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Hauptabwasserrohr setzt sich regelmäßig zu

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  1. #1

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    Hauptabwasserrohr setzt sich regelmäßig zu

    Hallo,

    ich besitze ein Haus BJ 1968

    Seit etwa 5 Jahren habe ich nun das Problem, dass sich das Hauptabwasserrohr in regelmäßigen Abständen (ca. alle 3 Monate) zusetzt und ich es von einer Rohrreinigungsfirma durchspülen lassen muss.

    Beim Durchspülen kommen dann die ganzen Ablagerungen (Fekalien und WC-Papier) herausgeschwommen.

    Ich habe dieses Hauptwasserrohr auch schon mittels Kamera untersuchen lassen, jedoch gibt es weder einen Muffenversatz noch irgendwelche Wurzeln die in das Rohr hineingewachsen sind, lediglich altersbedingte "Porösität" weißt das Rohr auf.

    Ein weiteres Ursache für mein Problem liegt wohl an der tatsache, dass dieses Hauptabwasserrohr über einen längeren Weg fast waagrecht, d.h. mit recht wenig Gefälle, im bzw. unterm Grundfundament verlegt ist und in Verbindung mit der alterbedingten "Porösität" des Rohres es wohl auf diesem waagrechten Stück dann immer zu diesen Ablagerungen kommt.

    Nun stellt sich mir die Frage, wie ich dieses Problem lösen kann ?

    Ich kann ja nicht die ganze Abwasserleitung herausreisen und neu machen, denn wie gesagt sie liegt im bzw. unterm Hausfundament und somit müsste ich ja das ganze Fundament im Bereich der Leitung aufreisen und das ist ein Unterfangen, was ich mir wirtschaftlich nicht leisten kann und der Aufwand mit den daraus resultierenden Folgen, viel zu groß wäre (Untergeschoss ist verpachtet, darin befindet sich ein KFZ Betrieb und der ganze Boden ist gefliest und weiterhin sind mehrere KFZ-Hebebühnen darauf installiert, die bei einer Aufgrabung des Fundamentes, alle demontiert werden müssten).

    Deswegen nun die Frage, gibt es irgendeine Möglichkeit, das Hauptabwasserrohr sozusagen "endoskopisch" zu sanieren ?

    Oder muss ich in den sauren Apfel beisen und alle 3 Monate das Rohr durchspülen lassen ?

    Noch als Anmerkung, wir werfen außer WC-Papier NICHTS ins WC, außerdem betätigen wir, auch beim "kleinen Geschäft" immer die große Spültaste am WC, sodass möglichst viel Wasser durch die Leitung fließt.

    Danke für die Infos.
    Gruß Peter
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  2. Hauptabwasserrohr setzt sich regelmäßig zu

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  3. #2
    Avatar von Flocke
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    Auch wenn es nicht wirklich die Lösung ist, Spartste selten drücken und die Wassermenge im Spülkasten auf max,
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  4. #3

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    Befinden sich die WCs nur/auch in jenem UG oder lediglich in darüberliegenden Etagen?
    Ist sonst noch etwas an jenem Strang angeschlossen (Küchen, Bäder)?
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  5. #4

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    Porösität?

    Wenn die Problematik nachgewiesenermaßen nicht nur mit dem fehlenden Gefälle (das ist an sich der Knackpunkt) sondern auch mit der Rauhigkeit der Innenwandung zu tun hat, könnte (vom Fachmann) geprüft werden, ob Dir eine Inliner-Sanierung vielleicht weiterhilft. Durch das Material des Inliners wird die Innenwandung zumindest wieder glatt. Bedenke nur, dass Du dabei einen zwar nur kleinen jedoch durchaus vorhandenen Durchmesserverlust hast, den Du ja eigentlich vermeiden solltest ...
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Peter1971 Beitrag anzeigen
    Deswegen nun die Frage, gibt es irgendeine Möglichkeit, das Hauptabwasserrohr sozusagen "endoskopisch" zu sanieren ?

    Oder muss ich in den sauren Apfel beisen und alle 3 Monate das Rohr durchspülen lassen ?
    Auf dem einfachen Weg wird es wohl nicht funktionieren, zumindest wäre mir keine einfache und "günstige" Lösung bekannt. Dann bleibt nur, Wasser, Wasser und noch einmal Wasser. In meinen Augen sollte jedoch über eine Sanierung nachgedacht werden, denn der jetzige Zustand ist auf Dauer wohl kaum tragbar.

    Gruß
    Ralf
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  7. #6
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    Das Haus hat 2 Etagen, das UG und das EG.

    Es befinden sich im vorderen Bereich, sowie im Hinteren Bereich des Hauses jeweils eine Fallleitung, welche vom EG ins UG führt, d.h. 2 Fallleitungen, welche dann unterm Hausfundament zusammenlaufen und in einem Rohr dann in die Kanalisation münden.

    Die eine Abwasserrohrstrecke ist von dem "Verstopfungsproblem" nicht betroffen, es setzt sich immer nur die andere "waagrechte" Seite zu.

    Am Betroffenen Strang befindet sich im EG ein komplettes Bad mit Waschmaschine und Küche angeschlossen, am selben Strang im UG ist ein WC und ein Waschbecken angeschlossen.

    Am WC im UG erkennt man dann immer, wenn sich das Hauptabwasserrohr fast zugestetzt hat, denn in diesem WC "gluckert" es dann ganz komisch und wenn man dann nicht reagiert, kommt spätestens nach ein paar Tagen die ganze Brühe, wenn man im EG spült, aus dem WC im UG heraus !

    Am anderen Strang, bei dem dieses Problem nicht auftritt, befindet sich im EG ebenfalls ein Bad mit Waschmaschine und eine Küche angeschlossen. An jenem Strang im UG befindet sich ebenso noch ein WC, 2 Waschbecken und eine Waschmaschine angeschlossen.

    Was halt komisch ist, wir hatten von 1968 bis ca. 2006 keine Probleme, es trat in dieser Zeit nie eine Verstopfung auf und seit 2007 muss ich nun alle 3 Monate das Rohr freispülen lassen.
    Kann denn ggf. durch gewisse "Erdbewegungen" (z.B. nach Erdbeben) sich das Gefälle derart verändert haben, dass schlagartig dieses Problem auftrat ?

    Gruß Peter
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  8. #7

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    Ansatz

    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Befinden sich die WCs nur/auch in jenem UG oder lediglich in darüberliegenden Etagen?
    Der Ansatz von Julius ist m.E. richtig. Wenn Du Dein Abwasser schon unter der Kellerdecke abfangen kannst, könnte sich der Sanierungsaufwand hauptsächlich auf den Bereich außerhalb vom Haus reduzieren.
    Ggf. kannst Du ja auch das Abwasser aus dem KG (Werkstatt-WC?) über eine Hebeanlage an die neue Leitung anschließen.
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  9. #8

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    Dann könnte man eine Umwegführung prüfen.

    Also den problematischen Abschnitt der Grundleitung stillegen.
    Unter der UG-Decke das EG-Wasser des betroffenen Strangs abfangen und seitlich bis zum nicht betroffenen führen, dort mit einleiten.
    Die dann abgehängte UG-Toilette über Kleinhebeanlage anbinden.

    Edit.
    Doozer war schneller, hat aber genau verstanden, worauf ich hinauswill.
    Geändert von Julius (15.02.2012 um 15:34 Uhr) Grund: Überschneidung
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Doozer Beitrag anzeigen
    Bedenke nur, dass Du dabei einen zwar nur kleinen jedoch durchaus vorhandenen Durchmesserverlust hast, den Du ja eigentlich vermeiden solltest ...
    Nicht unbedingt. Es wäre gut möglich, dass bei einem kleineren Querschnitt die Sache zuverlässiger funktioniert. Früher hat man die Abwasserleitungen gerne mal etwas zu groß dimensioniert, was heutzutage bei den geringen Wassermengen zu Problemen führt.

    Gruß
    Ralf
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  11. #10

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    Würg


    Du glaubst gar nicht, wie mich die diesbzgl. Doppelmoral unserer Gemeinde (= Entsorger) ankotzt. Bei uns rechnet die Gemeinde noch nach "altem" System ab. Da auch das aus der Zisterne entnommene Wasser (für WCs) von der Gemeinde für die Abwasserermittlung herangezogen wird (bis hierhin haben wir schon die Zisterne bauen und Zähler einbauen müssen $$$), spart man natürlich Wasser wo man kann (sicherlich grundsätzlich nichts Falsches). Aber dann kommt alle paar Monate die Kanalreinigungsfirma und spült die gemeindeeigenen SW-Kanäle, weil die Torpedos nicht mit genügend Wasser weggespült werden. Und die Kosten für die Reinigung werden dann für die Verteuerung der Abwassergebühr angeführt.


    Wenn 80% der Einwohner in Eimer sch..ßt und die Torpedos nicht mehr mit Wasser wegspülen, würden theoretisch die Kosten für die SW-Beseitigung (inkl. Kanalreinigung) noch weiter steigen. Wenn auch extrem : Ist das nicht irrwitzig?
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Peter1971 Beitrag anzeigen
    Das Haus hat 2 Etagen, das UG und das EG.

    Am WC im UG erkennt man dann immer, wenn sich das Hauptabwasserrohr fast zugestetzt hat, denn in diesem WC "gluckert" es dann ganz komisch und wenn man dann nicht reagiert, kommt spätestens nach ein paar Tagen die ganze Brühe, wenn man im EG spült, aus dem WC im UG heraus !


    Was halt komisch ist, wir hatten von 1968 bis ca. 2006 keine Probleme, es trat in dieser Zeit nie eine Verstopfung auf und seit 2007 muss ich nun alle 3 Monate das Rohr freispülen lassen.
    Kann denn ggf. durch gewisse "Erdbewegungen" (z.B. nach Erdbeben) sich das Gefälle derart verändert haben, dass schlagartig dieses Problem auftrat ?

    Gruß Peter
    Ist die Leitung über das Dach entlüftet? Wenn ja, prüf mal ob nicht dieser Teil dicht ist. Wasser fliesst auch langsamer wenn die Luft von vorne statt von hinten kommt. Das gluckern könnte darauf hin deuten, dass sich die Leitung die Luft aus dem Klo holt, weil vorne das Rohr schon fast dicht ist. Ich würde alle Rohre nach oben auch auf zu sitzen oder verengt sein prüfen

    Ansonsten würde mir als Erklärung für den plötzlichen Wechsel noch folgendes einfallen. Rohr setzt sich ganz langsam zu, 2007 ist es dann dicht. Das säubern sorgt dafür, dass die Oberfläche nun anders ist, als beim Originalrohr und deshalb der Schmodder besser und schneller haften bleibt.

    Ich kenne vom Bergbau das Spielchen, dass nach einem Ruck das Haus durchaus schonmal einige mm pro Meter kippt. Wenn ihr sowas habt, kann es daran liegen.

    Grüße
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  13. #12
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    Ist die Leitung über das Dach entlüftet? Wenn ja, prüf mal ob nicht dieser Teil dicht ist. Wasser fliesst auch langsamer wenn die Luft von vorne statt von hinten kommt. Das gluckern könnte darauf hin deuten, dass sich die Leitung die Luft aus dem Klo holt, weil vorne das Rohr schon fast dicht ist. Ich würde alle Rohre nach oben auch auf zu sitzen oder verengt sein prüfen
    Ja, die Leitung ist über das Dach entlüftet.

    Wie kann ich prüfen, ob diese Entlüftung ggf. verstopft ist ?

    Zumindest das Rohr, das aus dem Dach kommt, ist soweit ich sehen kann, offen und es stinkt daraus nach Fekalien.

    Das "Gluckern" im Untergeschoss-WC tritt jedoch immer erst dann auf, wenn Ablaufrohr fast komplett verstopft ist, daran erkennt man eben, dass es höchste Eisenbahn ist, die Rohrreinigungsfirma zu rufen.
    ´
    Gruß Peter
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  14. #13

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    Kannst Du nicht einmal im Monat die Leitung mit 1m³ Wasser spülen? Was kostet 1m³ Wasser? 5€. Macht im Jahr 60€. Das ist sicher billiger, als alles aufzureißen oder 4* im Jahr die Rohrreiniger zu rufen. Wasser haben wir in Deutschland ja genug. Damit braucht man ja nicht zu sparen.
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  16. #14
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    Mal ne pragmatische Herangehensweise:
    Du kennst doch die Zeitspanne zwischen den Reinigungen - ca. 3 Monate. Also veranlasse nach 1 Monat mal eine Kamerabefahrung. Denn dann ist noch nix zu, aber man sieht, warum sich da was anbahnt.

    Oder irgendwer versenkt alle 3 Monate etwas... Müllentsorgung, Windelpakete, klorolle, Putzlumpen, Zeitungspapier?
    War 2007 ein Mieterwechsel?
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  17. #15
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    Also dass in das WC was herunter gespült wird, was da nicht hinein gehört, ist ausgeschlossen, es handelt sich wirklich nur um WC-Papier und Fekalien (kann man bei der Rohrreinigung übrigens immer sehr gut sehen, denn da kommt ja dann im Schacht der ganze Dreck als "Klumpen" herausgeschwommen).

    Die Idee mit der Kamerafahrt zum Zeitpunkt wenn das Rohr noch offen ist, die ist gut, denke das sollte ich wirklich mal umsetzen, doch kann man so eine Kamerafahrt auch ohne Hochdruckreinigung durchführen =
    Ich frage deswegen, denn es wurde schonmal eine Kamerafahrt durchgeführt, doch diese Kamera befand sich an so einem Hochdruckreinigungsschlauch, den man ins Rohr schob, d.h. die Kamerra wurde mittels Wasserrückstoß ins Rohr bewegt und parallel dazu wurde das Rohr freigespült.

    Gruß Peter
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