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eingebettetem Armierungsgewebe "Ja" oder "Nein"

Diskutiere eingebettetem Armierungsgewebe "Ja" oder "Nein" im Forum Außenwände / Fassaden auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Frage eingebettetem Armierungsgewebe "Ja" oder "Nein"

    Hallo liebe Bauexperten,

    in unserem Ausschreibungstexte für den Außenputz stehen unteranderem folgende Anforderungen:

    Außenputz des Wohnhauses als zweilagiges System. Mineralischer Leichtunterputz + Armierungsputzlage mit zugfest eingebettetem Armierungsgewebe und farblich strukturierter Scheibenputz sowie erforderlichem Egalisationsfarbanstrich.
    Struktur: Scheibenputz
    Körnung: 2 - 3 mm
    Farbton: farbig (Schwenk Farbskala A – D)
    inkl. Laibungen, Eckschutzleisten und Profilen und aller erforderlichen Nebenarbeiten nach DIN herstellen.
    [...]


    Nun wurde mir mitgeteilt, dass "zugfest eingebettetem Armierungsgewebe" nicht erforderlich sei.

    Habe mich daher versucht im Netz etwas schlau zu machen und bin dabei über folgendes gestoßen:

    Bewertung der Maßnahmen zur Minimierung des Rissrisikos

    Ein Armierungsgewebe hat grundsätzlich die Funktion, Zugkräfte im Putz zu übernehmen bzw. zu verteilen. Bei mineralischen Baustoffen ist die Zugfestigkeit – verglichen mit der Druckfestigkeit – wesentlich geringer. Das Überschreiten der Zugfestigkeit führt unweigerlich zu Rissen.

    Mit üblichen Leichtputzen, insbesondere mit Leichtputzen Typ II, kann aufgrund ihrer Zusammensetzung und Eigenschaften ein ausreichender Kraftschluss zwischen Armierungsgewebe und Putz nicht erreicht werden. Ungeeignete, engmaschige Gewebe können in Leichtunterputzen sogar zu einer Trennung der Putzschicht unter und über dem Gewebe führen. Aus diesem Grund ist das Einlegen des Armierungsgewebes in den Leichtunterputz weitgehend unwirksam.

    Daher eignet sich nur ein vergüteter Armierungsmörtel für das kraftschlüssige Einbetten eines Armierungsgewebes. Erst durch den zweilagigen Putzaufbau – Leichtunterputz + Armierungsputzlage mit zugfest eingebettetem Armierungsgewebe – wird eine Entkoppelung des Putzgrundes vom Oberputz ermöglicht. Dadurch entsteht eine um mehr als 20-fach höhere Risssicherheit gegenüber Armierungen im Unterputz.

    Die Zugabe von Fasern in Leichtputzen hat weitgehend einen Placeboeffekt. Diese können max. eine Frühschwindrissbildung minimieren. Hier sind aber die it.-Putze von SCHWENK (Mep-it. Und SLP-it.) nicht nur in den Verarbeitungseigenschaften besser sondern auch bei der Verhinderung von sichtbaren Frühschwindrissen deutlich überlegen.

    Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass sowohl Fasern im Putz als auch in Leichtputzen eingelegtes Armierungsgewebe spätere Rissbildungen wie Spätschwindrisse, Risse aus Bewegungen und geringen Verformungen des Putzgrundes und Stein-Putz-Risse nicht wirksam verhindern können.

    http://www.schwenk-putztechnik.de/do...-Mauerwerk.pdf


    Dem Text zu folge, macht das eingebettetem Armierungsgewebe Sinn. Allerdings haben wir keinen Vollwärmeschutz. Wir haben nur 36,5er Porotonsteine. Ist das evtl. der Grund, warum mir gesagt worden ist, dass man auf das Armierungsgewebe verzichten kann?

    Vielen Dank im Voraus für Eure Hilfe!

    Viele Grüße
    BVH2011
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  2. eingebettetem Armierungsgewebe "Ja" oder "Nein"

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    was sagt denn der verfasser der leistungsbeschreibung dazu? hatte er besondere gründe, das gewebe in der leistungsbeschreibung aufzunehmen oder ist es ein paste-and-copy-text?
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  4. #3
    Themenstarter

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    Tja, das ist gerade eins unserer Probleme :-( Unser bisheriger Bauleiter, von dem der Ausschreibungstext stammt, ist wie vom Erdboden verschlugt, daher kann ich ihn nicht fragen. Das ist der Grund für meine Anfrage hier im Forum.
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  5. #4

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    ich schaetze, ganz ohne gewebeeinlage wird es nicht gehen. es wird materialwechsel - sturzdaemmung - geben. da brauchst du so etwas oder gleichwertiges. nimm den anbieter, klaer das vort und nimm jemanden mit sachverstand mit.
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