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Mit Photovoltaik Warmwasser erwärmen????

Diskutiere Mit Photovoltaik Warmwasser erwärmen???? im Forum Heizung 1 auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Mit Photovoltaik Warmwasser erwärmen????

    Nur mal so eine Idee: Die Warmwasser erzeugung könnte ich doch günstig (ohne Umwälzpumpe, Wasserinstallation auf dem Dach) durch photovoltarik und Heizstäbe im Kessel selber übernehmen/unterstützen? Geht so etwas? Also ich habe dabei an eine ganz simple Methode gedacht. Ohne Netzeinspeisung und Wechselrichter. Ein paar inzwischen billige Solarmodule aufs Dach, ein wneig Elektroinstallation und dann einige 12 V Heizstäbe in den Kessel- fertig.
    Oder spinne ich jetzt total?
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  2. Mit Photovoltaik Warmwasser erwärmen????

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  3. #2

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    Technisch geht das prinzipiell. Aber nicht simpel.

    Und ob es wirtschaftlich auch nur annähernd sinnvoll wäre, darf sehr stark bezweifelt werden!

    Welcher Wärmeerzeuger wird denn ansonsten eingesetzt?
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  4. #3

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    Zitat Zitat von butzkopf Beitrag anzeigen
    Ein paar inzwischen billige Solarmodule aufs Dach, ein wneig Elektroinstallation und dann einige 12 V Heizstäbe in den Kessel- fertig.
    Wenn es so einfach wäre.

    Bedenke die Leistung die notwendig ist um so einen WW-Speicher mal auf Temperatur zu bringen. Dann die von den PV Modulen gelieferte Spannung, die ja nicht konstant ist.

    Machbar ist das schon, ob rentabel, das steht auf einem anderen Blatt. Das hängt vom Gesamtsystem und Eurem WW-Bedarf ab.

    Gruß
    Ralf
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  5. #4

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    Sollte nicht noch realisiert werden, das die geforderte WW-Temperatur erreicht wird und nicht nur auf 38 °C rumdümpelt (Kontiminationsgefahr).
    Es müsste eine Vorrangschaltung gemacht werden, erst deine PV-Anlage und den Rest durch den zusätzlichen Wärmeerzeuger.

    Am wichtigsten ist eben die Trinkwasserqualität!
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  6. #5
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    Normalerweise verwende ich Gas. Ich dachte die hat auch weiterhin Priorität Nr1. Nur wenn ich durch den selbst erzeugten Strom eine Erwärmung erreiche, muss der Brenner nicht oder später zuschalten.
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  7. #6

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    Wieviele Personen?
    Wie hoch ist der jährliche WW-Bedarf?
    WW-Speichergröße?

    Bei einem typischen EFH wird sich das wohl kaum lohnen.

    Gruß
    Ralf
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  8. #7
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    4 Personenhaushalt, Gasverbrauch bisher mit heizung ca, 20 000 kw/h. Speicher ist noch nicht vorhanden kann aber mit geplanter neuer Heizung. Logisch würde der Speicher eher klein ausfallen, und die elektr. Unterstützung nie den ganzen Bedarf abdecken können. Aber die Installtion wäre im Vergleich mit therm. Solar extrem billig, benötigt keinerlei Umwälzpumpen und keine Wartung.
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  9. #8

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    Mein Schwager (der Elektrotechnik Meister ist) schwört Stein und Bein, dass eine Wasser(vor)erwärmung auf diese Art und Weise wirtschaftlich wesentlich rentabler ist, als mit einem thermischen Solarkollektor.
    Die Methode ist noch kaum verbreitet, aber wie überall braucht es auch hier Pioniere!
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  10. #9

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    Ganz grob kannst Du ja für 1 kWp an installierter Modulleistung so rund 1000 kWh
    rechnen. Wenn ich also einfach mal die 6 kWh Gas rechne, die wir fürs WW täglich
    brauchen, komm ich auf 2.2 kWp, wenn man mal großzügig ignoriert, daß der Strom
    auch primär im Sommer kommt. Mit vielleicht 1.5 Euro/kWp ohne Wechselrichter etc.
    also 3000 Euro aufwärts + Kosten auf der Heizungsseite.
    Wenn es länger übers Jahr reichen soll also entsprechend mehr. Das wäre dann etwas gründlicher gerechnet zu vergleichen mit den Installationskosten für direkte Thermie.
    Wenn ich aktuell 6.4 Cent/kWh (hoch, aber dafür ohne Grundgebühr) zahle und vielleicht
    100 von 140 Euro spare, haut´s das nicht raus. Wenn man nur die eigenen Reste an
    Strom verwerten will und eh auf 230 Volt geht, wäre es sicherlich anders zu diskutieren
    und die Heiztechnik wäre zumindest 08/15 (bis auf Regelung, wann der Heizstab an
    gehen darf, damit dafür kein Strom zugekauft wird und der Pott nicht kocht).
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  11. #10

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    Zitat Zitat von butzkopf Beitrag anzeigen
    4 Personenhaushalt,
    Also eher ein moderater WW Bedarf. Es würde mich wundern wenn hier im Durchschnitt mehr als 7kWh pro Tag erforderlich wären.

    d.h. Du wirst min. 1kWp installieren müssen, um zumindest an den sonnigen Tagen in den Sommermonaten den kompletten Tagesbedarf decken zu können. Mit viel Glück könntest Du dann vielleicht 50% Deines Jahresbedarfs decken. Für eine genaue Zahl müsste man jetzt in die Details gehen (Energieverteilung über den Tagesverlauf, Monate usw.). Als grobe Richtlinie sollte das jedoch passen.

    Du brauchst neben den Modulen auf jeden Fall noch so etwas wie einen Laderegler, vermutlich auch ein paar Akkus zum Puffern (Die Anlage liefert die Energie stark schwankend), eine dicke Verkabelung (wegen der hohen Ströme bei Niederspannung) und natürlich noch Heizstäbe die in den Puffer passen.

    Es würde mich wundern wenn Du das alles für < 2.000,- € installiert bekommst.

    Man könnte auch mal über eine BW-WP als Alternative nachdenken. Die heizt das WW ganzjährig und nutzt auch Umweltenergie. Unter´m Strich sollte das günstiger werden, Speicher mit typ. 300 Litern ist inklusive.

    Gruß
    Ralf
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Ruppi Beitrag anzeigen
    Mein Schwager (der Elektrotechnik Meister ist) schwört Stein und Bein, dass eine Wasser(vor)erwärmung auf diese Art und Weise wirtschaftlich wesentlich rentabler ist, als mit einem thermischen Solarkollektor.
    Die Methode ist noch kaum verbreitet, aber wie überall braucht es auch hier Pioniere!
    Da scheint die ganze Sippschaft beidseitig von Landwirten abzustammen- bei soviel Bauernschläue...

    Im Ernst:
    Dann soll Dein Schwager dem Fragesteller doch einfach ein konkretes Angebot machen - schon kann man sehen, wie es um die Rentabilität steht!
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen

    Im Ernst:
    Dann soll Dein Schwager dem Fragesteller doch einfach ein konkretes Angebot machen - schon kann man sehen, wie es um die Rentabilität steht!
    Der arbeitet nicht selbständig, erstellt also auch keinerlei Angebote.
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  14. #13

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    Zitat Zitat von Ruppi Beitrag anzeigen
    Der arbeitet nicht selbständig, erstellt also auch keinerlei Angebote.
    Aber die Rentabilität hat er doch sicherlich schon einmal gerechnet.

    Der Grundgedanke ist ja nicht abwegig. Die Umsetzung stelle ich mir aber nicht so einfach vor, von Rentabilität mal ganz zu schweigen.

    Der erste Knackpunkt dürfte die Dimensionierung der Kollektorfläche sein. Diese muss ja möglichst genau auf den WW-Bedarf zugeschnitten werden, denn wohin sonst mit der überschüssigen Leistung? Akkus als Puffer sind problematisch, und nicht ganz billig. Also muss man sicherstellen, dass die erzeugte Leistung auch verwertet werden kann, und zwar umgehend.

    Wird die Leistung zu groß, dann kann ich sie nicht verwerten, wird die Leistung zu klein, dann verliere ich Erträge.

    Erschwerend kommt hinzu, dass alle Abschätzungen des WW-Bedarf nicht berücksichtigen können, wie sich dieser zeitlich verteilt. Man hat zwar einen Grundbedarf pro Tag, aber auch einen Spitzenbedarf der nicht täglich anfällt. Das macht dann auch die Auswahl des WW-Speichers etwas kompliziert.

    Der ReihenhausMax hat es mit dem Jahresertrag vorgerechnet. Dabei wird unterstellt, dass jede kWh auch verwertet werden kann. Wenn aber die o.g. Dimensionierung nicht genau passt, was für alle Tage des Jahres so gut wie unmöglich ist, dann führt die Rechnung schnell in´s Nirwana. Je weniger verwertbare Erträge anfallen, um so schwerer wird es jedoch für die Anlage sich zu amortisieren.

    Also wie gesagt, ich stelle mir das nicht so einfach vor.

    Gruß
    Ralf
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Ich finde die Idee nach wie vor auch gut.
    Die Idee hatte ich zufällig auch bevor ich das hier gelesen habe.
    Kosten wären noch knapp unter einer Solarthermieanlage und wenn im Sommer noch Strom "übrig" wär müsste man eben einspeisen können. Man würde natürlich auch den Pumpenstrom der Solarthermieanlage sparen. Und an mittelmäßigen Tagen wäre es zumindest eine "kleine" Zusatzerwärmung des Boilerls. Nach dem Motto : "Ein Wenig ist besser als nix".
    (Ich habe übrigens eine Gas-Brennwert Anlage)
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Stollenflug Beitrag anzeigen
    Ich finde die Idee nach wie vor auch gut.
    Dann Papier, Bleistift und Taschenrechner rauskramen.

    Gruß
    Ralf
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