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Baufirma hat sich verkalkuliert und will vom Vertrag zurücktreten

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  1. #1

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    Frage Baufirma hat sich verkalkuliert und will vom Vertrag zurücktreten

    Kurze Vorgeschichte:

    Wir woll(t)en unser Haus von einen nicht gerade kleinen Bauunternehmen (ca. 250-300 Häuser pro Jahr) bauen lassen. Im März wurden die Preisverhandlungen durchgeführt und nachdem wir ein gutes (unserer Meinung reelles Angebot) bekommen haben, haben wir Ende März den Werkvertrag unterschrieben.

    Da wir noch Änderungswünsche hatten (Zahlungsplan, etc) haben wir diese wie abgesprochen im Werkvertrag notiert und diesen dann beim Bauunternehmen abgegeben. Dieses wollte die Änderungen Prüfen und dann bestätigen.

    Währenddessen ging die Bauplanung weiter und letzte Woche sollte der erste Termin mit dem Bauleiter sein. Wieder erwarten war bei dem Termin nur unser "Verkäufer" anwesend, der uns dann gleich eröffnet hat, das sie leider nicht mit uns bauen können, die Firmen-Zentrale hätte den Vertrag nicht (zum vereinbarten Preis) bestätigt. Deren neue Kalkulation ist ca. 20.000 EUR höher und er empfiehlt uns vom Vertrag zurückzutreten.

    Wir waren ziemlich geschockt und haben den Termin vertagt.

    Das ist doch der Hammer? Kommt so etwas öfters vor?

    Auch wenn wir zum Glück noch keine Zahlung geleistet haben, sind ja dennoch bei uns Kosten (z.B. Fahrtkosten) entstanden, von der Zeit gar nicht zu reden.

    Und warum möchte der "Verkäufer" das wir kündigen? Hat er sich gegenüber seinem Mutterunternehmen verkalkuliert? Haben wir oder hat das Bauunternehmen dann noch irgendwelche Ansprüche? (P.S. gemäß der Forenregeln möchte ich keine Rechtsberatung)

    Oder ist das eine (fiese) Masche um den Preis zu erhöhen?

    Was sehr doof wäre, da das Vertrauensverhältnis zerstört ist.
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  2. Baufirma hat sich verkalkuliert und will vom Vertrag zurücktreten

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  3. #2
    Avatar von Hessekopp
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    Moin,

    Ihr habt doch einen Vertrag - richtig? Was steht da drin bzgl. Kündigung? Ist mit Sicherheit eine Masche, damit die andere Partei günstig aussteigen kann. Bei eigener Kündigung oder Rücktritt stehst Du eventuell dumm da. Also, Vertrag prüfen. Das kann sin Anwalt sicher besser machen.

    viele Grüße

    Heiko
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  4. #3

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    Ihr könnt mit dem Handelsvertreter warscheinlich gar kein Geschäft machen. Es müssen die Verträge in der Zentrale angenommen werden sonst sind die nicht gültig...

    Abmarsch zum Rechtsanwalt und prüfen lassen...

    Aber ich bin mir sicher: Wenn ihr mit denen baut werdet ihr die Kohle die jetzt der Bau mehr kostet brauchen, die werden über Nachträge gucken was sich noch retten lässt...
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  5. #4
    MoRüBe
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    Vorsicht mit Eurer Kündigung! Der Handels-Otto kann Euch viel erzählen, im Himmel ist Jahrmarkt und so Euer Ansprechpartner ist der, der auf dem unterschriebenen Werkvertrag steht. Vielleicht weiß der gar nix davon, was sein Lui macht.

    Da kann man nur Holgers Rat beherzigen: ab zum Anwalt.
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  6. #5
    wasweissich
    Gast
    Dieses wollte die Änderungen Prüfen und dann bestätigen.
    wenn ich es richtig lese , gibt es "nur" ein angebot und einen vom auftraggeber geänderten und unterschriebenen werkvertrag . der AN hat die änderungen noch nicht bestätigt / den werkvertrag seinerseits unterschrieben .

    also würde eine kündigung entfallen ....

    der anwalt hätte schon vorher lesen müssen .... und jetzt erst recht .
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  7. #6

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    Völlig normal das die Verträge angenommen werden müssen...

    Vorher sind die nicht gültig!

    Es ist anders als wenn man mit einem Handwerker vor Ort einen Vertrag abschließt, der Handelsvertreter vermittelt die Verträge und die müssen von beiden Seiten angenommen werden.

    Aaaber :wenn du jetzt kündigst kann es sein das du die Anzahlung trotzdem leisten musst als Abstandsgebühr! Du hast da gerade eventuell eine riesengroße Falle vor dir! Ganz große Obacht und defintiv zum Anwalt! Abstandsgebühren bewegen sich oft so im bereich von 15% der Bausumme...



    Gruß Holger
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  8. #7

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    Der TE sollte mal schreiben was nun wie unterschrieben vorliegt.
    Werkvertrag von beiden Seiten unterschrieben oder nur vom Bauherrn? Was sind das für nachträglich geänderte Kommentare/ Bedingungen? Viele Dinge wo ein Baulaie meint, dass das doch 'nix' kostet, kann u.U. schon ein nicht unerheblicher Kostenfaktor sein.... z.B. geänderte Termine.


    Abstandsgebühren bewegen sich oft so im bereich von 15% der Bausumme...
    Hmmm...halte ich jetzt mal für zu hoch; unter der Voraussetzung, dass die Hausbaufirma noch keine nennenswerte Kosten wie z.B. Planungsleistungen, Vorfertigungen, Baustelleneinrichtungen, etc. hatte. Und so scheint es ja zum jetzigen Zeitpunkt noch zu sein.

    (Möchte aber mit dem Statement nicht zwingend dem TE den Anwalt ausreden.)
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  9. #8
    Baufuchs
    Gast
    @RMartin

    Zitat Zitat von NemoN
    Da wir noch Änderungswünsche hatten (Zahlungsplan, etc) haben wir diese wie abgesprochen im Werkvertrag notiert und diesen dann beim Bauunternehmen abgegeben.
    Ist das übliche Verfahren.

    Da gibts ein Standardvertragsmuster, welches der Verkäufer (i.d.R. Handelsvertreter) seinem Unternehmen zur Genehmigung und Annahme vorlegen muss.
    Standardvertrag wurde mit vom Bauherren gewünschten Änderungen dem Unternehmen vorgelegt, dieses hat den Vertrag (das Angbeot zum Abschluss eines Vertrages) aber nicht angenomen.

    Entwas ungewöhnlich ist, dass da kein Ablehnungsschreiben vom Unternehmen an den Bauherren gegangen ist, sondern nur der Verkäufer mündlich erklärt hat "Unternehmer nimmt Vertrag nicht an".

    Warum allerdings der Fragesteller aufgefordert wurde, einen Vertrag zu kündigen, der wegen fehlender Annahme gar nicht zustande gekommen ist, ist merkwürdig.

    Was, wenn das Unternehmen, welches sich bisher schriftlich gegenüber dem Fragesteller nicht geäußert hat, nach der Kündigung plötzlich erklärt "haben den Vertrag zwischenzeitlich angenommen, nun zahl mal Stornogebühr"?

    Deshalb:
    Auf jeden Fall zum Anwalt.
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  11. #9
    MoRüBe
    Gast
    Na ja, wenn der Vertrag seitens des TE gekündigt wird, dann heißt es entgangener Gewinn abzüglich ersparter Aufwendungen.

    Nur, wir rätseln doch hier rum, wie RM schon richtig schrub.
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  12. #10

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    Wieso hab ich den Eindruck, es handelt sich um eine in den Immobilienseiten sehr präsente Firma. Ich wollte von einem Vertreter mal wissen wie die Sache so ausschaut, wenn ich einen eigenen Planer und Statiker, Energieberater das Haus durchrechnen lasse. Nun die Antwort fiel schon recht ernüchternd aus, wird schlichtweg abgelehnt. Hier liegt wohl das maximale Schönrechnen von Statik und Energienachweis zugrunde.
    Ich finde auch diese rundum-alles paletti-sorglos-was-auch-immer-Pakete sehr gut. Unnützes Blendwerk.

    Wie die Vorredner schon sagten, Anwalt.
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