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  1. #1

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    Parkettkleber mit Bläschen

    Hallo Experten,

    ich brauche bitte eine Einschätzung bzw. eure Erfahrung zur Verklebung von Parkett mit 1K-PU Kleber.

    Hintergrund:
    Wir wollen eine 3-Schicht 1-Stab Landhausdiele, 15 mm stark, 186 x 18,9 cm, auf Calciumsulfatestrich (kein Fließestrich, daher angeblich keine Sinterschicht) verlegen. Der Estrich ist nach Aussage eines Parkettlegers ausreichend eben, so dass auf eine Spachtelung verzichtet wird.
    Als Kleber kommt ein 1K PU Klebstoff von Gundreben (=Lechner) zum Einsatz. Der Estrich wurde von mir dazu bereits mit einem PU-Voranstrich des gleichen Herstellers grundiert.

    Beim Grundieren habe ich leider übersehen, dass der Hersteller empfiehlt, das Parkett spätestens 36 Stunden nach dem Grundieren zu verlegen Dadurch sei sichergestellt, dass sich Kleber und Grundierung chemisch tiefer verbinden. Nach den 36 Stunden ist die Grundierung soweit ausgehärtet, dass die Verbindung nur noch an der unmittelbaren Oberfläche erreicht werden kann. Die Grundierung dient dann nur noch als Sperrschicht, aber nicht mehr der Haftverstärkung.
    Auf Nachfrage beim Hersteller wurde mir geraten, eine Probeverklebung durchzuführen, um die Haftung des Klebers auf der Grundierung zu testen.
    Das hab ich auch gemacht, das Ergebnis könnt ihr in den angehängten Bildern sehen.
    Im Prinzip ist es so wie man es erwarten würde:

    Der Kleber versagt an der schwächsten Stelle, nämlich in sich selbst. Am Boden und am Holz bleibt er haften, lediglich die Kleberschicht reißt auf.
    Eigentlich könnte ich also beruhigt sein.

    Frage:
    Was ich aber komisch finde sind die vielen Bläschen und Poren im Kleber. Es wirkt fast wie aufgeschäumt.
    Ist das normal so? Oder stimmt vielleicht etwas mit dem Kleber nicht?
    Ich hab den Kleber übrigens nicht aufgerührt oder geschüttelt, sondern so wie er war aus dem Gebinde entnommen.
    Es wäre klasse, wenn ihr aus eurer Erfahrung berichten könnt, wie so eine durchtrennte Kleberschicht üblicherweise aussieht

    Grüße,
    Flo
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  2. Parkettkleber mit Bläschen

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  3. #2
    Avatar von Lukas
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    Zitat Zitat von floyo Beitrag anzeigen
    Der Kleber versagt an der schwächsten Stelle, nämlich in sich selbst.
    Moin!

    Gewöhnlich ist der Kleber in sich die stabilste Stelle. Daß der Kleber seine Endfestigkeit noch nicht erreicht hat, kann an der derzeit geringen Luftfeuchtigkeit liegen. PU-Kleber benötigen Feuchtigkeit zum Abbinden.

    Ob die Blasenbildung bei dem Kleber normal ist, kann ich nicht sagen, weil ich diesen nicht kenne und die Hersteller unterschiedliches Zeug zusammenquirlen.
    Bei Kunstharzklebern ist das normal.

    Du kannst aber sicher beim Hersteller anrufen und nachfragen. Es wär schön, wenn Du das Ergebnis hier mitteilst.

    Gruß Lukas
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  4. #3
    Themenstarter

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    Ah, ok, dann war ich schief gewickelt was den Kleberabriss angeht. Wahrscheinlich hab ich im nicht genug Zeit zu aushärten gegeben, zwei Tage sind dann wohl doch zu wenig.
    Ich hab mir beim Ablösen aber jetzt schon schwer getan, ich weiß nicht ob ich es nochmal mit längerer Aushärtzeit versuchen soll - dann bekomm ich's vielleicht gar nicht mehr runter

    Zur Feuchtigkeit habe ich gleich noch ne Frage:
    Wenn ich eine Sperrgrundierung auf dem Estrich habe, wo nimmt sich der Kleber dann die notwendige Feuchtigkeit zum Abbinden her? In den Randbereichen kann er sich die sicher aus der Luft holen, aber mitten in den Dielen bzw. im bereits verklebten Parkettfeld geht das ja dann kaum. Zieht der Kleber dann Wasser aus dem Holz und könnte das evtl. Probleme geben?

    Ich werd gleich mal mit dem Hersteller wegen der Bläschen sprechen und dann hier posten.

    Grüße,
    Flo
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  5. #4
    Avatar von Lukas
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    Hier ist auch was zur Feuchtigkeit geschrieben.

    Gruß Lukas
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  6. #5
    Themenstarter

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    Hallo Lukas,

    danke für den Link. Das hatte ich auch schon gelesen und mich ehrlich gesagt gefragt, ob z.B. der Lukas tatsächlich schon mal Luftbefeuchter benutzt hat um das Raumklima einzustellen

    Mittlerweile habe ich mit dem zuständigen Techniker sprechen können.
    Er sagte, Bläschenbildung könne bei diesem elastischen 1K PU Kleber tatsächlich auftreten, wäre im Allgemeinen aber kein Zeichen eines mangelhaften Produktes oder Verlegefehlers.
    Größe und Menge der Bläschen seien von den raumklimatischen Bedingungen, insbesondere der verfügbaren Feuchtigkeit, abhängig. Er sprach dabei von ca. Stecknadelkopf großen Bläschen, hat aber nichts von der Bläschendichte gesagt.
    Die Scherfestigkeit sei dadurch nicht beeinträchtigt.
    Versuche bei Lechner in Italien hätten aber tatsächlich deutliche Unterschiede zwischen den Klebern verschiedener Hersteller gezeigt. Manche bildeten keine Bläschen aus, andere schon.

    Hmm, mir wäre ehrlich gesagt ein Kleber, der keine Bläschen ausbildet lieber.
    Vor allem, habe ich bei meiner Probeverklebung ja extrem viele Bläschen. Ein Kriterium ab wann es nicht mehr ok ist konnte der Techniker mir leider nicht nennen. Ich habe nur mit ihm telefoniert, Bilder hat er keine gesehen.
    Wie sieht es denn z.B. mit der Wärmeleitung aus. Die vielen Bläschen sind ja ein guter Isolator, das verschlechtert die Wärmeübertragung bei Fussbodenheizung doch erheblich könnt ich mir denken.

    Zweifelde Grüße,
    Flo
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  8. #6
    Avatar von Flocke
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    Verkleben von Holzfußboden auf Estrich gehört eigentlich nicht mehr in den Bereich fürs selbermachen. Hier muß wirklich alles stimmen, anordnung von Dehnungsfugen, Vorbereitug vom Untergrund, Kleber, Feuchte vom Untergrund, Luftfeuchte.....
    Ich habe schon Fälle gesehen, wo der Estrich vom Holzboden zerrissen wurde und andere wo der <Boden sich wieder gelöst hat.
    Ich gehe aber mal davon aus das hier über genügend Hintergrundwissen verfügt wird...
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  9. #7
    Avatar von Lukas
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    Zitat Zitat von floyo Beitrag anzeigen
    Das hatte ich auch schon gelesen und mich ehrlich gesagt gefragt, ob z.B. der Lukas tatsächlich schon mal Luftbefeuchter benutzt hat um das Raumklima einzustellen
    Nö, hatter nicht. Allerdings bedenkt er schon, daß es manchmal etwas länger dauern kann, bis der Kleber seine Festigkeit erreicht hat. Das ist z.B. wichtig, wenns hinterher ans Schleifen geht.

    Wie schon angedeutet, rühern die unterschiedlichen Firmen unterschiedliche Pampen zusammen, geben denen aber gleiche Namen (1K-PU ). Daher bleib ich inzwischen lieber beim "Original". Das fängt mit "Si" an und endet auf "ka".
    Bei eigenen Tests, grad auch im Zusammenspiel mit Grundierungen, hab ich schon zu viele "Überraschungen" erlebt. Auf die hab ich aber keinen Bock.

    Gruß Lukas
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