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Keine Drainage trotz Bodengutachten

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  1. #1

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    Keine Drainage trotz Bodengutachten

    Hallo,

    unser Bodengutachten empfiehlt eine Drainage.
    Der Boden ist bis auf ca. 7 m bindig / lehmig und nimmt kein Wasser auf.
    Danach kommt Kies.
    Sinnvoll wäre wohl eine Drainage mit Ableitung des Wassers bis in die Kiesschicht.

    Mein General-Bauunternehmer empfiehlt aber, auf diese Drainage zu verzichten, sie wäre unsinnig und nicht erforderlich.

    Begründung:
    1. Durch das Fugenblech haben wir eine recht hohe Abdichtung des Kellers. Wir haben zwar keine Abdichtung gegen drückendes Wasser, das ist aber wegen des sehr tiefen Grundwasserstands (ca. - 7 m) nicht zu erwarten.

    2. Bei einem Reihenmittelhaus ist eine Drainage nicht erforderlich.

    Irgendwie glaube ich den Ausführungen meines Bauunternehmers nicht, oder sehe ich da zu schwarz?

    (Bis jetzt haben wir noch keinen Vertrag abgeschlossen).

    Danke und Gruß
    Michael
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  2. Keine Drainage trotz Bodengutachten

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  3. #2
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    Nanu ?

    Nanu .... keine Antworten?!
    Ist die Frage zu trivial?
    Oder zu heiß?

    Traut sich keiner, etwas zu schreiben?

    Noch einmal meine Hauptfrage:
    Ist es richtig, dass ein Reihenmittelhaus keine Drainage benötigt, auch wenn der Boden nicht versickerungsfähig ist und die Kellerabdichtung nicht auf drückendes Wasser ausgelegt ist?

    Danke

    Gruß Michael
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  4. #3

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    Servus,

    trivial ist die Frage nicht, nur ist sie nicht neu wird immer wieder gestellt oder taucht genau in der vorgeschlagenen Version als Schaden in den Foren wieder auf.
    Bitte nicht persönlich nehmen, aber manch einem wird es ganz schön nervig, wenn immer wieder die gleichen Problemstellung auftaucht und die "Suche-Funktion" nicht benutzt wird.

    Nun mal zu den Fakten:
    - Bodengutachten empfiehlt eine Drainage, irgendwelche Aussagen zum Abdichtungskonzept?
    => Dann sollte auch eine Drainage gemacht werden!
    - GU rät von Drainage ab, verweist auf das Fugenblech.
    => Echt Klasse und dann verkauft er Ihnen noch WU-Beton, ohne das eine "Weiße-Wanne" geplant und ausgeführt wird.
    Auch wenn der Grundwasserstand 7m unter Ihrem Gebäude liegt, ist wahrscheinlich mit aufstauendem Sickerwasser zu rechnen. Dann haben Sie den gleichen Fall wie bei drückendem Wasser, hier gilt DIN 18195 T6. Gibt es dazu Aussagen im Bodengutachten?
    Welche Abdichtung ist denn üeberhaupt geplant?
    Abdichtung und Draiange können nicht voneinander getrennt betrachtet werde, das gehört zusammen.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Danke

    Hallo MLiebler,

    vielen Dank.

    Doch, natürlich habe ich die Suchefunktion benutzt. Das ist ja auch der Grund für meine Sorge ....

    Der BU schlägt vor:
    (Zitat Anfang)
    Kellerzwischenwände werden gegen aufsteigende Feuchtigkeit mit einer horizontalen Abdichtung zwischen Kellerboden und Wand abgedichtet Die betonierten Kelleraußenwände werden gegen die Erdfeuchtigkeit mit Dichtungsschlämme entsprechend den Herstellervorschriften bis zur vorgesehenen Geländerhöhe abgedichtet.
    Ein Fugenblech aus Bandstahl wird entlang der Fuge zwischen Kellerboden und Betonwand zur Sicherung gegen nicht drückendes Wasser in der Arbeitsfuge eingebaut.
    (Zitat Ende)

    Das Bodengutachten schreibt
    (Zitat Anfang)
    Zur Trockenhaltung der Kellergeschosse ist eine Dränage in Verbindung mit einer Abdichtung gegen nichtdrückendes Wasser erforderlich. Ein Verzicht auf die Dränage erfordert die Ausführung einer Abdichtung gegen drückendes Wasser (Baugrund ist nicht versickerungsfähig)
    (Zitat Ende)

    Aus meiner Sicht passt das doch nicht zusammen, oder?
    Der BU kennt das Bodengutachten.
    Was meint Ihr?
    Danke

    Gruß Michael
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  6. #5

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    Servus,

    das Bodengutachten ist eindeutig formuliert:

    Mit Drainage = Abdichtung gegen nichtdrückendes wasser
    Ohne Drainage = Abdichtung gegen drückendes Wasser

    Für beide Versionen schlägt die DIN Abdichtungstechnken vor. Danach ist zu arbeiten.
    Alles andere ist selbstgestrickt, meist kommt dann noch der "wohlgemeinte" Vorschlag mancher BU´s die Abdichtung zur Ersparnis vom Bauherren ausführten zu lassen... und schon ist die Gewährleistung weg.
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  7. #6
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    reihenmittelhaus = später sanierung sehr schwierig.
    wer klopft dem gu im ag-auftrag auf die finger?
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  8. #7
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    Warum?

    Vielen Dank!

    Der BU ist ortsbekannt und hat eigentlich einen guten Ruf.
    Ich kann nicht verstehen, wieso er diesen Vorschlag macht.
    Daher habe ich hier auch noch einmal nachgefragt.
    Obwohl es eigentlich eindeutig ist, aber vielleicht hat der BU doch mehr Ahnung als ich (absoluter Baulaie), habe ich mir gedacht, und ich habe etwas übersehen.
    Aber die Meinungen der Experten sprechen ja eine eindeutige Sprache ....

    Gruß Michael
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  9. #8

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    Servus,

    der Gedanke von mls ist natürlich auch zu berücksichtigen. Schwarzabdichtung dürfte wohl an den Aussenwänden des Kellers funktionieren, bei den Gebäudetrennwänden wird es kritisch. Am Besten wird wohl die Planung und Ausführung einer weißen Wanne sein.
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  10. #9
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    Oh nein ....

    weiße Wanne?
    Was wird das kosten??
    Natürlich, besser als nachher einen feuchten Keller zu haben ....

    Gruß Michael
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  11. #10
    Avatar von BTopferin
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    Hallo Michael

    kleine Bemerkung von einer Bauherrin mit Baumängel:

    Mein BT ist ortsansäßig und hatte auch einen guten Ruf. Betonung auf "hatte".

    Dein BU vertritt deine Interesse nicht, sondern seine.

    Grüße und viel Glück beim Häuslebauen,
    bto
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  13. #11

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    Mehrkosten für die weiße Wanne?
    Lässt sich nicht so einfach sagen.
    Der Keller sollte doch eh in Beton ausgeführt werden?
    Dann wäre zu prüfen, wie die Statik dazu aussieht und wie nahe die Dimensionierung schon an dran ist.
    Dann geht es nur um den Mehraufwand
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  14. #12
    Themenstarter

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    Ja - weiiße Wanne

    So, wir bekommen jetzt unsere weiße Wanne.
    Auch dank der Tipps hier im Forum.
    Ganz herzlichen Dank an die Experten, vor allem Michael Liebler !

    Gruß Michael
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