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  1. #1

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    1939er Ziegel-Altbau mit feuchtem Keller

    Hallo Forum,

    seit langer Zeit lese ich immer mal wieder mit, aber heute benötige ich selber Hilfe. Wir möchten einen Altbau von 1939 kaufen. Das Haus besteht aus Ziegel, der Keller ist ringsherum ca. 1,5 meter in der Erde.
    Bei allen Aussenwänden fällt quasi der Deckputz ab, aber direkte Feuchte kann ich nicht fühlen. Ausser an ein paar Ecken meine ich es ist etwas feucht. Der Besitzer meint das der Keller, je nach Witterung, innen beschlägt, und die Schäden daher stammen. Was meint ihr ? Ich meine das ein teil der Feuchte von aussen kommt. Mein Plan wäre, draussen auszuschachten und abzudichten, aber wie ? Gab es 1939 noch keine Horizontalsperre ? Kann es sein Feuchte von unten aufsteigt ? Anbei ein paar Bilder, denn die sagen mehr wie tausend Worte:IMG_8712.jpgIMG_8713.jpgIMG_8714.jpgIMG_8717.jpgIMG_8718.jpgIMG_9328.jpg

    Vielen Dank für eure Unterstützung und Gruss aus dem Ruhrpott
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  2. 1939er Ziegel-Altbau mit feuchtem Keller

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Das Haus meiner Eltern wurde 1938 gebaut, Keller aus Bruchstein / Wesersandstein. Die Wände waren mehr oder weniger feucht. Kartoffeln hielten sich im Keller bis zum Mai-Juni des Folgejahres, Gemüse teilweise auch; Eingemachtes in Gläsern sowieso, selbst Konservendosen überstanden ein Jahr. Wir haben zwar bei Isolierungen eine Lage Dachpappe sehr weit unten gefunden; aber ob die wirklich noch funktioniert? Nach 25 Jahren habe ich lediglich dafür gesorgt, dass von außen kein drückendes Wasser an diese Wände heran kam. Sicher ist dieser Keller nicht mit dem zu vergleichen, was vor etwa 10 Jahren als Beton-Fertigkeller mit Kerndämmung hingestellt wurde. In dem Keller kann man auch wohnen - der Keller von 1938 ist und bleibt ein Keller!
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  4. #3
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    Ok das stimmt, ich will nur Sichergehen das wir kein Haus mit einem groben Baumangel kaufen. Ich denke mal das wir die 1,5 m ausschachten und aussen eine Drainage legen, sowie den Ziegel abdichten. Macht das abdichten Sinn und womit soll es gemacht werden ??
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  5. #4

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    Zitat Zitat von ackerbauer77 Beitrag anzeigen
    Ok das stimmt, ich will nur Sichergehen das wir kein Haus mit einem groben Baumangel kaufen. Ich denke mal das wir die 1,5 m ausschachten und aussen eine Drainage legen, sowie den Ziegel abdichten. Macht das abdichten Sinn und womit soll es gemacht werden ??
    Ob das Sinn macht, kann wohl nur ein Fachmann vor Ort beurteilen. Die Häuser wurden damals so gebaut, daß der Keller eben ein Keller zur Lagerung von Lebensmitteln war. Wenn kein richtiges Feuchteproblem vorliegt würde ich das so belassen. Komplett trocken wirst Du einen solchen Keller sowieso nicht kriegen. Unter Umständen holst Du Dir durch die Aufgraberei und Abdichterei erst Recht Probleme.
    Ich habe einen ähnlichen Keller und der bleibt so wie er ist. Wen sowas stört, der sollte ein solches Haus nicht kaufen.

    Gruß
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  6. #5

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    Ich bin auch nicht dafür außen aufzugraben, denn...
    Welche Abdichtungsarbeiten sind im Keller machbar/notwendig?
    Immer wieder gibt es heftige Diskussionen welche Abdichtungsarbeiten im Keller notwendig sind.
    .
    XXX
    Geändert von JamesTKirk (02.06.2012 um 14:23 Uhr) Grund: Werbung für eigenes Abdichtungssystem ... bitte NUB beachten !!!
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  7. #6

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    ..was ich nicht verstehe ist, dass ich seit fast zwei Jahren keine ausführende Firma mehr habe und die von mir gemachten Erfahrung als Werbung abgetan wird.
    Wie kann man so betroffenen Menschen helfen?
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  8. #7
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    Danke für eure Hilfe. Das Haus ist gekauft :-)
    Was mich noch interessiert: Die Vorbesitzer meinen, wenn es draussen schwül und warm ist, das die Kellerwände dann nach und nach, von der letzten Kellerecke angefangen bis hin zur Kellertür ( die die Vorbesitzer dann schon immer prophylaktisch immer bei solchen Wtter möglichst den ganzen Tag sperrweitauf lassen) ziemlich feucht werden, also beschlagen! Wie kommt das ? Ich denke ja das liegt daran das die Wände kühl sind (Stehen ja aussen in der Erde) und die warme Aussenluft daran kondensiert. Daher wollte ich versuchen die Wand von aussen erstmal zu isolieren (Anstrich) und evtl. zusätzlich zu dämmen, um die Temperatur des Mauerwerks hoch zu kriegen.
    Könnte das klappen ?? Da wir berufstätig sind können wir ja nicht ewig im Sommer, wie die Vorbesitzer, den ganzen Tag die Kellertür offen lassen. Woran ich auch schon gedacht habe; In dem besonders anfälligen Kellerbereich einen Lüfter zu installieren der für Zirkulation nach aussen sorgt!
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  9. #8

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    Man könnte auch einfach den Unfug mit dem Lüften des Kellers im Sommer sein lassen!
    Damit schafft man sich das Kondensatproblem nämlich erst...

    Solche Keller nur im Winter lüften (oder sommers in kalten Nächten).
    Ansonsten Türen und Fenster ZU!!!
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  10. #9
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    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Man könnte auch einfach den Unfug mit dem Lüften des Kellers im Sommer sein lassen!
    Damit schafft man sich das Kondensatproblem nämlich erst...

    Solche Keller nur im Winter lüften (oder sommers in kalten Nächten).
    Ansonsten Türen und Fenster ZU!!!

    Daran habe ich auch schon gedacht, das die Maßnahme mit den Türen auf falsch ist. Hmmm.werde wohl probieren müssen was besser ist!
    Dazu werde ich von innen an allen Kellerwänden welche Aussenwände sind, den eh schon bereits porösen bröckeligen Putz abschlagen, das nur noch der rote Ziegel sichtbar ist, so hat das Mauerwerk denk ich mehr Möglichkeit zu atmen. Oder würde ein "Sanierputz'" sinn machen ?
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  12. #10

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    wir nennen das "Sommerkondensation". Im Sommer, wenn überhaupt, nur nachts oder in den frühen Morgenstunden wenig lüften.
    Im Winter eher kräftig lüften.

    unabhängig davon glaube ich nicht, dass die Schäden allein hiervon kommen. Einen für heutige Maßstäbe unzureichende Abdichtung würde ich vermuten.
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  13. #11

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    ...den Putz abnehmen und somit die Feuchte noch mehr anreichern?
    Sanierputz im Keller ist auch nicht das richtige "Saniermittel".
    Es kommt eher zu einer Zunahme der Feuchte durch die gute Damfdurchlässigkeit.
    Sanierputz ist entwickelt worden - um nach einer Abdichtung sowohl die Salze als auch die Feuchte ohne Schaden aufzunehmen.
    Auf einer feuchten Wand im Keller ist dieser Putz nicht lange geeignet.
    Das mit dem lüften ist so eine Sache von der vieles abhängt. Zwar wäre die Feuchte in der Luft in der kalten Zeit "trockener" jedoch warum sollen die Kellerdecken abgekühlt werden?
    Ich habe in meinem Keller noch nie gelüftet - weder Sommer noch Winter aber bei mir läuft seit 1983 ein Luftentfeuchter.
    Zur Zeit - da es sehr feucht ist - mehrere Stunden am Tag.
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