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  1. #1

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    Einbau Fenster in Dachgaube

    Die Situation ist etwas ungewöhnlich. Es handelt sich um den Wiederaufbau eines Dachgeschosses nach einem Dachstuhlbrand, infolgedessen die komplette Etage bis auf die Außenmauer abgerissen wurde. Die Finanzierung des Wiederaufbaus erfolgt durch die Gebäudeversicherung. Der Regulierer der Versicherung ist Architekt und begleitet den Bau, was die Bewilligung der Kosten angeht.

    Der Architekt, der die ursprüngliche Planung durchgeführt hat, wurde allerdings nach eineinhalb Jahren "rausgeworfen", da es zu sehr vielen Verzögerungen und Fehlern gekommen ist. Es wurde noch kein Nachfolger eingesetzt. Jetzt hat der Innenausbau begonnen und es gibt keinen Bauleiter, der die ausführenden Firmen und deren Arbeit überwacht.

    Ich als Laie hege im Moment Zweifel daran, dass die Fenster fachgerecht montiert und abgedichtet sind.

    Die Außenwand ist eine ca. 40 cm dicke Ziegelsteinmauer mit Stuckfassade, ca. 120 cm hoch. Darauf liegt der neue Dachstuhl. Es gibt fünf 3 Meter breite Gauben in denen jeweils ein Kunstofffensterelement mit drei Fenstern sitzt. Unter den Fenstern befindet sich außen noch eine Zinkfensterbank, die auf einer Holzunterkonstruktion 7 bis 8 cm über dem Außenmauerwerk liegt. Diese wurde vor dem Einbau der Fenster montiert.



    Die Fenster wurden vom Architekten zu groß bestellt oder die Gauben sind zu klein (das ist strittig). Der Fensterbauer war angeblich nicht selbst zum Aufmaßnehmen vor Ort, sondern hat direkt geliefert.
    Um die Fenster halbwegs montieren zu können, wurde inzwischen die Gaubenöffnung nach oben 10 cm vergrößert. Vorher lagen die Entwässerungsöffnungen der Fenster unter der Fernsterbankoberkante. Die Fenster sitzen nicht in sondern von innen hinter der Gaubenöffnung. Oben, rechts und links liegt der Fensterrahmen von hinten an den Balken der Gaube an. Unten am hochgezogenen Ende der Zinkfensterbank.

    Die Fuge zwischen Fenster und Balken / Fenster und Fensterbank ist rundum mit einem Streifen Kompriband (knapp 2cm tief) abgedichtet. Sonst nichts.

    Außenansicht:


    Auf dem Kompriband unten liegt Sägemehl, deshalb sieht es so hell aus.

    Wie man auf dem Bild schon unschwer erkennen kann, läuft das Regenwasser von den Fenstern erst einmal direkt auf die Kompribandfuge und bleibt dort stehen. Da das Band nicht überall durchgehend ist läuft dabei auch Wasser nach innen. Vorzugsweise an den unteren Außenecken, wo das horizontale Band auf das senkrechte trifft. Stellenweise aber auch in der Mitte der Fensterrahmen, wo es Flickstellen im Band gibt.

    Dem Wassereintritt soll jetzt entgegengewirkt werden, indem ein Wetterschenkel unten am Rahmen über der Fuge montiert wird... Klingt für mich nach einer Notlösung. Zumal die senkrechten Fugen auch nicht überall dicht sind.

    Ansicht von innen, Fensterunterseite:


    Ansicht von innen, Ecke:


    An den Seiten der Rahmen liegen jetzt direkt die U-Profile für die Schrägenverkleidung. Zwischen dem Kompriband und den Profilen ist nichts mehr.

    Es gibt keinerlei Abdichtung der Fuge nach innen. Ich habe irgendwo gelesen, dass die Innenfuge dauerhaft luftundurchlässig sein muss? Wenn sie nicht einmal wasserdicht ist, ist das wohl kaum der Fall.

    Kann man soetwas bei der dieser Art der Montage (hinter der Öffnung / Fensterbank) überhaupt realsieren? Unten müsste das dann ja geben die Dachlatten der Fensterbank-Unterkonstruktion erfolgen?
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  2. Einbau Fenster in Dachgaube

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Also, etwas ungewöhnlich abenteuerlich sieht das schon aus, aber

    zu den dargestellten Fotos von außen: Das Kombriband seitlich und oben ist so o.k, wenn richtig dimensioniert. D.h. es sitzt an der richtigen Stelle und macht das ganze Schlagregendicht.
    Außen unten, sieht das ganze etwas abenteuerlich aus!!!! Die untere waager. Fuge wird in der Regel mit einen diffusionsoffenem Band Wasserdicht abgeklebt!
    Ein Kompriband alleine schafft dies nicht!!!

    Da das Fenster anscheinend zu gross ist, soll jetzt das Rahmenprofil die Dämmung übernehmen?? Fraglich!!!
    Was haben die Fensterbauer nach dem Kompriband, also zw. Holzbalken und Rahmenprofil gemacht?? Schaum, oder ähnliches.

    Diffusionsdichtigkeit von innen brauchst du nicht, da dieses die Dämmebene vor Feuchtikeit schützen soll, die ja hier nicht existiert!!!

    Fazit: Sehr abenteuerlicher Montageaufbau, sicherlich der nicht passenden Fenster geschuldet. Wenn die Innendämmung bis an das Rahmenprofil gezogen worden wäre und mit einer Dampfbremse angeschlossen wurden wäre, könnte mann noch diskutieren!!! Aber so!!!

    Hinweis:
    ---> Problematik bei Gauben ist Erfahrungsgemäss immer, dass die Grundkonstruktion immer schmale Balken sind, die oft stark gedämmt werden. D.h. der Platz innen für das öffnen der Flügel die ja mind. 88-90Grad öffnen sollen ist knapp!!! Und deine Fenster sind auch noch Größer wie die eigenliche Öffnungen.
    Möglich: Die Dämmung wurde deshalb total vernachlässigt, bis nicht ausgeführt!!! Und wenn dann deine Fenster einen Griff haben, ist der Öffnungswinkel so wie die Seitenwände gebaut sind, eingeschränkt.--> ausprobieren!!!

    Tipp: Hole dir so schnell wie möglich einen Sachverständigen der Ahnung von Fenstern hat!!!

    Gruss Schriebs71
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  4. #3
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    Danke für die Einschätzung.

    Zitat Zitat von schriebs71 Beitrag anzeigen
    zu den dargestellten Fotos von außen: Das Kombriband seitlich und oben ist so o.k, wenn richtig dimensioniert. D.h. es sitzt an der richtigen Stelle und macht das ganze Schlagregendicht.
    Sehe ich ein. Vorausgesetzt natürlich, das Kompriband weist keine Lücken auf, was leider nicht überall der Fall ist. Hier wurde teilweise gestückelt. Wo kein Band ist, hält es auch nichts ab.

    Zitat Zitat von schriebs71 Beitrag anzeigen
    Außen unten, sieht das ganze etwas abenteuerlich aus!!!! Die untere waager. Fuge wird in der Regel mit einen diffusionsoffenem Band Wasserdicht abgeklebt!
    Ein Kompriband alleine schafft dies nicht!!!
    Offensichtlich. Hier soll jetzt laut Architekt angeblich ein Wetterschenkel Abhilfe schaffen.

    Zitat Zitat von schriebs71 Beitrag anzeigen
    Da das Fenster anscheinend zu gross ist, soll jetzt das Rahmenprofil die Dämmung übernehmen?? Fraglich!!!
    Was haben die Fensterbauer nach dem Kompriband, also zw. Holzbalken und Rahmenprofil gemacht?? Schaum, oder ähnliches.
    Nichts.

    Zitat Zitat von schriebs71 Beitrag anzeigen
    Diffusionsdichtigkeit von innen brauchst du nicht, da dieses die Dämmebene
    vor Feuchtikeit schützen soll, die ja hier nicht existiert!!!
    Aber Luftdichtigkeit bräuchte ich doch schon, oder?

    Zitat Zitat von schriebs71 Beitrag anzeigen
    Hinweis:
    ---> Problematik bei Gauben ist Erfahrungsgemäss immer, dass die Grundkonstruktion immer schmale Balken sind, die oft stark gedämmt werden. D.h. der Platz innen für das öffnen der Flügel die ja mind. 88-90Grad öffnen sollen ist knapp!!! Und deine Fenster sind auch noch Größer wie die eigenliche Öffnungen.
    Möglich: Die Dämmung wurde deshalb total vernachlässigt, bis nicht ausgeführt!!! Und wenn dann deine Fenster einen Griff haben, ist der Öffnungswinkel so wie die Seitenwände gebaut sind, eingeschränkt.--> ausprobieren!!!
    Wahre Worte. Kleine Anekdote am Rande. Für die Dämmung der Gaubenseiten war ursprünglich ca. 15cm dicke Dämmung vorgesehen und der Zimmermann hat entsprechende Balken auf die Gaubeninnenseiten gesetzt. Die Fenster gingen dann tatsächlich nicht 90° weit auf. Den Trockenbauern wurde dann anderes Dämmmaterial verordnet, um mit weniger Aufbauhöhe auszukommen.
    Diese gingen dann hin und kloppten die Balken ab, um sie flach wieder draufzuschrauben.



    Das Lösen der Balken scheint nicht einfach gewesen zu sein. Wie auch immer sie die losgekriegt haben, der Schiefer auf der Außenseite hat es nicht überlebt...

    Zitat Zitat von schriebs71 Beitrag anzeigen
    Tipp: Hole dir so schnell wie möglich einen Sachverständigen der Ahnung von Fenstern hat!!!

    Gruss Schriebs71
    Darauf läuft's wohl hinaus...
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  5. #4

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    Luftdicht ja,

    aber die Luftdichtigkeit kann nicht außschließlich mit einem konkreten Montagablauf oder vorgeschriebene Materialien erzielen.

    So etwas muss mann --> planen, und dann bauen!!!

    Der Fensterbauer ist lediglich der, der die Planung des Architekten ausführt!!!

    Fakt: Ich würde weder die zu großen Fenster akzeptieren, noch die Ausführung der Gaube!!!!

    Gruss schriebs71
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  6. #5

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    Herzlichen Glückwunsch!!

    @OBommel
    Offensichtlich. Hier soll jetzt laut Architekt angeblich ein Wetterschenkel Abhilfe schaffen.

    Direkt hässlich außen auf den unteren Blendrahmen geschraubt und mit richtig viel Silicon zugeschmiert!!!
    Oder????
    Geändert von schriebs71 (24.02.2012 um 10:49 Uhr) Grund: Rechtschreibfehler :-(
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  7. #6

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    Jau...

    Ich würd das auch so nicht abnehmen...

    Egal, wer den Fehler gemacht hat, SO gibt das nix!

    Durch die fehlende Dämmung in den Gaubenwangen wirst du da eine arschkalte Ecke bekommen, absolut indiskutabel!

    Fenster weg, neues Fenster her, alle sind glücklich...

    Und die Kosten, najaa, die wird wohl der Fensterbauer bezahlen müssen...

    Maße sind auf der Baustelle zu überprüfen...

    Aber SO ist das knallhart gesagt Baupfusch den ich nicht abnehmen würde...

    Gruß Holger
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  8. #7
    Themenstarter

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    Ja. Die Situation ist irgendwie vermurkst. Glaubt mir keiner, wenn ich das einem erzähle.

    Ich bin Eigentümer. Bauherr ist die Hausverwaltung als Versicherungsnehmer in Vertretung der WEG. Gebäudeneuwertversicherung prüft Kosten und zahlt. Hausverwaltung schlägt Architekten für die Planung und Bauleitung vor, der von der Versicherung akzeptiert wird.

    Nach 8 Monaten wird mit dem Gerüstbau begonnen. Nach 13 Monaten werden endlich die Reste des alten Dachstuhls abgerissen. Nach 15 Monaten wird mit dem Aufbau des neuen Daches begonnen. Zu diesem Zeitpunkt ist der Architekt immer noch mit der Erstellung der Leistungsverzeichnisse für den Innenausbau beschäftigt. (Meine Schwester hat in der Zwischenzeit ein neues Haus gebaut.)

    In der Zwischenzeit gab es jede Menge Hickhack, Pannen und Gerangel um unötige Kosten => Versicherung und Bauherr trennen sich im November vom Architekten. Ob da juristisch im Hintergrund jetzt irgendwas abgeht, entzieht sich meiner Kenntnis. Seitdem gibt es de facto trotz mehrfacher Anmahnung keine Bauleitung mehr. Koordination der Handwerker soll die Hausverwaltung machen, lockere Baubegleitung der Regulierer/Architekt der Versicherung.

    Anfang Dezember ist das Dach fertig und die Fenster werden geliefert. Ausnahmsweise war mir der Termin mal im Voraus bekannt. Ich komme zur Baustelle. Das erste Fensterelement ist bereits eingebaut, das zweite gerade in Arbeit. Ich sag Hallo, stell mich vor und die erste dumme Frage an den Monteur:
    "Ist das der richtige Rahmen? Zwischen dem zweiten und dritten Fenster verläuft eine Zimmerwand, müsste da kein Steg sein?"
    "Öh, weiß ich nichts von. War so bestellt."
    "Die äußeren Fensterflügel gehen ja nicht mal 90° Grad auf und die Gauben sind noch nicht mal verkleidet? Kann das sein?"
    "Öh, eigentlich sind Fenster ja viel zu groß. Aber die waren so vom Architekten bestellt."
    "Haben Sie denn keine Pläne gehabt? Haben Sie das nicht nachgemessen?"
    "Öh, nö wir waren nicht vor Ort. Wenn der Architekt das so bestellt..."

    So kam dann eins zum anderen. Bei drei Elementen die Stege für die Zwischenwände vergessen, alle Fenster zu groß. Also hab ich den Einbau gestoppt, Bauherr und Versicherer informiert. Fazit: Fenster werden provisorisch eingebaut, damit der Innenausbau losgehen kann. Derweil soll eine Lösung gefunden werden.

    Mitte Dezember dann Treffen mit Versicherung, Bauherr, Architekt und Fensterbauer. Fazit: Fenster bleiben, Gaubendämmung wird geändert. Stege und neue Fensterflügel werden nachgeliefert. Lieferzeit ca. 4 Wochen.

    3 Tage später regnet es mal richtig, ich ahne nichts Gutes, gehe gucken und richtig: Wasser suppt die Wände runter.

    Versicherung, Hausverwaltung und Fensterbauer informiert. Antwort: Fenster sind erst provisorisch eingebaut, das ändert sich noch...

    4 Wochen später. Die Trockenbauer kommen nicht weiter ohne die geänderten Fenster. Haben auch schon anfangen die Gauben zu verkleiden, obwohl ich sie mehrfach darauf hingewiesen habe, dass die Fenster nicht final sind. Ich rufe den Fensterbauer an und frage, ober er schon einen Liefertermin absehen kann. Antwort: "Nee, kann ich nicht. Ich hab noch keine Auftragsbestätigung vom Werk."

    Drei Tage später komme ich auf die Baustelle (ich bin jetzt jeden Tag mehrmals da, um das schlimmste zu verhindern) und treffe den Geschäftsführer der Fensterbauer an, der an einem der Fenster rumfuhrwerkt. Nachdem ich ihn begrüßt habe, ignoriert er meine Anwesenheit geflissentlich.

    Also frage ich mal ganz höflich nach, warum er denn heute hier ist und ob die Stege jetzt eingebaut werden."

    Antwort: "Ich messe die Fenster aus, um die geänderten Elemente zu bestellen."

    Tief durchatmen. Bis zehn zählen. Freundlich bleiben. Wollte er das nicht schon vor 5 Wochen getan haben? Jaaa, aaaber die Feiertage und dann hab ich da noch diesen Großauftrag, ich muss über 100 Türen liefern, bla .... . Ruhig bleiben. Wie lang soll das denn seiner Meinung nach noch dauern? Ja, das ginge jetzt ganz schnell.

    Tja, wo er gerade da ist, was gedenkt er denn gegen die Undichtigkeiten zu tun? Da sagt er mir ganz ruhig ins Gesicht: "Dass das nicht dicht ist, hätte ich Ihnen gleich sagen können. Das wird so auch nichts."

    WTF???

    "Sie sagen mir gerade, dass Sie wissen, dass die Fenster nicht dicht sind und nicht dicht sein werden und messen jetzt ebendiese Fenster aus, um geänderte Teile dafür zu bestellen? Haben Sie mir das gerade gesagt? Ist das ihr Ernst?"

    "Ja. Wenn die Fenster falsch bestellt sind, ist das nicht mein Problem."

    Statt körperliche Gewalt anzuwenden, habe ich es dann bei der Androhung rechtlicher Schritte belassen und ihn gebeten mal eben das Weite zu suchen. Versicherung und Bauherr informiert. Die saßen gerade zusammen in einem Meeting mit dem Ex-Architekten also bin ich da gleich unangemeldet hingefahren, damit das gar nicht erst untergeht. Als ich ankam war der Fensterbauer schon da...

    Einer sagt der Dachdecker hat die Fensterbänke zu hoch gemacht, einer sagt, der Schreiner die Gauben zu klein, einer sagt, die Fenster sind falsch bestellt, einer sagt, die Pläne wurden nicht richtig gelesen ... Jeder schiebt es dem anderen in die Schuhe....

    Wie dem auch sei, Ortstermin. Lösungssuche mit allen beteiligten Gewerken Ex-Architekt und Versicherungsarchitekt. Fazit:
    Option 1: Fenterbänke niedriger.
    Option 2: Gauben höher.
    Option 3: Kleinere Fenster.

    Eine Woche später wurde dann entschieden, Option 2 zu durchzuführen. Auf meine Nachfrage hin, ob passende Fenster nicht die einzig sinnvolle Lösung wären, teilte man uns mit, dass die Fenster dann zu klein wären, um als zweiter Rettungsweg durchzugehen. Kann ich bis heute nicht nachvollziehen.

    Zwei Tage vor Baumassnahme wurde dann übrigens nach 19 Monaten das Gerüst abgebaut, so dass sie die Änderungsarbeiten an den Gauben dann mit Sicherheitsanleinung und Pipapo durchführen mussten

    Tja und vor dem Ergebnis der Aktion stehe ich jetzt und sehe keine wirkliche Verbesserung, außer dass Kondenswasser aus dem Rahmen jetzt nach draußen ablaufen könnte. Die neuen Trennstege wurden mittlerweile eingebaut, die neuen Fenster hingegen sind verschollen und gegen Holzplatten ersetzt. Die übereifrigen Trockenbauer haben schon wieder angefangen, die Gauben einzupacken , obwohl die Fenster nicht dicht sind. Bauherr, Versicherung und Fensterbauer hüllen sich noch in Schweigen und der Ex-Architekt teilt mir mit Kopie an seinen Anwalt mit, dass nur noch die Wetterschenkel fehlt, dann ist alles OK, ich solle mich nicht so aufregen.

    Hab ich schon gesagt, dass ich die Schnauze voll hab? Und von den Schornsteinbauern will ich gar nicht erst anfangen. Sorry. Etwas Aber musste mal raus.
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  9. #8

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    Da würde ich mir schnellstens einen Anwalt und Sachverständigen nehmen.
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  10. #9

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    Na,na,na

    Zitat Zitat von H.PF Beitrag anzeigen
    Jau...
    Maße sind auf der Baustelle zu überprüfen...
    Wer sagt den das????

    Es ist wie immer die Frage, was ist vereinbart!! Es ist durchaus üblich, die Fenster lt. Zeichnung zu bauen, da die Fensteröffnung noch nicht vorhanden!!! Stichwort Lieferzeiten ect.

    Die Frage ist, wer hat das Fenstermass bestimmt und frei gegeben!! Wenns der Architekt war, Zahlt er!! Wenn der Fensterbauer gemeint hat, er ist das Hergöttle und hat frei entschieden!! Wirds wohl ihn treffen!!

    Gruss Schriebs 71
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  11. #10

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    Jetzt kann ich

    alle verstehen, die lieber Mieten!!!!

    Rein meine Empfehlung --> weil einzige Chance!!!

    Alle emotionen und frust weglassen!!! Das ist schwer, aber bringt alles andere nichts!!

    --> Die Tatsache, das der Fensterbauer nicht in die Pflicht genommen wird, und wild ändern darf zeigt für mich, dass da etwas mit der Bestellung nicht hinhaut!! Denn hätte jemand, Versicherung oder Architekt einen Fehler ihm nachweißen können, bekommt der keine Kohle und eine Ersatzvornahme vor den Latz!!! Wenn er nicht spurt!!!

    Aber eigentlich ist das auch Egal!!! Diese Ausführung geht so nicht!!!

    Eigentlich würde ich alles zurückbauen und ordetlich von vorne anfangen! Denn ein Murks zieht den nächsten hinterher!!!

    Gruss Schriebs71
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  12. #11
    Themenstarter

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    Ob der Fensterbauer schuld ist oder der Architekt, dass können die Herren dann untereinander auskaspern. Alles was ich möchte, sind fachgerecht montierte Fenster.

    Ich kenne die Gepflogenheiten in der Baubranche nicht. Wenn ich den vielzitierten gesunden Menschenverstand bemühen würde, würde ich erwarten, dass der Fensterbauer zumindest Bedenken anmeldet, wenn er eine bauliche Situation vorfindet, die eine ordnungsgemäße Montage nicht erlaubt. Stattdessen wurden die Teile wortlos "eingebaut" und auf Nachfrage kommt auch noch ein sinngemäßes "Leck mich am A***".

    Wenn jemand damit wirbt, RAL-zertifizierte Monteuere zu haben und eine einwandfreie Montage nach neuster EnEV zu gewährleisten, darf ich wohl davon ausgehen, dass er weiß, dass das was da abegliefert wurde, diesem Anspruch nicht gerecht wird.

    Und der Architekt versucht weiterhin den Standpunkt aufrecht zu erhalten, es wäre alles in Ordnung.

    Wie dem auch sei.

    Jetzt ist noch ein Foto vom Einbau aufgetaucht. Somit ist jetzt auch das Rätsel geklärt, was die Fenster überhaupt in der Luft hält. Da die Fenster ja hinter der Leibung sitzen, war mir das nicht wirklich klar. Und dass diese Winkelchen, die mit zwei bis vier Schräubchen unterm Profil befestigt sind, irgendeine Last aufnehmen, kann mir keiner erzählen.



    Der Versicherer hat sich gemeldet. Nächste Woche gibt's einen neuen Ortstermin und wenn es zu keiner Klärung kommt, wird ein vereidigter Sachverständiger herangezogen.
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  13. #12

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    Das

    ist der richtige Weg.

    Gruss Schriebs71
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  14. #13
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    Entscheidung wird vertagt. Fensterbauer war nicht da.

    Der usprünglich planende Architekt beharrt allerdings darauf, dass eine winddichte Ausführung der Fuge ausreichend sei und diese sei durch das Kompriband gegeben.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Avatar von sniper
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    Zitat Zitat von OBommel Beitrag anzeigen
    wird ein vereidigter Sachverständiger herangezogen.
    das ist die einzig wahre lösung ,alles andere ist heiße luft
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  17. #15
    Themenstarter

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    Mittwoch kommt der Sachverständige.
    Nach einer Stunde Regen sah es heute so aus:



    Das kann nur ein Fachmann beurteilen...
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