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Planung schlüsselfertiges EFH

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  1. #1

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    Planung schlüsselfertiges EFH

    Hallo zusammen,

    wir sind aktuell dabei einem Bauträger für unser Haus zu suchen. Und gleichzeitig natürlich auch nach der richtigen Gestaltung des Hauses, der Ausstattung und des Preises.

    Das Thema Hausbau ist wirklich ein Abenteuer und ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass man Tausend Fragen hat und gar nicht weiß, wo man anfangen soll.

    Was mich hier aber nun interessieren würde ist, ob wir mit einem bestimmten Angebot auf dem richtigen Weg sind und ob man das so bedenkenlos umsetzen könnte.

    Die Eckdaten sind erstmal wie folgt:

    EFH mit ca. 140m² WF, Satteldach ohne Gauben, KFW 70, und
    - zentrale Wohnraumlüftung mit WRG
    - Dreifachverglasung Ug =0,5
    - Solar-Aufdach-Anlage zur Brauchwassererwärmung mit 300l Speicher
    - Rolläden im EG und DG
    - Rücklauf Fußbodenerwärmung in Bad und Küche
    - Dreiecksfenster in den Giebeln

    Preis für das Ganze soll bei 180.000 Euro liegen. Insgesamt finde ich den Preis fair, aber natürlich interessiert mich auch eure Meinung.

    Dann habe ich noch ein paar weitere Fragen:

    1. In der Baubeschreibung steht nur wenig zur Ausführung der Lüftungsanlage. Sollte ich hier etwas nachhaken?
    2. Eine Brennwert-Therme wird von Vaillant, Junkers, Elco oder gleichwertig verbaut. Ist das empfehlenswert oder muss ich hier auf etwas achten?
    3. Auf welche anderen Dinge in der Baubeschreibung sollte ich noch achten, bevor ich das Angebot akzeptieren. Gibt es da irgendwo neuralgische Punkte?


    Freue mich schnon auf eure Antworten.


    Gruß
    Matthias
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  2. Planung schlüsselfertiges EFH

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    solche angebote sind meist ab oberkante bodenplatte...

    also erschließung des gs kommt noch drauf, sowie erdarbeiten, bodenplatte, baunebenkosten...

    innenausbau muss auch nicht bezugsfertig sein - genau lesen was drin steht.

    aus diesen gründen haben wir uns für kein schubladenhaus entschieden, sondern auf einzelvergabe mit architekten. ist kostentransparenter und ich finde man bekommt mehr für sein geld - auch an qualität der ausführungen.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Ja, das war mir schon klar.

    Mit GS und allen Nebenkosten zahlen wir dann etwa das Doppelte.

    Architekt hatte ich mir auch ein Angebot machen lassen, aber mit der Ausstattung sprengt das dann einfach das Budget. War auf jeden Fall 20% teurer.

    Mir ging es wirklich nur um die Bewertung des Angebotes für das Haus aber OK Bodenplatte. Eben so, wie du es schon gesagt hast.
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  5. #4
    MoRüBe
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    Also wenn Archi 20 % teurer ist, dann vergleichst Du Äpfel mit Birnen.

    Allein in Deinen Eckdaten ist sooo viel Zündstoff drin, das reicht für 2 Foren
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  6. #5

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    Alle Komponenten sind im Angebot gefälligst beim Namen zu nehmen, d.h. welche Lüftungsanlage, welche Heizung (nicht das die hoffnungslos überdimensioniert ist, Motto "Hauptsache warm") und Solarkomponenten, Hersteller und Uw Werte der Fenster ... Damit kann man dann mehr als ein Wochenende in einschlägigen Foren verbringen.
    Besser das ganze fachkundig überprüfen lassen und klären, wie Ihr Euch gegen happige Preisaufschläge bei der Bemusterung schützen könnt (d.h. zumindest teilweise prüfen, was da in welcher Preisklasse drin ist).
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  7. #6

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    @matthias182

    lies dich mal ein bissl hier ein.
    zum beispiel hier

    1. du kannst auf keinen fall ein schubladenhaus mit ein geplanten haus eines archis vergleichen
    2. selbst wenn du das machst, deine prozentualen mehrkosten eines geplanten hauses ergeben sich GARANTIERT aus mehrleistungen die bei dem schubladenhaus nicht im katalog aufgeführt sind

    allgemein wirst du weder hier noch woanders jemand finden der das schubladenhaus beurteilen kann, geschweige denn dir sagen wird - is toll, is günstig, mach das auf jeden fall, ich geh morgen auch gleich unterschreiben, etc.

    falls du dir ein häusle aus dem katalog aussuchst, rate ich dringends zu einem unabhängigen bauüberwacher... ( extra kosten! - stehen nicht im katalog )
    ansonsten kannste bereits jetzt im fernsehn einschlägige fernsehsendungen anschauen, was in ein paar jahren vielleicht so los ist.
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  8. #7

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    Nun, so ein Angebot wird ja dieverse Seiten umfassen, sollte es auch nur einigermaßen hinlänglich beschrieben sein. 20 - 30 Seiten (je nach Art, Ausstattung und Detaillierungsgrad der Beschreibung) sind sicher normal. Diese auf Fallstricke hin zu prüfen ist eine durchaus anspruchsvolle Arbeit. Nicht unbedingt das Beschriebeen, sondern vielmehr das nicht beschriebene, also Fehlende auszumachen ist die Kunst. Denn was nicht vertraglich vereinbart ist, darf dann auch nicht unbedingt als geschuldete Leistung angesehen werden.

    Auch die Formulierungen, die gerne verwendet werden (Bsp. "hochwertige Markenartikel", "zeitloses schönes XYZ", etc.) sind geeignet die Sienne zu ver- und zu umnebeln. Letztendlich aber stellen solche Bezeichnungen keinen Anspruch auf etwas Gutes dar, sondern sind rein subjektive Platzhalter für eine Runde Schall und Rauch.

    Das muß ja nicht sein, aber bei einer derart hohen Investition ist eine kritische Überprüfung schon dringend (!!!!!!) angeraten.

    Ist der BT also 20% günstiger als der Architekt, sollte man sichfragen wie das geht. Hat er im Lotto gewonnen und will Euch glücklich machen? Oder verbaut er einfach weniger und für ihn preiswerteres Material?

    Grüße

    Thomas
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  9. #8

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    Es gibt einen wunderschön bösen Satz:
    Wer am meisten im Angebot "vergisst", bekommt den Auftrag.

    Sehe ich auch genauso wie die Kollegen - wenn einer 20 % weniger haben will als ein anderer für ein vergleichbares Objekt, dann hat sich einer verrechnet (dann eher der teurere) oder die Objekte sind doch nicht vergleichbar.

    Es gibt leider GÜ, die Dinge bauen, .T. sogar offen im Prospekt beschreiben, die kein seriöser Architekt seinem Bauherren ins Programm schreiben würde.
    Ich rede hier nicht von Pfusch, sondern von Dingen wie L-L WP bei EnEV-Mindeststandard-Dämmung oder Fliesen für 20 € Brutto/m² oder ähnlichen Zaubereien.

    Wer billig kauft, zahlt 2*
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  10. #9

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    Schöner Satz, den merk ich mir:

    Letztendlich aber stellen solche Bezeichnungen keinen Anspruch auf etwas Gutes dar, sondern sind rein subjektive Platzhalter für eine Runde Schall und Rauch.
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  11. #10
    Themenstarter

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    Hallo zusammen,

    sicherlich ist ein 1:1 Vergleich immer schwierig in so einer Situation. Im habe gestern nochmal genau beide Baubeschreibungen verglichen. Es gibt dort natürlich Unterschiede. Allerdings bin ich mir nun nicht klar, was dabei besser oder schlechter ist.

    Zunächst mal fällt auf, dass der Architekt die Maler- und Bodenarbeiten mit eingeplant hat. Das ist sicherlich ein Grund für die Preisdifferenz. Auch sind dort höherwertige Sanitärobjekte enthalten (Marken wie V+B, Kaldewei, Duravit, etc.) als beim BT (Clivia Top, Topara).

    Andererseits sagt der Architekt nichts über die verbaute Heizung. Der BT benennt zumindest mögliche Marken.

    Auch bei den Innentüren sagt der BT, dass diese von Prüm sind. Der Architekt schweigt sich hier aus.

    Ich frage mich, was hier besser bzw. schlechter ist. Nichts zu wissen oder zumindest die Produkte ansatzweise zu kennen?


    Gruß
    Matthias
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  12. #11
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    Was mich wundert: "Architekt macht ein Angebot"

    Architekten erstellen eigentlich zu Beginn nur eine Kostenschätzung, Angebote über Bauleistungen schon deshalb nicht, weil der Architekt ja keinerlei Bauleistungen selbst erbringt.

    Was ist das also für eine Konstellation?
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  13. #12

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    Beim Bauen mit GU/GÜ/BT sollten die Produkte tatsächlich benannt werden. Beim Bauen mit A. nicht unbedingt, da diese eigentlich noch nicht feststehen. So kann man -bespielsweise- im Rahmen der Ausschreibung die Fliese XY und die Fliese AB ausschreiben und am Ende entscheidet der BH was er sich leisten kann/ will.

    Ein Architekt schätzt die kosten, da er diese ja noch gar nicht kennen kann. Wieso kann er das nciht? Nun, im Rahmen der Ausschreibung werden Qualitäten und Mengen definiert (weiß er jetzt noch nicht exakt, welche Fliesen ihnen gefällt...die für EUR 15 oder doch die für EUR 75???), dann wird ausgeschrieben und es kommen, sagen wir, 5 Angebote rein. Wie sollte er vorher wissen wie diese Angebote ausfallen werden. Abweichungen von 10 - 20 % zw. den Angeboten sind keine Seltenheit. Eine Schätzung ist daher immer der Versuch dem tatsächlichen Ergebnis nahe zu kommen, aber immer auch mit Unsicherheiten behaftet. Der GU bietet einen fixen Preis an, kann sich aber natürlich auch vertun bei der Kalkulation, da er ja heute noch nicht wissen kann, welcher Preis in etwas 1/2 Jahr tatsächlich gilt (abhängig von Materialkostensteigerungen, Auftragslage usw.). Er muß also einen gewissen Sicherheitszuschlag einkalkulieren, müßte also (theoreitsch) bei exakt gleichen Qualitäten etwas höher liegen als der A., der knapper kalkulieren kann. Liegt er (der A.) am Ende etwas daneben kann es aber eben auch teurer werden!

    Fazit: Vergleichbar ist das ohnehin nie! Never ever! Aweichungen im zweistelligen Prozentbereich sind sicher.

    Um Planungssicherheit zu erlangen sollte, ich hatte es schon geschrieben, die Baubeschreibung auf Herz u. Nieren geprüft werden. Mehr kann man dazu nicht empfehlen.
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  14. #13
    MoRüBe
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    Au man...

    Man hört eine Marke und sacht goil. Höherwertig. Dabei gibts die eine oder andere Sache auch schon für 39 Euro ausm Baumarkt...

    Nochmal: Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Und ich sage Dir: Du schielst nur auf unten rechts. Bei Deinen Eckdaten hol ich locker mal eben 50 Riesen Differenz raus. Aber Hauptsache Dreicksfenster im Giebel...
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Find ich Super wie sich Moruebe hier als bescheisser outet
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Baufuchs Beitrag anzeigen
    Was mich wundert: "Architekt macht ein Angebot"
    Nicht nur Dich.

    Da es ja wohl bestenfalls (auf Grund der fehlenden Beauftragung bis LP 4) ein paar Skizzen geben kann, wundert mich auch die Angabe von Marken.

    Entweder ist das ein baugewerblicher Kollege, der auch eine Standard-Baubeschreibung hat oder es wäre sehr merkwürdig, wenn zu einem m²/m³ Kostenüberschlag schon Markenbezeichnungen genannt würden.

    Ich habe mir auch abgewöhnt, Marken in Kostenermittlungen aufzuführen (ausser der Bauherr sagt mir vorab, er wolle Serie X von Hersteller Y). Ich nenne die von mir eingerechneten Materialkosten.
    Ob der Bauherr dann die Billigserie vom Klaumarkt oder die Nobelhobel-Serie vom Edelkeramiker kauft - er weiß, wie viel er spart bzw. mehr auf den Kopf haut.
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