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Thema: Fugendrama

  1. #1

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    Fugendrama

    Hallo,

    von Murks will ich da nicht gerade sprechen, eher von einem Problem: wir haben gerade ein Bad sanieren lassen und haben da ein großes Problem:

    Alle Wandfugen (dunkelgrau eingefärberter Fugenmörtel der Spitzenklasse) laufen aus. Dies ist vor allem im Duschbereich so aber auch in allen anderen Fugen, wenn man diese entsprechend nass macht und dann abwischt. Also sobald man geduscht hat und alles nass ist, die Fliesen mit einem Abzieher abgezogen werden, dann hat man total verschmierte Fliesen. Optisch sieht das ganze aus wie auslaufende Tinte auf einem Löschpapier.

    Es gibt bis dato keinerlei Erklärung der Experten ( so etwas hat noch niemand gesehen....) dafür zumal die Fliesenarbeiten vor ca. 2 Wochen beendet wurden und bisher außer Wasser nichts an die Wände gekommen ist (von den handelsüblichen Haarwäschen und Duschgels durchs Duschen abgesehen).

    Nun sollen alle Fugen im Duschbereich entfernt werden und neu verfugt werden und im anderen Badbereich sollen die Fliesenfugen mit einem Acrylat "versiegelt" werden für uns kostenneutral).

    Wie groß ist eigentlich mein Risiko, dass bei der Entfernung der alten Fugen und der Neuverfugung der Fliesen, die Glasdusche, die Armaturen oder die Duschtasse verkratzt oder andersweitig beschädigt werden? Wie sicher ist denn die Versiegelung und was bedeutet diese hinsichtlich der Raumluft, Umweltverträglichkeit z.B. und die Haltbarkeit der Fuge???

    Hat schon mal jemand von solch`einem Schaden gehört?

    Für Ratschläge und Tipps bin ich sehr dankbar

    Koriander
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  2. Fugendrama

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  3. #2

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    Wie sicher ist denn die Versiegelung und was bedeutet diese hinsichtlich der Raumluft, Umweltverträglichkeit z.B. und die Haltbarkeit der Fuge???
    vielleicht sollte man sich eher gedanken um das fugenmaterial machen.
    (dunkelgrau eingefärberter Fugenmörtel der Spitzenklasse)
    so spitzenklasse kann er dann doch nicht sein, oder ein stümper hat die masse angerührt und verfugt.
    allerdings neigen manche farbpigmente in den "günstigen" mörteln wieder abzuhauen und bei bewässerung einen farbigen schleier zu hinterlassen.
    (gerade bei einer schwarzverfugten fläche im aussenbereich festgestellt)
    wenns nicht im toilettenbereich ist, halte ich von versiegelten fugen garnix.
    weniger was die umwelt angeht, sondern das diffussionsverhalten.
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  4. #3

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    Vielleicht gehts hier ja im G**fug - da gabs ja scheinbar schon öfter Probleme.
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  5. #4

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    Das erste was ich machen würde: Mir das Datenblatt, Anwendungshinweise, Zulassung usw vom Hersteller besorgen. Was er verwendet hat müsste ja in der Leistungsbeschreibung stehen. Und wenn sie die Fugen entfernen, nimm dir mal den Probe und tu sie in ne Luftdichte Plastikhülle (Macht eigentlich nur bei großen Projekten Sinn, da es bei dir nicht um viel Geld geht), aber schaden kann es auch nicht. Mach Fotos vom Zustand wie alles vor dem Entfernen aussah (Armaturen, Fliesen) mit Nahaufnahen. Melde auf jedenfall schriftlich den Mangel an. Du sagst ihnen nicht mit was sie den Mangel beheben sollen, weil wenns schiefgeht zeigen sie dann mitm Finger auf dich. Schreibst halt rein, dass dabei entstehenden Kratzer usw nicht toleriert werden und du nach Behebung des Mangels einen mängelfreie Zustand erwartest.

    Falls du den nochmal triffst, der die Fugen gemacht hat, frag ihn mal so nebenbei nach seinem verwendeten Mischungsverhältnis und wieviel Zeit zwischen auslegen der Fliesen und Verfugen war. Falls du die leeren Fugenmörtelsäcke noch irgendwo rumstehen hast, schau mal aufs Verfallsdatum.

    Zu dem Acrylat: Meines wissens wird das nur bei Bewegungsfugen verwendet (Dichtstoff). Die normalen Fliesenfugen sind diffussionsoffen, d.h. eingedrungenes Wasser kann verdampfen. Dies ist evtl. dann nicht mehr möglich. (Vorallem bei frisch verlegten Fliesen mMn wichtig.) Sollte mal dann die Sonne im SOmmer durch ein Fenster die Fliesen gibts Dampfdruck und führt evtl zu Schäden.

    Ich bin zwar kein Experte im Fliesenbereich und ein Sachverständiger kann das bestimmt viel besser einschätzen, aber so würde ichs halt machen
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Koriander Beitrag anzeigen
    Alle Wandfugen (dunkelgrau eingefärberter Fugenmörtel der Spitzenklasse) laufen aus.
    Was sagt denn der Hersteller des dunkelgrau eingefärbten Fugenmörtels der Spitzenklasse dazu?

    Zitat Zitat von Koriander Beitrag anzeigen
    Optisch sieht das ganze aus wie auslaufende Tinte auf einem Löschpapier.
    Hört sich ganz verdächtig nach den bereits von sepp angesprochenen Farbpigmenten an. Bei farbigen Fugen ist das keine Seltenheit, allerdings sollte dieses Phänomen nach Erhärtung der Fuge nicht mehr auftreten. Teilweise setzen sich die Farbpigmente auch in den Poren der Fliesenoberfläche fest. Dies würde aber auffallen.
    Ich würde mich an deiner Stelle an den Hersteller wenden bzw. den ausführenden Fliesenleger dies erledigen lassen.

    Zitat Zitat von Koriander Beitrag anzeigen
    Es gibt bis dato keinerlei Erklärung der Experten
    Welche Experten?

    Zitat Zitat von Koriander Beitrag anzeigen
    Wie groß ist eigentlich mein Risiko, dass bei der Entfernung der alten Fugen und der Neuverfugung der Fliesen, die Glasdusche, die Armaturen oder die Duschtasse verkratzt oder andersweitig beschädigt werden?
    Hat schon mal jemand von solch`einem Schaden gehört?
    Einfach vorher abmontieren und Duschtasse vernünftig abdecken. Ich würde mir allerdings mehr Sorgen um die Abdichtung hinter den Fliesen machen.
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  7. #6
    Themenstarter

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    Hallo,
    nun ich bin wohl etwas ratlos im Moment. Wie schon berichtet "laufen" die Fugen aus, allerdings sind stets "sandige Partikel" mit dabei, mit dem Fingernagel kann man auch sichtbare "Eindrücke" in der Fuge hinterlasssen.

    Unterlagen sollten mir vor Ausführung der Arbeiten zugeschickt werden, sind sie aber nicht... 2x falsche Mail-Adresse verwendet worden.

    Im Falle des Einsatzes von Acrylat verweigerte ich die Ausführung der Arbeiten, bevor ich nicht die Möglichkeit der Prüfung hatte. Nun kamen Fliesenleger und ein Mitarbeiter des Herstellers der Fugenmasse, um die Fugen zu "überstreichen", selbst im Duschbereich war nicht mehr von Entfernen und Neueinbringen der Fugen die Rede. Der Hersteller verfüge über ein zugelassenes Erzeugnis und für den Fall, dass ich diese Nachbesserung verweigere, hätte ich den Anspruch auf eine solche verwirkt. Ich wies also nochmals auf die Ablehnung des Einsatzes von Acrylat hin. Zufällig bekam ich dann aber erst Stunden später eine Unterhaltung mit und: es wurde Reinacrylat eingesetzt. Nach mehrfacher Aufforderung liegt mir nun ein Datenblatt, Sicherheitsdatenblatt und "Untersuchungsbericht" des Herstellers zu dem verwendeten Material vor. Es handelt sich danach eindeutig um einen Farbanstrich zur Sanierung von schon lange bestehenden aber auch erst kürzlich fertiggestellten Fugen, die durch eingewandertes Material aus Verlege- und Untermaterial an der Oberfläche der Fugen farbliche Veränderungen hervorgerufen haben. (Die exakte Wortwahl hier habe ich zu den mir übergebenen Unterlagen verändert, die Bedeutung ändert sich nicht es sind also keine ähnlichen sondern nur andere Begriffe von mir gewählt worden).

    Muß ich eigentlich eine neue Fuge sanieren lassen, sind durch den Hersteller der Fugenmasse und der eingesetzten Reinacrylatbeschichtung Eigenuntersuchungsprotokolle oder Prüfberichte überhaupt maßgeblich den Nachweis einer fachgerechten Mängelbeseitung ( keine TÜV- oder sonstige Prüfungsvermerke ...) ? Wie bringe ich am besten in Erfahurung, wie fachgerecht und korrekt das alles wirklich ist (Materialprobeentnahme der Fugenmasse ist noch an einer nicht überarbeiteten Fuge möglich.

    Für Tipps bin ich sehr dabkbar,

    Liebe Grüße

    Koriander
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  9. #7
    Themenstarter

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    "Was sagt denn der Hersteller des dunkelgrau eingefärbten Fugenmörtels der Spitzenklasse dazu?"
    Der hat gesagt, dass es nicht in Ordnung ist, Fugen im Duschbereich sollen entfernt werden und ansonsten "Überarbeitet" werden mit Spezialmaterial...

    "Hört sich ganz verdächtig nach den bereits von sepp angesprochenen Farbpigmenten an. Bei farbigen Fugen ist das keine Seltenheit, allerdings sollte dieses Phänomen nach Erhärtung der Fuge nicht mehr auftreten. Teilweise setzen sich die Farbpigmente auch in den Poren der Fliesenoberfläche fest. Dies würde aber auffallen. "

    Fugen sind lange ausgehärtet, haben ja noch einmal 3 Wochen gewartet und sie liefen weiterhin... nun nicht mehr sind "mit Spezialanstrich nach dem Stand der aktuellen Technik aufgewertet" in den Poren der Fliesen ( es sind keine gllatten Fliesen...) waren vor dem Anstrich keine!!! Farbpigmente , jetzt nun ja waren wohl mehrere hundert Fliegen tätig...

    "Ich würde mich an deiner Stelle an den Hersteller wenden bzw. den ausführenden Fliesenleger dies erledigen lassen?"

    Hersteller war tätig, hat Fugen inzwischen "aufgewertet"

    "Welche Experten ?"
    Der Hersteller...

    "Einfach vorher abmontieren und Duschtasse vernünftig abdecken. Ich würde mir allerdings mehr Sorgen um die Abdichtung hinter den Fliesen machen"

    Aber, wenn ich das alles mache, trage ich dafür auch die Gefahr, wenn es schiefgeht...also, wenn es dann Schäden an den Teilen gibt...
    Wie ist das mit der Abdichtung hinter den Fliesen gemeint, Hersteller sagt, da kann es keine Probleme geben...
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  10. #8
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    Hallo,

    suche Fachmann aus dem Fugengewerk

    Danke
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