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Wie hoch zieht Wasser in Beton?

Diskutiere Wie hoch zieht Wasser in Beton? im Forum Mauerwerk auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Wie hoch zieht Wasser in Beton?

    Hallo - guten Abend,
    ich habe mal gehört, das Wasser in einer Betonmauer ca. 1m hoch zieht, ist das richtig?

    Folgendes Problem stellt sich mir:
    Ich habe ein uraltes Haus, diese hat keinen Keller und kein Fundament (es liegen Steine übereinander, darauf sind Balken und darauf Bohlen, das ist der Fussboden...)
    Links, direkt am Haus hatte ich einen Betonweg - so dachte ich bis kurz vor Weihnachten letzten Jahres. Da ist ein Teil des "Betonweges" eingebrochen und es kam eine uralte Klärgrube zum Vorschein. Es war also kein Weg, sondern "nur" geschüttete Deckel der Klärgrube, das Ding stand voll mit Wasser. Ich habe inzwischen alle drei Deckel zertrümmern lassen und zum Teil auch die Wand der Klärgrube gegenüber des Hauses. Nun wollte ich die Betonmauer, die direkt unter der Hauswand liegt, mit Bitum anstreichen um das Haus gegen die Feuchtigkeit zu schützen.
    Ich werde die Betonteile, die da jetzt aber alle drin liegen nicht wegbekommen und kann nur versuchen so tief wie möglich zu kommen. Ich möchte das Teil dann irgendwann mit Kies auffüllen lassen und oben, passend zum Hof, Feldsteine verlegen.
    Die Problematik liegt darin, dass dort immer eine "Wanne" von ca. 80 cm Höhe bestehen wird in der sich Wasser sammeln kann, ab 80 cm Höhe ist die gegenüberliegende Wand durch Risse und Abbau durchlässig. Den Boden aufzustemmen hat keinen Sinn, wir haben hier einen sehr hohen Grundwasserspiegel.
    Nun ist die Frage ob es ausreichend ist ca. einen Meter die Betonwand unterhalb der Hausmauer mit Bitum zu streichen oder ob es alles Mist ist, was ich mir überlegt habe.
    Da ich mir nicht sicher bin, ob ich alles anschaulich schildern konnte, packe ich ein Bild anbei und hoffe so sehr auf Hilfe hier im Forum.

    Danke und Gruss Anette
    Name:  SAM_2129.jpg
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  2. Wie hoch zieht Wasser in Beton?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Bild zeigt stehendes Wasser. Zu vermuten ist, dass die Seitenwand gleichzeitig Kellerwand ist? Dann wäre die Kellerwand ständig mit Druckwasser belastet. Da reicht auch das streichen nicht, besonders wenn man nicht alle Flächen erfasst. Wie siehts aus mal einen Tiefbauer zu fragen? Und beim Landesamt für Umwelt- Natur- und Verbraucherschutz (LANUV) eine kostenlose Anfrage der Wasserstände (zwar ohne Gewähr aber ein guter Anhaltspunkt) die Grundwasserstände zu erfragen? Dann kann man darüber nachdenken die Grube einfach zu öffnen / entfernen und solange kein weiteres Wasser außer Niederschlagswasser als Oberflächenwasser eingeleitet wird das Wasserbecken dem frei eingespiegelten Grundwasserstand zuzuführen und so den Wasserdruck an der Wand wegzunehmen.
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  4. #3

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    Die "Hochsteigewirkung" von Wasser im Beton ist stark von der Kapillarstruktur im Beton abhängig. Hochfeste dichte Betone machen bei 2 cm maximal Schluß, alte Schütt- Stampfbetone auch 20 cm oder 30. Kapillares aufsteigen von 1 m ist aber nicht vorhanden wenn seitlich nichts eindringt und NUR Kapillaranstieg vorliegt.
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  5. #4
    wasweissich
    Gast
    Ich habe ein uraltes Haus, diese hat keinen Keller und kein Fundament
    lesen bildet , richtig lesen hilft
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  6. #5

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    Jup, trotzdem würde ich das alles mal abfragen und jemanden (z.B. deines Berufsstandes) mit den Ergebnissen versorgen
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  7. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  8. #6
    Themenstarter

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    Erstmal danke für die Mühe, dass ich überhaupt eine Antwort erhalten habe!
    Es ist kein Keller vorhanden und die Betonwand, die man dort sieht ist "nur" die Seitenwand der alten Klärgrube. Auf dem Rand dieser Betonwand beginnt das Mauerwerk der Hauswand.
    Wenn Wasser im Beton nur so wenig ansteigt, dann ist das Problem gelöst. Dann streiche ich die Betonwand mit Bitum, dadurch habe ich im oberen Bereich keine Wassereinwirkung und schütte mit Kies dicht. Habe ich nen Gedankenfehler dabei? Wäre nett, wenn jemand noch mal ne Minute drüber nachdenken könnte... Ich will nix machen, was ich vielleicht später bereue.

    Ich weiss, das der Grundwasserspiegel hier sehr hoch liegt - zwei Meter tief buddeln und schon stösst man auf Wasser. Die zwei Häuser in dieser Gegend, die einen Keller haben, haben ständig mit Wasser im Keller zu kämpfen - trotz Drainage ums Haus.

    Danke und Gruss!
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  9. #7
    Bauexpertenforum
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    Ich würde:
    • nichts ohne einen Statiker machen
    • einen Bagger kommen lassen
    • die vom Haus abgewandte Wand bis zur UK zumindest schlitzen
    • den Schutt aus dem Graben holen
    • den Graben vermutlich sogar mit Beton verfüllen, damit ggf. anstehender seitlicher Druck aus den Fundamenten über die alte unter der Wand stehende Mauer, dann über die Betonverfüllung, dann über die zu schlitzende Wand und dann ins Erdreich eingeleitet werden kann
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