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  1. #1
    Avatar von Masterstudent
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    Gewichtszunahme bei Mauerwerkstrocknung

    Hallo Kollegen und Kolleginnen, ich habe folgendes Problem: Ich schreibe gerade an meiner Masterarbeit mit dem Thema: "Erstellung eines Sanierungskonzeptes mit grober Kostenschätzung an einer Schule". Ich habe im Kellergeschoss der Schule Salzausblühungen gefunden. Anhand von Bohrmehlproben war meine Absicht den Feuchtegehalt des Mauerwerkes zu bestimmen. Was mich jetzt verwirrt ist, dass manche Proben an Masse zugenommen haben und manche abgenommen haben. Liegt das an den Salzen oder hat jemand eine andere Idee? Ist das überhaupt möglich? Habe schon Angst, dass ich irgendwas falsch gemacht habe, was ich mir eigentlich auch nicht vorstellen kann.
    Danke schon einmal im Voraus.
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  2. Gewichtszunahme bei Mauerwerkstrocknung

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  3. #2

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    Du hast sschon einen Logikfehler im Ansatz. Fass mal bitte unmittelbar nach dem Bohren den Bohrer an. (Aber vorsichtig).

    Durch die Reibungshitze (nicht nur Wärme) darrst Du das Bohrmehl schon teilweise.

    Danach bleibt die Frage, wie Du Dein Mehl getrocknet hast. In einem Darrschrank oder wie sonst (Backofen?)
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  4. #3

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    Ach noch was. An Masse zugenommen - wie verwendest Du diesen Begriff. Masse = Gewicht oder Masse = Volumen?
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  5. #4
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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    An Masse zugenommen - wie verwendest Du diesen Begriff. Masse = Gewicht oder Masse = Volumen?
    Mit Masse meine ich das Gewicht.
    Ich habe die Proben bei uns in der Hochschule in einem Trocknungsschrank trocknen lassen. Der Ansatz mit dem Bohrer ist nicht schlecht.
    Kann es sein, dass ich zu wenig Proben genommen habe? Meine Proben belaufen sich so zwischen 5 und 20 Gramm. Ein Komillitone hat zwischen 40 und 60 Gramm.
    Da die Schule aber noch genutzt wird, wollte ich nicht so große Löcher in die Wand "hämmern". Somit fielen meine Proben rellativ "dünn" aus.
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  6. #5
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    Ach und nochwas. Selbst wenn der Bohrer schon das Bohrmehl trocknet und ich dann im Labor die erste Analyse des Gewichtes mache, dürfte es doch nach dem Trocknen nicht mehr zunhemen. Ich hoffe ich habe mich verständlich ausgedrückt: Der Bohrer trocknet zwar schon vorher, aber ich wiege ja die vom Bohrer getrocknete Probe als Ausgangsgewicht und Tage später nochmal!
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  7. #6

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    Die Gewichtszunahme der Proben nach dem Trocknen korreliert mit der Salzkonzentration.
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  8. #7
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    Zitat Zitat von DirkZ1 Beitrag anzeigen
    Die Gewichtszunahme der Proben nach dem Trocknen korreliert mit der Salzkonzentration.
    Super, sowas habe ich gehofft. Wie kann ich mir das Vorstellen?
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  9. #8

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    Wenn das Zeug salzig ist, bindet es Feuchtigkeit aus der Luft, das Gewicht nimmt zu.
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  10. #9

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    Ähhh - Du hast gelesen, dass es um eine Gewichtszunahme nach dem Darren (Trocknen bei 105° C) gegenüber vorher geht???
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  11. #10

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    Ja, aber beachte die Zeiträume, die genannt sind.
    In der Wann - feucht
    Nach dem bohren trockener, 1. Messung.
    Dann darren, nächste Messung
    und dann Tage später (siehe Post #5) wieder eine Messung.
    Das eine getrocknete Probe mit der Zeit wieder feucht wird ist normal.

    Sinvollere Antworten gibts bei genauerer Angabe zu den Zeitpunkten der Messungen und den Ergebnissen.
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  12. #11

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    Eine Massenzunahme von Proben beim Tocknen im Trockenschrank bei 105 °C ist eigentlich nicht möglich.

    Eigentlich auch egal wie heiß der Bohrer war.
    Ralf hat zwar recht, daß die Ergebnisse durch einen heißen Bohrer verfälscht werden können, aber eine Massenzunahme nach Trocknung ist auch damit nicht zu erklären.

    Wenn die Massenzunahme tatsächlich im Trockenschrank passiert ist, kann es nur eine Kreuzkontamination von anderen im Schrank befindlichen Proben sein. Alles Andere ist physikalisch unmöglich.
    Ansonsten bleibt nur ein Ansatzfehler (Ausgangsmasse falsch bestimmt, Fehlertoleranzen der Waage nicht ausreichend beachtet etc.)

    Wenn Du die Möglichkeit hast, mache Blindversuche.
    Nimm drei Proben mit möglichst großer Gesamtmasse (je größer die Probe umso geringer der Toleranzfehler), jedoch ohne die Schule abzureißen
    1. Probe: in der Schule im gleichen Raum belassen
    2. Probe: in der Hochschule im Labor, in dem auch der Trockenschrtank steht, lagern
    3. Probe: xx Stunden (wieviel Ihr sonst halt so macht) bei 105 °C im Trockenschrank trocknen

    Darauf achten, daß keine andere Probe im Trokenschrank ist. Wenn Du Probe 3 aus dem Trockenschrank holst, alle drei Proben sehr zeitnah wiegen.
    Damit solltest Du alle Fehlerquellen eingekreist haben. Zumindest diejenigen der Probennachbehandlung, bei der Probennahme müsstest Du Dir was überlegen - aber dafür bin ich der falsche Ansprechpartner.
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  13. #12

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    Zitat Zitat von ralph12345 Beitrag anzeigen
    Ja, aber beachte die Zeiträume, die genannt sind.
    In der Wann - feucht
    Nach dem bohren trockener, 1. Messung.
    Dann darren, nächste Messung
    und dann Tage später (siehe Post #5) wieder eine Messung.
    Das eine getrocknete Probe mit der Zeit wieder feucht wird ist normal.

    Sinvollere Antworten gibts bei genauerer Angabe zu den Zeitpunkten der Messungen und den Ergebnissen.
    Ich habe das mit "Tage später" so verstanden:
    Probe wird gebohrt und verwogen, dann ins Labor transportiert und verwogen, dann tagelang getrocknet und direkt nach dem Trocknen nochmal verwogen.

    Und da kann eigentlich das letzte Wiegen nicht die höchste Masse ergeben.
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  14. #13

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    Mehr Input -> Weniger Interpretation -> Mehr brauchbarer Output.
    Das hier
    Was mich jetzt verwirrt ist, dass manche Proben an Masse zugenommen haben und manche abgenommen haben.
    ist zuwenig.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von DerDickeWilly Beitrag anzeigen
    Eine Massenzunahme von Proben beim Tocknen im Trockenschrank bei 105 °C ist eigentlich nicht möglich.
    Glaub ich nicht. Ich glaube nicht, dass die hygroskopische Wirkung der versch. "Mauersalze" durch die Erhitzung auf 105°C verschwindet oder schwächer wird (vgl. Regenerierung Silicagel).
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  17. #15

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    blöd, dass nicht editieren kann:
    Da die hygroskopische Wirkung der Salze immer noch vorhanden ist und die Probe(n) luftdicht verschlossen sind (sein sollen), ist die Gewichtszunahme ein Wunder. Oder langweiliger: ein Verfahrensfehler des TE bei der Bestimmung des Wassergehalts.
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