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  1. #1

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    Stockflecken auf Kellerinnenwand

    Hallo,

    vor 4 Wochen bin ich in meinen Neubau eingezogen. Massivbauweise, komplett unterkellert mit weisser Wanne, Kalksandstein ab EG, Baubeginn Juli 2011.
    Der Keller hat 3 Raeume, wovon 2 beheizbar und beheizt sind incl. Treppenaufgang mit Heizkoerper. Anhydritestrich, eingebracht Anfang Dezember 2011.
    In der Waschkueche wird auch Waesche getrocknet, wenn auch nicht viel. Kondenstrockner laeuft recht viel.

    Nun zu meiner Frage. Gestern habe ich gesehen, dass sich in unterschiedlichen Raeumen Stockflecken in Hoehe von ca. 20 cm ueber dem Boden gebildet haben. Nicht an allen Waenden, aber immer nur an den gemauerten und weiss getrichenen Innenwaenden. In der Waschkueche oberhalb der Folie, die unter dem Estrich liegt und ein Stueck rausschaut (hatte ich noch nicht abvesch nitten). Im grossen Kellerraum 40 qm, der auch ueber 2 Fenster und 2 Heizkoerper verfuegt und taeglich gelueftet wird, hinter der Folie. Und nun? Was kann ich dagegen machen, ausser Folienueberstaende abschneiden und Regale abrucken? In der Waschkueche war ja der Befall erst oberhalb der Folie beginnend.
    Messungen mit dem Hygrometer ergeben Werte zwischen 50 und 60 % im gesamten Haus und auch im Keller.

    Vielen Dank fuer Rueckmeldungen!

    betty71
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  2. Stockflecken auf Kellerinnenwand

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  3. #2

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    Hi,

    wie hoch sind die Wandtemperaturen? Bitte mit einem Infrarottermometer messen (ab 20 Euro im Baumarkt).

    Liegen die Temperaturen in dem entsprechenden Bereich unter 12°C bitte das Öffnen der Fenster unterlassen! Besonders an warmen Tagen wird viel Wasser durch die Aussenluft in Kellerräume eingetragen - dann nachts oder garnicht Lüften. Ein Raumlufttrockner bringt Abhilfe - ist aber aus ökologischer Sicht zweifelhaft. Die Tauwasserbildung sowie den Schimmel von einem Bausachverständigen anschaun lassen.


    Frage am Rande - Wer hat sich den Anhydritestrich in den Keller geplant? Gips gehört meiner Auffassung nach nicht in Kellerräume.

    MfG

    Manfed Stark
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  4. #3
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    Hallo,
    ein solches Thermometer werde ich mir besorgen. Zwischenzeitlich habe ich auch mit meinem Architekten sprechen koennen. Er meint, es waere voellig normal, da noch genug Baufeuchte im Mauerwerk waere. Zudem bestehe die Eigenart der weissen Wanne darin, dass das Wasser bzw. Feuchtigkeit nicht nach unten oder seitlich entweichen kann, weshalb sie dort austritt, wo es das Material zulaesst, und das seien eben die gemauerten Innenwaende. Dazu kommt, dass der Keller als Wohnkeller geplant wurde und es sich somit um die Feuchtigkeit handele, die noch zwischen WU-Beton und Daemmung war und sich nun den Weg heraus sucht. Er meint, weiterhin gut und richtig lueften und heizen sowie abwaschen der Stellen mit Wasserstoffperoxidloesung waeren das Mittel der Wahl.

    Anhydritestrich hat uebrigens der Architekt im Keller feplant
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  5. #4
    Themenstarter

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    Sorry, schreibe mobil. Natuerlich hat er geplant. Im gesamten Haus liegt Anhydritestrich / Fliessestrich.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Manfred St Beitrag anzeigen
    Hi,

    wie hoch sind die Wandtemperaturen? Bitte mit einem Infrarottermometer messen (ab 20 Euro im Baumarkt).

    Liegen die Temperaturen in dem entsprechenden Bereich unter 12°C bitte das Öffnen der Fenster unterlassen! Besonders an warmen Tagen wird viel Wasser durch die Aussenluft in Kellerräume eingetragen - dann nachts oder garnicht Lüften. Ein Raumlufttrockner bringt Abhilfe - ist aber aus ökologischer Sicht zweifelhaft. Die Tauwasserbildung sowie den Schimmel von einem Bausachverständigen anschaun lassen.


    Frage am Rande - Wer hat sich den Anhydritestrich in den Keller geplant? Gips gehört meiner Auffassung nach nicht in Kellerräume.

    MfG

    Manfed Stark
    Das ist aber alles seeeehr pauschal ....

    Nur mit einer ungefähren, rel. Luftfeuchtigkeit (innen), einer Oberflächentemperatur von 12°C??? (was soll dieser Wert)
    und den derzeit vorherschenden Wetterverhältnissen kann man doch keinerlei Lüftungsempfehlungen aussprechen.
    Um hier etwas zu empfehlen, braucht man noch ein paar mehr Parameter. Luftfeuchte außen, Temperatur außen,
    Temperatur innen etc etc. - also ist das alles Käse.

    Das was Du meinst (Sommerkondensat) kann man im Moment durchaus noch vernachlässigen.

    Hier ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit noch "Baufeuchte" vorhanden und die muss raus.

    Also Bautrockner rein und Fenster auf, so lange es nicht über 20°C ist.

    Das heißt: Recht hat er, der Archi...
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  7. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  8. #6

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    Ergänzung: Betty, weißt du zufällig wo die Dämmebene im Bodenaufbau ist? Soll heißen hast du Dämmung unter der Bodenplatte oder auf der Bodenplatte unterm Estrich?
    Sind die Aussenwände der Wanne "richtig" verputzt, oder nur Dünnputz, oder nur gestrichen?
    Wie wird beheizt, überall Heizkörper oder auch FBH? Weiterhin sind die Heizkörper an den Innenwänden oder Aussenwänden angebracht?
    Geändert von Headhunter2 (03.04.2012 um 00:53 Uhr) Grund: Floskel entfernt :-)
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  9. #7

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    Hallo Sarkas


    Weiße Wannen sind nur bedingt diffusionsdicht. Planerisch bei Wohnkeller, wissenschaftlich bei Beton, und wenn man es genau nimmt praktisch und theoretisch nicht. Da Scheiden sich die Geister der Gelerhten.
    Bei uns hier waren 20 °C - in meiner Garage das Pflaster naß - und das durch Lüftungsfeuchtigkeit.
    Ich stimme zu ... Baufeuchtigkeit muss raus ... der temporäre Einsatz von Ventelatoren, Bautrocknern würde helfen. Ob aber die Ursache damit erkannt ist sollte ein Sachverständiger vor Ort klären.

    Als gelernter Lüftungsbauer kann ich den Taupunkt auch genauer als 12°C bestimmen. Dennoch gilt bei einer Raumtemperatur von 20°C und 50% Luftfeuchte ein Taupunkt von 10,8°C und das ist mit dem Infrarottermometer und dessen Abweichung ein kritischer Bereich bei unter 12°C Wandtemp. Diesen Faust-Wert sollte man in Wohnräumen nicht unterschreiten!

    Und noch pauschaler ... es Schimmelt immer da wo der Taupunkt unterschritten ist. Ob man da lange rechnet oder pauschal rangeht. Die Innenwände sind Kalt(k)sandstein und nicht durch eine Kimmlage gedämmt? Die Dämmung liegt Innen? Der Keller ist wärend der Bauzeit mindestens einmal 20 cm vollgelaufen? Wurde eine Sperre über der ersten Steinschicht ausgeführt? (gern wird sowas heutzutage weggelassen)


    Wer findet den im Form den Anhydrit im Keller bedenkenswert?



    Manny

    PS: Ein Infrarottermometer ist im Haushalt nen tolles Spielzeug - ist kein verschwendetes Geld, falls das Ding nciht mehr als 20 Euro kostet.
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