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  1. #1

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    Wärmepumpe in Verbindung mit Solarthermie und/oder Photovoltaik

    Hallo,

    wir haben eine Luft-Wasser-Wärmepumpe in Verbindung mit Solarthermie (Fläche hab ich grad nicht parat, aber relativ groß wegen Heizungsunterstützung).

    Nun liebäugeln wir mit einer Photovoltaik-Anlage und haben folgende Überlegung angestellt: Da die Luft-Wasser-Wärmepumpe im Sommer aufgrund der hohen Luft-Temperatur relativ wenig Strom brauchen dürfte, ist die Frage, ob wir die Solarthermie komplett vom Dach nehmen und dafür die gesamte Dachfläche für Photovoltaik nutzen.

    Vorteil:
    * Bei Sonnenschein würden wir - ebenso wie bei der Solarthermie - gratis und umweltfreundlich das Warmwasser erzeugen
    * Bei ganztägigem Sonnenschein würde jede Minute von der Photovoltaik genutzt werden, die Solarthermie-Anlage läuft ja nur ein paar Stunden lang bis der Pufferspeicher voll ist. Dort wird dann zwar viel Energie gespeichert aber im Sommer wird auch nicht soooo viel Warmwasser benötigt.
    * Vor allem im Winter: Die Solarthermie springt nur an, wenn eine bestimmte Temperaturdifferenz zum Pufferspeicher vorliegt. Die Photovoltaik würde jede Sonnenminute nutzen (und ich glaube sogar bei bewölktem Himmel wird sogar noch etwas Strom erzeugt?).

    Was meint ihr? Sind unsere Überlegungen richtig? Ist da was dran? Was würdet ihr machen?

    Vielen Dank im voraus.
    Gruß
    Christian
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  2. Wärmepumpe in Verbindung mit Solarthermie und/oder Photovoltaik

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  3. #2

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    Woher kommt eigentlich immer die Idee, dass man im Sommer weniger Warmwasser benötigt, als im Winter? Ok die Heizung fällt weg, aber das ist in der Regel ein Separater Kreislauf und wird sowieso von der WP erwärmt und in der Regel bei Neubauten auch auf die eher lauwarmen Temperaturen für die FBH....

    Geduscht, gebadet und auch gewaschen wird bei uns zumindestens genausooft im Sommer wie im Winter...
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  4. #3

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    Ich versteh nicht ganz. Was hat die WP mit der Photovoltaik zu tun?
    Ich würde die Photovoltaikanlage immer getrennt betrachten. Es gibt zwar die Möglichkeit über den Eigenverbrauch, der ist aber in Praxis völlig unsinnig weil der meiste Verbrauch dann erfolgt wenn die Sonne nicht scheint.
    Gewinn über die Einspeisevergütung wäre die andere Möglichkeit. Machen viele, lohnt sich aber nur bei richtig großen Anlagen. Bei uns pflastern sich die Landwirte mit Hilfe der EU die Scheunen und Wohndächer zu. 40 kw ++ und mehr und werden Unternehmerisch tätig.
    Als Kleinunternehmer mit Bankfinanzierter Anlage bleibt es meist ein Nullsummenspiel. Wenn Du Geld übrig hast und nicht weißt wo Du es Anlagen sollst, dann wäre eine PV Anlage eine Alternative. Selbstfinanziert bringt es was.

    Die Solaranlage hast Du doch bezahlt? Die vom Dach zu nehmen rechnet sich doch gar nicht? Für die Kosten kannst Du sehr lange in kalten Wintern den Strom aus der Steckdose beziehen
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  5. #4

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    Zitat Zitat von garner1974 Beitrag anzeigen
    und dafür die gesamte Dachfläche für Photovoltaik nutzen.
    Wie groß ist die verfügbare Dachfläche? Ausrichtung?

    Zitat Zitat von garner1974 Beitrag anzeigen
    Vorteil:
    * Bei Sonnenschein würden wir - ebenso wie bei der Solarthermie - gratis und umweltfreundlich das Warmwasser erzeugen
    Vorausgesetzt die Anlage liefert auch die notwendige Leistung und der Wärmeerzeuger kann sie auch nutzen (Stichwort einphasig, dreiphasiger Anschluss).

    Zitat Zitat von garner1974 Beitrag anzeigen
    * Bei ganztägigem Sonnenschein würde jede Minute von der Photovoltaik genutzt werden, die Solarthermie-Anlage läuft ja nur ein paar Stunden lang bis der Pufferspeicher voll ist. Dort wird dann zwar viel Energie gespeichert aber im Sommer wird auch nicht soooo viel Warmwasser benötigt.
    Das klappt natürlich nur wenn man die Überschüsse in´s Netz einspeisen kann. Hier wäre dann die Einspeisevergütung gegenzurechnen.

    Zitat Zitat von garner1974 Beitrag anzeigen
    * Vor allem im Winter: Die Solarthermie springt nur an, wenn eine bestimmte Temperaturdifferenz zum Pufferspeicher vorliegt. Die Photovoltaik würde jede Sonnenminute nutzen (und ich glaube sogar bei bewölktem Himmel wird sogar noch etwas Strom erzeugt?).
    Das ist zwar im Prinzip richtig, aber die Erträge sind gering. Winterzeit ist halt keine Solarzeit, auch wenn es mal Stunden oder Tage mit Sonnenschein gibt.

    Zitat Zitat von garner1974 Beitrag anzeigen
    Was meint ihr? Sind unsere Überlegungen richtig? Ist da was dran?
    Der Grundgedanke ist richtig.

    Zitat Zitat von garner1974 Beitrag anzeigen
    Was würdet ihr machen?
    Ich würde mich hinsetzen und rechnen, rechnen und nochmals rechnen. Aktuell sind die Einspeisebedingungen nicht gerade rosig, so dass sich die Anlage trotz niedrigerer Investitionskosten nur schwer amortisieren kann. Man muss schon mit spitzer Feder rechnen.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5

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    Edith sagt: Ralf war schneller, Arbeiten und posten geht doch nicht gemeinsam

    Mir ist aus dem Post noch nicht ganz ersichtlich ob du den Strom er PV-Anlage _nur_ oder _auch_ für die WP verwenden willst?

    Sieht mir aber nach einer Rechenaufgabe aus:
    * Sonnenstunden an deinem Standort und daraus resultierende Leistung der PV-Anlage errechnen
    * Strombedarf der WP ermitteln und Deckungsgrad durch PV ermitteln (kannst du den Eigenanteil auch komplett verwerten?)
    * Kosten für Anschaffung PV, Abbau Solarthermie (kann man evtl. gebraucht verkaufen? Brauchts den Pufferspeicher dann auch noch? gegenrechnen)
    * Amortisationszeit ermitteln (miteinbeziehen deines lokalen WP-Stromtarifs, falls vorhanden)

    Da kannst du dich vermutlich schwindlig rechnen, ich vermute aber aussser dass du die Wirtschaft ankurbelst wird nicht viel dabei rauskommen.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Headhunter2 Beitrag anzeigen
    Edith sagt: Ralf war schneller, Arbeiten und posten geht doch nicht gemeinsam
    Doch geht, alles eine Frage des Multitasking.......und wenn man viel arbeiten lässt

    Gruß
    Ralf
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Headhunter2 Beitrag anzeigen
    * Strombedarf der WP ermitteln und Deckungsgrad durch PV ermitteln (kannst du den Eigenanteil auch komplett verwerten?)
    Das Thema wird ellenlang im Netz diskutiert weil fast jeden Tag die Idee auf den Tisch geworfen wird. Auch wenn die PV den Strom liefert, dann vergleich mal den Stromverbrauch nach Tageszeit. Die WP wird wahrscheinlich früh Morgens und Spät Abends am meisten Strom benötigen. Nämlich dann wenn die Sonneneinstrahlung gering ist.

    Aus dem Grund versucht man auch fieberhaft Strom effektiv speichern zu können. Was bis heute nicht gelungen ist.
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  9. #8
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    Hallo,

    zunächst mal vielen Dank an alle die mir geantwortet haben.

    Gruß
    Christian

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  10. #9
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    Zitat Zitat von Mycraft Beitrag anzeigen
    Woher kommt eigentlich immer die Idee, dass man im Sommer weniger Warmwasser benötigt, als im Winter?
    Ja vielleicht hast du recht.

    Im Sommer nehmen wir halt weniger bis gar keine Vollbäder und geduscht wird weniger warm. Daher die Annahme.
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  11. #10

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    Zitat Zitat von popolini Beitrag anzeigen
    Bei uns pflastern sich die Landwirte mit Hilfe der EU die Scheunen und Wohndächer zu. 40 kw ++ und mehr und werden Unternehmerisch tätig.
    Um welche "Hilfe der EU" soll es sich dabei handeln???

    Übrigens:
    Bei uns sind per se alle Landwirte - egal ob mit oder ohne PV-Anlage - unternehmerisch tätig...
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  12. #11
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von popolini Beitrag anzeigen
    Ich würde die Photovoltaikanlage immer getrennt betrachten. Es gibt zwar die Möglichkeit über den Eigenverbrauch, der ist aber in Praxis völlig unsinnig weil der meiste Verbrauch dann erfolgt wenn die Sonne nicht scheint.
    Gewinn über die Einspeisevergütung wäre die andere Möglichkeit. Machen viele, lohnt sich aber nur bei richtig großen Anlagen. Bei uns pflastern sich die Landwirte mit Hilfe der EU die Scheunen und Wohndächer zu. 40 kw ++ und mehr und werden Unternehmerisch tätig.
    Als Kleinunternehmer mit Bankfinanzierter Anlage bleibt es meist ein Nullsummenspiel. Wenn Du Geld übrig hast und nicht weißt wo Du es Anlagen sollst, dann wäre eine PV Anlage eine Alternative. Selbstfinanziert bringt es was.

    Die Solaranlage hast Du doch bezahlt? Die vom Dach zu nehmen rechnet sich doch gar nicht? Für die Kosten kannst Du sehr lange in kalten Wintern den Strom aus der Steckdose beziehen
    Gibt es derzeit eigentlich noch einen Zuschuss wenn man den PV-Strom direkt selbst verbraucht? Dann wäre es doch schon interessant das Warmwasser dann zu erzeugen wenn die Sonne scheint (sofern das die Heizungssteuerung hergibt).

    Aber darum geht es mir gar nicht primär sondern darum ob die Summe des täglichen Stroms in kwh sowie der Betrag den man dafür als Vergütung bekommt ausreicht um den Strombedarf und die Kosten der Wärmepumpe zu decken und ob es ratsam ist die Fläche der Solarthermie in PV-Fläche umzuwandeln.
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  13. #12

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  14. #13
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    Ergänzung zu meiner vorangegangenen Nachricht:
    Die PV-Anlage wäre in diesem Fall selbst finanziert.

    Das stimmt, man muss die Kosten des für das Abbauen noch mit einkalkulieren, aber ich hatte gehofft, die Platten "gebraucht" verkaufen zu können. Ist aber wahrscheinlich auch nicht so einfach. Ist ja nix, was man einfach so bei ebay einstellt und versendet :-)
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von garner1974 Beitrag anzeigen
    Aber darum geht es mir gar nicht primär sondern darum ob die Summe des täglichen Stroms in kwh sowie der Betrag den man dafür als Vergütung bekommt ausreicht um den Strombedarf und die Kosten der Wärmepumpe zu decken und ob es ratsam ist die Fläche der Solarthermie in PV-Fläche umzuwandeln.
    Du hast noch nicht einmal meine Rückfrage nach der Dachfläche, Ausrichtung etc. beantwortet. Gleichzeitig stellst Du Fragen auf die man mangels Informationen noch nicht einmal antworten kann.

    Wozu also dieser thread?

    Gruß
    Ralf
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  17. #15
    Themenstarter

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    Ich merke schon, dass es für diese Aufgabenstellung keine einfache Antwort gibt.

    Wahrscheinlich ist es wirklich intelligenter, die Solarthermie erstmal zu behalten und am Ende der Lebenszeit/bei Defekt gegen PV-Platten auszutauschen.
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