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  1. #1

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    Warmwasser mit Solar

    Hallo,

    für unseren Neubau (in der Nähe von Köln) haben wir eine Gas-Brennwertheizung vorgesehen. Um die EnEv einzuhalten, müssen wir zusätzlich auf Solarenergie setzen. Wir haben jetzt vom Heizungsbauer ein Angebot über solare Brauchwasserbereitung erhalten. Dies enthält das Solarpaket BW 480plus AR von W.... mit insgesamt drei EURO L20 AR Flachkollektoren und einem 300l Solarspeicher.

    Die Ausrichtung der Anlage wird eher schlecht sein, nämlich Richtung Westen (einen Tod mussten wir bei der Hausplanung damals sterben). Nun stellt sich uns die Frage, ob diese Anlage ausreichen könnte, damit ein 4 Personen Haushalt im Sommer bei ausgeschalteter Heizung über ausreichend Warmwasser (überwiegend zum morgendlichen Duschen) verfügt.

    Der Heizungsbauer wagt da keine Prognose. Er rät dazu, noch einen dritten Flachkollektor zu ergänzen, klar, er will natürlich verkaufen. Alternativ könnte man statt der teuren/guten W....-Kollektoren auch billigere einsetzen, wenn die Anlage eine reine "Alibi-Anlage" ist, um die EnEv einzuhalten. Genau da sind wir uns aber jetzt unsicher...

    Eine zusätzliche Heizungsunterstützung haben wir aufgrund der deutlichen Mehrkosten (kostet fast das Doppelte) ausgeschlossen.

    Vielen Dank für Eure Ratschläge!

    cyborg
    Geändert von R.B. (01.05.2012 um 11:55 Uhr) Grund: Name entfernt.
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  2. Warmwasser mit Solar

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  3. #2

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    Google mal nach GetSolar, dann Programm laden, Daten eingeben, und ein bischen mit den Zahlen spielen. Damit bekommst Du einen groben Überblick was möglich ist und was nicht.

    Im Hochsommer wird die Anlage sicherlich ausreichend Erträge liefern. Ansonsten muss halt die Gastherme ran.

    Der Speicher ist nicht gerade üppig dimensioniert, da würde ich mir gut überlegen, ob ich noch zusätzliche Kollektoren auf´s Dach setze. Du läufst sonst Gefahr, dass im Hochsommer der Speicher nicht ausreicht und die Anlage in Stagnation geht.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3

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    Hi cyborg,

    frag mal deinen Heizi nach einem Schichtspeicher (eventuell 500 Liter) mit einer Frischwasserladestation an. Damit lässt sich auch in zeiten mit vergleichsweise wenig Sonnenstunden noch was vom Dach holen. Um so höher hier die mit der konzipierten Anlage erwirtschafteten Erträge sein sollen, desto kälter wird es unter der Dusche bei wenig Sonne.

    Da lässt sich im Übrigen auch ein dritter Kolektor integrieren, was bei dere WEstausrichtung nicht von Nachteil wär.

    Manfred
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  5. #4
    Themenstarter

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    Der Speicher ist nicht gerade üppig dimensioniert,
    Soll laut Heizungsbauer für 4 Personen ausreichen. Deiner Meinung nach sollten wir eher mit 500l rechnen?

    Frischwasserladestation
    Was ist das genau, so eine Art Durchlauferhitzer?
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  6. #5

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    Zitat Zitat von cyborg Beitrag anzeigen
    Soll laut Heizungsbauer für 4 Personen ausreichen. Deiner Meinung nach sollten wir eher mit 500l rechnen?
    Es geht in diesem Fall nicht nur darum für wieviele Personen das ausreicht, sondern ob man die Erträge die vom Dach kommen auch speichern kann. Eine Solaranlage ist sowieso nicht gerade wirtschaftlich. Wenn ich dann noch die Hälfte der Erträge verschenke, weil ich sie nicht speichern kann, dann lohnt es sich erst Recht nicht.

    FriWa ist wieder ein anderes Thema. Da gibt es noch mehr zu beachten. Bei größeren Speichern für die WW-Erzeugung und bei Zapfstellen mit geringem Volumenstrom wäre das jedoch eine Alternative.

    Gruß
    Ralf
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  7. #6

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    Zitat Zitat von cyborg Beitrag anzeigen
    für unseren Neubau (in der Nähe von Köln) haben wir eine Gas-Brennwertheizung vorgesehen. Um die EnEv einzuhalten, müssen wir zusätzlich auf Solarenergie setzen. Wir haben jetzt vom Heizungsbauer ein Angebot über solare Brauchwasserbereitung erhalten.

    Um die EnEv einzuhalten kann man auch die Dämmung entsprechend verbessern, dann reicht auch Gas OHNE zusätzliche Solarmodule. Ich glaube der KFW70 Standard (nur Dämmungsseite) ist bereits ausreichend, um dieses Kriterium zu erfüllen. Die Bedingung war sowas wie: Dämmung 30% besser als ENEV, dann müßen keine erneuerbaren Energien als Wärmeerzeugeranteil nachgewiesen werden.



    Gruß, KyleFL
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  8. #7

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    ich würde auch eher zu einer stärkeren Dämmung raten. Und falls es doch Solar sein soll würde ich bei der Ausrichtung eher zu Röhren als zu Flachkollektoren greifen.
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  9. #8
    Baufuchs
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    Zitat Zitat von KyleFL
    Um die EnEv einzuhalten kann man auch die Dämmung entsprechend verbessern, dann reicht auch Gas OHNE zusätzliche Solarmodule. Ich glaube der KFW70 Standard (nur Dämmungsseite) ist bereits ausreichend, um dieses Kriterium zu erfüllen. Die Bedingung war sowas wie: Dämmung 30% besser als ENEV, dann müßen keine erneuerbaren Energien als Wärmeerzeugeranteil nachgewiesen werden.
    Ersatzmaßnahme nach §7 Nr. 2 EEWärmeG wird nur dann als solche anerkannt, wenn sowohl der Primärenergiebedarf als auch der Transmissionswärmeverlust der nach EnEv für das Gebäude erreicht werden müsste um 15% unterschritten wird.
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Baufuchs Beitrag anzeigen
    Ersatzmaßnahme nach §7 Nr. 2 EEWärmeG wird nur dann als solche anerkannt, wenn sowohl der Primärenergiebedarf als auch der Transmissionswärmeverlust der nach EnEv für das Gebäude erreicht werden müsste um 15% unterschritten wird.
    Ok, ich hätte vorher nachschauen sollen. 15% besser als EnEv (dürfte dann KFW85 sein) sollte nicht so schwer zu erreichen sein! Und vom Nutzen her wird sich die bessere Dämmung mit Sicherheit schneller bezahlt machen als eine Solaranlage! (Auch wenn der Heizungsbauer eventuell Zeter und Mortio schreien wird, da er davon für sich kein Umsatz bekommen kann!)



    Cu KyleFL
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  11. #10
    Avatar von Jürgen V.
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    Und falls es doch Solar sein soll würde ich bei der Ausrichtung eher zu Röhren als zu Flachkollektoren greifen.
    Aus welchem Grund, oder mal so ganz pauschal?
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  12. #11
    Themenstarter

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    Hmm, irgendwie werden wir immer verwirrter. Zwei oder drei Kollektoren, Kollektoren oder Röhren, 300/400/500l Speicher... sowas müsste man doch eigentlich vorher ausrechnen/dimensionieren können? In der Demo-Version von GetSolar kann man leider einige Parameter nicht verändern. Gibt es eventuell noch Alternativen? Sollte so etwas eigentlich nicht der Heizungsbauer ausrechnen können?

    Solar weglassen und mehr dämmen geht nicht mehr, da der Wärmeschutznachweis schon fertig ist.

    Gruß,
    cyborg
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  13. #12

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    Zitat Zitat von cyborg Beitrag anzeigen
    Solar weglassen und mehr dämmen geht nicht mehr, da der Wärmeschutznachweis schon fertig ist.
    sagt wer?

    Für Bauantragsunterlagen reichst Du einfach nach Fertigstellung des Gebäudes den aktualiesierten Wärmeschutznachweis ein.
    Für ggf. beantragte Fördermittel(kredite) ist sowoeso nach Fertigstellung in der Abrechnung der dem tatsächlichen Bauwerk angepasste Wärmeschutznachweis nachzureichen.
    Für den Energieausweis ist mit Fertigstellung sowieso eine auf den tatsächlichen Zustand des Gebäudes abgestellte Neuberechnung des Wärmeschutzes zu erstellen.

    Die eigentliche Krux mit zusätzlicher Dämmung liegt eher im Planungsrecht. Entweder wird das Gebäude größer oder es ergibt sich quasi eine Neuplanung inkl. neuer Statik.

    Aber mal zu deinem Problem mit der Solaranlage: Schon mal dran gedacht, dass es für die Planung von Haustechnik, Sanitär, Solaranlagen und ähnliches Fachplaner gibt? Die nennen sich HLS-Planer.
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  14. #13

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    Zitat Zitat von KyleFL Beitrag anzeigen
    15% besser als EnEv (dürfte dann KFW85 sein)
    NEIN, verdammt.

    kfw85 heisst:
    Primärenergie 85%
    Transmissionwärmeverlust 100%
    des Referenzgebäudes.

    Manchmal frage ich mich echt, warum man hier antwortet, wenn man Halbwissen hat.
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  16. #14

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    Zitat Zitat von cyborg Beitrag anzeigen
    ..... Sollte so etwas eigentlich nicht der Heizungsbauer ausrechnen können?....
    Na ja, irgendwer wird ja Deine Anlage planen. Ob Dein Heizungsbauer das kann, das kann ich nicht beurteilen. Sicher erscheint mir, dass DU es nicht kannst, aber das ist auch nicht Deine Aufgabe.
    Wenn das Dein Heizungsbauer aber auch nicht kann, dann gibt es externe Planer die so etwas übernehmen können. Kostet halt Geld.

    Deine Hausaufgabe wäre es festzulegen, was erfüllt werden soll (Bsp.: nur EEWärmeG, oder.....) und dann soll sich jemand darum kümmern der Ahnung von der Sache hat. Sonst kommst Du nie voran und verschwendest nur kostbare Zeit.

    Gruß
    Ralf
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Jürgen V. Beitrag anzeigen
    Aus welchem Grund, oder mal so ganz pauschal?
    Röhren sind prinzipiell effektiver und man kann sie auch etwas ausrichten. Daher ist der Ertrag pro Fläche größer was sich besonders bei schlechteren Ausrichtungen auswirkt. Im Sommer hat man eh meist einen Überschuß die Frage ist eigentlich nur wieweit man in der Übergangszeit kommt. Und da schaffen Röhren einfach mehr Leistung.
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