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  1. #1

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    Projekt 4: Innenwände dämmen mit Calcium Silikat

    Hallo Bauexperten,
    nach dem Lesen vieler Beiträge hier und anderswo denke ich, dass dies die einzige Lösung für mein Problem ist.

    Ist:
    Das Haus ist Monolyth, Zwischenwände sind aus Betonhohlblock gemauert. Die Fassade ist Metallverkleidet.


    Quelle: Dom na Begovoy

    Das Haus hat rund 1900 Wohnungen, 37 Etagen, meine Wohnung befindet sich recht weit oben und hat sowohl Süd- als auch Nordausrichtung der Fenster, Typ 10 auf dem Etagenplan (links)



    Im Bild 2012-02-06 Grundriss ist die südliche Fassadenseite zu sehen. Die Fassade selber besteht aus einer Metallverkleidung. Innen sind Beton- Hohlblocksteine vermauert. Die Aussenwand ist mit den Betonstelen nur durch die stumpf herangemauerten Anschlüsse verbunden.
    In der rechten Ecke des Wohnraumes zur rechten Nachbarwohnung sind die Bilder 5876, Detail 5977 aufgenommen. Die linke Ecke des Wohnraums zeigt 5892.

    Die Wand hinter dem provisorischen Heizkörper zeit 5989, die verputzte Fensterlaibung (-bank) 5986.

    Problem:
    Die Fassade ist mangelhaft isoliert. Es zieht durch die offenen Fugen der Ausswand, durch den Riss im Putz des Küchenfensters, durch die Fuge hinter dem Heizkörper, immer auf der Südseite. Die Nordseite wurde offensichtlich nicht an einem Mon- oder Brückentag isoliert ...
    Die Hausverwaltung hat einen Ordner mit Beschwerden gleicher Art, die Baufirma muss nachbessern, jedoch nur aussen. Wann und wie ist ungewiss.

    Lösungsansatz:
    Aussenwand innen verputzen, damit eine ebene Oberfläche geschaffen wird. Darauf vollflächig Calcium Silikat Platten verkleben, ebenso Fensterlaibungen (5978 zeigt m.E. genügend Raum für eine 3 mm Platte).

    Frage:
    Die Betonkonstruktion soll als sichtbares Element unverputzt bleiben (anderes Thema später).
    - Wie kann die Wärmebrücke vermindert werden an den Anschlüssen zur Nachbarwohnung? An den Zimmerwänden ist die problemlos möglich, einen Platte kann bündig in den Schlitz zwischen Betonstele und Wandanschluss eingeklebt werden.
    Reicht es behelfsweise, an den Aussenwänden der Wohnung (zum linken und rechten Nachbarn), jeweils den Stein zur Hälfte zu schlitzen und dort einen Streifen Dämmplatte einzukleben?
    - Zum Fussboden kann die Dämmplatte bis an den Rohboden geführt werden, an der Decke sind auch 1 m in die Raumtiefe möglich. Fussboden bekommt noch den üblichen Aufbau inkl. Isolierung, Decke wird 12 cm abgehängt, da Lampenkabel, Klimaanlagenrohre und Sprinkler verschwinden müssen. Richtig?

    Danke für Eure Tips.
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  2. Projekt 4: Innenwände dämmen mit Calcium Silikat

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    was soll das werden?
    nur eine wohnung?
    innendämmung ist immer kritisch, da sollte man erstmal die randparameter untersuchen,. (feuchteentwicklung, diffunsionsverhalten etc.)
    da ist nix mal hier ne taugliche lösung zu erfragen.
    Reicht es behelfsweise, an den Aussenwänden der Wohnung (zum linken und rechten Nachbarn), jeweils den Stein zur Hälfte zu schlitzen und dort einen Streifen Dämmplatte einzukleben?
    das sollte man tunlichst vermeiden, wenn man nicht möchte das sich die aussenwand eventuell nach aussen verabschiedet. keiner weiss, wie die eingespannt ist und was die tragen soll.
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  4. #3
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    Neubau in Moskau und die Fassade von dem Bunker iss ungedämmt ?
    vermag ich nicht zu glauben (!)
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  5. #4

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    Naja... WO fängt bei dir Ungedämmt an? Die Häuser sind oft eine Katastrophe... Hab ich von einigen schon gehört aus anderen Quellen...
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  6. #5
    Themenstarter

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    Hallo,
    das wird "nur" eine Wohnung. So sehen alle Neubauten aus, wenn sie verkauft werden, in unserem Block mit 6 Aufgängen sind das alle 1900 Wohnungen, auf jeder Wohnetage 11 Wohnungen/ Aufgang.
    Über russische Qualität muss man nicht reden ...
    Über alte Häuser auch nicht.
    Ich wohne in einem, dass für die Besseren im Jahre 1988 gebaut wurde.
    Das Haus ist mangelhaft isoliert, weil's schnell gehen musste, keiner hingeguckt hat, der Tag nach einem Feiertag war- weiss der Teufel, weshalb.
    Sicher wird irgendwann irgendwas getan. Darum geht's aber nicht. Was ich tun kann, ist die Frage.

    sepp: OK, mein Gedanke war nur, wenigstens teilweise die Verbindung Ausswand- Betonkonstruktion zu unterbrechen, die ja ohnehin nur durch eine stumpfe Fuge existiert
    so ungefähr wie auf dem Bild
    Feuchteentwicklung/ Diffusionsverhalten usw. sind Begriffe, mit denen hier niemand etwas richtig anfangen kann. Von anderen Eigentümern hörte ich nach dem Ausbau, dass die Aussenwand innen schwitze --> bestes Beispiel für falsche Isolierung und künftigen Pilzbefall.
    Mir wurde von der Baufirma empfohlen, so wie in vielen anderen Wohnungen des Hauses, die Aussenwand nach innen mit Styrodur- Platten zu verkleiden, zu armieren, zu spachteln und zu überstreichen...

    Ich habe ein Bild gezoomt und beschriftet, um es besser zu beschreiben.

    Nochmal: Mir geht es nicht darum, über russische oder deutsche Baufirmen, über Qualitätsverständnis, Pfusch und Rechtsmittel zu diskutieren. Meine Frage ist, die Lage zu verbessern. Das könnte im einfachsten Falle sein, mit Druck zu verputzen, so wie es in meinem ehemaligen Berliner Haus gemacht wurde, um die Fugen zwischen den losen Ziegeln aus der doppelschaligen Wand zu verschliessen. Oder eben, wie ich laienhaft denke, zuerst ordentlich zu putzen, um darauf noch eine nachträgliche Dämmung anzubringen.
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  7. #6

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    mit 3 mm Dämmung brauchst du gar nicht erst anzufangen, das bringt nix.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Moskauer Beitrag anzeigen
    Oder eben, wie ich laienhaft denke, zuerst ordentlich zu putzen, um darauf noch eine nachträgliche Dämmung anzubringen.
    Das ist gar nicht so abwegig.

    Aber wenn wir von Wärmedämmung reden, würde ich nicht über CS-PLatten diskutieren (weil schlechterer U-Wert UND unbezahlbar) sondern über
    Mineralschaumplatten. Aber selbst wenn wir uns nicht über die EnEV Gedanken machen müssen, ist das Minimum für eine gewisse Effizienz bei 50 mm.



    PS: Mit Styrodur hast Du erheblich größere Chancen auf eine Pilzzucht, weil hier der Taupunkt zum Problem werden kann.
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  9. #8

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    Also zum einen, für das was ich in Russland schon an Bausubstanz gesehen habe (Chruschtschowka) ist das doch noch absolut blendend. Keine löcher in den Geschossdecken, Fenster durch die man nicht durchgucken kann (ausserhalb der Scheibe), Wohnungstrennwände die Dicker sind als eine Handbreite, etc...)

    Mit dem (örtlichen) Fachmann bauen ist entsprechend auch utopie, der ist gerade noch im Kindergarten, dauert also noch bis der Einsatzbereit ist....

    Den Übergang von Aussen zu Innenwand wird man wohl so lösen müssen wie hier zu ungedämmten Kellerwänden oder Stützen: Dämmung ca. 1m entlang der Innenwand in den Raum hineinziehen.
    Wenn die Dämmung dünn werden soll, aber auch etwas kosten darf, könnte man stellenweise an Vakuumdämmung denken, dann sind aber Elektroinstallationen, Bilderhaken etc. an den Aussenwänden absolut Tabu. Verputz als Luftdichte Ebene dürfte obligatorisch sein - insbesondere beim Moskauer Klima und der Höhe über Grund.
    (soweit mein Beitrag als Baulaie)

    Der Thread zur Laibungsdämmung innen, der hier vor wenigen Wochen war, könnte auch hilfreich sein: http://www.bauexpertenforum.de/showt...%E4rmebr%FCcke
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  10. #9
    Themenstarter

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    Danke in die Runde.
    Styrodur fällt aus, ziehe ich gar nicht in Erwägung.
    Vakuumdämmung wird wohl auch ausfallen, da das keiner kennt oder das in den elitären Bereich geht, den ich mir nicht leisten kann.
    Das ist ein Neubau, russische Economy+ oder Business Class Klassifizierung ....
    Die Plattenbauten von heute unterscheiden sich nicht wesentlich von denen der 50er Jahre.

    CS- Platten werden auch in RUS hergestellt, der Listenpreis für eine 2440 x 1220 x 8 mm Platte liegt bei 538 RUB, also rund 13,80 EUR. Die Aussenwand hat 8,89 m laufende Meter. Das sollte bezahlbar bleiben- wenn 8 mm helfen.
    Die dickeren Platten, bis 100 mm Stärke, gehen dann ins Geld. 2440 x 1220 x 50 mm, kosten 10451 RUB, gute 260 EUR pro Platte :-(

    Es gibt keine Energieverordnungen. 8 mm sind wahrscheinlich besser als nichts, aber nicht effektiv genug. Ich muss mir überlegen, was lohnt- diese 8mm und die Hoffnung auf schnelle Nachbesserung oder Klotzen mit 50 mm.

    Danke!
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  11. #10

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    Wie wird denn da geheizt? Bei den Gaspreisen kommen unsereinem wahrscheinlich
    die Tränen ...
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  12. #11

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    Also, ich würde die Schimmelproblematik anschauen - also mit dem U-WErt-Rechner rechnen und den Taupunkt an der Wandoberfläche innen anschauen. Der ddürfte beim Moskauer Klima und blankem Beton unterschritten werden.
    Vakuumdämmung gibts in der Preisklasse 120-270€/qm, bei 270€/qm (50mm) dämmt es aber schon nach ENEV 2009 bzw. etwas besser. Kostet also etwa 3x soviel wie CS, dämmt aber um Faktor 5-10 oder so besser.
    Die Mineralschaumplatten von Sarkas mal nicht aus dem Auge verlieren. Und Wärmebrücken ausschliessen (Fensterlaibung etc) Decken und ggf. Fussboden mit berücksichtigen.
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  13. #12

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    @ Reihenhausmax: Russischer Standard ist zentrales Heizwerk, mit Gas, Öl, Kohle, was auch immer, bekommt man als Endkunde nicht mit.
    Dafür wird (wurde) im Sommer für 6 Wochen +/- die Belieferung zur Systemwartung abgeschaltet, d.h. es gibt im Sommer kein warmes Wasser, und sowiso keine Heizung.
    Heizleistung je nach Bestand entsprechend Lage im Rohrnetz (wie war das noch mit dem hydraulischen Abgleich), d.h. manche Häuser/Wohnungen nur mit offenem Fenster bewohnbar, da zu heiss, andere dafür immer zu kalt....
    Unterscheidung der Wohnungen entsprechend nicht nach Dämmstandard, sondern nach Wohnungstemperatur. Verbrauch kann mangels Ventilen (oder gar Thermostaten) im Bestand nicht reguliert werden, entsprechend gibt es auch keine Verbrauchsabhängige Abrechnung. Im Neubau soll sich das aber langsam ändern.

    Müsste doch was für OldBo sein: Hydraulischer Abgleich für eine komplette Stadt
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  14. #13

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    Zitat Zitat von Moskauer Beitrag anzeigen
    8 mm sind wahrscheinlich besser als nichts, aber nicht effektiv genug. Ich muss mir überlegen, was lohnt- diese 8mm und die Hoffnung auf schnelle Nachbesserung oder Klotzen mit 50 mm.
    8 mm = NIX Faktisch keine Dämmwirkung.

    Für das was DAS Zeug kostet lieber mehr heizen.

    Ab 50 mm kommt etwas, was man als Dämmen bezeichnen kann..
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Hfrik hat die Lage gut beschrieben. Meine Heizung bekommt, wenn möglich, Ventile, das ist es aber schon. Dringend empfohlen wurden Bimetall- Heizkörper, zB von Global/ Italien, da diese bis 35 Bar aushalten, die schönen Zehnders jedoch nur 15. ... das gehört aber nicht hierher ...

    Die Wohnnung ist ja schon warm, trotz der Ritzen und der provisorischen Bauheizkörper.

    Die Aussenwand ist kein blanker Beton. Von aussen aus besteht sie aus Blechfassade, Wärmedämmung (zumindest geplant ;-) ), mind. 30er Hohlblockstein.

    Ich muss eine Lösung finden, die ich den Bauleuten auch erklären kann, die ich finanzieren kann und die auch hier verfügbar ist.

    Danke, Sarkas, für die Klarstellung. Dann werde ich mich mal um die 50 mm Platten und eine russische Verarbeitungsvorschrift für die Baufirma bemühen. Material und guter Wille alleine reichen ja nicht aus.
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  17. #15
    Themenstarter

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    Noch eine Frage: Geht auch Gasbeton/ Hebel/ Ytong, 5 cm stark? Oder ist die Isolierwirkung von 5cm Calcium Silikat um vieles besser?
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