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Pfusch im Gewölbekeller - Wie damit umgehen?

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  1. #1

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    Frage Pfusch im Gewölbekeller - Wie damit umgehen?

    Hallo!

    folgendes ....

    Ich bin gerade dabei den Keller unserer WG wieder nutzbar zu machen und habe diesbezüglich einige Fragen, da ich kein Experte bin und mich mit einigen Problematiken konfrontiert sehe, die mir doch sehr Kopfzerbrechen machen.

    Erstmal zur Ausgangssituation: Es ist ein alter Gewölbekeller unter einem alten Fachwerkhaus (alter unbekannt). Der Eingang liegt seitlich zwischen dem ersten und zweiten drittel des Kellers und mündet dort im neuen Keller des Anbaus (30-40 Jahre alt). Der Keller hat einen Betonboden. Die Kellerwände wurden im unteren Bereich mit Farbe gestrichen (sicherlich nicht Diffusionsoffen). Der Keller ist aber trocken.

    Bild: http://minuto.aquarius.uberspace.de/keller/keller.jpg


    Im Herbst letzten Jahres wurde eine Wand aus 5cm Ytong quer zweischen dem zweiten und dritten drittel in das Gewölbe gebaut um einen Vorratsraum zu schaffen! Und das hintere drittel (durch die Wand nun getrennt) mit Gipshaftputz verputzt!

    Nachdem diese grotesken Baumaßnahmen durchgeführt wurden zeigten sich in den vorderen zwei dritteln des Kellers leichte Risse im Sandmörtel (oder was immer früher verwendet wurde). Darraufhin erkannte man die Wand als Ursache da diese fest auf dem Betonboden stand und ja nun Druck nach oben auf das Gewölbe ausüben konnte. Somit wurde die Wand mittels einem etwa 1cm Spalt rund um den Bogen wieder entfernt.

    Bild: http://minuto.aquarius.uberspace.de/keller/wand.jpg



    SO, nun habe ich den Keller leer geräumt und möchte ihn wieder etwas nutzbar machen..

    Ich möchte folgendermaßen vorgehen:

    - Als erstes verfülle ich das Loch wieder, welches angeblich beim Versuch den Putz abzuklopfen entstanden ist. Dazu verfülle ich dieses mit Schnellzementmörtel:
    Bild: http://minuto.aquarius.uberspace.de/keller/loch.jpg

    - Den 1cm Spalt in der Ytongwand möchte ich wieder verschlissen, damit der Raum eventuell doch noch nutzbar wird und diese beim dagegenlehnen nicht umfällt (steht ja nurnoch auf dem Boden). Damit nichts nach oben auf das Gewölbe drückt dachte ich den Spalt mit Luftpolsterfolie oder Zeitungspapier zu zu stopfen und dann eine dünne Schicht Acryl aufzutragen.
    Bild: http://minuto.aquarius.uberspace.de/keller/schlitz.jpg

    - Lüftungslöcher in der Wand, damit beide Kellerteile gleichmäßig Tempariert und feucht bleiben.

    - Dann werde ich die vorderen zwei drittel des Kellers einfach mit Kalk streichen und fertig.

    Kann ich so vorgehen? Möchte NICHT NOCH MEHR mit falschen Massnahmen kaputt machen.


    Beobachte das ganze Projekt seit anfang des jahres. Die entstandenen Risse im Keller werden meiner Ansicht nach langsam mehr!
    Meißt leichte feine Risse im "Sandmörtel", vereinzelt sind teile des Putzes lose, der zwischen den Bruchsteinen hängt. Es ist aber noch nichts raus gefallen. Ein Bekannter der im Malerhandwerk tätig ist und etwas Ahnung hat, schaute ich das an und meinte das seien normale setzungsrisse durch die "Umbauten". Sollten ein paar Putzbrocken herunterfallen, einfach wieder mit Zementmörtel zumachen. Ich habe Bilder im Forum gesehen, da sah das Gewölbe bedeutent schlimmer aus, als unseres, bin mir trotzdem etwas unsicher.... Muss man sich große Sorgen machen?

    Die Risse finden sich ausschließlich in den vorderen zwei dritteln des Kellers. Im hinteren drittel (also hinter der wand) wo mit Haftputz neu verputzt wurde sind keinerlei Risse entstanden!
    Bild: http://minuto.aquarius.uberspace.de/keller/haftputz.jpg

    Hier bilder der zwei schlimmsten Stellen:
    http://minuto.aquarius.uberspace.de/keller/riss.jpg
    http://minuto.aquarius.uberspace.de/keller/riss2.jpg

    Ich danke schon mal vielmals für eure Meinungen und Hilfestellungen im vorraus!

    Beste Grüße
    Fred
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  2. Pfusch im Gewölbekeller - Wie damit umgehen?

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  3. #2

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    nimm dir experten dazu, die was von der thematik verstehen!
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  4. #3

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    Exakt, aber möglichst keine "Experten", die festgestellt haben, dass eine 5 cm dicke Wand aus Gasbetonsteinen nach oben drückt. Es sei denn, der Keller wurde anschließend um 180° gedreht.
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  5. #4
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    Zitat Zitat von rolf a i b Beitrag anzeigen
    nimm dir experten dazu, die was von der thematik verstehen!
    Das Stimmt natürlich, ist aber leider auch eine kostenfrage!

    Ich möchte ja im grunde eigentlich alles so lassen wie es ist, abgesehn davon mal mit Kalk zu streichen. Das sollte ja nicht schaden, oder?
    Und den Spalt mit Acryl schließen, dürfte wohl keine auswirkungen auf das gewölbe haben, oder?

    Hatte ja einen Experten da der meinte ich solle mir keine sorgen machen....
    "was raus fällt wieder mit zementmörtel verschliessen..."

    Wer kann denn sowas klären Statiker oder Architekt, gibts Experten für Gewölbekeller?
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  6. #5
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von svjm Beitrag anzeigen
    Exakt, aber möglichst keine "Experten", die festgestellt haben, dass eine 5 cm dicke Wand aus Gasbetonsteinen nach oben drückt. Es sei denn, der Keller wurde anschließend um 180° gedreht.
    Das haben die "Experten" erkannt die die Wand reingezogen haben.
    Heisst das, das Wändchen dürfte keine Auswirkungen auf das Gewölbe haben?
    Könnten die Risse dadurch entstehen das 1/3 verputzt wurde und das andere 2/3 nicht?
    Im verputzten Bereich sind keinerlei Risse entstanden...
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  7. #6

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    Ich denke nicht, dass da Risse entstehen können.
    Aber was sind das denn bitte für "Experten" ?
    Die Auswirkungen aufs Gewölbe sehe ich eher nicht.

    Grüße
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  9. #7
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    viel text, viele bilder - wenig infos...

    ohne dass ich auch nur ansatzweise kapier, was warum wo wann
    gemacht wurde, ein wort zum zementmörtel: selten soviel unfug,
    auch noch von einem nicht völlig fachfremden (maler), gelesen.
    was im neubau üblich ist, kann im uraltbestand zum megaschaden
    führen, gips + zement = treiberscheinungen + gefügeschäden.

    eine 5cm-wand freizustellen, ist auch eine glanzleistung! das ding
    ist nicht standsicher.

    um weitere quinten dieser "güte" möglichst zu vermeiden, kommst
    du um einen fachmann nicht drumrum. der wird vielleicht sogar
    im rahmen eines ortstermins sagen können, was zu machen ist.
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  10. #8

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    Zitat Zitat von fred23 Beitrag anzeigen
    Das Stimmt natürlich, ist aber leider auch eine kostenfrage!
    wenn du am falschen ansatz sparst, kann es am ende ein vielfaches von dem kosten was du vermeintlich sparen wolltest.

    gips hat in solch einem keller schon mal gar nichts verloren, gasbeton mit 5 cm als wand ist mit sicherheit nicht zulässig - ich kenne die wandhöhe nicht. ich würde 5 cm gasbeton nicht einmal 1 m hoch freistehend mauern lassen.

    was aus einem gewölbe rausfällt, muss fachgerecht wieder eingesetzt werden, mit zementmörtel wieder zu machen hält so lange, bis der mörtelbrocken im ganzen auch wieder nach unten poltert.
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