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Wärmedämmung an Giebelaußenwand mit Kamin in der Wand

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  1. #1

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    Wärmedämmung an Giebelaußenwand mit Kamin in der Wand

    Hallo zusammen,

    wir wollen an unserem Altbau die Giebelaußenwand wärmedämmen. innerhalb der Wand befindet sich allerdings
    der Abgaskamin der Ölheizung, so dass ich befürchte, dass es in diesem Bereich zu Tauwasserausfall in Wand bzw. der Wärmedämmung kommen kann.

    Wandaufbau von innen nach außen:

    2,5 cm Kalkzementputz, 36,5 cm Vollziegelmauerwerk, 3,0 cm Kalkzementputz
    gewählte Dämmung: Hartschaumplatte 14 cm dick, 3 mm Außenputz ThermoSan Fassadenputz K30 (Silikonharzvergütet)

    Die Taupunktberechnung (Glaserdiagramm) mit der mh-software ergibt bei Eingabe von:
    Winter
    Innenraumtemperatur 22 Grad C , Raumluftfeuchtigkeit 50 %
    Außentemperatur -12 Grad C, Luftfeuchtigkeit 70 % keine Probleme

    doch wenn ich für den Wandbereich am Kamin in die Berechnung eingebe 50Grad C, erscheint innerhalb der Dämmung
    0,56 kg/m2 Tauwassermenge und 0,42 kg/m2 Verdunstungswassermenge.
    Bei höheren Abgastemperaturen 60 oder 70 Grad C erhöht sich der Tauwasserausfall stark.

    Frage:
    Wie werden derartige Aussenwände mit Kamin gedämmt?

    Vielen Dank für Eure Hilfe

    Gruß A.S.
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  2. Wärmedämmung an Giebelaußenwand mit Kamin in der Wand

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von Bruno
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    In der Berechnung könnte ein Gedankenfehler stecken. Hast du 50°C und gleichzeitig 50% rF eingegeben? Dann wären 41 g Wasser in einem m3 Raumluft, ein völlig unrealistischer Wert. Luft von 22°C enthält bei 50% rF nur 9,7 g/m3 Wasser.
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  4. #3
    Avatar von Hundertwasser
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    Entscheidend ist die Berechnung mit den Werten der Raumluft. Wenn der Wandaufbau wärmer wird dann entsteht erst recht kein Kondensat. Da würde ich mir eher Gedanken machen wie hoch die Temperaturen im Bereich des Kamins unter der Dämmung steigen. An 70° C wird es kritisch weil sich dann die EPS Platten verformen können. In diesem Bereich würde ich vorsorglich Steinlamelle zum Einsatz bringen.
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  5. #4
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    Das Ergebnis der Taupunktberechnung (mh-Software) bezieht sich anscheinend nicht auf m3 Raumluft sondern auf m2-Wandfläche.
    0,56 kg/m2 Tauwassermenge in 1440 h im Winter und 0,43 kg/m2 Verdunstungswassermenge in 2660 h Sommer.
    Leider bin ich auf diesem Gebiet Laie und kann das Ergebnis nicht deuten.
    Das Glaserdiagramm zeigt bei dieser Berechnung jedenfalls einen dicken roten Balken innerhalb der 14 cm dicken Wärmedämmung mit Bemerkung "Tauwasserausfall", was mir große Sorge bei der Dämmung dieses Kaminbereiches bereitet.

    Was sind den bitte "Steinlamelle"??
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  6. #5
    Themenstarter

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    Das Ergebnis der Taupunktberechnung (mh-Software) bezieht sich anscheinend nicht auf m3 Raumluft sondern auf m2-Wandfläche.
    0,56 kg/m2 Tauwassermenge in 1440 h im Winter und 0,43 kg/m2 Verdunstungswassermenge in 2660 h Sommer.
    Leider bin ich auf diesem Gebiet Laie und kann das Ergebnis nicht deuten.
    Das Glaserdiagramm zeigt bei dieser Berechnung jedenfalls einen dicken roten Balken innerhalb der 14 cm dicken Wärmedämmung mit Bemerkung "Tauwasserausfall", was mir große Sorge bei der Dämmung dieses Kaminbereiches bereitet.

    Was sind den bitte "Steinlamelle"??
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  7. #6
    Avatar von Hundertwasser
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    Das Ergebnis des Tauwasserausfalls bezieht sich natürlich auf die Wandfläche. Aber was hast du eingegeben? Nur wegen des Kamins hast du im Innenraum keine anderen Werte. Deswegen darfst du in die Berechnung keine anderen Werte eingeben (Bullshit in - Bullshit out). Wie Bruno schon schrub, wenn du 50°C als Temperatur eingibst dann stimmt die Luftfeuchtigkeit nicht mehr. Da die Wassermenge in der Raumluft konstant bleibt sinkt die rel. Luftfeuchte dramatisch.
    Steinlamelle sind Dämmplatten aus Mineralwolle mit der Faserrichtung senkrecht zum Mauerwerk.
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  9. #7
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    Wie in meiner ersten Ausführung erwähnt, habe ich zunächst gerechnet mit:

    Winter: Innenraumtemperatur 22 Grad C , Raumluftfeuchtigkeit 50 %
    Außentemperatur -12 Grad C, Luftfeuchtigkeit 70 %.
    Ergebnis: 0 Tauwassermeng und 0 Verdunstungswassermenge, heißt Wandaufbau mit 14 cm Dämmung = ok.

    In dieser Wand strömen nun aber 50 - 70 Grad heiße Abgase (womöglich noch heißer, da 30 Jahre alter Ölheizkessel)
    Wie soll man diese Tatsache in der Berechnung berücksichtigen?
    Statt der 22 Grad C warmen Raumluft habe ich nun einfach 50 Grad C angesetzt, alle anderen Werte so gelassen. Sicher kann das nicht so ganz der Realität entsprechen, da die Hitze sich nicht in dem Raum, sondern "nur" im Kamin befindet. Die Luftfeuchtigkeit bei 50 Grad hat Deiner Meinung nach also erheblich weniger als 50 %, obwohl es doch heißt, je wärmer die Luft ist, desto mehr Feuchtigkeit kann sie aufnehmen!?
    Also Du hättest keine Bedenken, die Wand mit der 14 cm Styropordämmung zu versehen und im Kaminbereich Steinlamelle zu setzen?

    Kann man die Steinlamelle genauso überputzen wie Styropor und sieht man später hier keinen Unterschied?
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  10. #8

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    Zitat Zitat von aistings Beitrag anzeigen
    obwohl es doch heißt, je wärmer die Luft ist, desto mehr Feuchtigkeit kann sie aufnehmen!?
    Woher sollte denn in der heissen Kaminluft die zusätzliche Feuchtigkeit kommen? Bruno hat es ja schon richtig geschrieben.

    Gerade im Winter hast du außen eine sehr niedrige Luftfeuchtigkeit. Sonst könntest Du diese ja auch nicht aus dem Inneren eines Gebäudes "weglüften".
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