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  1. #1

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    VOB/B §4 Abs. 4

    Hallo,

    in der VOB/B steht unter §4 Abs. 4:

    Der Auftraggeber hat, wenn nichts anderes vereinbart ist, dem Auftragnehmer unentgeltlich zur Benutzung oder Mitbenutzung zu überlassen:
    1. die notwendigen Lager- und Arbeitsplätze auf der Baustelle,
    2. vorhandene Zufahrtswege und Anschlussgleise,
    3. vorhandene Anschlüsse für Wasser und Energie. Die Kosten für den Verbrauch und den Messer oder Zähler trägt der Auftragnehmer, mehrere Auftragnehmer tragen sie anteilig.

    Zu 3. Verbirgt sich hinter den "Kosten für den Verbrauch" Baustrom und -Wasser?
    Wenn ja, wie läuft dann die Umlage, wenn mehrere Gewerke gleichzeitig auf der Baustelle sind?

    Gruß,
    Gwenny
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  2. VOB/B §4 Abs. 4

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  3. #2

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    Moin

    Warum willste da übehaupt aufteilen? Zahlen musste das im Endeffekt sowieso.
    Wenn du das Aufteilst dann werden die Kosten dafür nur auf die Bauleistung umgelegt incl. den Ärger den du hast wer nun wieviel verbraucht hat und so weiter....
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  4. #3
    Bauexpertenforum
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    "mehrere Auftragnehmer tragen sie anteilig" bedeutet dass sie sich untereinander abstimmen oder auf eigene Kosten Zwischenzähler einbauen.

    Sofern es nicht um enorm hohen Verbrauch geht tut man sich aber nichts gutes, wenn man das zu pingelig sieht. Wenns nicht weh tut und es nicht um tausende Euros geht kann man das als AG bezahlen und gut ist.

    Bei öffentlichen Projekten geht man meist zwei (vertraglich geregelte) Wege:
    • AN bekommt nichts gestellt und muss sich um alles selbst kümmern
    • AN darf vorhandene Anschlüsse kostenlos nutzen und muss sich nur um die Verteilung auf der Baustelle kümmern
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  5. #4
    Baufuchs
    Gast
    Wenns nicht weh tut und es nicht um tausende Euros geht kann man das als AG bezahlen und gut ist.
    Kann man? Man wird es als AG immer zahlen, denn die AN rechnen es immer in ihre Preise ein.
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  6. #5

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    Gwenny - dazu sollte die VOB aber rechtswirksam vereinbart sein. .
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  7. #6
    Themenstarter

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    Warum muss ich das als AG zahlen? Klar rechnen AN irgendwelche Preise mit ein, die als Endverbraucher nicht nachvollziehbar sind, wie Werkstattwagenpauschale (die bei jedem anders hoch ist).

    Aber wenn ich jemand mit VOB/B beauftrage, steht der Gewerkspreis doch schon vorher fest. Somit habe ich laut §4 Abs. 4 das Recht, den AN die Verbrauchskosten (nachträglich) in Rechnung zu stellen.
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  8. #7
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Gwenny - dazu sollte die VOB aber rechtswirksam vereinbart sein. .
    Ich weiß. Deswegen frage ich euch hier ja auch Löcher in den Bauch
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Gwenny Beitrag anzeigen
    Somit habe ich laut §4 Abs. 4 das Recht, den AN die Verbrauchskosten (nachträglich) in Rechnung zu stellen.
    Blödsinn.
    Entweder wissen die Firmen bei der Preisgestaltung davon - dann kalkulieren sie es ein.
    Oder sie wissen nicht davon (dass Du es umlegen willst), dann müssen sie es auch nicht zahlen.

    Du gehst doch auch nicht in die Kneipe, bestellt ein Wiener Schnitzel mit Pommes und verlangst als Nachtisch einen gemischten Eisbecher für lau dazu mit der Begründung:
    Das Restaurant nebenan hat das im Preis mit drin!
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Gwenny Beitrag anzeigen
    Warum muss ich das als AG zahlen?
    Weil wie Baufuchs schon schrieb, dass wenns gemäß Vertrag der AN zu zahlen hat dann entspr. in den Preisen berücksichtigt ist; diese also entspr. höher sind als wenn der AG Strom und Wasser kostenfrei stellt.

    Ist also theoretisch ne 'Milchmädchenrechnung' ; rechte Tasche - linke Tasche.
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Gwenny - dazu sollte die VOB aber rechtswirksam vereinbart sein. .
    Zitat Zitat von Gwenny Beitrag anzeigen
    ...

    Aber wenn ich jemand mit VOB/B beauftrage, steht der Gewerkspreis doch schon vorher fest. ...
    Wenn du private Bauherrin bist, verrate mal dem Ralf, ob die z.B. die VOB ausgehändigt bekommen hast ... oder weshalb du der Meinung bist, sie ist wirksam vereinbart. Meist ist das nämlich nicht so ...
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  12. #11

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    meinst du jemandem, der per handschlag ein
    bauvorhaben besiegelt, dem wird noch die VOB ausgehändigt?

    ich jedenfalls kann nicht verstehen, wie blauäugig man sein kann,
    noch was das für eine baustelle sein soll...
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Baumal Beitrag anzeigen
    meinst du jemandem, der per handschlag ein
    bauvorhaben besiegelt, dem wird noch die VOB ausgehändigt?

    ...
    Nö, deshalb frag ich ja ....
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  14. #13
    Themenstarter

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    Verstehe ich nicht.

    Meine (laienhafte) Meinung: Wenn ich ein Gewerk beauftrage, dann kann ich entweder einen Werkvertrag, einen Vertrag nach VOB/B oder irgendetwas dazwischen vertraglich vereinbaren.
    Wenn nach VOB/B, dann steht der Gewerkspreis vorher fest. Da muss ich den AN doch nicht mitteilen, dass ich auf diesen Passus bestehe. Jeder kann die Bedingungen lesen und ich lese das oben schon gesagte daraus.

    Zur Klarstellung: Es geht mir hier nicht darum, Gewinner zu sein oder den Firmen eines auszuwischen oder eine Milchmädchenrechnung aufzustellen. Ich sehe bei diesem Passus aber die "Gefahr", dass eine unterschiedliche Bewertung seitens des AGs genauso wie des ANs entsteht. Was im Endeffekt zu Streit führen wird. Und wie man hier sieht, ich interpretiere das anders als Ihr. (WIll aber keinen Streit mit euch )

    @Baumal: Deine Antwort geht sicherlich um meinen anderen Thread. Hier ist die Fragestellung ganz anders.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Gwenny:
    Wenn in Deiner Ausschreibung dann bzgl. Strom- und Wasserkosten nix vermerkt ist, kalkulieren die Firmen entspr. VOB - sprich sie kalkulieren Strom und Wasser mit ein.

    Wenn Du reinschreibst, dass es Strom und Wasser bauseits gibt, dann kalkulieren die Firmen diese Kosten nicht mit ein und es wird entspr. günstiger - dafür zahlst Du den Strom direkt selber.

    So einfach ist das. Unterm Strich theoretisch die gleiche Summe.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Gwenny Beitrag anzeigen
    Meine (laienhafte) Meinung: Wenn ich ein Gewerk beauftrage, dann kann ich entweder einen Werkvertrag, einen Vertrag nach VOB/B oder irgendetwas dazwischen vertraglich vereinbaren.
    Alleine dieser Absatz zeigt, dass Du 0,00 Ahnung vom Vertragsrecht hast.

    Ein Crashkurs Bauvertragsrecht ist hier weder gewollt noch möglich.

    Also such Dir einen Baurechtsanwalt, der Deine Vertragsziele verschriftlicht, damit die Firmen das dann anerkennen können (oder es lassen)
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