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  1. #1

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    50 - 60 Risse in Filigrandecken des Kellers und Erdgeschosses

    Hab jetzt doch mal eine Frage zu Rissbildungen, die sich in meinem Haus abspielen.

    Startdatum für den Hausbau war Anfang Oktober 2011.

    Kerllerdecke kam um den ersten November, EG Decke am 17. November 2011.

    Unser Haus ist mit sog. Holzspahnsteinen gebaut.

    Bodenlegearbeiten sind voll im Gange und auch die Malerarbeiten.
    Ein Innenputzer wurde beauftragt, die Decke so zu bearbeiten, dass nach dem streichen keinerlei Fugen sichtbar sind. Dies bewerkstelligte er durch die Verwendung von Glasfasernetzen.

    Leider stellt sich seit einigen Wochen heraus, dass diese Arbeit völlig umsonst war und die Decke an mehreren Stellen Risse bekommt. Die Risse treten nicht nur an den Stosskanten der Elemente auf, sondern befinden sich praktisch überall. Mehrere Risse erstrecken sich beispielsweise geradlining durch die EG Zimmer (4, 5 Meter) und sind mittlerweile keine Haarrisse mehr (2-3). Die Risse treten sowohl im Wohnkeller als auch im EG auf, die Zahl liegt mittlerweile bei ca. 50 meist haargrossen, meterlangen Rissen, die sich zwischenzeitlich teilen und in unterschiedlichen Richtungen ausbreiten.

    Der Bauleiter, Architekt, Rohbauer, Statiker alle wissen von dem Mangel, keiner kann etwas sagen.

    Meine Fragen:

    1) Ist die Häufigkeit der Risse normal?
    2) Wer bezahlt den Auftragnehmer, der für die Verspachtelung der Decke zuständig war (ich natürlich, aber wer ersetzt diesen Schaden für umsonst Beauftragung?)
    3) Wie finde ich die Ursache heraus?
    4) Was ist mit Einzug?
    5) Soll ich trotz Schadens streichen lassen, evtl auch umsonst?
    6) woran sollte ich noch denken?
    7) Wem soll ich die Rechnungen zunächst kürzen?

    Aktuell wird die Lage - ausser vom Auftagnehmer, der die Decken streichfertig verspachteln soll - völlig verharmlost.

    Würde mich über einige Tips UND evtl. Erfahrungen freuen.

    ICH VERSUCHTE DIE RISSE ZU FOTOGRAFIEREN - ALLERDINGS AKTUELL OHE ERFOLGE - NEHME AN WEGEN DER AUFLÖSUNG MEINER POCKETKAMERA

    Danke.
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  2. 50 - 60 Risse in Filigrandecken des Kellers und Erdgeschosses

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Welche Rechtsbeziehungen bestehen zu wem?
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  4. #3
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    Ein Innenputzer wurde beauftragt, die Decke so zu bearbeiten, dass nach dem streichen
    keinerlei Fugen sichtbar sind. Dies bewerkstelligte er durch die Verwendung von Glasfasernetzen.
    wurde die Decke geputzt ... wenn "ja" wie stark ist dieser Putz ??? ...
    bitte mal diesen Punkt gründlich beschreiben ansonsten wird das nix hier (!)
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  5. #4
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    Zitat Zitat von Josef Beitrag anzeigen
    wurde die Decke geputzt ... wenn "ja" wie stark ist dieser Putz ??? ...
    bitte mal diesen Punkt gründlich beschreiben ansonsten wird das nix hier (!)
    Ich bin Kaufmann, und daher nach Schilderung des Falles auf diese Fragen angewiesen:

    Die Decke ist NICHT verputzt. Sie wurde verspachtelt vom Innenputzer. Dort, wo sie glatt ist, wird direkt auf die Decke gestrichen - so mein Plan.

    Es ist also so, dass die Decke reisst und an manchen Stellen die Spachtelmasse mit. Jetzt will der Innenputzer für die Spachtelung keine Haftung mehr übernehmen.

    Welche Rechtsbeziehungen bestehen zu wem?
    Ich habe jeden einzeln beauftragt. Die Decke liegt in der Beauftragung des Rohbauers gemäss Ausführungsplanung des Architekten, Spachtelung der Fugen und Unebenheiten beseitigen liegt in der Beauftragung des Innenputzers.

    Bitte weitere Fragen stellen, wenn noch Informationen benötigt werden.

    Danke im Voraus!
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  6. #5

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    du wirst um einen sachverständigen nicht umhin kommen, der dir die rissursache untersucht und ergründet. per ferndiagnose ist so etwas schwierig. dazu müssen viele faktoren betrachtet werden.

    hat der statiker eine normale ortbetondecke geplant und gerechnet, der architekt diese ausgeschrieben, der bauunternehmer der den zuschlag erhalten hat, hat dir filigran angeboten und dir den preis der schalung ausgeredet als sparpotential. die deckenstatik wurde vom unternehmer auf filigransystem umgestellt. wer hat dann in welchem umfang was und wie geprüft? die ausführung der decken erfolgte unter welchen witterungsbedingungen? wurde die bewehrung kontrolliert und abgenommen?

    in allen punkten kann eine ursache der rissbildung enthalten sein oder aus allen punkten ergibt sich die ursache der rissbildung in der summe. dies kann nur vor ort untersucht werden.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von vOlli Beitrag anzeigen
    Es ist also so, dass die Decke reisst und an manchen Stellen die Spachtelmasse mit.
    Das kann schon mal nicht sein, ausser der Spachtel wäre aus Gummi. Wo die Decke reisst, muss der Spachtel auch reissen!

    Für mich stellt sich eher die Frage, ob es nicht viel mehr umgekeht ist. Der Spachtel reisst und manchmal sind da auch Risse in der Decke.
    Hat schon mal einer geprüft, ob alle Risse im Spachtel deckungsgleich im Beton weitergehen oder ob nur der Spachtel reisst?
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  8. #7
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von rolf a i b Beitrag anzeigen
    du wirst um einen sachverständigen nicht umhin kommen, der dir die rissursache untersucht und ergründet. per ferndiagnose ist so etwas schwierig. dazu müssen viele faktoren betrachtet werden.

    hat der statiker eine normale ortbetondecke geplant und gerechnet, der architekt diese ausgeschrieben, der bauunternehmer der den zuschlag erhalten hat, hat dir filigran angeboten und dir den preis der schalung ausgeredet als sparpotential. die deckenstatik wurde vom unternehmer auf filigransystem umgestellt. wer hat dann in welchem umfang was und wie geprüft? die ausführung der decken erfolgte unter welchen witterungsbedingungen? wurde die bewehrung kontrolliert und abgenommen?

    in allen punkten kann eine ursache der rissbildung enthalten sein oder aus allen punkten ergibt sich die ursache der rissbildung in der summe. dies kann nur vor ort untersucht werden.

    Alles lief, wie man mir vorschlug, nichts wurde irgendwie umgeplant.

    Architekt hat gezeichnet, Statiker berechnet, dann wurde ausgeschrieben, Rohbauer hat Zuschlag bekommen und geliefert.....

    Ich habe vielleicht jetzt doch sichtbare Fotos. Kommen jetzt sofort.
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  9. #8
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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Das kann schon mal nicht sein, ausser der Spachtel wäre aus Gummi. Wo die Decke reisst, muss der Spachtel auch reissen!

    Für mich stellt sich eher die Frage, ob es nicht viel mehr umgekeht ist. Der Spachtel reisst und manchmal sind da auch Risse in der Decke.
    Hat schon mal einer geprüft, ob alle Risse im Spachtel deckungsgleich im Beton weitergehen oder ob nur der Spachtel reisst?
    Ne. Ist wie beschrieben. Viele Risse, klein und fein, einige größere. Und an manchen Stellen reisst die Spachtelmasse mit, trotz Glasfasernetzes. Schau mal die Bilder, die gleich kommen.
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  10. #9
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    Hier ein paar Fotos der größten Risse. Einer durchzieht das komplette Zimmer vom Norden nach Süden, 4,2 m...

    Ich hoffe, dass das Hochladen funktioniert, da ich die Bilder hier nicht sehe.
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  11. #10
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    Linkliste mit Fotos - direkter Upload hat nicht funktioniert

    Riss, Gesamtlänge 4,20 m quer durchs Zimmer:

    http://img207.imageshack.us/img207/6...nreport322.jpg

    Beispiel aus dem Wohnzimmer:

    http://img820.imageshack.us/img820/1...nreport324.jpg

    Ich hätte gerne einen Rat, was wir tun sollen. Der Umzug steht kurz bevor, es sollte eigentlich gestrichen werden.....
    Der Bauleiter und alle anderen verharmlosen. Wohl gemerkt sagt jeder, dass sowas nicht normal sei.

    Bitte um Hilfe.
    Danke
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  12. #11
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    Zitat Zitat von rolf a i b Beitrag anzeigen
    du wirst um einen sachverständigen nicht umhin kommen, der dir die rissursache untersucht und ergründet. per ferndiagnose ist so etwas schwierig. dazu müssen viele faktoren betrachtet werden.
    so schnell sind wir wieder bei #3.
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  13. #12
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    Zitat Zitat von Carden, Mark Beitrag anzeigen
    so schnell sind wir wieder bei #3.
    wer bezahlt den?

    Kann ich die Kosten vom Rohbauer, zunächst einbehalten?

    Kann ich das Haus beziehen, welches Vorgehen wird sonst empfohlen.
    Es geht nicht nur darum Verursacherer oder Ursache herauszufinden, sondern auch darum, was man am gescheitesten tut. Die Sache wird sich ja sicherlich einige Monate hinziehen....
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  14. #13
    Avatar von coroner
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    mit #3 war das da gemeint:

    Zitat Zitat von Josef Beitrag anzeigen
    wurde die Decke geputzt ... wenn "ja" wie stark ist dieser Putz ??? ...
    bitte mal diesen Punkt gründlich beschreiben ansonsten wird das nix hier (!)
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Nö - ich meinte dann wohl #5
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  17. #15
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    Die Decke ist NICHT verputzt. Sie wurde verspachtelt vom Innenputzer.
    gespachtelt mit welchen Material ??? ... auch vorher grundiert ???

    gerade vollflächige Spachtelungen auf den Elementdecken haben es in sich
    wenn hier der Untergrund nicht gesäubert und grundiert wurde bzw. das
    falsche Material verwendet wurde sieht´s hernach aus wie auf den Bildern.

    aus der Ferne ist dies nicht zu lösen ... daß muss vor Ort geklärt werden (!)
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