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  1. #1

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    Dach "schwitzt" ohne Dämmung

    Hallo,
    habe ein Problem mit einer Dachhälfte. Das Dach wurde im letzten Sommer neu eingedeckt. Aufbau: Schalung, bituminöse Schalungsbahn 2lagig, Faserzementplatten.
    Spitzboden, keine Dämmung.
    Darunter Wohnraum, aber momentan nicht beheizt und nicht bewohnt. Dieser Bereich gedämmt.
    Oberste Geschossdecke: nicht gedämmt, Holz
    Es hat sich über die Kälteperiode dermassen viel Reif an der Schalung (innen) gebildet, welcher jetzt taut und den Boden aussehen lässt als hätte man mit den Gartenschlauch reingespritzt. Die Dachschalung tropft natürlich auch noch. Aber nur auf der Nord-Westseite und nur im oberen Bereich des Daches (richtung First). Die Süd-Ostseite ist pfurztrocken.

    Wie kann ich dieses Phänomen am besten erklären?

    Ich denke ich werde im Sommer auf jeden Fall mal ein paar Lüfter einbauen?!?

    Lösungsansatz:
    Kann es sein dass die Kälte "zu schnell" kam und die vorhandene Luftfeuchtigkeit bereits da an der Schalung auskondensierte. Die trockene Dachseite heizt sich schneller (oder überhaupt) auf und schickt somit wiederrum mehr Kondenz an die kalte Dachseite, welche dort wieder festfriert?!?

    Grüße
    Andreas
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  2. Dach "schwitzt" ohne Dämmung

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Dach schwitzt...

    Hallo Andreas,

    hast Du mal ein paar Fotos?
    Wenns geht von innen und außen. (Evt. Schnittskizze vom Aufbau)

    mfg
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo,
    Bilder habe ich leider keine gemacht. Ich war heute nochmal vor Ort und die Sache sieht heute schon sehr viel entspannter aus. Die Schalung des Daches ist noch leicht feucht, der Boder schon ziemlich trocken. Ein Gutachter war heute vormittag dort und fragte den Bauherren wann das Dach erneuert wurde. Er teilte den Gutachter mit dass das Dach letzten Sommer umgedeckt wurde, und dass es bei der Umdeckung 2x reingeregnet hat. Darin sieht der Gutachter den Grund für die Vereisung der nur einen Dachseite und die Ursache für die viele Feuchtigkeit (Ich bezweifle das aber stark. So viel hats nun auch wieder nicht reingeregnet und es sollte doch auch schon was ausgetrocknet sein)

    Wir sind jetzt mal so verblieben dass weiter gelüftet wird und bei Zeiten ein paar Lüfter im Dach verbaut werden.

    Grüße

    Andreas
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  5. #4

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    Dach schwitzt...

    Hallo Andreas,

    die Aussage des SV halte ich für nicht zutreffend.
    Du siehst ja was im Forum momentan los ist, bezüglich Wasserdampfdiffusion/-konvektion.
    Allerdings müssen ja, damit etwas passiert unterschiedliche Wasserdampfteildrücke vorhanden sein.

    Wenn die Situation jetzt -kurzfristig- besser geworden ist, (weil es draußen wärmer geworden ist) kann es mit Baufeuchte (vom letzten Sommer) nichts zu tun haben.

    Was für ne Faserzement Eindeckung hast Du drauf?

    mfg
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  6. #5

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    Dach schwitzt...

    Hallo Andreas,

    die Aussage des SV halte ich für nicht zutreffend.
    Du siehst ja was im Forum momentan los ist, bezüglich Wasserdampfdiffusion/-konvektion.
    Allerdings müssen ja, damit etwas passiert unterschiedliche Wasserdampfteildrücke vorhanden sein.

    Wenn die Situation jetzt -kurzfristig- besser geworden ist, (weil es draußen wärmer geworden ist) kann es mit Baufeuchte (vom letzten Sommer) nichts zu tun haben.

    Was für ne Faserzement Eindeckung hast Du drauf?

    mfg
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  7. #6

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    Aufbau: Schalung, bituminöse Schalungsbahn 2lagig, Faserzementplatten.
    hallo
    geht das rote etwas genauer.
    mehr input zu der gesmtkonstruktion/ bilder.

    gruss aus de pfalz
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  8. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  9. #7
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    ja, das rote geht schon genauer. Aber wenn ich Hersteller und Typ reinschreibe löschen das die Mods gleich wieder, oder?
    Es ist eine BAU DER Top TS 40. Weils eben beim eindecken reingeregnet hat haben wir eine zweite Schicht drübergerollt.

    Der Dachaufbau im nassen Spietzbodenbereich sieht aus wie beschrieben:
    Rauspundschalung 24mm
    2 Lagen Dachpappe (siehe oben)
    Faserzementeindeckung Eter nit 30x30 Bogen links als deutsche Deckung mit 9cm Höhen- und Seitenüberdeckung
    Unter den Spitzboden ist eine Wohnung, frisch renoviert, aber nicht viel verputzt (vielleicht insgesamt 3m²), aber vollständig neu tapeziert. Fertigstellung kurz vor Weihnachten. Dabei wurde aber laut Auftraggeber "ordentlich" gelüftet.
    Abgetrennt ist die Wohnung (momentan nicht beheizt und nicht bewohnt) durch einen Fehlboden, nicht gedämmt. Gipskarton, wahrscheinlich heraklit drunter, irgendeine sandige Schüttung drinn (Aussage Bauherr), Fusbodenbretter.

    Den Sachverständigen kenne ich übrigends und ich halte diesen für nicht wirklich "Sachverständig".
    Grüße
    Andreas
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  10. #8

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    Dach schwitzt

    Hallo Andreas,

    hat die besagte Schalungsbahn nen sd-Wert von 25 m?
    Du sagst die Wohnung unter dem Spitzboden wird z.Z. nicht geheizt und nicht bewohnt?
    Das Haus wird doch bestimmt beheizt, so daß auch die Wohnung 10° C plus/minus x° C aufweist?

    Deine ursprüngliche Frage war ja, wieso sich die Schalung auf auf der Nord-Seite anders verhält als auf der Süd-Seite. (Norden naß, Süden trocken)
    War auf der Nordseite durchgängig Schnee? Auf der Südseite dagegen fast immer abgetaut? (außer die letzten paar Tage, da liegt überall Schnee)
    Deine Faserzementplatten sind schwarz?

    mfg
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