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  1. #1

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    Antennenkabel verlegen, nur wie am besten?

    Hallo zusammen!

    Im Zuge der Renovierung unserer ETW muß der Koax Kabel-TV Anschluß in ein anderes Zimmer wandern. Dazu muß nun zwangsläufig das Antennenkabel vom bisherigen TV Anschluß weiter geführt werden, am besten über ein Loch in der Decke (Dachgeschoßwohnung) des einen Zimmers, weiter über den Dachboden in das entsprechende Zimmer. Bedingt durch die Dachschräge kann ich nun aber nicht direkt einen Schlitz Senkrecht von den Antennendose zum Loch in der Decke fräsen, sondern muß erst etwa 3 Meter horizontal in den Raum rein, um dann in den Deckenbereich ohne Dachschräge zu kommen und genau hier liegt nun das Problem, da Heizung und Fenster den Weg versperren.

    Variante 1:

    Kabelschlitz um das Fenster herum bis zum geeigneten Eingangspunkt in der Decke fräsen. Bedeutet ein großer Aufwand und nicht Verlegungskonform, da der Kabelschlitz um mehrere Ecken gehen würde, bzw. mitten durch die Wand.

    Varinate 2:

    Schlitz in den Estrich (schwimmend) fräsen bis zur Raummitte und denn Senkrecht die Wand hoch, bis zum Eingangspunkt der Decke. Hier habe ich bedenken dass der Estrich im laufe der Zeit reissen kann.

    Veriante 3:

    Analog wie Variante 2, allerdings keinen Schlitz in den Estrich fräsen, sondern das Kabel in den Dehn?-Spalt zwischen Wand und Estrich verlegen. Der Spalt ist ca. 5mm breit, das Kabel würde also locker reingehen, allerdings paßt das sicher kein Leerrohr mehr mit rein und ich habe bedenken wegen der Ausdehung des Estrich, diese würde ja dann dort wo das Kabel liegt blockiert.

    Variante 4:

    Ähnlich wie Variante 3, allerdings würde ich hier an der Estrichkante eine 45° Fase flexen, und zwar so stark das ein Leerrohr eingelegt werden kann, in den dann das Koaxkabel verlegt wird. Hierbei muß aber relativ viel Material von der Estrichkante genommen werden, bestimmt 5-6cm um ein 25er Leerrohr bodeneben einzulegen. Da obendrauf ein verklebt verlegter Parkett drauf soll.


    Zu welcher Variante würdet ihr mir raten?

    Oder habt ihr noch eine Idee?

    Die Variante mit hinter der Sockelleiste geht nicht, da dort schon Netzwerk und Lautsprecherkabel verlegt werden.

    Oder gibt es ne Möglichkeit das Kabel über die Dachschräge in den Dachboden zu legen? Dann müßte ich nur etwa einen Schlitz von ca. einem Meter fräsen bis zur Dachschräge. Nur wir kommt man dann in die Dachschräge bzw. an das Kabel ran?
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  2. Antennenkabel verlegen, nur wie am besten?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Zitat Zitat von RonnSommer Beitrag anzeigen
    Zu welcher Variante würdet ihr mir raten?
    Zu keiner, denn du lässt nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. Selbst bei einem so einfach erscheinenden Verlängerungsvorgang sind Normen zu beachten:

    • DIN 18015: Zugfähige Kabelverlegung in Leerohren oder Kabelkanälen und Einhaltung der Schutzonen
    • DIN EN 60728-1: Einhaltung der Normpegelfenster (analoge PAL-Signale 60 bis 77 dBµV)
    • DIN EN 60728-12 (alt EN 50083-8) und SchuTSEV bezüglich der EMV

    Zitat Zitat von RonnSommer Beitrag anzeigen
    Die Variante mit hinter der Sockelleiste geht nicht, da dort schon Netzwerk und Lautsprecherkabel verlegt werden.
    Wenn schon abseits aller Normen installiert wird, nimm wenigstens einen für Kabelverlegung gedachten Sockelleistenkanal und verlege das Kabel dort möglichst nur als Netzebene 4- Anschlusskabel nach der Steckdose.

    Zitat Zitat von RonnSommer Beitrag anzeigen
    Oder gibt es ne Möglichkeit das Kabel über die Dachschräge in den Dachboden zu legen? Dann müßte ich nur etwa einen Schlitz von ca. einem Meter fräsen bis zur Dachschräge. Nur wir kommt man dann in die Dachschräge bzw. an das Kabel ran?
    Wie soll man ohne Ortskenntnis diese Orakelfrage beantworten? Bei Kabelverlegung in der Dachschräge können auch Blitzschutzgesichtspunkte nach DIN EN 62305 relevant sein.
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  4. #3
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    Hi, danke erstmal für deine Antwort. Würde das nun bedeuten, ich darf das antennenkabel garnicht verlängern? Das im Anschluss der Pegel neu eingemessen werden muss ist mir schon klar!
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  5. #4

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    Dann zitiere ich mal Karl Valentin: Mögen hätten wir schon tun wollen, aber dürfen haben wir uns nicht getraut. Du gehst das als Kfz-ler eher zu locker an.

    Eine Kabelverlängerung ist natürlich zulässig, aber die sollte auch fachgerecht und normkonform ohne Pfusch möglich sein.
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  6. #5
    Themenstarter

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    Das heißt jetzt kongret? Wenn ich das ganze im Nachgang neu einprügeln lasse, dann müsste das doch ok sein oder?
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  7. #6

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    Es gibt sicher schwierigere Aufgaben zu lösen als ein zeitgemäßes Hochschirmkabelabel mit Class A-Schirmdämpfung normgerecht zu verlegen.

    Gegen die DIN 18015 wird wegen nicht auswechselbarer Unterputzverlegung mindestens so oft verstoßen wie gegen die Normen bei Blitzschutz, Erdung und Potenzialausgleich. Falls das Haus keinen geerdeten Schutzpotenzialausgleich hat oder wie so oft der Hausanschlussverstärker und die Kabel nicht in den PA einbezogen sind, gibt es wesentliche Sicherheitsmängel als eine nicht normgerechte Koaxverlegung.
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  8. #7
    feelfree
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    Abseits der Einhaltung von Verlegenormen:
    Die Dehnfuge zwischen Estrich und Außenwand ist nicht nur eine Dehnfuge, sondern dient auch der Schall-Entkopplung. Da gehören im MFH keine Kabel reingedrückt. Estrich fräsen würde ich persönlich auch nicht. Wie man hinter Gipskartonplatten(?) in der Dachschräge Leitungen verlegen kann, ohne allzuviel aufzumachen weiß ich auch nicht. Bleibt wohl nur die Verlegung in der Wand.
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  9. #8

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    Ist die vorhandene Dose denn eine Stich-/Enddose (mit einer Leitung angefahren) oder eine Durchgangsdose (mit zwei Leitungen angefahren)?

    Wo befindet sich die BK-Verteilung (Keller, Spitzboden etc.)?
    Vielleicht ist es einfacher, das Signal von anderer Stelle zu holen!
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Ist die vorhandene Dose denn eine Stich-/Enddose (mit einer Leitung angefahren) oder eine Durchgangsdose (mit zwei Leitungen angefahren)?
    Nach fachlich korrekter deutscher Definition ist der Begriff Enddose intern mit Abschlusswiderstand terminierten Durchgangsdosen vorbehalten. Leider halten sich allzu viele Distibutoren nicht daran und selbst TechniSat schludert damit. Und so lange sich daran nix ändert wird man am Ende von Stammleitungen immer wieder normwidrige Stichdosen als angebliche "Enddosen" antreffen.

    Als "Kabelaffe" ist dir doch der Unterschied zwischen einer Stichdose und einer Enddose vertraut, schließlich gibt es auch echte Modem-Enddosen.
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  11. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  12. #10
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    Kurzer Zwischenstand!

    Von der Antennendose im Wohnzimmer geht doch tatsächlich ein Leerrohr zum Dachboben hoch, darin werde ich nun das Antennenkabel verlegen und am anderen Ende des Dachboden wie in das darunter liegende Zimmer verlegen. Die montierte Antennendose hat keinen Abschlußwiderstand, obwohl sie die letzte Dose im Strang ist.
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  13. #11

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    Zitat Zitat von RonnSommer Beitrag anzeigen
    Die montierte Antennendose hat keinen Abschlußwiderstand, obwohl sie die letzte Dose im Strang ist.
    Das ist ein Alarmzeichen für zu knappen Pegel, da hat mal wieder ein antennentechnisch Ahnungsloser zugeschlagen und das vermeintliche Patentrezept mit einer "pegelfreundlichen" Stichdose gewählt.

    Wenn man früher eine Stichdose woanders als nach dem Stichausgang eines Abzweigers gesetzt hätte, wäre man in einer Fernsehtechniker-Gesellenprüfung mit Pauken und Trompeten durchgefallen. Heute publiziert selbst KATHREIN für UniCable-Anlagen Schaltungsvorschläge mit Stichdosen nach Verteilern und missachtet damit die vorgeschriebene Teilnehmerentkopplung von 42 dB für UKW und VHF, 36 dB für UHF und 30 dB für die Sat.-ZF. Dieser Hersteller achtet immerhin noch bei BK-Anlagen darauf, dass keine fälschlich als Enddosen" titulierten Stichdosen an Stammleitungsenden eingesetzt werden. Bei anderen Herstellern und diversen Shops scheint diese Kompetenz und das Know-How um Stehwellen verloren gegangen zu sein. Für nicht wenige messgerätelose Gelegenheitsantennenbauer ohne Dibkom-Zertifikat dürften Stehwellen ohnehin ein Fremdwort sein.

    Normgerechte Entkopplung kostet Pegel, innerhalb einer Wohnung ist ein T-Stück tolerierbar. Wird aber eine Stammleitung mit mehreren Steckdosen nicht impedanzgerecht terminiert, führt dies unweigerlich zu partiellen Pegeleinbrüchen an allen vorgeschalteten Dosen. Mit einer Stichdose am Stammende fehlt die Terminierung und dann können einzelne Träger durch gegenphasige Stehwellen teilweise abgesenkt oder gar völlig ausgelöscht werden.

    Siehe Anhang.
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