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  1. #1

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    Risse in gerade erstelltem Dachstuhl

    Hallo zusammen,

    das Thema gab es bei bereits fertiggestellten/abgenommenen Bauten, passt aber nicht ganz auf unsere Situation:

    Unser Dachstuhl wurde erst vor 2 Tagen errichtet.
    Im Vertrag steht Nadelholz als gehobeltes, vorgetrocknetes Konstruktionsvollholz.

    Hier habe ich diverse Risse unterschiedlicher Größe entdeckt, die mich nachdenklich machen: Ich gehe nicht davon aus, dass es nicht mehr stabil genug ist.
    Aber was ist mit der vereinbarten Holzqualität, mit evtl. Schädlingsbefall (da nur aussen behandelt)? Muß der Zimmermann die Risse verschliessen ?

    Was ist hier zu tun ??

    Gruß
    sky












    Geändert von Ralf Dühlmeyer (15.02.2012 um 12:47 Uhr) Grund: bilder
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  2. Risse in gerade erstelltem Dachstuhl

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  3. #2
    Avatar von Flocke
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    Bei Kanthölzern und Balken, die nach ihrer Tragfähigkeit bemessen werden, ist in der „Standard“-
    Sortierklasse S10 TS „Holz mit normaler Tragfähigkeit“ eine Risstiefe bis ½ des Querschnitts
    zulässig. Risse mit einer Länge von bis 1/4 der Schnittholzlänge max. 1 Meter bleiben
    unberücksichtigt. Bei großen Kantholzquerschnitten mit einer Breite von über 120 mm sind Risse
    ohne zahlenmäßige Begrenzung zulässig. Die Vorschriften für die Messung von Rissen ist in
    der Norm genau festgelegt.
    Konstruktionsvollholz (gemäß den Güterichtlinien der Gütegemeinschaft KVH®)
    • KVH NSI (nicht sichtbarer Bereich) wie in DIN 4074 S 10
    • KVH-Si (sichtbarer Bereich): Rissbreite b < 3 % der jeweiligen Querschnittsseite, nicht mehr
    als 6 mm bei einer Holzfeuchte von 15 % bzw. zum Zeitpunkt der Lieferung, d. h. nachträglich
    können z. B. in der ersten Heizperiode weitere Risse entstehen.


    Rißbildung ist bei Vollholz völlig normal. Das Verwendete Konstruktionsholz wird künstlich getrocknet. Duch die Trocknung( idR durch erwärmen) werden einige im Holz enthaltene Eiweiße zerstört. Das macht Konstruktionsholz etwas weniger anfällig gegen Holzzerstörer. Trotz allem sollte das Dach jetzt nicht wochenlang offen stehen. Den Feuchtigkeitseintrag lieber gering halten.
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  4. #3

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    Zitat Zitat von Nordhangplaner Beitrag anzeigen
    Muß der Zimmermann die Risse verschliessen ?

    Was ist hier zu tun ??
    Nein - Nichts

    Ich würde mir an Deiner Stelle lieber mal die Statik besorgen und die "Aufhängung" der Kehlbalken prüfen (lassen). Die sieht eigenwillig
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  5. #4
    Avatar von Flocke
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    Wieso? Der Kehlbalken ist mit Bolzen/ Bulldog am Sparren fest und mit Sparren Pfetten Anker an der Pfette, das ist doch normal...
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  6. #5

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    Wo siehst Du die. Ich seh nur Sparrenpfettenanker, die wohl kaum als "Abhängung" taugen.
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  7. #6
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von Flocke Beitrag anzeigen
    .. Risstiefe bis ½ des Querschnitts
    zulässig.. Bei großen Kantholzquerschnitten mit einer Breite von über 120 mm sind Risse
    ohne zahlenmäßige Begrenzung zulässig ..
    kannst du dafür eine quelle angeben?
    ersteres hab ich anders in erinnerung,
    zweiteres leuchtet mir nicht ein, hab ich auch noch nie gehört.
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  8. #7
    Avatar von Flocke
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    War ein Flyer der noch auf dem Rechner war, für eine Din müßte ich nochmal Blättern..
    http://www.holz-bruener.de/downloads/ribildunginfo.pdf
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  9. #8
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    ahja .. danke für den link.

    0,5 .. kann stimmen (für schnittklasse s10 der 4074)

    das ab 120mm breite risse beliebiger tiefe zulässig sein sollen, ist nicht nachvollziehbar,
    das würde im extrem zu zweiteiligen balken führen, ist auch so aus 4074 nicht zu entnehmen,
    da wurde eine fusszeile der tab. 2 "verwurstelt"

    nebenbei: für risse in bsh gelten strengere anforderungen ..
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  10. #9

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    ui KVH

    seit wann gibt`s denn KVH am Stück, oder war das sooo bestellt???

    Grüße
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  11. #10

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    hallo
    da ist alles aufgelistet
    http://www.kvh.eu/kvh/anforderungen-...svollholz-kvh/
    die fuss- und mittelpfetten sind kvh nsi.

    gruss aus de pfalz
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  12. #11

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    Der Kehlbalken ist mit Bolzen/ Bulldog am Sparren fest
    hallo
    wo haste´n die gesehen.

    gruss aus de pfalz
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  13. #12
    Avatar von Flocke
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    Sorry, das ist auf den Bildern im parallelen Tread zur Abschlagszahlung.
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  14. #13
    Avatar von Anfauglir
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    Zitat Zitat von Flocke Beitrag anzeigen
    Duch die Trocknung( idR durch erwärmen) werden einige im Holz enthaltene Eiweiße zerstört. Das macht Konstruktionsholz etwas weniger anfällig gegen Holzzerstörer.
    Da gabs mal zwei "Fraktionen" unterschiedlicher Meinung. Je nach Temperatur können die Eiweiße wohl auch der Larve leichter bekömmlich werden (kochen halt).

    Ich kenne weder den aktuellen Forschungsstand noch die aktuelle 68800, aber ich denke nicht, dass man sich auf solche Sachen berufen sollte. Es ist mMn interessant, aber ohne bauliche Relevanz.

    Risse ohne zahlenmäßige Begrenzung - ein feuchter Traum der Holzhändler.

    Nachtrag: (baurechtliche) Notwendigkeit für chem. Holzschutz ist von der Gefärdungsklasse, nicht der Rissbildung, abhängig.
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Anfauglir Beitrag anzeigen
    Nachtrag: (baurechtliche) Notwendigkeit für chem. Holzschutz ist von der Gefärdungsklasse, nicht der Rissbildung, abhängig.
    Wenn das Dach bald drauf kommt besteht ja keine Gefahr für Schädlingsbefall, die typischen Käfer fliegen ja noch nicht.
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  17. #15
    Avatar von Anfauglir
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    Achso, na dann nur das Schild nicht vergessen:

    Einflug für Käfer
    VERBOTEN!
    Imagines haften für ihre Larven!


    Aber ich nehme mal an, du meinst damit, dass vor Flugzeitbeginn die Gefärdungsklasse 0 hergestellt wird. Dann gehts auch ohne Schild.
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