Ergebnis 1 bis 8 von 8
  1. #1

    Registriert seit
    04.2012
    Ort
    Lage
    Beruf
    Pensionär
    Beiträge
    3

    Lärmschutz bei einer Holzbalkendecke nur "von unten" möglich

    Guten Morgen,

    ich würde mich freuen, falls ich einige Hinweise zur Lösung des folgenden Problems bekäme.

    Ich überlege eine Eigentumswohnung zu ersteigern, die verkehrstechnisch und auch aus anderen Gründen ideal gelegen ist. Was mich zögern lässt, ist die Tatsache, dass es sich um ein Gebäude handelt, das als Geschossdecke eine Holzbalkendecke hat. In dem bei Gericht einsehbarem Gutachten ist vermerkt, dass die bisherige Mieterin die Wohnung als laut empfunden habe. Mehr ist mir nicht bekannt und auch nicht recherchierbar. Ich muss daher aufgrund der wenigen Informationen einschätzen, ob durch geeignete Maßnahmen nachträglich eine signifikante Verbesserung des Schallschutzes möglich ist.

    In die Problematik der nachträglichen Schalldämmung bei Holzbalkendecken habe ich mich eingelesen. Der grundsätzliche Unterschied zwischen Trittschall und Luftschall, sowie die Tatsache, dass gegen Trittschall Maßnahmen "von oben" getroffen werden sollten, ist mir bekannt. Auch weiß ich, dass mein Problem mit der einen oder anderen Abwandlung bereits behandelt wurde. Ich würde mich jedoch freuen, falls sich jemand trotzdem die Mühe macht, mir bezogen auf mein Problem zu antworten. Als Laie kann ich nämlich nicht sicher sein, ob ich die bisherigen Hinweise alle vollständig verstanden habe.

    Also: Ich muss davon ausgehen, dass nur eine Schalldämmung von unten möglich ist. Da die Raumhöhen 2,65 m betragen, dürfte aber genügend Raum für eine abgehängte Decke zur Verfügung stehen.

    Ich hatte mir überlegt, Rahmenhölzer einzuziehen, diese in das Mauerwerk einzulassen und deren Auflageflächen durch Dämmstreifen vom Mauerwerk zu trennen. Die Rahmenhölzer sollten dann unten mit Gipskarton (oder Fermacell ?) beplankt und darüber mit Dämmstoffplatten (Was für welche, welche Mindestdicke?) belegt werden. Die gesamte Beplankung soll umlaufend durch Dämmstreifen von den Wänden getrennt werden. (Ich stelle mir vor, dass dieser Aufbau Vorteile gegenüber dem Abhängen mit Federschienen hat.)

    Gibt es grundsätzliche Einwände gegen den vorgesehenen Aufbau? Was wäre gegebenenfalls die bessere Alternative?
    Kann jemand aus Erfahrung sagen, ob eine derartige Maßnahme eine signifikante Verbesserung der Schalldämmung verspricht?

    Oder wird hier viel Aufwand betrieben, der wenig bringt, da der Trittschall weitgehend unvermindert bleibt?

    Für jeden Hinweis danke ich im Voraus.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Armin07
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Lärmschutz bei einer Holzbalkendecke nur "von unten" möglich

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2
    Avatar von Flocke
    Registriert seit
    12.2011
    Ort
    LK Lüneburg
    Beruf
    Zimmermeister
    Benutzertitelzusatz
    VON EVENTUELL EINGEBLENDETER WERBUNG IN DIESEM POS
    Beiträge
    4,090
    Eine Federnd abgehängte Decke sollte völlig ausreichend sein
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3

    Registriert seit
    11.2010
    Ort
    Dkb
    Beruf
    thermische Bauphysik
    Benutzertitelzusatz
    Formularausfüller
    Beiträge
    3,722
    Zitat Zitat von Armin07 Beitrag anzeigen
    In dem bei Gericht einsehbarem Gutachten ist vermerkt, dass die bisherige Mieterin die Wohnung als laut empfunden habe.
    ...es könnte sich auch um Außenlärm/Verkehrslärm handeln. Oder aber als "hellhörig". Von einem Raum zum andern, innerhalb der Wohnung. Oder vielleicht zu einer Nachbarwohnung/-Haus (wenn vorhanden).
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4

    Registriert seit
    11.2007
    Ort
    Hirschegg
    Beruf
    Trockenbau
    Beiträge
    202
    Servus Armin,

    Eine freitragende Decke ist meines Erachtens eine ultimative Methode um eine Holzbalkendecke von unten zu verbessern.

    Antwort auf alle Fragen wie Beplankung, Dämmung, Spannweite und Bemessung, Anschlüsse, Trittschallpegel bei verschiedenen Bauarten, Prognoserechnung für die Flanken, Details…

    findest Du hier: www.knauf.de/wmv/?id=1007
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5

    Registriert seit
    03.2012
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Bauherr
    Beiträge
    233
    Hi Armin,

    da dir einige Informationen fehlen ist dir schwer zu raten. Art der Lärmquelle wäre als erstes ausschlaggebend.

    Eine Deckenabhängung wär in vielen Fällen hilfreich. Für den Fall das der Deckenaufbau zu dünn ist (der Raum-Schall dringt durch) könnte es nötig werden die Decke durch eine Unterkonstruktion welche die Decke spannt und somit das Resonazverhalten des Aufbaus ändert, auszuführen. Dies wär in diesem Fall teurer nur Abhängen und unbedingt mit einem Fachplaner eventuell sogar Statiker zu besprechen.

    Manfred
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6

    Registriert seit
    04.2012
    Ort
    Bayern
    Beruf
    Bautechniker
    Beiträge
    9
    Hallo,
    Ich sehe das wie Manfred St. die Art der Lärmquelle wäre von Bedeutung, da auch z.b. die Schallnebenwege eine nicht ganz unerhebliche Rolle spielen. Trittschall, Körperschall, Luftschall? Ein Akustiker oder fähiger Trockenbauer wäre in diesem Fall der richtige Mann.

    Gruß Ede
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  9. #7

    Registriert seit
    09.2010
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Ingenieur
    Beiträge
    204
    Moin,
    Eine federnd abgehaengte Decke tuts auch, aber dein Vorhaben sollte auch funktionieren. Bedenke aber, dass du durch deine stemmarbeiten in den waenden eventuell DEREN Schalldaemmung schwaechst.

    Ansonsten: Beplankung mit GK 12,5, am besten doppelt (versetzt), gut verspachtelt, seitlich dauerelastisch abgedichtet. Viel Glueck!
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #8

    Registriert seit
    05.2008
    Ort
    Schwarzenbruck / Nürnberg
    Beruf
    Trockenbaumeister
    Beiträge
    7,799
    ohne die Ursache zu kennen ist es natürlich schwierig eine Aussage zu machen, ich würde wie in #4 von Rigipser beschrieben, eine freitragende Decke ins Auge fassen.
    Dies wär in diesem Fall teurer
    nein ist es nicht....
    selbstverständlich ist auf die korrekte Ausführung beim Wandanschluss zu achten. Beplankung evtl. mit
    Rigips "Die Blaue" oder Knauf Silentboard.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen