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Schattenfugen

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  1. #1

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    Schattenfugen

    Hallo,

    die Wände unserer Eigentumswohnung sind aus Kalksandstein, die nichttragenden Innenwände doppelt beplankte Metallständerwände, die Decken Beton. Der Bauträger läßt mit der Begründung der Rißbildung zwischen unterschiedlichen Materialien eine Schattenfuge zwischen Beplankung und Decke. Ist dies wirklich notwendig?

    Es gäbe die Möglichkeit, die Schattenfuge mit Silikon auszuspritzen, dies würde sich aber einziehen. Gibt es keine andere Lösung? So richtig prickelnd sieht das mit der Schattenfuge nicht aus, vor allem, da nicht tapeziert wird, sondern gestrichen.

    Vielen Dank im Voraus und viele Grüße

    Pauline
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  2. Schattenfugen

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  3. #2
    Avatar von BTopferin
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    Laie zu Laie

    Hi Pauline

    Silikon kann man nicht streichen, so weit ich weiß. (Mein BT hats schon "ausprobiert"... )

    Aber Acryl kann man streichen, glaube ich.... Ob das denn nachher gut aussieht und rissfrei bleibt... Vielleicht meldet einer die Experten hier.

    Ich denke, eine "geplante Fuge" sieht auf jeden Fall besser aus als Rissbildung, was bei unterschiedlichen Materialien "normal" ist.

    Wie "dick" soll die Schattenfuge sein?

    Grüßle
    Amy
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  4. #3
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    Breite der Fuge

    Hallo Amy,

    die Schattenfuge wird eine Breite von 1,5 bis 1,8 cm haben. Ich finde das schon viel, es soll aber die "normale" Vorgehensweise sein.

    Vielleicht kann einer der Experten dazu noch etwas sagen, ob das die übliche Vorgehensweise ist.

    Viele Grüße

    Pauline
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  5. #4
    Avatar von BTopferin
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    Hi Pauline

    ich habe auch an "crown molding" bzw. "ceiling molding" gedacht. Sowas sieht man sehr oft in den USA, z.B. Ich weiß bloß nicht, wie man "crown molding" übersetzt.

    Grüßle
    Amy
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  6. #5

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    @pauline46

    eigentlich sollten Sie froh sein, dass Ihr BU hier mitdenkt. Ich gehe davon aus, dass er auf Grund der erwähnten Schattenfuge in der Trockenbauwand einen gleitenden Anschluss macht (kostet ja auch eine Kleinigkeit mehr). Dieser minimiert in der Tat die ev. auftretenden Spannungen. Die Kernfrage allerdings ist, wieviel Trockenbauwand haben Sie und wie groß sind die frei tragenden Deckenspannweiten. Bei kleinen Wandabschnitten / Scheiben bzw. "normalen" Deckenspannweiten könnte man im Rahmen der Risikoabschätzung (unbedingt Statiker fragen!) ev. darauf verzichten.
    Eigenerfahrung (aus dem Bürobau): Ab ca. 5-6 m freitragender Decke sollte der gleitende Anschluss hergestellt werden.
    Gruß
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  7. #6

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    hallo amy

    crown molding wörtlich übersetzt würde kronen-formteil bedeuten. du meinst damit sicherlich stuckleisten

    was pauline meint ist ein shade joint, ja das heisst wirklich so..., wobei joint hier natürlich für fuge steht.
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  8. #7
    Avatar von BTopferin
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    Thanks for the translation :-)

    Hallo Bauguru

    jepp, das "joint" ist die Fuge. Da aber die Fuge Pauline anscheinend nicht gefällt, habe ich halt an die Stuckleisten als eine weitere Möglichkeit gedacht.

    shadowy greetings
    Amy
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  9. #8

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    um nochmal auf die frage von pauline einzugehen: das ganze hört sich, wie achim schon angemerkt hat, nach einem gleitenden deckenanschluss an. die hersteller empfehlen diese ausführung, wenn durchbiegungen von größer 10 mm zu erwarten sind. ansonsten sind trennwände dicht anzuschließen und die anschlüsse zu verspachteln. bei zweilagiger beplankung können die anschlussfugen der obersten plattenlage mit elastischem fugenmaterial ( acryl, weil überstreichbar ) ausgespritzt werden. "nomalerweise" führt kein trockenbauer im einfamilienhausbau mit normalen wandlängen "ohne not" einen gleitenden deckenanschluss aus. wenn also durchbiegungen von mehr als einem cm zu erwarten sind, dann hat der bauträger richtig gehandelt, auch wenn das ergebnis vielleicht nicht mit den optischen ansprüchen konform geht. es gibt für schattenfugen extra abschlussprofile, das kann richtig gut ausschauen.
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  10. #9
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    Joint:-)))))

    Hallo und vielen Dank erst mal.

    Es handelt wohl um einen gleitenden Deckenanschluß, der bei uns errichtet wurde. Der Abstand zwischen den Außenwänden und den tragenden Innenwänden beträgt über 5 m, dann wird das wohl die notwendige Lösung mit den Schattenfugen sein.

    Vom Ausspritzen mit Acryl rät der Bauträger ab, da es sich wegen der Breite von 1,5 - bis 1,8 cm mit der Zeit nach innen ziehen kann. Ich denke, wir werden damit leben müssen.

    Eines ist mir aber noch wichtig in diesem Zusammenhang: wäre diese Schattenfuge auch notwendig gewesen, wenn wir gemauerte Innenwände statt der Metallständerwände gewählt hätten? Oder ist das nur bei Ständerwänden erforderlich?

    Vielen Dank im Voraus.

    Pauline
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  11. #10

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    bei gemauerten nichttragenden innenwänden darf auch keine starre verbindung zur decke entstehen. in diesen fällen nimmt man einen mineralwollstreifen zur trennung. dieser wird mit überputzt und die trennung erfolgt mittels kellenschnittband oder nur kellenschnitt mit acrylfuge. 15 bis 18 mm sind das aber in keinem fall. wurde der gleitende deckenanschluss auch richtig ausgeführt? also trennstreifen an der decke, dann untergelegte plattenstreifen, dann wieder trennstreifen und folgend profil. oder wurde da halt einfach vor der decke mit der platte aufgehört und man sieht oben das profil rausschimmern?
    Geändert von bauguru (03.05.2005 um 19:57 Uhr)
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  12. #11
    Themenstarter

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    Anschluß Decke

    Nein, es wurde wie folgt gemacht:

    Ständerwand und dann mit einer Metallkante begradigt und dann nichts mehr bis oben zur Betondecke und dazwischen 15 bis 18 mm. Nix da mit Trennstreifen an der Decke.

    Gibt es da vielleicht einen Link zur fachgerechten Ausführung oder eine Norm o.ä., die ich dem Bauträger da mal zeigen kann? Oder eine Zeichnung zum Aufbau mit Trennstreifen?

    Vielen Dank

    Pauline
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  14. #12

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    die ausbildung der anschlüsse ist in den verarbeitungsrichtlinien der hersteller ausgeführt. jeweils bei knauf oder rigips zu finden, die pdfs sind ziemlich gross und übersichtlich.

    eine anschauliche zeichnung gibts es bei tischler.de

    leider kann ich keinen deep-link setzten, bitte auf www.tischler.de dann zu trennwände, dort dem link verarbeitung folgen, weiter zu anschlüsse und dann gleitender anschluss.
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  15. #13
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    Danke

    Hallo Bauguru,

    vielen Dank für diesen Link zu Tischler.de, auf dem ich zusätzlich zum Thema Schattenfuge noch Normtexte und die VOB gefunden habe. Das hat mir sehr weitergeholfen.

    Viele Grüße

    Pauline
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