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  1. #1

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    Passivhaus mit Satteldach und kaltem Dachraum

    Hallo,

    ein Architekt plant unser Passivhaus, massiv aus Kalksandsteinen mit WDVS, EG, OG (ohne Wandschrägen/überall volle Raumhöhe), Satteldach (35 Grad) mit Photovoltaik, aus Komfortgründen FBH.

    Den Raum unter dem Dach brauchen wir nicht, es soll aber eine Ausbauoption bleiben. Flachdach wollen wir nicht bzw. gefällt uns nicht.
    Unser Architekt empfiehlt, den Dachraum mit in die thermische Hülle zu nehmen und somit direkt unter dem Dach zu dämmen.

    Wir möchten aber nur auf der Betondecke des OG dämmen und den Dachraum kalt lassen. Der Dachraum soll vielleicht später zu Wohnraum ausgebaut werden, was aber sehr ungewiss ist. Daher kommt in die OG-Betondecke eine Öffnung, aber ohne Boden- oder Klapptreppe. Die Öffnung wird mit Dämmung gefüllt. Bei einem späteren Ausbau kann in die Öffnung eine Treppe zum Dachraum einbaut werden.

    Der Zugang zum Dachraum erfolgt vorerst von außerhalb des Hauses über eine von außen zu öffnende Terrassen-/Balkontür an der Giebelseite zum Garten (ich weiß, das ist ungewöhnlich, aber wir werden nur ganz selten den Dachraum betreten).

    Vorteile:
    Thermische Hülle und Dämmfläche viel kleiner
    Besseres A/V Verhältnis
    Eine einfacher zu dämmende kleinere Fläche
    Kein Mitheizen des großen, ungenutzten Dachraumes
    Dämmung der OG-Decke nicht direkt an Außenluft und daher besser
    Kostengünstiger

    Natürlich bleibt das Problem, dass bei einem evtl. späteren Dachausbau mit Dämmung die anfänglichen Passivhausberechnungen der Heizlast, Wärmeverluste usw. nicht mehr ganz stimmen. Anscheinend stört dies unseren Planer am meisten.

    Mich würden mal andere Meinungen interessieren.
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  2. Passivhaus mit Satteldach und kaltem Dachraum

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von Flocke
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    Wenn ich jetzt schon vorhabe den Dachraum später nutzen zu wollen, mach ich Ihn auch sofort fertig. Später die Dämmung einzubringen und das Luftdichtigkeitskonzept umzusetzen, wird unverhältnismäßig teurer.
    Ein Haus sollte so geplant werden wie es der späteren Nutzung auch entspricht. Alles andere ist doch Murks.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Flocke Beitrag anzeigen
    Wenn ich jetzt schon vorhabe den Dachraum später nutzen zu wollen, mach ich Ihn auch sofort fertig.
    Genau das ist das Problem.
    Wir wollen den Dachraum auch später nicht nutzen.

    Da aber ein Satteldach gemacht wird, kann eine Ausbauoption bleiben.
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  5. #4

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    Ggf. sprechen auch Wärmebrücken (Außenwände) dagegen, den Bereich kalt zu lassen, da
    diese sonst aufwendig gedämmt werden müssen. Vielleicht kann man die OG Decke ja auch
    kostengünstig zusätzlich dämmen.
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  6. #5
    Avatar von Flocke
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    Ich persönlich bin kein Freund von Ungedämmten Dachböden. Die Kosten für eine kompelette Dämmung halten sich im Rahmen und die Vorteile überwiegen.
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  7. #6

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    Vorausgesetzt, die Wahrscheinlichkeit einer Nutzung des Dachraums in absehbarer Zeit ist gering, würd ich dem TE zustimmen.

    Gerade bei einem Passivhaus versucht man doch, das Letzte an Energieeffizienz rauszuholen, da würd ich nicht einfach mal 10% Hüllflächeinsparung verschenken.

    Nochdazu ist die Dämmung der Betondecke wesentlich günstiger, Luftdichtigkeit einfacher erreichbar (nur die Öffnung als einziger Schwachpunkt)

    Wärmebrücken bekommt man genauso in Griff wie bei Dachdämmung, muss halt im Detail (Traufe!) entsprechend geplant werden.
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  8. #7
    Themenstarter

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    Danke für eure Antworten.

    Wärmebrücken sollten bei der Dämmung der Betondecke kein großes Problem sein (meinte auch unser Architekt).
    Das Dach wird aus Holz-Stegträgern gebaut.

    Eigentlich wäre ein Flachdach sinnvoll, da wir den Dachraum nicht brauchen. Aber ein Flachdach wollen wir halt aus mehreren Gründen nicht. Ein klassisches Satteldach gefällt uns auch viel besser.
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Nestbauer1 Beitrag anzeigen
    Das Dach wird aus Holz-Stegträgern gebaut
    Die kannst du dir vermutlich auch sparen, wenn du die Betondecke dämmst. Dann reicht ein 0815-Pfetten- oder Sparrendach.

    (Es sei denn, die Stegträger wären statisch begründet. Ich schätze aber mal, dass die nur wegen der Höhe der Dämmschicht drin sind)
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  10. #9
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von chf01 Beitrag anzeigen
    Die kannst du dir vermutlich auch sparen, wenn du die Betondecke dämmst. Dann reicht ein 0815-Pfetten- oder Sparrendach.

    (Es sei denn, die Stegträger wären statisch begründet. Ich schätze aber mal, dass die nur wegen der Höhe der Dämmschicht drin sind)
    Die Stegträger sind nicht statisch begründet. Aber sie ermöglichen einen wärmebrückenarmen Übergang von der Außenwanddämmung zur Dämmung der Betondecke (und Stegträger sind erst recht besser bei direkter Unterdachdämmung).

    Vollbalken mit Dämmung sind wohl schlechter.
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  11. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  12. #10
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    wie funktioniert das gesamtsystem haus nach der "eventuellen"
    dachnutzungserweiterung hinsichtlich
    - luftdichtheits- und wärmedämmkonzept
    - hinsichtlich heizlast/wärmeversorgung?
    wenn du dir die fragen beantworten kannst, bist du einen
    grossen schritt weiter.
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  13. #11
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von mls Beitrag anzeigen
    wie funktioniert das gesamtsystem haus nach der "eventuellen"
    dachnutzungserweiterung hinsichtlich
    - luftdichtheits- und wärmedämmkonzept
    - hinsichtlich heizlast/wärmeversorgung?
    wenn du dir die fragen beantworten kannst, bist du einen
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    Wir werden den Dachraum nicht ausbauen. Falls aber in ferner Zukunft ein Käufer etc. das machen will, muss er sich damit auseinandersetzen.

    Die Probleme sollten aber relativ leicht zu lösen sein, zudem mit der FBH genug Heizreserven vorhanden sind.
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