlimmer wird.
    • Duschwanne und Tasse - Acryl -im OG: knacken beim Betreten und beim Bewegen mal mehr mal weniger laut. Nach dem Duschen beim Laufen auf den Fliesen gibts Entspannungknacken. Abhilfe - keine angedacht.
    • Duschtasse im EG - Stahl: Beim Laufen vor den Fliesen gibts manchmal ein Knacken, weil sich das Duschglas etwas verspannt, weil die Tasse minimalst nachgibt. Abhilfe - keine angedacht.
    • Eine Bodenfliese an der Wand gibt minimal nach. Bisher kein Knacken oder Fugenbruch. Abhilfe - erst, wenn die Fuge bricht.


    Erkenntnis nebenbei:
    Ein rechter Winkel ist alles zwischen 85°-95°.

    Wahrscheinlich fragen sich manche, warum wir das so hinnehemen? Hier die Gründe:
    Bei bisherigen Ausbesserungen haben die Handwerker nicht wirklich besser gearbeitet und Schnellschußlösungen gemacht. Geld brachte es ja nicht mehr ein.
    Da bei obigen Problemen immer 2 Gewerke im Spiel sind gehts mit der gegenseitigen Schuldzuweisung los, wenn wir da agieren (habens schon probiert). Bleibt nur Gutachter und dann wird sicher auch noch der Architekt mit seinem Bauleiter auch eine Teilschuld bekommen (und die beiden kann man bei uns vergessen), weil der Bauleiter nix richtig kontrolliert hat. Das ganze kann sich hinziehen.
    Unsere Anwältin meinte, dass bei Beträgen bis zu 2000-3000€ kein Prozeß lohnt.
    Wir haben keine Nerven mehr, da größere Aktionen (Duschtasse neu setzen lassen etc.) durchziehen zu lassen. Basierend auf den Erfahrungen, dass es nicht immer besser wird oder was anderes futsch geht.
    Leider haben wir die Erfahrung gemacht, dass so ziemlich jedes Gewerk Böcke geschossen hat. Wir verfolgten bei der Auswahl der Gewerke verschiedenste Ansätze: Empfehlung vom Architekten/Bauleiter, unsere eigenen Wünsche, Empfehlung von Bekannten, Verwandte etc.) - niedriger Preis war nicht der ausschlaggebende Grund.
    In Bezug auf Handwerker und deren Leistungen sind meine NICHT REPRÄSENTATIVEN Erfahrungen leider sehr schlecht. Für 100% Bezahlung bekommt man leider nicht 100% Leistung. Klar, Fehler können passieren und viel Schuld hat unser Bauleiter, der einfach eine Niete war. Dennoch....

    Was würde ich anders machen - Liste unvollständig:
    • Beim Bau mit Architekten vorher genau klären, wer Bauleitung macht - er selber oder einer seiner Angestellten und diesem genau auf den Zahn fühlen.
    • Genau überprüfen, wenn der Architekt die Plaungsfachleute stellen will, wer diese denn auch sind. Wir bezahlten das ihm und er hats seinem Bauleiter delegiert, der tlw. nix gemacht hat und es den handwerkern überlassen hat.
    • Genau informieren, welch Detailplanungen für die Schnittstellen für Gewerke erstellt werden und diese auch als Kopie verlangen.
    • Bausachverständigen aus der Näheren Umgebung suchen. Unserer war leider von weiters her.
    • Keine Sonderlösungen wenn nicht nötig.
    • Keine Acrylwannen oder -duschtassen. Egal, wenns auch knackfrei eingebaut werden kann. Vielfach ists nicht so.




    Ich versuche, mich mit obigen Mängeln abzufinden, wohlwissend, dass ich reklamieren könnte. Tut weh, weil viel Kohle reingeflossen ist. Im Gegensatz zu einem nervigen Auto, kann man ein Haus nicht so schnell ersetzen.

    FH
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  2. Knapp 2 Jahre im neuen Haus - Stand

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  3. #2

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    Unsere Anwältin meinte, dass bei Beträgen bis zu 2000-3000€ kein Prozeß lohnt.
    scheint eine sehr gute Anwältin zu sein (und das ist NICHT ironisch gemeint)
    Ob es für 5 oder 10k€ lohnt sei mal dahingestellt. Aber bei solchen Streitereien wirklich finanziell als Sieger aus dem Ring zu steigen ist oft ga rnicht so leicht. Denn dann muss man auch schon zu 100% gewinnen, dazu kommt das Prozessrisiko. Da werden Sachverständige bemüht, Anwälte und Gerichte wollen bezahlt werden und wenn man wirklich gewonnen hat darf man noch beten,dass der verklagte Unternehmer nicht insolvent ist.
    Ich will damit nicht sagen, dass man sich nie um 1000€ streiten sollte, man sollte es sich aber gründlich überlegen.
    Die meisten Anwälte denken da eher: ach, lass ihn man klagen, ich bekommen mein Honorar egal wie es ausgeht. Da sollte man aufhorchen, wenn ein Anwalt von der Klage abrät.
    Gruß
    Andy
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  4. #3

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    bei kleinen Streitwerten verdient auch der Anwalt nicht so viel dass es sich für ihn lohnt ( er muss sich ja fallspezifisch einarbeiten).
    ich werde demnächst wegen 20.000€ Streitwert vor Gericht gehen muessen, der Maler hat bei der Sanierung den kreidenden Altputz nicht grundiert. Ich warte noch auf den Gutachter damit er die fehlende Grundierung und die dadurch erfolgten technischen Nachteile beschreibt (wird wohl auf einen Abriss und kompletten Neuaufbau hinauslaufe)
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  5. #4

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    Ich kann alle Punkte auf Grund eigener Erfahrung so unterschreiben.
    Leider hat man irgendwann keine Lust mehr.

    Nie hätte ich gedacht, dass die neuen Duschtassen und die Wanne von schlechterer Qualität sind wie die alten aus den 70ern die ich bis dahin kannte.
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  6. #5

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    Danke für die Hinweise. Wir sind gerade in der Endplanung.
    Was meinst du aber mit "gebogenen/unebenen Fliesen?
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