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  1. #1

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    Frage Dielenboden retten oder nicht?

    Hallo,


    ich habe einen alten Dielenboden in einem Schlafzimmer, den ich gerne retten würde. Also Abschleifen und neu Versiegeln.

    Hier findet man ein Bild: https://docs.google.com/open?id=0B81...DFaWDFTWWZrbTg

    Auf dem Boden war Linolium verklebt, daher sind, wie auf dem Bild zu sehen, großflächig noch alte Klebereste vorhanden. Am WE habe ich relativ viel davon abgekratzt. Dabei ist mir aufgefallen, dass das Holz an manchen stellen schon etwas morsch ist. Im Allgemeinen empfinde ich das Holz als ziemlich weich. Man kann mit einem Schaber leicht Verletzungen des Holzes erzeugen.

    Meine Frage ist: Kann ich versuchen den Boden noch zu retten und inwieweit schützt die Versiegelung das Holz und macht es "nutzbar".

    Gruß und Danke
    Marco
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  2. Dielenboden retten oder nicht?

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  3. #2

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    du solltest versuchen heraus zu bekommen, wie dick die dielen sind, was darunter ist und wieviel abstand die tragkonstruktion hat. davon wird erst einmal der erhalt der dielen abhaengen. nicht mehr tragfaehige dielen muessen ausgetauscht werden.
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  4. #3

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    Wenn es sich schon "morsch" anfühlt, wird eine Versiegelung auch nichts mehr retten. Die Dielen sind dann vermutlich hinüber.

    Lass das mal von einem Schreiner begutachten. Der kann Dir sagen ob noch was zu retten ist, oder ob man die Dinger nicht besser austauscht. Vielleicht ist ja nur die Oberfläche ruiniert und man kann die Dinger abschleifen, oder aufarbeiten, oder......sie taugen noch als Brennholz

    Gruß
    Ralf
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  5. #4

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    Also jetzt mal unabhängig von dem Zustand der Diele an sich ...

    Wenn ich mir das Bild so anschaue, reden wir hier nicht von historisch nicht unbedingt wertvollem Bestand. Auf den Dielen befinden sich großflächig Klebereste und Belagreste. Diese zu entfernen und nachfolgend zu schleifen halte ich bei DIESEN Dielen für nicht sinnvoll. Wenn ich mir Arbeitszeit vorstelle die Belagreste zu entfernen und dann einen ordentlichen Schliff auf die Fläche zu bekommen, dann ist die Dielung mit Sicherheit rausgerissen und einmal neu verlegt.

    Soll jetzt aber keine Aufforderung sein. Das Gesamtbild und ein paar weitere Faktoren, wie Anschlusssituationen und Unterkonstruktion etc. pp. spielen hier auch eine Rolle. Und dies kann nur, wie Rolf bereits erwähnte, aus dem Kontext bewertet werden.
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  6. #5
    Avatar von Hessekopp
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    Hallo Marco,

    dem Bild nach zu urteilen viel Arbeit, aber machbar. Was ist es denn für ein Holz? Wie Vorschreiber schon angemerkt haben, wie ist die Unterkonstruktion? Im Altbau hat man schon einmal großzügige Abstände und eine Sandschüttung (ist dann super beim Staubsaugen). Wie sind die Dielen vernagelt? Vielleicht ist es ja eine Möglichkeit die Dielen umzudrehen und dann zu schleifen?
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  7. #6
    Avatar von Flocke
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    Das Aufarbeiten der Dielen ist nicht so dramatisch und, ordentliches Holz vorausgesetzt, deutlich schneller als neu verlegen. Sollten Die Dielen wirklich weich sein, oder extrem Wurmstichig, sollte man wirklich über einen Austausch nachdenken. Eine vernünftige Diele kostet auch nicht mehr die Welt. Umdrehen wird nichts, da man die Dielen meist nur von einer Seite vernünftig spunden.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Hessekopp Beitrag anzeigen
    Vielleicht ist es ja eine Möglichkeit die Dielen umzudrehen und dann zu schleifen?
    Nein.

    Dielen gehören aus meheren Gründen grundsätzlich nicht gedreht.

    ein paar stichworte sind:

    - ausgehobelt?
    - asymmterische Nut/Feder
    - Schüsseln
    - Sortierung

    Das mit dem Ausbau dieser Dielen und eine Zweitverwenduung im Wohnraum als Sichtfußboden kannste mal glatt vergessen. Neu ist billiger.
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  9. #8
    Themenstarter

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    Danke schon mal für die bisherigen Beiträge. Ich schlage vor ich mache noch ein paar qualitativ bessere Bilder und stelle sie dann hier zur Verfügung.

    Gruß
    Marco
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  10. #9

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    Das ist ein Plan.

    Auch mal die Situation an der Tür, ein Übersichtsbild und ein Bild vom Wandanschluss ohne Kehrleiste
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  11. #10
    Avatar von Lukas
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    Spar Dir die Bildchen!
    Mach lieber nen Probeschliff mit 16er Körnung oder lass einfach jemanden ran, der weiß, was er da macht.
    Der Kleber ist kein Gegner.

    Gruß Lukas.
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  12. #11
    Avatar von Hessekopp
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    was für die dicke Hummel
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Flocke Beitrag anzeigen
    Oh weh, jetzt gehts los...
    Das Aufarbeiten der Dielen ist nicht so dramatisch und, ordentliches Holz vorausgesetzt, deutlich schneller als neu verlegen. Sollten Die Dielen wirklich weich sein, oder extrem Wurmstichig, sollte man wirklich über einen Austausch nachdenken. Eine vernünftige Diele kostet auch nicht mehr die Welt. Umdrehen wird nichts, da man die Dielen meist nur von einer Seite vernünftig spunden.

    Zustimmung.
    Im Schlafzimmer meiner Eltern sah das ganze nach dem Entfernen des alten Belags ähnlich aus. Ich dachte auch, da ist wohl nicht mehr viel zu machen. Aber unglaublich, was ein Fachmann in ein paar Stunden mit den richtigen Maschinen da rausholen kann.

    Gruß
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  14. #13
    kappradl
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    Zitat Zitat von checkup Beitrag anzeigen
    Man kann mit einem Schaber leicht Verletzungen des Holzes erzeugen.
    Das ist ja bei vielen Massivhölzern nicht so schwer. Was für Holz ist das? War da jemals richtig geschliffen und wurde das als Fußboden (ohne Belag) genutzt? Wie alt ist das Haus?
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Avatar von Flocke
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    das sieht man doch auf dem Bild. Der Boden war einst geschliffen und versiegelt bevor dann der Teppich verklebt wurde. War ja modern.
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  17. #15
    Avatar von Hessekopp
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    Naja, die Dielen die wir in der Studentenzeit abgeschliffen haben, waren meist irgendwelche Nadelhölzer ohne Nut und Feder auf besagter Lattenkonstruktion mit Sandschüttung. Das was geschüsselt hat wenn die eine oder andere Diele gedreht wurde, wurde mit dem großen Hummelsatz geplättet. Eine Sortierung gab es da nicht, da dieser Bodenaufbau schon für Oberbelag gedacht war, oder mit Ochsenblut getränkt wurde. Die Häuser aus der Zeit hatten kaum edle Hölzer liegen. In den 50ern wurde dann alles mit Linoleum beklebt. Danach in den 80er und 90ern verschiedene Schichten Teppichboden auf Spanplatte. Die Unebenheiten wurden mit einem dünnen Ausgleichsestrich ausgefüllt. Dann schön abgeschliffen ohne Atemschutz und versiegelt - mir wird schlecht wenn ich heute daran denke...
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