Werbepartner

Ergebnis 1 bis 10 von 10
  1. #1

    Registriert seit
    04.2010
    Ort
    Wiesbaden
    Beruf
    Ingenieur
    Beiträge
    128

    Wasser in Zwischensparrendämmung

    Hallo zusammen,

    unser Neubau hat ein 35° Zeltdach mit Flachziegeln im Verbund.
    Weiterer Aufbau von außen nach innen:
    - Unterspannbahn
    - 200er Sparren mit 200mm Zwischensparrendämmung (Steinwolle)
    - 4cm Lattung mit 4cm Dämmung
    - Folie
    Blower-Door-Test mit Luftechsel 1,2 bestanden.

    Jetzt habe ich mir vom Gerüst aus die herausschauende Zischensparrendämmung vor Anbringen WDVS angeschaut: Die Unterspannbahn ist auf der Unterseite bis weit unter die Dämmung nass, die Dämmung ist feucht bis klatschnass und die Sparren sind teils mit starkem Schimmel befallen.
    Vor Einbringen der Dämmung war der Spitzboden trocken und die Unterspannbahn demnach dicht.
    - Wo kann das Wasser denn herkommen, wenn es auf jeder Seite des Zeltdachs das gleiche zu beobachten gibt?
    - Müssen angeschimmelte/verschimmelte Sparren/Fußpfette ausgetauscht werden?

    Danke und Gruß
    tata


    Danke für jeden Rat...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Wasser in Zwischensparrendämmung

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2

    Registriert seit
    04.2006
    Ort
    Göttingen
    Beruf
    Zimmerer & Holzingenieur
    Beiträge
    1,206
    Was genau war an dem WDVS aus dem anderen Thema falsch?
    Eine Möglichkeit wäre, dass Luft zwischen WDVS und Mauerwerk bis in die Dachkonstruktion gestiegen ist.
    Ob ein Bauteil ausgetauscht werden muss kann man aus der Ferne kaum beurteilen. Den Grund für den Feuchteeintrag solltest du aber abstellen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3
    Themenstarter

    Registriert seit
    04.2010
    Ort
    Wiesbaden
    Beruf
    Ingenieur
    Beiträge
    128
    Hallo R.J.

    das Problem am WDVS war, daß neben allen Regelverstößen die Platten mit weit weniger als 40% Kleber belegt waren. Daher kamen sie jetzt wieder runter. Vorher konnte man an der Unterspannbahn zwischen WDVS und Dachrinne immer Kondenswasser beobachten.
    Dass das Kondenswasser zwischen WDVS und Mauerwerk aufsetigt und in die Dämmung kommt, hatte ich bisher ausgeschlossen, weil die Platten ja eigentlich durch dichte Wülste abdichten würden. Also dann ja nur die Fäche zum Ausdünsten zur Verfügung stände, die hinter der obersten Platte liegt. Dank Deines Tipps habe ich nochmal nachgeschaut. Unser WDVS-F(l)achmann hat im oberen Teil der Fassade vom fehlerhaften Punkt-Wulst-Verfahren auf das "vie bessere" Nur-Punkt-Verfahren umgeschaltet, wodurch sich deutlich mehr Fläche ergibt, die hier Wasser eintragen kann.
    Wen siehst Du am besten geeignet, die Ursache sicher festzustellen? Könnte eine Bauthermographie helfen?

    Danke und Gruß
    tata
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4

    Registriert seit
    12.2005
    Ort
    Hückeswagen
    Beruf
    Baufachberater + Staatl. geprüfter Hochbau
    Benutzertitelzusatz
    Dachdecker+Hochbautechniker
    Beiträge
    11,917
    wieso sollte Nur-Punkt-Verfahren besser sein? Damit wird das Hinterströmen der Platten gefördert. Die Wulste unterbrechen die Konvektion
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5
    Themenstarter

    Registriert seit
    04.2010
    Ort
    Wiesbaden
    Beruf
    Ingenieur
    Beiträge
    128
    Sorry, ich hatte das mit dem reinen Punkt-Verfahren war natürlich nicht ernst gemeint. Ich hatte versucht das mit den Anführungszeichen beim "viel besseren" kenntlich zu machen.
    Das mit der stärkeren Konvektion ist natürlich richtig...und hoffentlich auch die Ursache für den Mist, den wir jetzt im Dach haben.

    Gruß
    tata
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6
    Themenstarter

    Registriert seit
    04.2010
    Ort
    Wiesbaden
    Beruf
    Ingenieur
    Beiträge
    128
    Hallo,
    ich durfte hier viel lernen und mitnehmen, daher wollte ich doch noch das Ergebnis dieses Themas mit anderen leidgeprüften Bauherren teilen. Dass dies erst jetzt kommt ist den vielen Freuden der weiteren Bauzeit und dem sich seit etwa 2 Jahren hinziehenden Prozesses mit dem GÜ geschuldet. Für die Experten wird die Ursache sicher nichts Neues sein: Der GÜ hatte im Dezember sowohl den Estrich, den Wandputz als auch die Dachdämmung eingebaut und von außen das WDVS aufgebracht. Trotz Blower-Door-Test mit Rauchtest mit 1,2 waren offensichtlich in der Dampfbremse so viele Undichtigkeiten (insbesondere wo die Folie auf dem Betonboden des Dachbodens geklebt wurde, aber auch an den vielen komplizierteren Übergängen in der Holzkonstruktion), dass die Unmegen an ins Haus gebrachtem Wasser in die Dachkonstruktion gestiegen ist.
    Wir mußten alles wieder rausnehmen, das Holz mit Wasserstoffperoxyd abreiben, trocknen lassen, Baubiologin prüfen lassen und alles wieder von vorne. Diesmal wurde zusätzlich mit Thermographie das Ergebnis geprüft, was nochmals etliche Undichtigkeiten aufzeigte. Diesmal trotz Blower-Door-Test mit 0,9!
    Es war der Wahnsinn und mE kann man die Wichtigkeit der "absoluten" Dichtigkeit der Dampfbremse nicht überschätzen.
    Gruß
    tata
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7

    Registriert seit
    06.2011
    Ort
    Nürnberg
    Beruf
    Kfm. Angst.
    Benutzertitelzusatz
    https://www.facebook.com/lustcon/
    Beiträge
    1,009
    Find ich klasse, dass Du nach so langer Zeit noch daran dachtest, hier das Ergebnis mitzuteilen. Danke dafür.

    LG - Gisela
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8

    Registriert seit
    05.2008
    Ort
    Schwarzenbruck / Nürnberg
    Beruf
    Trockenbaumeister
    Beiträge
    7,798
    und vielleicht versteht jetzt so mancher, warum diese Arbeiten nicht für DIY geeignet sind, wenn schon so mancher "Fachbetrieb" damit überfordert ist.....

    ich kenne mehr solcher Fälle, auch Bauherren aus dem Forum, deren "zweiten" DG Ausbau wir dann machen durften
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  11. #9

    Registriert seit
    11.2006
    Ort
    67685 weilerbach
    Beruf
    architekt/statiker
    Beiträge
    6,917
    Die Unterspannbahn ist auf der Unterseite bis weit unter die Dämmung nass, die Dämmung ist feucht bis klatschnass und die Sparren sind teils mit starkem Schimmel befallen.
    Vor Einbringen der Dämmung war der Spitzboden trocken und die Unterspannbahn demnach dicht.
    hallo
    stell mal bilder des sparrenfusspunktes mit der fusspfette rein oder mach mal eine systemskizze mit allen bauteilen.

    gruss aus de pfalz
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #10
    Stolzenberg
    Gast
    Obwohl Euer Problem ja offensichtlich behoben wurde:
    Definiere bitte auch noch einmal den Punkt der "komplizierten Übergänge in der Holzkonstruktion"...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen