Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 24

Stromkosten Funktionsheizen

Diskutiere Stromkosten Funktionsheizen im Forum Estrich und Bodenbeläge auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

    Registriert seit
    10.2011
    Ort
    Bayern
    Beruf
    Baulaie
    Beiträge
    66

    Stromkosten Funktionsheizen

    Hallo zusammen,

    seit einer Woche liegt mein Zementestrich und in 2 Wochen soll die Wärmepumpe in Betrieb gehen.

    Eine Luftwärmepumpe wird demnächst nicht wirklich viel bringen wenn wir laut Wettervorhersage -15°C bekommen werden, ich würde den Wirkungsgrad dann mal ungefähr einer Elektro-Direktheizung gleichsetzen.

    Jetzt überlege ich natürlich ob ich zumindest diese Tiefst-Temperaturen abwarten soll und mit dem Funktionsheizen erst anfangen soll wenn es wieder ein bisschen wärmer geworden ist.

    Allerdings habe ich keine Ahnung von welchen Dimensionen an Stromkosten wir sprechen. Genau kann man sowas nie sagen, ist schon klar. Aber ich hab schon so Zahlen gelesen wie 1500 - 2000 €?

    Ich hab ein kleines Haus mit 105 qm Wohnfläche (überall FBH), trotzdem denke ich das wird nicht wenig sein.

    Hat denn jemand von euch zb den Estrich im Winter mit einer Elektroheizung funktionsgeheizt und weiß noch ungefähr wieviel Strom dafür gebraucht wurde?

    Was meint ihr denn, macht es Sinn, diese Temperaturen abzuwarten, oder macht es nicht mehr so viel Unterschied ob ich jetzt von -10 auf 55 oder von +5 auf 55 Grad hochheize, im Verhältnis meine ich? Im Bereich von 100-200 € denke ich gar nicht darüber nach aber wenn es im Bereich von 500-1000€ liegt, schon :-)

    Vielen Dank schon mal
    ECA
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Stromkosten Funktionsheizen

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2

    Registriert seit
    01.2006
    Ort
    -
    Beruf
    Industriekaufmann
    Beiträge
    2,445
    also ich hab's nicht gerechent, nur Bauchgefühl. Bei uns war das max. 500€, allerdings im Spätzherbst, dafür die Wände noch ungedämmt und größere Fläche. Also aus dem Bauch würde ich sagen, dass Du beim Verschiebem sicher nciht mehr als Deine 100-200€ einsparst. 1000€ sind es sicher nciht.

    Aber wie sieht Dein Zeitplan aus? Kannst Du überhaupt warten? Wenn es nciht eilt ist das natürlich eine Option. Dem Estrich ist es egal wann das Funktionsheizen kommt.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Zitat Zitat von ECA2010 Beitrag anzeigen
    Eine Luftwärmepumpe wird demnächst nicht wirklich viel bringen wenn wir laut Wettervorhersage -15°C bekommen werden, ich würde den Wirkungsgrad dann mal ungefähr einer Elektro-Direktheizung gleichsetzen.
    Unabhängig von der Leistungszahl würde ich mich fragen, ob die LWP unter diesen Bedingungen überhaupt die erforderlichen Temperaturen für ein Funktionsheizen erzeugen kann. Gibt´s einen el. Heizstab zur Unterstützung?

    Was den Energiebedarf, und somit auch die Kosten, betrifft, kann man munter raten. Restfeuchte Estrich, Luftfeuchte, Temperaturen, das alles hat einen Einfluß auf die "Stromkosten".

    Stromkosten von 1.500,- € oder gar 2.000,- € halte ich jedoch für utopisch. Für 2.000,- € kriege ich mit WP Tarif etwa 12.000kWh an el. Strom. Selbst wenn die Arbeitszahl der LWP schlecht sein sollte, wären das immer noch etwa 25.000kWh Wärme. Damit könntest Du 3 Häuser von Deiner Sorte ein ganzes Jahr beheizen.

    Meine Glaskugel sagt, ein Stromverbrauch von 3.000kWh bis 5.000kWh sollte ausreichen für Funktions- und Belegreifheizen.

    Gruß
    Ralf
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4

    Registriert seit
    03.2008
    Ort
    Bayern
    Beruf
    Dipl. Ing.
    Beiträge
    695
    Gerade wenns draussen richtig kalt ist, ist der Zeitpunkt fürs Funktionsheizen ideal. Durch die niedrige Luftfeuche Aussen kann man bestens die Feuchte Innen Rauslüften
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5
    Avatar von Lukas
    Registriert seit
    03.2005
    Ort
    B, NVP, IN, St Trop
    Beruf
    Bodenleger
    Beiträge
    11,785
    Zitat Zitat von nachttrac Beitrag anzeigen
    Gerade wenns draussen richtig kalt ist, ist der Zeitpunkt fürs Belegreifheizen ideal. Durch die niedrige Luftfeuche Aussen kann man bestens die Feuchte Innen Rauslüften
    Kleine Korrektur

    Gruß Lukas
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6
    Bauexpertenforum
    Registriert seit
    10.2005
    Ort
    Lorch
    Beruf
    GWI
    Beiträge
    7,472
    Na ich denke mal ... wenns die Temperaturen tatschlich gibt, dann muss das Gebäude eh auf Temperatur gehalten werden.

    Natürlich würde ich den Zeitpunkt fürs Funktionsheizen etwas verschieben, wenn die Zeit nicht drückt. Man muss sich nicht die schlechtesten Bedingungen ausgucken um einen Belastungstest zu machen ... der läuft bei -15 Grad sowieso.

    Wenn das Wetter etwas milder ist sind die Leistungszahlen der LWP deutlich besser ....

    Gruß
    Achim Kaiser
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7
    Avatar von coroner
    Registriert seit
    12.2009
    Ort
    Ulm/Deutschland
    Beruf
    IT Consultant
    Benutzertitelzusatz
    Baulaie
    Beiträge
    1,908
    Servus,
    mein Estrich kam letzten Winter Anfang Dezember... jaja, der blöde kalte 2010/2011er Winter.
    Stromzähler kam kurz nach Weihnachten und der hatte dann zum Einzug im Februar ca. 6500kWh drauf (!).
    Da lief auch ne gewisse Zeit noch ne 16kW Heizpatrone drüber und ein paar Trockner... aber so im Großen und ganzen.... Achso, 360m² gabs hochzuheizen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8

    Registriert seit
    01.2009
    Ort
    Bedburg
    Beruf
    Entwickler von richtig guten Getrieben
    Beiträge
    153
    Hallo,

    dann komme ich noch 'mal mit meiner Horrorzahl: 18 kW Elektro-Direktheizung in die Fußbodenheizung (da Wärmepumpe wg. Rückrufaktion kurzfristig nicht lieferbar), allerdings das gut 3-Fache Deiner Fläche; Anhydrit-Estrich (konventionell, nicht Fließ-) und Gipsputz neu, Haus teilweise nicht gedämmt / teilweise keine luftdichte Ebene. Aussentemperaturen (Nov/Dez. 2010) -10 - -15°C: Für das Funktionsheizen und Belegreifeheizen gingen rund 22.000 kWh 'drauf. Ich schätz' mal, dass ich damit in Zukunft rund 5 Jahre das Haus werde heizen können...

    Nimmt man aber ein COP von ~2 an (falls die Wärmepumpe das alleine schaft, bei mir hat die 18kW-Heizung unter den Randbedingungen maximal 43 °C Vorlauf geschafft), und 1/3 der Fläche, dann bist Du wohl so mit ~4.000 kWh, also unter 1000 Euro dabei.

    Falls Du kein Zeitproblem hast, kann sich das Warten dann lohnen, wenn Du dann nicht mit einem E-Stab unterstützen musst; ob der COP nun ~2 oder ~2.5 ist, macht deutlich weniger aus. Wenn eine Stromdirektheizung bei -10°C eingesetzt werden muss, dann verdoppeln sich die Stromkosten (und die Differenz könnte dann durchaus im Bereich 1000 Euro liegen).

    Richtig weiss man's aber erst nachher

    Schöne Grüße,
    Martin
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9
    Themenstarter

    Registriert seit
    10.2011
    Ort
    Bayern
    Beruf
    Baulaie
    Beiträge
    66
    Hallo zusammen,

    Vielen Dank für eure Erfahrungen und Glaskugelbefragungen :-)

    Ich hab jetzt nochmal andersrum gedacht: meine WP hat einen 8KW Heizstab und der Bivalenzpunkt ist bei -7 Grad. Bei minus 15 wird's wohl hauptsächlich über den Heizstab laufen.

    Das Programm läuft über 14 Tage, das wären dann bei voller Leistung 8 x 24h x 14 Tage = 2688 kWh maximal

    Oder? Wahrscheinlich ist dann eher die Gefahr dass die 55 Grad gar nicht erreicht werden, oder? Wenn ich mir eure Zahlen so anschaue?

    Danke
    ECA
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Zitat Zitat von ECA2010 Beitrag anzeigen
    Das Programm läuft über 14 Tage, das wären dann bei voller Leistung 8 x 24h x 14 Tage = 2688 kWh maximal
    zzgl. Stromverbrauch der WP. Ich denke die wird parallel zum Heizstab laufen.

    Gruß
    Ralf
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11
    Themenstarter

    Registriert seit
    10.2011
    Ort
    Bayern
    Beruf
    Baulaie
    Beiträge
    66
    Laut Diagramm der WP ist die Heizleistung bei minus 15 Grad bei ca. 3 kW.

    Also wären das dann insgesamt 8+3 kW? Wobei die Leistungsaufnahme wahrscheinlich ein bisschen weniger ist als 3kW wenn ich das richtig verstanden habe, also reden wir vielleicht von insgesamt 10 kW Stromverbrauch? Bin da keinExperte obwohl ich mal Physik hatte, sorry :-)
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Zitat Zitat von ECA2010 Beitrag anzeigen
    Laut Diagramm der WP ist die Heizleistung bei minus 15 Grad bei ca. 3 kW.

    Also wären das dann insgesamt 8+3 kW?
    Nö, die Heizleistung ist höher als die el. Leistung. Details müsste man den technischen Unterlagen entnehmen können, dort sind normalerweise solche Details spezifiziert.

    Gruß
    Ralf
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13
    Bulla2000
    Gast
    Wir haben das im Frühherbst gemacht und hatten bei unserer KHZ 60 einen Verbrauch von ca. 1500 kwh. Den Tipp von oben frische ich mal auf, Du kannst gerade jetzt bei tiefen Frosttemperaturen viel Feuchtigkeit aus dem Haus bringen, indem Du mehrmals am Tag alle Fenster komplett auf machst und nach 5min wieder komplett schließt. Kalte Luft, wenig Luftfeuchte, nimmt also viel auf. Quasi als willkommende Unterstützung und kostenlos dazu.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14
    Themenstarter

    Registriert seit
    10.2011
    Ort
    Bayern
    Beruf
    Baulaie
    Beiträge
    66
    Danke für eure Antworten, wir werden das jetzt so machen, vielleicht ist die schlimmste Kälte dann ja auch schon rum.

    Mal was anderes:

    Am Rand zwischen Estrich und Wand ist ja eine Fuge mit Folie/Dämmung. Die steht ja so ca 5-10 cm über. Im Bereich der Haustür hat sich das so ausgewirkt, dass die Haustür nicht mehr dicht geschlossen hat weil das eingequetscht wurde.

    Bei den Temperaturen jetzt hat sich das so ausgewirkt, dass dort Feuchtigkeit heruntergetropft und gefroren ist, direkt auf dem Estrich. Das härt sich für ich so an als würde sich da mit Sicherheit ein Frostschaden bemerkbar machen (wann und wie weiß ich jetzt nicht).

    Das müsste ich sofort als Mängelrüge einreichen oder?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15
    Lebski
    Gast
    Äh, was kann der Estrichleger dafür, wenn deine Tür nicht richtig abdichtet? Er kann ja nur die Tür zumachen nach der Arbeit. Nochmal reingehen zum Kontrolieren geht ja nicht. Und der Überstand muss bis Bodenbelag bleiben, erst nach deren Verlegung darf man die Randstreifen abschneiden. (Ist nicht Sache des Estrichlegers)

    Ein Frostschaden ist unwahrscheinlich, wenn der Estrich schon mehrere Tage alt war.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen