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  1. #1

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    Unglaublich... telekom legt nur Kupferkabel ins neue Baugebiet

    Hallo,
    ich möchte euch an einem Problem teilhaben lassen, von dem ich nie erwartet hatte, es einmal zu haben: Am Samstag haben wir Post von unserem Bürgermeister erhalten, in dem er uns mitteilte, dass die Versorgung mit Glasfaserkabel und Internet für alle seitens des Unternehmens nicht gewährleistet werden kann. Da es nur einen gesetzlichen Versorgungsauftrag für Telefon gibt, wurde ein Kupferkabel gelegt (statt des angedachten Glasfaserkabels) und somit können von über 70 neuen Häusern zwischen 25 und 30 mit einem Internetanschluß versorgt werden. Das Unternehmen begründet die Entscheidung mit einer sog. Wirtschaftlichkeitslücke. Das Angebot der Stadt, diese finanziell zu überbrücken, darf und wird aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nicht angenommen. Und ich kann das eigentlich gar nicht glauben: das Unternehmen wirbt ja aktuell mit dem Giganetz und legt zum neuen Baugebiet, welches mittelfristig erweitert werden soll, nur ein Kupferkabel? Willkommen im 21. Jahrhundert.
    Vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann diese hier mitteilen.
    Vielen Dank.
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  2. Unglaublich... telekom legt nur Kupferkabel ins neue Baugebiet

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von Hessekopp
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    Hallo,

    was ist denn mit den Kabelgesellschaften? Haben die dort etwas liegen?
    Ansonsten ist es in der Tat eine Wirtschftlichkeitsentscheidung die von der Telekom ebenso getroffen wird wie von den Konkurrenten am Markt. Wenn keiner etwas anbietet, dann scheint es sich für niemanden zu rechnen.
    Unglaublich finde ich das nicht - das ist mittlerweile die Realität. Aber man kann auch über Kupfer vernünftig versorgt werden, wenn man nicht zu weit von der nächsten Vermittlungsstelle wohnt.
    Was soll es denn geben in Puncto Bandbreite?

    beste Grüße

    Heiko
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  4. #3
    Avatar von Jürgen V.
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    In Delbrücker Land (33129 Delbrück Ostwestfalen/ NRW- weils sogerne verwechselt wird) wurde das so gehändelt.

    Kann man hier http://www.stadt-delbrueck.de/wirtsc...0000003366.php schön nachlesen. Ich denke es ist nur eine Frage wie man damit umgeht. Telecom ist nicht des Weisheit´s letzter Schluss.
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  5. #4
    Avatar von Hessekopp
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    Ja, das machen viele Gemeinden jetzt so, auch der Odenwald Kreis. Jedoch ist es auch so, dass die günstigen Grundstücke in idyllischer Landschaft irgendwo einen Haken haben. Wenn einem aber vorher Breitband versprochen wurde und es nicht umgesetzt wird, so würde ich auch mal beim Bürgermeister nachfragen, auf welcher Grundlage eventuelle Zusagen gemacht wurden.
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  6. #5
    Avatar von alex2008
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    wie war dass noch mal mit der Privatisierung und freiem Markt und besseren Leistungen für weniger Geld usw.?

    http://www.heise.de/ct/artikel/Markt...n-1581375.html
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  7. #6
    Avatar von Hessekopp
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    Ja davon ist nicht viel übrig geblieben. Aber zum einen entsteht die Konkurrenz zum T nur dort wo es sich für andere lohnt - vom T hingegen wird erwartet Glas bis auf die letzte Hallig zu legen. Trotzdem wird auch 25 Jahre nach der Privatisierung das T immer noch von der BNetzA reguliert, was aber für den Endkunden bisher keinerlei Vorteile gebracht hat. Lediglich die Preise im Festnetz und mittlerweile auch beim Mobilfunk sind deutlich gefallen.
    Vor 25 Jahren hieß es noch "Fasse Dich kurz" - das ist nun wirklich Vergangenheit, wenn ich sehe was telefonieren heute noch kostet.
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  8. #7

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    Schön wie hier - bar jeder Detailkenntnis - mit Stammtischparolen um sich geworfen wird...

    Dieses Dilemma ist der damaligen rot-grünen Bundesregierung zu verdanken!
    Aus gutem Grund hatte schwarz-gelb bei der Privatisierung ursprünglich ins Gesetz geschrieben, daß per einfachem Bundestagsbeschluß festgelegt werden kann, was jeweils die Grundversorgung darstellen soll (die von der DTAG ÜBERALL zu gleichen Konditionen angeboten werden muß). Damals war das eben ISDN. Heute wäre es wohl irgendetwas im Bereich von DSL 6000.
    In Ihrer unergründlichen Weisheit (man könnte es auch Geldgier oder Unvermögen nennen) hat die Nachfolgeregierung dann diesen Passus gestrichen, um Telekom-Aktienpakete aus Bundesbesitz teurer verkaufen zu können.
    Das Geld ist längst für irgendwelche Wohltaten verfrühstückt, das resultierende Problem aber hat Deutschland dauierhaft an der Backe.

    Tipp für den Fragesteller:
    Zugang über LTE oder UMTS prüfen!
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  9. #8
    Avatar von Hessekopp
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    Aha,

    Du bist ja der Oberchecker! Dann ist Dir auch bekannt, dass ISDN flächendeckend verfügbar ist. Den Vergleich ISDN=DSL6000 ziehst Du Dir aus der Nase heraus, wohlwissend dass es sich um zwei grundverschiedene Dinge handelt ob ich flächendeckend ISDN verfügbar mache oder DSL6000. Am Stammtisch bist Du sehr herzlich eingeladen.
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  10. #9
    Bauexpertenforum Avatar von Jonny
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    @ hessekopp
    lies mal Julius aussage nochmal gründlich, bevor du hier Blödsinn rumposaunst!!!

    Bei uns hat die Gemeinde das ganze in die hand genommen, Rudelzhausen.
    Mal schauen wann es in Betrieb geht, Leitung liegt schon im Haus!

    Grüsse
    Jonny
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  11. #10

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    Ist es denn so ungewöhnlich dass kein Glasfaser verlegt wird? Unser Grundstück wird in den nächsten Monaten durch die Gemeinde erschlossen, eine Vorbereitung für Glasfaser findet nicht statt.
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  12. #11
    Avatar von Hessekopp
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    Ich lese da Stammtischparolen, Behauptungen und unbewiesen Spekulationen. Ob die Telekom dem Julius mal sein Spielzeug weggenommen hat kann ich nicht beurteilen. Vielleicht solltest Du auch mal lesen!
    Dann hättest Du auch gelesen, dass es heute nicht unüblich ist dass die Komunen sich selbst behelfen weil ALLE Telefonkonzerne und mittlerweile auch Kabelanbieter sich scheuen dort Geld zu investieren weil sie nach Gewinn streben. Und mit den paar verstreuten Ameisen am Rande des Haufens lässt sich kein Gewinn machen. Nun verlangt jeder von der Telekom, dass sie Glas in jede Hütte legt - schließlich sind ja noch 30% des Kapitals in quasi Staatsbesitz. Obendrein wird dann dieser Anschluß "reguliert" und er muss diskriminierungsfrei allen sonstigen Anbietern die diese Investition nicht machen, offenstehen. Da hätte der Obermann aber wirklich einen am Sträußchen wenn er sich darauf einlassen würde. Soll doch der Staat diese 30% verkaufen, dann kannst Du von dem Geld schon einiges verbauen.
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  13. #12
    Avatar von Hessekopp
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    Zitat Zitat von Boergi Beitrag anzeigen
    Ist es denn so ungewöhnlich dass kein Glasfaser verlegt wird? Unser Grundstück wird in den nächsten Monaten durch die Gemeinde erschlossen, eine Vorbereitung für Glasfaser findet nicht statt.
    Nein, das ist der Normalfall (kein Glasfaser). Ein Ausbau mit Glasfaser bis zum Gebäude (Fiber to the home oder FTTH genannt) ist derzeit bei der Telekom projektiert und beginnt gerade mit dem Ausbau. Andere lokale Carrier bieten das teilweise schon in Metronetzen an, wie etwa Netcologne. Damit sind Bandbreiten im Gigabit Bereich denkbar. Die Regel derzeit ist aber immer noch das gute Kupfer Doppeladerpaar auf der last Mile oder der Coax Anschluß des Kabelproviders. Die erzielbaren Geschwindigkeit hier sind natürlich geringer. Der Glasfaserausbau findet aber schon lebhaft statt, etwa im Rahmen von Fiber to the Building, d.h. eine Liegenschaft wird per Glasfaser angefahren und dort wiederum auf die bestehende Coax oder Kupferleitung gewandelt oder bei dem Thema Fibre to the Curb wo bestehende Kupferkabel in der Verteilung gegen Glasfaser ersetzt werden um etwa VDSL zu ermöglichen (in diesen großen grauen Kästen an der "Curb").
    Das Problem bei FTTH sind die hohen Kosten, da sowohl geduddelt werden muss als auch die vorhandene Infrastruktur im Haus getauscht werden muss. Aus diesem Grund wird FTTH in ländlichen Gebieten wohl nicht zum Einsatz kommen.
    Hier hofft man mit LTE als Mobilfunkstandard eine bessere Grundversorgung zu erreichen (was Julius schon erwähnte).
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  14. #13

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    Du hast doch Leerrohe verlegen lassen, oder?

    Dann ist es doch das kleinste Problem sich Glasfaser ins Haus zu pusten, wenn die Technik bei dir Verfügbar ist.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Avatar von Der Bauberater
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    Zitat Zitat von Bastelfelix Beitrag anzeigen
    Vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann diese hier mitteilen.
    Vielen Dank.
    Es gibt Neubaugebiete (Wohnungsbau und Gewerbegebiete) da legt Niemand ein Kabel rein, noch nicht mal Kupfer
    Jeder soll sich dann an den Anbieter seines Vertrauens wenden und der kann dann vom letzten Knotenpunkt das gewüschte Kabel bis an den Bauplatz legen.
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  17. #15

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    In den Ort, in dem ich wohne, sind vor ein paar Monaten zwei Glasfaserstränge verlegt worden, aber in etwa die Hälfte der Haushalte nicht daran angeschlossen. Es wurde Glasfaser über eine Strecke von etwa 5 Km für vielleicht 30 Haushalte verlegt. Einen Teil des Geldes, welches man bräuchte die Technik auch für die weiteren Haushalte bereitzustellen, investiert der Anbieter nun in Werbung, um Internetzugänge per Funk anzubieten.

    Das als Überleitung zu LTE und UMTS...

    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Tipp für den Fragesteller:
    Zugang über LTE oder UMTS prüfen!
    (Zwar bin ich nicht der Fragesteller, bitte darum mich trotzdem mit meinen Erkundigungen und Meinungen einbringen zu dürfen.)

    Als Nutzer einer "DSL-Schleichleitung", informierte ich mich über mögliche Alternativen, also auch Funk. Die Eckdaten stellen sich bei LTE und UMTS so dar: Bei den "Einstiegstarifen" sind lediglich 10 GB Datenvolumen bei standortabhängigen, maximal möglichen Übertragungsraten inklusive. Mehr Volumen, in 10 GB Schritten, muss man sich dazukaufen. Hat man das Datenvolumen ausgeschöpft, wird für den Rest des Monats auf 384 kbit/s im Download gedrosselt.

    ...Bei LTE wird wohl 3G eingesetzt, was meinen wagen Erkundigungen zufolge eigentlich auch nicht der sonderlich aktuellste Stand der Technik ist, vergleichen mit dem Ausbau von VDSL und 50000 kbit/s. Anders gesagt bietet beispielsweise das "rosa T" LTE mit 7200 kbit/s an - hört sich erstmal nett an, aber wer sich den Anschluss innerhalb der Familie teilt und u.a. auch Internet-TV nutzen will, hat dieses bald ausgereizt.

    Bei UMTS teilen sich die Nutzer in einem Gebiet wohl eine Funkzelle, was bedeutet die Bandbreite wird auf die Teilnehmerzahl aufgeteilt. Das kann rechnerisch übel sein, ich kenne aber leider keine realen Zahlen.

    Ich habe Funk nicht ausprobiert, und werde es wegen der Volumenbeschränkungen, Drosselung und Preise auch nicht tun. Funk wäre nur dann eine Alternative, wenn es die Volumenbeschränkungen nicht gäbe. Außerdem sollten die Preise durchgängig vergleichbar zu denen vom normalen Kabel-DSL sein. Und wenn die Bereitstellung von Funk für den Anbieter teurer ist als Kabel, sollten die Preise zwischen den Zugangsarten solidarisch ausgeglichen werden.

    Eigentlich bleibt es nachvollziehbar, dass "Landeier" in Dingen, die Infrastruktur betreffend, benachteiligt sind. Andererseits wurden schon Stimmen laut, warum man für Kriechleitungen den gleichen Preis zu bezahlen hat. Die Anbieter können sich das erlauben, da man keine Wahl oder vollwertige Alternativen hat.


    Zitat Zitat von Jonny Beitrag anzeigen
    Bei uns hat die Gemeinde das ganze in die hand genommen, Rudelzhausen.
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    An eine Initiative dachte ich auch schon. Wäre interessant zu lesen was ihr gemacht habt. Ist der Datenbankfehler vorübergehend?
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