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  1. #1

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    Abdichtung Bodenplatte ohne KG welche DIN 18195

    Hallo an alle,

    EFH ohne Keller auf Bodenplatte mit Streifenfundamenten
    Streifenfundamente lt. Bodengutachten 1,0m tief.
    Wandaufbau mit Klinker und 16cm Dämmung
    Bodengutachten gibt kf 10-6 bis kf 10-8 an.

    -Aufbau bisher Streifenfundamente Frostschürze
    -Kiesschicht 25cm als kapilarbrechende Schicht
    -Noppenbahn
    -Bodenplatte C25/30
    -Bitumenschweißbahn G200S4

    Welche DIN 18195 kommt denn nun für diesn Fall in betracht.

    DIN 18195-4 Bodenfeuchtigkeit und nicht stauendes Sickerwasser
    DIN 18195-6 Abdichtungen gegen von außen drückendes Wasser und aufstauendes Sickerwasser

    Bindiger Böden birgt ja die Gefähr des aufstauenden Sickerwassers.
    Ist das aber für diesen Aufbau ohne KG relevant?

    Gruß
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  2. Abdichtung Bodenplatte ohne KG welche DIN 18195

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  3. #2

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    Schön ist es natürlich wenn im Bodengutachten der Lastfall angegeben ist.

    Also DIN 18195-6 findet Verwendung wenn Wasser von aussen einen hydrostatischen Druck auf Deine Abdichtung ausüben wird/ kann.

    Dies wird bei der horizontalen Abdichtung auf der Bodenplatte ja nicht der Fall sein.
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  4. #3
    Wieland
    Gast
    Bei Verwendung einer Noppenbahn sollten die Herstellerrichtlinien / Verarbeitungsrichtlinien beachtet
    werden. Nach Herstellerangabe kann die Noppenbahn nur für unbewehrten Beton als sog. Sauberkeit-
    schicht verwendet werden.
    Ansonsten empfiehlt sich eine Planebene Sauberkeitschicht aus Feinbeton die zusätlich mit einem
    leichten Plattenrüttler verdichtet wird. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Statiker / Aufsteller.


    Grüße
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  5. #4

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    Zitat Zitat von RMartin Beitrag anzeigen
    Schön ist es natürlich wenn im Bodengutachten der Lastfall angegeben ist.

    Also DIN 18195-6 findet Verwendung wenn Wasser von aussen einen hydrostatischen Druck auf Deine Abdichtung ausüben wird/ kann.

    Dies wird bei der horizontalen Abdichtung auf der Bodenplatte ja nicht der Fall sein.
    Halte ich für gefährlich!

    Bei der heute häufigen Bauweise ebenerdiger Ausgänge kann nicht nur die Bodenplattenabdichtung deutlich unter der GOK liegen (bei dickem Bodenaufbau), sondern auch der Sockel mit aufstauendem Sickerwasser belstet werden, was insbesondere an den Türanschlüssen ebenerdiger Ausgänge immer wieder zu erheblichen Schäden führt. Ursächlich ist hier das unterschätzen des Wasseraufstaus nur dadurch das kein Keller vorliegt. In Wahrheit ist bei Keller ein Wasseraufstau am Sockel deutlich geringer! Denn durch den angefüllten Arbeitsraum wird Wasser im Arbeitsraum, aber weniger am Sockel aufstauen. Bei Gebäuden ohne Keller hingegen deutlich stärker am Sockel!

    BTW: Die kapillarbrechende Schicht ist bei Abdichtungsausführung absolut sinnlos und verstärkt zudem einen hydraulisch möglichen Druck an der Bodenplattenunterseite. Die Noppenbahn kann und darf nur bei eintsprechendem Untergrund UND entsprechenden Abstandhaltern als gleichwertig zu einer Sauberkeitsschicht betrachtet werden. Bei einer kapillarbrechenden Schicht ist das eher unmöglich.
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  6. #5
    Bauexpertenforum
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    Oha, die Ausagen sind halbwissend - Name ist Programm?
    - Aufstauendes Sickerwasser am Sockel bei ebenerdigem Ausgang - Sie meinen etwas anderes, aber nicht aufstauendes Sickerwasser. Nämlich, dass die Versickerung von Oberflächenwasser am Sockel bei Unterkellerung höher sein kann. Bei richtiger Ausführung ist das aber gleich. Da soll nämlich gar Nichts in den Arbeitsraum rein. Ihre Sichtweise ist nur bei "schlechter" Ausführung gegeben.
    Die kapillarbrechende Schicht ist bei nicht unterkellerten Gebäuden notwendig -aus anderen Gründen. Hydraulischer Druck bei ebenerdiger Bodenplatte -> wir schwimmen auf und stechen in See.
    Zudem ist die Noppenbahn in der Betrachtung erheblich ungünstiger als die kapillarbrechende Schicht, man kann schneller in See stechen.
    Es gibt praktisch nichts gleichwertiges zu einer Sauberkeitsschicht. Weil es keine passenden Abstandhalter gibt. Die Noppenbahn ist zu nachgiebig.
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  8. #6

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    -Noppenbahn
    hallo
    wer hat denn da die noppenbahn ins spiel gebracht. bringt nix und ist zudem falsch an der stelle und überhaupt ist das noppengedöns mis?.

    gruss aus de pfalz
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  9. #7

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    Wenn ich vor dem ebenerdigen Ausgang eine Geländegestaltung mit hoher Durchlässigkeit habe (z.B. durchläsige Pflasterung auf Pflasterbettung gesamt ca. 40 - 50 cm), die wiederum auf schlecht versickerungsfähigem Baugrund am Gebäudesockel angeordnet ist kommt auch ohne Keller die DIN 18195-6 zum tragen denn (aus DIN 18195-1):
    4.4 Stark durchlässige Böden sind für in tropfbar-flüssiger Form anfallendes Wasser so durchlässig, dass es ständig von der Oberfläche des Geländes bis zum freien Grundwasserstand absickern und sich auch nicht vorübergehend,
    z. B. bei starken Niederschlägen, aufstauen kann. Dies erfordert für Wasser einen Durchlässigkeitsbeiwert k > 10–4 m/s (nach DIN 18130-1). Wenn Baugelände und Verfüllmaterial aus stark durchlässigem Boden bestehen, kann die Abdichtung von Sohle und Außenwänden nach DIN 18195-4 ausgeführt werden.

    UND:

    Bei wenig durchlässigen Böden mit einem Durchlässigkeitsbeiwert k £ 10–4 m/s muss damit gerechnet werden, dass in den Arbeitsraum eindringendes Oberflächen- und Sickerwasser vor den Bauteilen zeitweise aufstaut und diese als Druckwasser beansprucht. In solchen Fällen sind im Regelfall Abdichtungen nach DIN 18195-6 erforderlich.

    Bezüglich der Noppenbahn als "gleichwertig" gibt es übrigens eine Stellungnahme des dAfStb in der festgelegt ist, dass wenn der Baugrund ausreichend standfest ist UND für den Baugrund geeignete Abstandhalter verwendet werden, ist eine Gleichwertigkeit gegeben. Die Praxis zeigt jedoch, dass selbst recht gut verdichteter Baugrund und Noppenbahn UND eine Unmenge Faserzementabstandhalter dies im Regelfall nicht sicherstellen können.
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