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  1. #1
    Gast_Terasse
    Gast

    Betonplatte Terasse -> Schlämme???

    Hallo zusammen !!!

    Wir haben eine Terasse, die als 15cm Betonplatte (3x8m) direkt auf dem Erdreich aufliegt. Sauberkeitsschicht ist drunter, wurde mit zwei Moniermattenlagen vor Ort gegossen. Dann kam eine Noppenfolie mit den Noppen nach oben drauf (Schlüter TROBA plus) und daruf liegen 40x40x4er Werksteine. Das ganze funktioniert prinzipiell gut.

    ABER: da die Betonplatte nicht völlig glatt abgezogen wurde "kippeln" einige Platten ein wenig. Die Platte zieht auch etwas Feuchte von unten.

    Könnte man die Platte irgendwann mal mit einer Beton Schlämme exakt abziehen (wirklich eben) und dabei auch eine "Saugsperre" nach unten realisieren. Oder gäbe es was besseres - es geht primär um das Egalisieren der Platte, so dass die Folie und die Platten wirklich ganz eben liegen.

    Ich danke im Voraus für Anregungen
    der Terassen Gast
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  2. Betonplatte Terasse -> Schlämme???

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  3. #2

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    129

    Zwei Möglichkeiten ...

    ... zum Egalisieren.

    Die Betonplatte mit Gefälleestrich sauber abziehen, Noppenbahn wieder auflegen und Terrassenplatten auf der Vliesschicht der Bahn direkt verlegen.

    Die andere Möglichkeit wäre, nicht die Betonplatte zu egalisieren, sondern die Unebenheiten durch ein Verlegebett auszugleichen, sprich: eine Ausgleichsschicht aus Sand, Splitt oder - als starre Bauweise - mit 2/8er Mörtelbett. Auf jedenfall muss diese Schicht kapilarbrechend sein, damit Oberflächenwasser in die Dränageschicht abgeführt werden kann bzw. Restfeuchtigkeit keine Frostschäden geben kann.

    Das behebt auf jeden Fall das "Kippeln" der Platten.

    "Die Platte zieht auch etwas Feuchte von unten"

    Was heißt das? Ich gehe mal davon aus, dass der aufgelegte Plattenbelag irgendwo Wasser zieht, d.h. einige Bereiche trocknen nur sehr langsam oder kaum ab? Das würde bedeuten, dass die kapilarbrechende Wirkung der Noppenbahn irgendwo unterbrochen wird. Die Schlüter Troba Plus hat eine Höhe von 8 oder 12 mm, d.h. entweder häng die gegossene Betonplatte tatsächlich soweit durch, dass Terrassenplatten Kontakt zum angestauten Wasser haben (dann muss das natürlich zwingend ausgeglichen werden), oder aber der seitliche Abfluss des eindringenden Niederschlagwassers ist nicht gewährleistet, so dass es einen Rückstau gibt. Letztendlich kann auch das aufkaschierte Vlies Wasser ziehen, wenn es z.B. senkrecht an der Betonplatte heruntergeführt ist und in stauendem wasser endet. Sollte überprüft werden!
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  4. #3
    Terassen_Gast
    Gast
    Hallo Puschel1st !

    Zunächst Danke für deine Zeit :-)). Nochmals im Detail: Die Troba Plus liegt direkt auf der Oberseite der Betonplatte auf, mit der Bahnseite nach unten, nach oben stehen die Noppen, obendrauf liegt das Drainvlies. Da liegen die Werksteine mit Fugenkreuzen dann ganz oben darauf. Wenn also Regen kommt läuft der in die Plattenfugen, durch das Vlies und dann zwischen den Noppen "talabwärts" (3-4 % Gefälle). Vorne zum Rasen ist noch eine Schlüter Systemschiene, die in den Rasen abläuft. Bei Schlüter auf der Page gibts unter Troba Plus eine Querschnittskizze.

    Wenn ich unter die Noppenfolie schaue (Platte abheben, Folie anheben) sehe ich etwas Feuchte. Ich denke sowohl Reste vom letzten Regen (zieht sich evtl. kapillar zwischen Platte und Folie) als auch evtl. Wasser welches vom Erdreich durch die Betonplatte hierhin diffundiert. Relativ wenig! Ich denke das kann Beton dauerhaft ab (?). Die Platte ist nicht weiter gedichtet.

    Du meinst also Gefällefliessestrich sei das richtige, da dachte ich wegen der Feuchte eher an Schlämme - oder kann auch der Gefälleestrich ein wenig Dauerfeuchte ab (nicht drückend) ? Die Dichtung ist sekundär, in erste Linie soll möglichst präzise Egalisiert werden und das ganze soll nicht durch die Feuchte "bröseln" alsü halten. Evtl. gibts ja auch was Kunststoff/Polymervergütetes zum Einebenen. Ich würd das am liebsten mit einer Latte "draufziehen". Dann sollte die Troba richtig plan aufliegen, jede Platte über alle Noppen abtragen werden und damit weniger "kippeln". Leicht "Flexen" tun die Platten eh - ist aber Gewöhnungssache. Dieses Verlegekonzept fanden wir gut, da es spätere Belagsänderungen zulässt (Holz o.ä.)

    Was würdest Du jetzt nach den Zusatzinfos zum egalisieren nehmen?

    Danke schon jetzt - und frohen Feiertag !!!
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  5. #4

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    Feuchtigkeit auf Platte ist ok, das geht gar nicht anders und wird auch keine Schäden verursachen.

    Gefälle ist ja mehr als ausreichen, da rutscht ja bald die Kaffetasse vom Terrassentisch ;o)

    Zum Egalisieren dann mit so wenig Aufwand wie möglich verspachteln oder abziehen. Ich würde mal die max. notwendige Dicke der Ausgleichsschicht ermitteln, weil davon das Produkt abhängig ist - Tauglichkeit für Außenbereich ist Voraussetzung - und dann mal beim örtlichen Baustoffhändler nachfragen, was günstig vorrätig ist. Ceresit, Lugato und wie sie alle heissen haben ja alle irgendetwas im Programm.
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  6. #5
    Terassen_gast
    Gast
    Ja Puschel1st - das ganze ist also eher unkritisch :-)). Hatte ich gehofft, aber der Teufel steckt ja manchmal im Detail.....Werd mal bei Gelegenheit nach was geeignetem suchen. Das Gefälle ist wirklich deutlich, die Nürnberger müssen bei uns senkrecht zum Gefälle auf dem Grill liegen :-)). War mir aber wichtig, um das Wasser vom Haus wegzuhalten. Ist seit letztem Frühjahr noch unkritischer, da 2/3 der Terasse überdacht sind.

    Danke nochmal - schöner Tag (...wird wohl sehr heiss heute.....)
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  7. #6

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    Gefälle

    Lt. DIN 18318 - Verkehrswegebauarbeiten PflasterdeckenPlattenbeläge Einfassungen sind als Querneigungen mindestens vorzusehen:
    3% bei Naturstein
    2,5% bei Betonstein/Straßenklinker
    2,0% bei Plattenbelägen

    Und Wasser läuft auch schon bei geringerem Gefälle ;o)
    Wasser abführen hat bei Bodenbelägen immer eine doppelte Bedeutug: zum einen Oberflächenwasser abführen, also entwässern.
    Zum anderen oberflächenwasser "schnell" abführen, damit die Oberfläche schnell abtrocknet. Das reduziert dann nämlich im Winter die Eisbildung und - bei beschatteten Lagen - die Moss-/Algenbildung.
    da man im Winter sowieso nicht auf der Terrasse sitz, würde ich für Sitzplätze auch nur max. 2% ansetzen - ist sonst schade um die abstürzenden Nürnberger ;o)
    Dann viel Erfolg bei der Arbeit!
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