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Frage zum Aufbau einer Aussenwand

Diskutiere Frage zum Aufbau einer Aussenwand im Forum Holzrahmenbau / Holztafelbau auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Frage zum Aufbau einer Aussenwand

    Hallo,
    wir wollen in naher Zukunft ein Haus in Holzrahmenbauweise errichten lassen. Eigentlich haben wir uns auch schon für eine Firma entschieden, möchten vor Vertragsunterzeichnung aber nochmals Rat über den nachstehenden Aufbau der Aussenwand einholen.
    Der Wandaufbau wie folgt von aussen nach innen:
    2,0 mm Armierungsputz mit Glasfasergewebe (Brillux)
    60,0 mm Hartschaumplatten PS 15 (Brillux) WLF 035
    15,0 mm OSB Platte
    140,0 mm Holzrahmenkonstruktion KVH
    140,0 mm Mineralwolle WLF 035 (G+H)
    0,25 mm PE Dampfbremsfolie nach DIN 4102
    32,0 mm Verlattung
    12,0 mm OSB Platte
    12,5 mm Gipskartonplatte
    273,75 mm Gesamtwandstärke.

    Im Voraus vielen Dank !!!
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  2. Frage zum Aufbau einer Aussenwand

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  3. #2
    Avatar von BTopferin
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    gebranntes Kind Frage zum WDVS: Kein Oberputz ?

    Laienhafte Grüße
    bto
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  4. #3

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    Modern

    Es handelt sich um den immer noch hochmodernen Wandaufbau deutscher Fertighausunternehmen aus den frühen 90er Jahren.

    Wählen Sie besser einen der heute üblichen ökologischen Wandaufbauten, die ohne zusätzliche Dampfbremsen und Folien auskommen.

    Sie sollten dieses Thema hier im Forum ausreichend behandelt finden.
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  5. #4
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    Wieso ändern die großen Fertighausunternehmen dann Ihre Konstuktionsweise nicht, um auf den derzeitigen Stand der Technik zu gelangen ???
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  6. #5
    Franz Hammer
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    weil sie damit durchkommen.

    Muss man nicht auch eine Installationsebene berücksichtigen? Weil man sonst ganz schnell Löcher in den Folien hat und dann ein Schimmelproblem bekommen kann?
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  7. #6
    Themenstarter

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    Aber die ersten Firmen, die ihre Kontruktionsweise umstellen, hätten doch einen enormen Wettbewerbsvorteil, den man auch relativ einfach belegen könnte !!!!
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  8. #7

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    Zitat Zitat von hofmanns
    Wieso ändern die großen Fertighausunternehmen dann Ihre Konstuktionsweise nicht, um auf den derzeitigen Stand der Technik zu gelangen ???
    Ja mei, wieso fahren wir nicht schon alle Wasserstoffautos? Weil die Welt so ist: am Rad drehend

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  9. #8

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    @NBasque
    Was ist eine "zusätzliche Dampfbremse"? Eine Holzrahmenwand benötigt immer eine Dampfbremse bzw. -sperre gegen den im Innenraum fast immer vorherrschenden Wasserdampfüberschuss, den nämlich auch eine sog. "ökologische" Wand nicht verträgt. Das kann eine Folie oder, besser, eine OSB-Platte sein. Allerdings ist sie bei äußerem Hartschaumputzträger besonders wichtig, weil letzteres Material diffusionsdichter als die innenliegende Mineralwolle ist. Soweit zur sprachlichen Klarheit, wenn ich auch Selbstverständliches wiederkäue.
    Sodann: Was ist denn in diesem Zusammenhang ein ökologischer Wandaufbau? Einer, der ohne Dampfbremse auskommt? Bitte nicht! Und die Styrodurplatten gelten doch inzwischen als ökologisch verträglich, wenn ich es richtig verstanden habe. "Ökologisch" ist heute leider ein Schlagwort, mit dem um Marktanteile gekämpft wird. Ich hätte es gern sachlich strenger und begrifflich präziser.
    @Hofmanns:
    Styrodur ist weit billiger als die "ökologischen" Alternativen. Wenn die Bauherren es bezahlen würden, bin ich sicher, dass die meisten Firmen schon längst umgeschwenkt wären. Eine hat mir mal genau dieses Argument genannt. Die Fertighaushersteller haben das Problem, dass sie teure Hallen und Maschinen unterhalten müssen, die heute bei weitem nicht ausgelastet sind. Deshalb sind in der jetzigen Situation oft kleine Handwerksbetriebe mit überschaubaren Fixkosten im Vorteil. Die Fertighäuser ab Werk können nur dann billiger sein, wenn sie bestimmte Grundtypen respektive Grundmodule in größeren Stückzahlen produzieren und absetzen können. Das ist ja der Wunschtraum und Grundgedanke bei denen, aber ein unerfüllter.
    @Hammer:
    Die Installationsebene ist eine Glaubenssache. Die Fachleute sind aber mehrheitlich dafür. Dagegen spricht jedoch, dass man zwei Dichtigkeitsebenen bekommt, so dass sich Feuchtigkeit dazwischen anreichern und nicht mehr gut entweichen kann.
    Andererseits kann man (und muss man dann) nämlich beim Fehlen einer Installationsebene luftdichte Steckdosen, aber noch besser gar keine Steckdosen anbringen. Da wird noch viel zu oberflächlich und fantasielos geplant. In Schweden, wo man hinsichtlich solcher E-Installationsmaterialien weiter ist als bei uns, gibt es z.B. auch optisch sehr ansprechende Fußleistenkanäle mit integrierten Steckdosen etc., so dass dann die Installationen, wo man sie nicht umgehen kann, konsequent auf der Wand efolgen, wenn man keine Installationsebene hat.
    Was nun die berüchtigten Löcher in der Folie betrifft, da gibt es seit Jahren schwedische Untersuchungen, die zeigen, dass es weniger darauf ankommt, ob kleine Verletzungen der Folie vorliegen oder nicht, sondern vor allem darauf, dass die Raumlüftung funktioniert. Und das tut sie normalerweise nur gut mit einer entsprechenden Anlage zur kontrollierten Raumlüftung. Problematischer sind undichte Durchführungen von Kabeln für die Außenbeleuchtung und von Wasserrohren nach außen, weil dort Konvektion entsteht, die größere Feuchtigkeitsmengen transportieren kann. Bei einer Lüftungsanlage entsteht jedoch i.d.R. Unterdruck, so dass sich das Problem umkehrt: Es wird unkontrolliert kalte Luft in den Innenraum gesaugt, was die Heizkosten erhöhen kann.
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  10. #9
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von hofmanns
    ..Wettbewerbsvorteil..
    wo ist der wettbewerbsvorteil, wenn ein m2-wand um 5 euro mehr kostet .. und nichtmal eine folie drin hat?

    als nächste: wie "transportiert" man technische vorteile der einen lösung und nachteile der anderen lösung zum laien? ich mach das bei meinen bauherren schon lange genug und es funktioniert anscheinend , aber das ist eine nichtstandardsituation.
    der normalfall ist doch, dass bauherren ohne eigene (fach)planer zuerst fertighausmustersiedlungen, dann die nachbarschaft und zuletzt baufirmen nach dem zufallsprinzip "begutachten".
    was auf diesem weg an wissensvermittlung erfolgt, kann sich jeder vorstellen - das ist wie heizkostensteigerung durch leckage bei unterdruck..
    der durschschnittsbauherr liest sich auch nicht durch die bauforen - leider. es geht ja nur um eine einmalige investiton in herausragender grösse ..
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  11. #10

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    @Stodi

    ich habe einfach keine Lust mehr die gleichen Dinge gebetsmühlenartig zu predigen.

    Wer in einer Plastiktüte leben mag, ist mit dem vorgestellten Wandaufbau bestens bedient.

    Das hier nicht nur Marketingslogans greifen, sieht man wohl deutlich an den inzwischen mehrheitlich ökologisch ausgelegten Wandaufbaute der renommierten "deutschen" Anbieter; sowie der Empfehlungen des QdF.
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  13. #11

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    @Norbert:
    Ich habe mich doch nicht für "Plastiktüten" starkgemacht. Allerdings ist auch dieser Begriff so deutlich unsachlich und deshalb unter Marketingverdacht stehend, dass ich dies bestimmt nicht weiter nachweisen muss, nicht?
    Sondern ich vermisse noch immer eine Erklärung, was die Frage eines mehr oder weniger diffusionsoffenen Wandaufbaus eigentlich mit dem Umweltgedanken zu tun haben soll! Ist denn strittig, dass höchstens ca. 1% der Raumfeuchtigkeit durch Diffusion durch die Außenwand entweichen kann und darf (auch bei Zellulose z.B.), dass es also in Wahrheit ausschließlich auf die richtige Lüftung, am besten mechanisch, ankommt? Das sind doch wohl Tatsachen! Wenn nun einer behauptet, dieser winzige Anteil Dampf, der sich in der Wand verkrümelt, würde bei ihm ein besseres Wohngefühl hervorrrufen - na schön, es sei ihm gegönnt! Aber das ist nur eines von den vielen Placebos, die heute in der Baudiskussion in Mode sind. Über Blockhauswände will ich dabei nicht urteilen, das ist sicher eine Sache für sich.
    Bei der Diffusionsoffenheit der Wandmaterialien interessiert mich eigentlich nur, dass diese nach außen hin möglichst abnimmt, jedenfalls nicht zunimmt. Weil man nämlich nie ausschließen kann, dass nicht irgendwann doch Wasserdampf durch ein Leck in die Wand gelangt, meist dann durch Konvektion. Deshalb und nur deshalb ist der sog. "ökologische" Wandaufbau besser. Aber bitte, wenn ich irren sollte, lasse ich mich auch belehren. Allerdings nicht durch emotionalisierende Schlagwörter.
    Geändert von Torsten Stodenb (13.05.2005 um 13:19 Uhr)
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  14. #12
    Avatar von jetter
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    auch wenn das jetzt eher eine Raabe-Kommentar ist:

    dem letzten Beitrag von Torsten kann ich mich nur anschliessen.

    Wobei Fensterlüftung auch mechanisch ist
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