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Luftwärmepumpe - ausreichend Leistung für Funktionsheizen?

Diskutiere Luftwärmepumpe - ausreichend Leistung für Funktionsheizen? im Forum Heizung 1 auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Luftwärmepumpe - ausreichend Leistung für Funktionsheizen?

    Hallo zusammen,

    nächste Woche soll meine Luft-WP in Betrieb genommen werden und mit dem Funktionsheizen begonnen werden.

    Das bedeutet die WP muss auf 55°C aufheizen, bei Außentemperaturen um die 0 Grad, es soll tagsüber Plusgrade geben, nachts minus.

    Schaffen die das? Es gibt natürlich einen Heizstab, der zuheizt, mir wurde aber schon von mehreren Seiten gesagt dass das unter Umständen im Winter nicht machbar ist, u.a. jemand hier im Forum hat davon berichtet dass bei 45°C Schluss war.

    Stiebel Eltron meinte das sei kein Problem.

    Wer von euch hat denn das Funktionsheizen im Winter schon mit einer Luft-WP gemacht und lief das gut?
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  2. Luftwärmepumpe - ausreichend Leistung für Funktionsheizen?

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  3. #2

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    Welche Leistung hat die LWP?

    Es geht ja nicht nur um die Temperatur die erreicht werden muss, sondern auch um die Leistung die notwendig ist um ein Funktionsheizen durchzuführen. Estrichmasse, FBH Kreise, das alles erfordert Leistung um eine Temperaturerhöhung gem. Vorgaben zu erreichen.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
    Themenstarter

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    Das ist die WPL 10I, hat glaube ich 8 KW bei 5 Grad plus und Vorlauf 35°C.

    Die berechnete Heizlast vom Haus liegt bei 6,7 KW.

    Der Wassergehalt des Estrich spielt sicher auch eine Rolle? Da hoffe ich dass wir schon was rausbekommen haben bei der trockenen Kälte letzte Woche.
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  5. #4

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    Die hat bei AT 0°C noch etwa 6kW bei 35°C VL und gut 5kW bei 55°C VL.

    Die Kiste passt zur Heizlast, doch ohne Zusatzheizer befürchte ich, dass sie das Estrichprogramm nicht fahren kann (Temperaturen werden nicht erreicht).

    In Deinem Haus hast Du schnell mal 8-10m3 Estrich liegen die noch feucht sind und auf Temperatur gebracht werden müssen.

    Ohne jetzt mit dem Taschenrechner nachgerechnet zu haben, benötigt die LWP gut 3h um die Estrichtemperatur um etwa 1K anzuheben. Beim Funktionsheizen muss der Fußboden ein dT von 20K verkraften, also 3 Tage mit 25°C und dann 45°C und diese Temp. für 4 Tage halten. Deine WP benötigt bereits 60h um den Estrich auf die höhere Temperatur zu bringen, d.h. sie wird den Temperatursprung auf 45°C (dt=20K) gar nicht so schnell schaffen.

    Man könnte jetzt argumentieren, dass das Funktionsheizen auch so in Ordnung wäre, weil der Wärmeerzeuger selbst im Extremfall keinen höheren Temperatursprung zulässt, doch was wenn später mal der Heizstab in Betrieb ist, oder der Wärmeerzeuger gewechselt wird.

    Ich vertrete die Meinung, dass man gerade beim Funktionsheizen bis an die Schmerzgrenze der FBH gehen sollte, denn nur so wird sichergestellt, dass sie später in der Praxis selbst im worst case Fall im schmerzfreien Bereich läuft und keine weiteren Schäden mehr entstehen können.

    Es ist dabei auch völlig schnuppe ob ein paar kWh mehr oder weniger über den Zähler laufen, denn das ist allemal billiger als spätere Risse im Fliesenboden.

    Beim späteren Belegreifheizen ist dieser Temperatursprung nicht mehr so wichtig, obwohl auch dort vorgegeben wird, dass die Temperatur um 10K pro Tag erhöht werden soll, bis zur Auslegungstemperatur.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5
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    Denkfehler ....

    Die WP muss nicht 55 Grad erbringen. Funktionsheizen ist bis zur max. möglichen Vorlauftemperatur durchzuführen ... wenn die drunter liegt

    Zudem gibts Estriche die auch nur 45 Grad maximal vertragen z.B. Fließestriche ...

    Gruß
    Achim Kaiser
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  7. #6
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    Danke, Ralf. Was meinst du mit "ohne Zusatzheizer"?

    Die WP hat einen Heizstab und ich gehe laienhaft mal davon aus dass die WP fürs Funktionsheizen so programmiert wird dass der Heizstab einspringt wenn sie das nicht alleine schafft.

    Mir geht es eher darum dass sich das Ganze noch weiter verzögern wird wenn die 55°C nicht erreicht werden und man dann anfängt herumzubasteln, um das noch hinzubekommen. Den Fall gabs nämlich mit meinem Heizerer schon mal hab ich gehört

    Oder gehst du davon aus dass das selbst mit integriertem Heizstab nicht zu schaffen ist und man sich schonmal auf eine zusätzliche Heizung einstellen sollte?
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    Denkfehler ....

    Die WP muss nicht 55 Grad erbringen. Funktionsheizen ist bis zur max. möglichen Vorlauftemperatur durchzuführen ... wenn die drunter liegt
    Wo habe ich was von 55°C VL geschrieben?

    Gruß
    Ralf
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  9. #8
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    Es kann gut sein dass es die WP mit Zusatzheizstab nicht schafft auf die max. zulässige Vorlauftemperatur des Estrichs zu erreichen.

    Dann ist da eben Schluss.

    Natürlich kann man den Funktionsheizvorgang auch in Bereiche aufteilen z.B. Pro Geschoss durchführen ... dann dauerts eben deutlich länger.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  10. #9
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    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    Denkfehler ....

    Die WP muss nicht 55 Grad erbringen. Funktionsheizen ist bis zur max. möglichen Vorlauftemperatur durchzuführen ... wenn die drunter liegt

    Zudem gibts Estriche die auch nur 45 Grad maximal vertragen z.B. Fließestriche ...
    Laut meiner Bauleitung sind 55°C geplant. Mitdenken kann ich leider von meinem Heizungsmann nicht erwarten, und habe schon ein paar Geschichten gehört bei denen es total daneben gegangen ist.

    Stiebel Eltron sagt, es sei kein Problem, die 55°C zu erreichen. Die müssen aber Fehlversuche auch nicht ausbaden....
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  11. #10

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    Zitat Zitat von ECA2010 Beitrag anzeigen
    Danke, Ralf. Was meinst du mit "ohne Zusatzheizer"?
    Damit meine ich den el. Heizstab.

    Laut meiner Bauleitung sind 55°C geplant.
    Ich hatte oben bewusst von 45°C geschrieben. Beim Funktionsheizen ist nach dem Temperatursprung üblicherweise die max. Auslegungstemperatur zu halten. Meist wird eine FBH für eine max. VL Temperatur von 35°C, evtl. auch noch 40°C dimensioniert. Wenn ich 45°C als Schmerzgrenze festlege, dann liege ich im sicheren Bereich, denn dahin sollte die WP auch unter worst case Bedingungen nicht kommen.

    Gruß
    Ralf
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  12. #11
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    @Ralf

    nicht du sondern der TE hatte die 55 Grad im Visir.

    Gruß
    Achim
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    @Ralf

    nicht du sondern der TE hatte die 55 Grad im Visir.

    Gruß
    Achim
    Die treiben wir ihm schon noch aus.

    Gruß
    Ralf
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  14. #13
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    Sehr witzig

    Sagt das mal meinem Bauleiter. Und der Fliesenleger verlegt nur nach erfolgreichem Aufheizprotokoll, ich nehme an der will dann 55°C sehen.

    Na, das kann ja heiter werden
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von ECA2010 Beitrag anzeigen
    Sehr witzig

    Sagt das mal meinem Bauleiter.
    Dann soll er einfach die 55°C begründen.

    Zitat Zitat von ECA2010 Beitrag anzeigen
    Und der Fliesenleger verlegt nur nach erfolgreichem Aufheizprotokoll, ich nehme an der will dann 55°C sehen.
    Vorsicht, Funktionsheizen nicht mit Belegreifheizen verwechseln. Der Fliesenleger wird einen Nachweis der Belegreife fordern, doch wenn er schlau ist, prüft er die Restfeuchte selbst bevor er loslegt.

    Also, zuerst wird ein Funktionsheizen durchgeführt, das ist ein Stresstest zum Nachweis der korrekten Funktion der FBH. Dieser dauert 7 Tage. Im Anschluss daran ein Belegreifheizen, da wird so lange geheizt bis der Estrich die geforderte Restfeuchte erreicht hat. Wie lange das dauert kann man nicht vorhersagen, das hängt davon ab, wie feucht der Estrich beim Beginn des Belegreifheizens war, wie gut die Luftfeuchte abgelüftet wird usw.

    Die Suchfunktion des Forums liefert dazu eine Menge Themen und Beiträge. Ansonsten mal Tante Google fragen (EN1264 usw.).

    Gruß
    Ralf
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  17. #15
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    Stimmt ja. Dann will er wohl das Belegreifheizprotokoll sehen, hab ich verwechselt. Wenn ich das überhaupt noch brauche.... muss ich ihn nochmal fragen, weil eigentlich ja die Messung für ihn ausschlaggebend sein müsste.
    Danke
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