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  1. #1

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    Kondenswasser an der Wand

    Hallo,

    ich habe hier anscheinend ein Problem mit Kondenswasser an der Wand.

    Und zwar bildeten sich die letzten Tage in einem neu verputzen Zimmer (Altbau in Sanierung) feuchte Flecken unten in einer Zimmerinnenecke.

    Ich bekam zuerst einen Schreck und dachte an aufsteigendes Wasser, aber weder das Aussehen der Flecke (einzelne isolierte Flecke), noch die weiteren baulichen Gegebenheiten schienen dazu zu passen.

    Ich habe dann mal den Putz etwas angekratzt und festgestellt, daß die Feuchte nur im obersten mm sitzt.
    Wir hatten die letzten Tage hier relativ warmes und etwas schwüles Wetter, die Wände des Hauses sind aber noch relativ kalt. Von daher könnte die Theorie Kondensation schon passen.
    Heute hatten wir deutlich kälteres, windiges Wetter und zack sind die Flecken verschwunden.

    Gut, Kondensation ist besser als aufsteigende Feuchtigkeit, aber was macht man im Endeffekt dagegen? Immer schön das Zimmer heizen?

    In der Übergangszeit heizen wir eigentlich gar nicht mehr, das Leben findet am Tag eh meist draußen statt - und abends wird allerhöchstens nochmal der Ofen im Wohnzimmer angeworfen.

    Da das Zimmer noch im Rohbau ist, könnte man jetzt auch noch bauliche Änderungen durchführen.

    Gruß,
    Martin
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  2. Kondenswasser an der Wand

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  3. #2
    Avatar von susannede
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    Luftfeuchte wie hoch weil frisch verputzt ?
    Konstruktive / geometrische Wärmebrücke - Außenwandecke ?
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo,

    nein, das Verputzen ist schon einige Monate her, die Mühlen mahlen eher langsam hier ;-)
    Gut, Luftfeuchte könnte man nochmal messen.

    Und es handelt sich um eine Innenecke (zur Mittelwand) - die Außenecken werden wahrscheinlich durch die warme Außenluft schnell genug erwärmt, daß es dort nicht kondensiert, aber zur Innenecke ist die Wärme von außen noch nicht vorgedrungen und deshalb kondensiert es da.

    Aber ich hatte an dem betreffenden Tag im Internet den aktuellen Taupunkt rausgesucht, der lag bei 14 Grad. Gut möglich, daß die Wand dort noch weniger als 14 Grad hatte.

    Gruß,
    Martin
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  5. #4
    Avatar von susannede
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    Immer schön das Zimmer heizen?
    hilft natürlich immer...

    Sind bei dem insgesamt eher mauen Heizverhalten (...kenn i...)
    denn noch verbessernde Maßnahmen hinsichtlich:

    - Außendämmung
    - Raum-Be- / Durchlüftung
    - Senkung der Luftfeuchte

    angedacht ?

    Dass es eine Innenecke ist, und die Außenecke (= die geometrische WB) problemfrei ist,
    muss schon irgendwelche Ursachen haben, die noch nicht offenbar sind.
    Material-Mix dort / aus was die Wandbildner dort ?
    Die Innenecke ist immer wärmer als die Außenwand-Ecke.
    Ausnahme: AW-Ecke voll auf Süd bei gutem Speichervermögen,
    IW-Ecke lagetechnisch total ungünstig und gut leitend, schlecht speichernd.
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  6. #5

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    nein, das Verputzen ist schon einige Monate her,
    hallo
    hast du da einen bautrockner eingesetzt?

    gruss aus de pfalz
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  7. #6

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    Innen kälter als Draußen (Kellerklima) ?
    Dann wäre Lüften kontraproduktiv.
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  8. #7
    Themenstarter

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    Hallo,

    warum sollte die Innenecke immer wärmer sein als die Außenecke?
    Wenn das Haus eine gewisse Temperatur hat und dann wird es draußen auf einmal deutlich wärmer, dann wärmt sich die Bausubstanz doch von außen nach innen durch. Folglich sind die am weitesten innen liegende Mauern der kälteste Punkt - und genau dort hat sich das Kondenswasser gezeigt.

    Lüften ist dann meiner Meinung auch eher kontraproduktiv - außer man lüftet so lange, bis die warme Außenluft die Mauer erwärmt hat...

    Die Frage ist, was macht man dagegen? Außer immer schön fein die Heizung laufen zu lassen?

    Gruß,
    Martin
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  9. #8

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    Zitat Zitat von susannede Beitrag anzeigen
    ...Die Innenecke ist immer wärmer als die Außenwand-Ecke....
    Trifft nur zu, unter der Annahme, dass es außen kälter als innen ist.
    Darum schrub ich ja vom Kellerklima.

    Unter diesen beschriebenen, nicht alltäglichen Bedingungen, gibts halt nur die Möglichkeit innen zu heizen, nicht zu lüften, wenns draussen wärmer als an der Wand ist oder eine Innenwanddämmung anzubringen.
    Ist schon sehr speziell....
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  10. #9
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    Hmm, so speziell finde ich das gar nicht. Solange, bis das Haus im Hochsommer richtig von außen durchgewärmt ist, habe ich oft den Zustand, daß (zumindest an Tagen mit gutem Wetter) es draußen wärmer ist als drinnen.

    Wenns draußen richtig schwül ist, kanns drinnen richtig klamm werden.

    Im Winter, wenn die Heizung bollert, ists schön trocken drinnen.
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  12. #10

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    Das ist ja alles gut und schön. Wems gefällt...

    Dann musst Du halt einfach die Kellerlüftungsregeln befolgen.
    Tags Türen und Fenster geschlossen und Nachts und bei Kälte lüften.
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  13. #11

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    Bei 14 Grad Wandtemperatur an einer Innenwand, dazu gehören ja dann auch die entsprechenden Raumtemperaturen, wäre meine Frau schon ins Hotel gezogen.
    Das Problem in der geschilderten Konstellation ist nur durch ausreichendes Heizen zu lösen, was soll ich an einer Innenwand, vor allem wogegen, dämmen???
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