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Einmessung des Gebäudes : Vermessungsingenieur notwendig ?

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  1. #1
    Ulli
    Gast

    Frage Einmessung des Gebäudes : Vermessungsingenieur notwendig ?

    Liebe Baukollegen,

    wir beabsichtigen in Kürze den Bau eines Einfamilienhauses in einem Neubaugebiet. Die Parzellen wurde vermessen und es existieren entsprechende Grenzsteine.

    Liegt es nun in der Verantwortung des Bauherren einen öffentlich bestellten Vermessungsingenieur für die Einmessung des Gebäudes zu beauftragen, oder kann diese Leistung auch vom Bauunternehmen erbracht werden ?

    Ist die Beauftragung eines Vermessungsingenieurs zu empfehlen, oder kann man sich das Geld sparen ?

    Wer ist für die Einmessung des Gebäudes verantwortlich : der Auftraggeber oder das Bauunternehmen ?

    Falls wir uns diese Investition sparen können, dann werden wir dies sicherlich auch tun. Wo würden dann die Risiken (falls überhaupt existent) liegen ?

    Vielen Dank im voraus für Eure Ratschläge.

    Beste Grüße,

    Ulli
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  2. Einmessung des Gebäudes : Vermessungsingenieur notwendig ?

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  3. #2
    MoRüBe
    Gast

    Bitte erst einmal die richtigen Begriffe verwenden....

    ... die Gebäudeeinmessung erfolgt über Vermesser. Seien es öffentlich bestellte, seien es die Katasterämter. Was Sie meinen ist die Gebäudeabsteckung zum Bau Ihres Hauses. Je nach Bundesland ist hierfür ein Vermesser erforderlich, kann aber auch das Bauunternehmen sein. Fakt ist, ein Teil des Honorars sparen Sie dann bei der Einmessung wieder ein, so daß man unter dem Strich irgendwo von 400 Euronen spricht. Dafür haben Sie dann eine erstklassige Leistung und sind sicher, auf dem richtigen Grundstück zu sein (nicht lachen, ist schon alles vorgekommen!). Wir sehen es immer wieder in den Baugebieten, wie sechs Leute planlos mit nem Bandmaß rumrennen. Ich würd mir das nicht antun....
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  4. #3
    Baufuchs
    Gast

    Zunächst

    das Risiko:
    -Grenzabstände werden nicht eingehalten
    Ob der Unternehmer das Risiko einer fehlerhaften Einmessung des Schnurgerüstes eingeht, liegt in seinem Ermessensbereich. Er wäre ggf. haftbar für Fehler beim Einmessen. Letzlich veranbtwortlich (wenn z.B. Unternehmer wegen Insolvenz nicht greifbar) sind Sie als Bauherr.
    Bei komplizierten Grenzverläufen wird der BU ohnehin auf Einmessung des Schnurgerüstes durch Vermessungsingenieur bestehen.
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  5. #4
    Bauexpertenforum
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    Kornwestheim
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    Bauingenieur
    Benutzertitelzusatz
    Nachdenken kostet extra.
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    5,636
    Und manchmal wird die Übergabe der Daten für das Katasteramt gefordert. -> Dann brauchen Sie eh einen "zugelassenen" Vermesser.
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  6. #5

    Registriert seit
    09.2005
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    Leipzig
    Beruf
    Bausachverständiger
    Beiträge
    381
    Hallo Ulli,

    ergänzend zum Geschriebenen:
    je nach dem was im Vertrag mit der Baufirma vereinbart ist, sind Sie oder die ausführende Baufirma für die Absteckung verantwortlich.
    Nach Baufertigstellung muß meiner Meinung nach das Gebäude zur Kontrolle, ob richtig gebaut, sowieso eingemessen werden.
    Was machen Sie, wenn Sie aus Kostengründen die Gebäudeabsteckung selber gemacht haben und das Haus steht am falschen Fleck???
    Das wird teuer!!!!!!!!

    Mit freundlichen Grüßen
    Schwabe
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  7. #6
    WA (aus Bau.de)
    Gast

    ich frage mich

    Ich frage mich immer, wie man Häuser überhaupt falsch einmessen kann.
    Dafür braucht man nur lesen (Pläne und Maßband sowie Grenzsteine) und plus-minus-rechnen können = Grundschulwissen...

    Gruß
    WA
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  8. #7

    Registriert seit
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    Hannover
    Beruf
    Architekt
    Beiträge
    34,325

    Grundschulwissen...

    beim Ritter-Sport Grundriss auf nem Milka Grundstück in der friesischen Tiefebene vielleicht.
    Aber mit Eckerkerchen auf Polygon mit Hanglage is ruckzuck endegelände mit Grundschulwissen (auch ohne Pisa), da brauchste als Nicht-Vermesser einen strammen Tag mit Geometrie im Fortgeschrittenen-Kurs. Und haften tuste auch noch. Ne Danke.
    MfG
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  9. #8

    Registriert seit
    06.2005
    Ort
    im hohen Norden
    Beruf
    Informatiker
    Benutzertitelzusatz
    ...das war schon so...
    Beiträge
    22
    Hihi, watt bin ich froh aufm Milka-Grundstück nen Rittersport-Grundriss hochzuziehen. Da reicht sogar ein Zollstock zum einmessen.
    Und trotzdem kommt der Vermesser. Allein schon der Haftung wegen. Uns sind nämlich 3 von 6 Vermessungspunkten abhanden gekommen (Grenzsteine gibts hier fast gar nicht).
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  10. #9
    Avatar von Ofi_geometer
    Registriert seit
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    Baden-Württemberg
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    Vermessungsingenieur (FH)
    Benutzertitelzusatz
    Gut - Besser - Vermesser
    Beiträge
    17

    Maßband

    Zitat Zitat von WA (aus Bau.de)
    Ich frage mich immer, wie man Häuser überhaupt falsch einmessen kann.
    Dafür braucht man nur lesen (Pläne und Maßband sowie Grenzsteine) und plus-minus-rechnen können = Grundschulwissen...

    Gruß
    WA
    Oh, oh, solche Aussagen sind aber mit vorsicht zu genießen...

    Es ist ja in den Beiträgen schon erwähnt worden, dass es neben Grenzabständen auch andere Dinge zu berücksichtigen gilt.
    -Wer sagt Ihnen, dass die Grenzzeichen richtig sind, wenn Sie diese
    nicht bei der Vermessung kontrollieren?
    Eine heutige moderne Vermessung registiert alle vermessenen Punkte,
    damit man im Streitfalle ein eindeutiges Protokoll vorlegen kann, dies
    dürfte bei der Meßbandmethode schwierig werden.

    Wie heißt es im Werbeslogan?
    Vielleicht hätte er jemand fragen sollen, der sich damit auskennt.
    Das hat sicherlich seine Berechtigung.
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  12. #10

    Registriert seit
    09.2005
    Ort
    Leipzig
    Beruf
    Bausachverständiger
    Beiträge
    381
    Hallo Ulli,

    hoffentlich haben Sie die Aussagen der letzten 3 Beiträge gelesen!!!
    Ich denke, das hat Sie überzeugt.

    Mfg
    Schwabe
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  13. #11

    Registriert seit
    09.2005
    Ort
    Baden-Württemberg
    Beruf
    Stuckateurmeister
    Beiträge
    914

    Fachmann

    Ganz so einfach kann es nicht sein, Maßband Zollstock usw.

    Mir ist noch ein "Erlebnis" gut in Erinnerung, wie ein gelernter Geometer (im öffentlichen Dienst tätig ) seine DHH selbst eingemessen hat. Beim Innenputz (im Zuge des Setzens der Eckwinkel) habe ich ihm (in Unwissenheit, dass er selbst verantwortlich war) gezeigt, dass das ganze Haus aus dem Winkel läuft und dass er dies bitte bei der Bodenbelagswahl beachten möchte.

    Später hat mir der BT-Bauleiter mit einem Grinsen und saurem Gesicht die story des Versuchs das Ganze nach dem Betonieren der Bodenplatte noch halbwegs zu retten erzählt... .Weil Rückbau wollte der BH natürlich auch nicht(bezahlen) *lol*
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