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  1. #1

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    DHH: Schritte aus dem Nachbarhaus

    Hallo,
    schön dass es dieses Forum gibt, dies ist mein erster Beitrag hier.

    Wir haben eine Doppelhaus gebaut. Bei der Planung und Ausführung wurde viel Wert auf Schallschutz gelegt.
    Im Bauvertrag wurde vereinbart: "Schallschutz nach DIN 4109 Beiblatt 2 für den Bereich der Kommunwand"
    Die Bodenplatte wurde geteilt ausgeführt, die Kommunwand ist zweischalig und geht ganz rauf bis zum Dach.
    Ach ja, es wurde ein spezieller hohler Stein für die Kommunwand verwendet, der immer mit Beton vom Kran aus verfüllt wurde. Da hing so ein Tail dran, wird das nicht Betonbombe genannt?
    Zwischen den Häusern wurden 2 Lagen Mineralfaserplatten verlegt.

    So, wird dachten, dass müsste doch optimal sein.
    Man hört auch von drüben nichts durch, also zumindest keinen Luftschall.
    ABER: wir hören leider die Schritte von drüben recht deutlich durch.
    Ist das normal?
    Woran kann sowas liegen?

    Vielen Dank, falls jemand Tips hat!
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  2. DHH: Schritte aus dem Nachbarhaus

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  3. #2

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    Normal ist das nicht. Eine Möglichkeit kann sein, daß beim Aufmauern nicht ganz sauber gearbeitet wurde und evtl. Mörtel/ beton in die Bauwerksfuge geraten ist. Kommt es zu einem Kontakt zw. den Wandschalen hätte man quasi einen "Kurzschluß".
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  4. #3
    Avatar von Flocke
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    Es genügen kleinste Teilchen die in die Trennfuge geraten sind. Der Effekt ist wie bei einem Dosentelefon. Leider wird hier oftmals schlmpig gearbeitet oder jemanden ist versehentlich ein stück Stein in die Trennfuge gefallen. Bei Holzhäusern ist es gerne mal ein Stück Latte.
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  5. #4
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    Danke für euere Antworten!

    An sich haben wir da schon immer sehr genau hingesehen, dass dort ja keine Schallbrücken entstehen. An sich wurde schon sauber gearbeitet, andererseits waren wir natürlich auch nicht rund um die Uhr auf der Baustelle und der Architekt auch nicht...

    Nun hat mir jemand gesagt, dass der Betonverfüllziegel zwar super gut gegen Luftschall hilft, bei Trittschall aber sogar schlechter ist. Stimmt das?

    Wir haben noch nie was anderes von drüben gehört, als Trittschall, totz Parties, Baby, etc...
    Den Trittschall dafür aber recht deutlich. Irgendwie geht das in meinem Kopf nicht zusammen, dass man das eine überhaupt nicht, das andere aber dafür deutlich hört.
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  6. #5

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    Verfüllziegel = Masse. Masse mittels Luftschall in bewehung (Schwingung) zu versetzen ist schwierig. Mittels Trittschall natürlich leichter. Noch leichter wäre es mit einem leichteren Stein.

    Egal ob nun der Schall von der Treppe in die nachbarliche Wand gut eingeleitet werden kann, eigentlich dürfte mangels einer Verbindung zu Euch dort (bei Euch) gar nicht ankommen. Das wiederum läßt vermuten, daß es eine solche Verbindung evtl. doch gibt....
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  7. #6
    Themenstarter

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    Danke für die Antwort!

    Nur: Die Kommunwand ist gar nicht vermörtelt worden, weil die Ziegel miteinander verzahnt sind. Also kein Mörtel, aber Beton.

    Wie soll ich da nun weiter vorgehen?
    Die Abnahme ist schon erfolgt. Die Schallproblematik zeigte sich natürlich erst nach dem Einzug.
    Gerade höre ich die Schritte auch wieder "bumm, bumm, bumm"

    Ich sollte vielleicht noch dazu sagen, dass wir eine Betontreppe haben, der Nachbar aber eine Stahl-Holztreppe. Der Nachbar hat aber auch die DIN 4109 Beiblatt 2 in seinem Bauvertrag drin. Wir haben beide den identischen Bauvertrag, weil das Doppelhaus in einem Zuge von der gleichen Firma gebaut worden ist.

    Ich bin aber fast sicher, dass wir nicht die Treppe durchhören, sondern die Schritte auf dem Boden.

    Deshalb nun meine Frage:
    Wieviel darf man in einem Doppelhaus nach DIN 4109 Beiblatt 2 durchhören?
    Es heißt da etwas von 67dB Schalldämmaß.

    Was sagt die Erfahrung, wieviel man dann da noch durchhört?
    Wieviel Trittschall ist erlaubt?

    Wir haben die DIN 4109 Beiblatt 2 allerdings nur für den Bereich der Kommunwand vereinbart.
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  8. #7

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    Wie sind denn die Betondecken von einander getrennt betoniert worden? Gibts davon Bilder?
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  9. #8
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    Hier ein Bild von der Kellerdecke:

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  10. #9

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    Jaja - genau DAS hab ich geahnt. Mineralwolldämmung als "Randschalung"

    Da hast Du Deine Schallbrücken! Die Decken gehören ordentlich geschalt und die Dämmung kommt erst nach dem Ausschalen vorm Mauern da rein.
    Aber DAS macht ja Arbeit.

    Ne, da lassen wir lieber die Schlämpe schön in die MiWo laufen.

    Mit den Füssen am Kran hochziehen und mit der neunschwänzigen Katze den *piep* versohlen ist noch zu gnädig dafür!
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  11. #10

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    Ich habe ein ähnliches Bild von unserer Kommuenwand, hier wird von den Baufirmen richtig geschlammpt.
    Ich habe es von TÜV dokumentieren lassen, nun hat die Baufirma das Problem, wie sie dies nach Fertigstellung wieder bereinigen und korrigieren kann.

    Gibt es Verfahren zum nachträglichen Trennen der beiden Haushälften?
    Was sind die geschätzten Kosten hierfür?

    Ich möchte damit abschätzen, wieviel ich von der Baufirma an Geld zurückhalten kann als Schadensersatz.

    Hat hier jemand schon Erfahrung gemacht und sowas mal geschätzt?

    Vielen Dank
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  12. #11
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    @Ralf:
    vielen Dank für Dein sicheres Urteil! Wow, ein Blick drauf und schon klar was los ist, da schreibt der echte Kenner!

    Ich hatte auch noch Bilder von oberen Stockwerken, da war es noch deutlicher, so dass es wir selber während der Rohbauphase beanstandet haben. Dann wurde dort auch nachgebessert.
    Anbei erst noch mal eine nähere Ansicht der Trennfuge der Kellerdecke:



    und von oben:



    @Ralf: Bestätigt das Deinen Verdacht?
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  13. #12

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    Zitat Zitat von st044180 Beitrag anzeigen
    Gibt es Verfahren zum nachträglichen Trennen der beiden Haushälften?
    Ja, z.B. Sägen (mit diamantbesetztem Seil).

    Was sind die geschätzten Kosten hierfür?
    Teuer...
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  14. #13
    Themenstarter

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    Da nun Dank dieses Forums und Ralf Dühlmeyers Kennerblick die Ursache feststehen dürfte, haben mein Mann und ich ausgiebeig recherchiert.
    Dabei sind wir darauf gestoßen, dass Schallmessungen meistens erst bei 50 Hz beginnen, dass aber die Schritte Schwingungen auslösen die viel tiefer liegen, also von so einer Messung gar nicht erfasst werden.
    Es ist also zu befürchten, dass wir jetzt bei einer Messung, die unseren Recherchen nach ca. EUR 1000.- kosten wird, ohne sinnvolles Ergebnis dastehen könnten, weil in dem gemessenen Bereich alles ok sein dürfte. Wir haben ja noch nie etwas anderes als Schritte, Hammer oder Bohrmaschine durchgehört.

    -Muss dann der Bauträger nachbessern, oder heißt es in so einem Fall: Pech gehabt.
    -Steht in der DIN 4109 Beiblatt 2 etwas zu Trittschall von DHH zu DHH?
    -Muß der Mangel, MiWo als Schlung mißbraucht zu haben, beseitigt werden, weil das so nicht zulässig ist, oder nur dann, wenn eine Messung das ergibt?

    Wäre echt super, wenn hier jemand etwas dazu wüsste!
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  16. #14
    Themenstarter

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    Hier noch die Bilder von der Decke über EG.
    Dort ist es uns selber aufgefallen, dass das nicht passen kann. Daher haben wir den Mangel beanstandet und angeblich wurde hier auch nachgebessert.
    Ursprünglich sah es da so aus:







    -Steht in der DIN 4109 Beiblatt 2 etwas zu Trittschall von DHH zu DHH?
    -Muß der Mangel, MiWo als Schlung mißbraucht zu haben, beseitigt werden, weil das so nicht zulässig ist, oder nur dann, wenn eine Messung das ergibt?

    Wäre echt super, wenn hier jemand etwas dazu wüsste!
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  17. #15
    Themenstarter

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    Hallo,

    keine Ahnung, ob es möglich ist, an einem Brückentag wie dem heutigen überhaupt eine Antwort hier zu bekommen, aber falls jemand eine Idee hat, vor allem zu meinen letzten Bildern und den letzten beiden Fragen, dann wäre ich echt sehr froh und dankbar.

    Viele Grüße
    Corinna
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