Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 20
  1. #1

    Registriert seit
    01.2005
    Ort
    Rhein-Neckar-Kreis
    Beruf
    Mutiger Häuslebauer
    Beiträge
    13

    Kellerwand undicht! Dichtigkeit prüfen?

    Hallo Zusammen,
    Schade eigentlich habe ich gedacht das es auf unserem Bau ganz gut läuft und ich nicht so oft die Hilfe des Forums in Anspruch nehmen müsste.

    Aber nach dem Problem mit der Treppe (das immernoch nicht gelöst ist) hat sich jetzt eine neues Problem ergeben.

    Am Wochenende hat es, seit unser Keller Abgedichtet und Verdichtet ist, zum ersten Mal geregnet. Am Tag drauf habe ich dann gesehen, das an zwei stellen im Keller Wasser durch die Wand gedrungen ist. Der Keller ist gemauert mit KLB-Steinen und mit zweilagiger (zweikomponenten?) Bitumen anstrich abgedichtet. Zum Schutz vor Steinen beim Verdichten sind noch 2cm Syrophor und eine Noppenbahn davor.

    Der Rohbauer ist jetzt angehalten die beiden Stellen nochmal richtig abzudichten (frist 1. Juli).
    Danach würde ich gerne prüfen ob der Keller jetzt dicht ist. Ich habe meinem Architekt gesagt, das ich dafür gerne die Erde rund ums Haus kräftig mit einem Schlauch wässern würde. Daraufhin hat mein Architekt gemeint, ob wir wahnsinnig wären, das dürften wir nicht machen!

    Jetzt meine Frage: Wieso? Das muß der Keller doch abkönnen, oder
    Wenn es später mal krätig regnet ist es ja nicht anders.

    Ich würde halt gerne jetzt Wissen ob der Keller dicht ist und nicht erst im Herbst wenn die Wänder verputzt und tapeziert sind, bzw. die Aussenanlagen angelegt.

    Also was spricht gegen Wässern?
    Und wenn wirklich was dagegen spricht, welche Alternativen gibt es die Dichtigkeit des Kellers zu prüfen?

    Wäre für Statements und dankbar, am besten schnell, da ich mich heute um 18:00h mit dem Rohbauer und dem Archtiketen auf der Baustelle treffen werde

    Gruß

    JoMan1
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Kellerwand undicht! Dichtigkeit prüfen?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2
    Bauexpertenforum
    Registriert seit
    07.2003
    Beiträge
    5,056
    Gegen die Simulation eines Starkregens durch Bewässerung spricht überhaupt nichts. Sie sagen völlig richtig, daß Ihr Keller das abkönnen muß.

    Was mich etwas wundert: 2 cm Perimeterdämmung außen + Noppenbahn, innen Verputz und Tapete? Kommen in den Keller beheizte Räume?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3
    Avatar von JDB
    Registriert seit
    05.2002
    Ort
    Weserbergland
    Beruf
    Tragwerksplaner
    Beiträge
    4,924
    Wir können zwar viel , aber hier sind unsere Grenzen. Den ultimativen Tipp, auch noch mit Zeitlimit (!) kannste hier nicht erwarten.

    Eine Schlauchbewässerung ist jedenfalls ein Lastfall, den Deine Abdichtung ohne weiteres aushalten können muß.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4
    Bauexpertenforum Avatar von stefan ibold
    Registriert seit
    01.2003
    Ort
    bad oeynhausen / garbsen
    Beruf
    dachdeckermeister
    Benutzertitelzusatz
    öbuv SV der HWK OWL zu Bielefeld
    Beiträge
    2,500

    ein bisschen verwirrt

    Moin,

    da Sie ja nun einen Architekten beschäftigt haben, wird dieser ja auch sicherlich ein Bodengutachten erstellt lassen haben (komisches Deutsch).
    Danach richtet sich im Zweifel die Art der Abdichtung.
    Und hier komme ich noch leicht ins Grübeln. Hintergrund ist die Diffusionsproblematik. Ich kenne den Stein nicht (Daten sd-Wert) und weiß daher nicht, wie der sich verhält, wenn außen eine dampfdichte Abdichtung angeordnet ist. Die 20 mm Dämmung sind dabei so ziemlich egal.

    Sie haben m. E. auf jeden Fall einen Anspruch auf einen dichten Keller. Und ich sehe bislang aus meiner Sicht keinen Grund, das nicht mit dem Gartenschlauch zu überprüfen. Der keller muß ja auch bei einem Starkregenereignis dicht sein
    Der Archi ist auch angehalten, Ihre Interessen zu vertreten. Dazu zählt, dass er bei substantiellen Arbeiten häufiger auf der Baustelle ist und die ausgeführten Leistungen beurteilt. Das scheint er offenbar nur unvollständig gemacht zu haben.

    Grüße
    stefan ibold
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5

    Registriert seit
    06.2005
    Ort
    Hannover
    Beruf
    Architekt
    Beiträge
    34,325

    Vorher klären...

    für welchen Lastfall Ihre Abdichtung ausgelegt wurde - und für welchen sie hätte ausgelegt sein müssen! Und beim Sanieren die Schadenursache feststellen!
    Wenn auf Grund Ihrer Bodenverhältnisse eine Abdichtung gegen Erdfeuchte reicht, könnte eine Bewässerung mittels Schlauch einen Lastfall simulieren, den Ihre Abdichtung gar nicht aushalten muss -> Versagen vorprogrammiert.
    Denn mit einem Gartenschlauch erreicht man/frau da nicht viel!
    Kellerdecke mit Folie dichten und dadrauf den Schlauch von der Feuerwehr, damit das Wasser an allen Seiten gleichmässig (halbwegs) ankommt.
    MfG
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6
    Themenstarter

    Registriert seit
    01.2005
    Ort
    Rhein-Neckar-Kreis
    Beruf
    Mutiger Häuslebauer
    Beiträge
    13
    Hallo Zusammen,

    Erstmal Danke für die Antworten. Auch wenn das Zeitlimit eng war habe ich doch die Auskunft die ich wollte.

    Also Bodengutachten gab es nicht. Es gibt aber auch kein Grundwasserproblem wo ich baue. Wir haben einen Sandig/lehmigen Boden. Keine Ahnung wie der genau heißt bzw. definiert ist.

    Ursprünglich sollte der Keller mit Dichtschlämme abgedicht werde. Der Rohbauer hatte aber wg. der porösen Oberfläche des Steins bedenken das mit mineralischer Dichtschlämme dicht zu bekommen, also haben wir (Bauherrn, Architekt, Rohbauer) auf Bitumendichtmasse im zweikomponten? Zweischicht Anstrich geeinigt. In dem Vertrauen auf den architekt dass das dann dicht ist.


    Die 20 mm Styrophor sind nicht als Perimeter Dämmung gedacht, sondern lediglich als Schutz vor spitzen Steinen beim Verdichten.
    Auch hier habe ich auf meinen architekten vertraut, der sagte das, obwohl ein Teil der Räume beheitzt werden, keine extra Dämmung notwendig ist. Da der Stein selbst so gut gedämmt wäre.


    "...Der Archi ist auch angehalten, Ihre Interessen zu vertreten...."

    Da habe ich mittlerweile meine Zweifel. Er scheint mir überfordert mit den Problemen und würde am liesten alles Todschweigen, fertig werden und abhauen.
    Wir haben mittelweile schon "Angst" ihn was zu Fragen oder auf Sachen hinzuweisen, da er immer komischer (patziger wird). Aber das ist eine andere Geschichte.

    Nochmal, ein "normal" abgedichteten Keller (der keine Grundwässer, Druckwässer oder sonstiges aushalten muß) muß eine simulieren mit Wasserschlauch aushalten?

    Die Idee mit dem Feuerwehrschlauch auf die Kellerdecke geht leider nicht mehr, da da das Haus schon drauf steht
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7
    Bauexpertenforum
    Registriert seit
    07.2003
    Beiträge
    5,056
    Gehts auch genauer: Sandig/lehmiger Boden?

    Die genaue Bodenbeschaffenheit ist für den Lastfall und damit für die Wahl der erforderlichen Abdichtung von Bedeutung! Unter Umständen liegt nämlich der Lastfall aufstauendes Sickerwasser vor.

    Dann Drainage erforderlich!

    Wenn Drainage erforderlich, aber nicht vorhanden ist:

    Bitumendichbeschichtung entspricht nicht den aRdt. Kann allerdings funktionieren, wenn zusätzliches Gewebe eingebaut wurde. Dann muß der Bauherr zusätzlich darüber informiert/aufgeklärt worden sein und er muß zugestimmt haben, daß nicht im Einklang mit den aRdT abgedichtet wird.

    Zwei undichte Stellen bereits vorhanden! Mir schwant übles.

    Ob die Dämmung reicht für beheitze Räume ???

    " Spitze " Steine haben in der Baugrube grundsätzlich nichts verloren.

    Fachmann vor der Abnahme hinzuziehen. Der Archi ist offensichtlich kein Fachmann.

    Bewässern nur unter ständiger Aufsicht, ansonsten ist im Keller möglicherweise ein Schwimmbad. Vielleicht ist das auch die Befürchtung, die der Architekt hat.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8

    Registriert seit
    06.2005
    Ort
    Hannover
    Beruf
    Architekt
    Beiträge
    34,325

    Au weh...

    KLB mit Schlämme abdichten. Autsch
    Boden untersuchen lassen, Lastfall ermitteln und dann die vorhandene Abdichtung mit der erforderlichen abgleichen. Wenn der Bestand nicht geeignet ist, dürfte Ihr Archi ein Problem haben, ebenso wie die Firma, die die Pampe draufgebracht hat, ohne Bedenken anzumelden.
    Ihnen blieben dann die Mehrkosten zwischen dem was Sie schon bezahlt haben und den Kosten, die für eine fachgerechte Abdichtung anfallen.
    -
    Mit was ist denn da angefüllt worden???? Doch wohl hoffentlich nicht mit dem Aushub, nur weil´s 1000 € spart?
    -
    Und wenn die Kellerräume zu Wohnzwecken genutzt werden sollen, also eine Heizung kriegen, sind die Wände + der Boden zu dämmen.
    -
    MfG
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9
    Baufuchs
    Gast
    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer
    Und wenn die Kellerräume zu Wohnzwecken genutzt werden sollen, also eine Heizung kriegen, sind die Wände + der Boden zu dämmen.
    -
    MfG
    Und im EnEV Nachweis ist das nachzuweisen bzw. zu berücksichtigen!
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10
    Themenstarter

    Registriert seit
    01.2005
    Ort
    Rhein-Neckar-Kreis
    Beruf
    Mutiger Häuslebauer
    Beiträge
    13
    "....Gehts auch genauer: Sandig/lehmiger Boden...."

    Nee, wie gesagt haben ja kein Bodengutachten machen lassen.

    Drainage gibst auch keine. Hatte ich nachgefragt, daraufhin sagte der Architekt wäre nicht nötig. Ok, muß ich ihm glauben, denn ich bin kein Fachmann.
    Und ja, es wurde der Aushub wieder verfüllt. Auch hier meinte der Architekt, das er da keine Bedenken hätte wg dem Material.

    Bei der Dichtschlämme hat der Rohbauer bedenken angemeldet ob das Dicht wird (anscheinend, wie man jetzt hier hört, nicht). Nach Diskusion mit dem Architekt (welcher auf Dichtschlämme beharte, weil angeblich Stand der Technik) und dem Rohbauer haben wir uns auf Bitumendickbeschichtung geinigt. Weil es mir auch sicherer vorkam als die Dichtschlämme war ich hier der Meinung des Rohbauers. Ein Gewebe wurde meines Wissens nach nicht eingebaut.

    Zwei Kellerräume sollen Teilweise für Wohnzwecke genutzt werden. Einer wird mein Büro/Hobbyraum der andere eine Art Bügel-/Gästezimmer.
    Bodenplatte ist von unten gedämmt mit 10cm Styrudur. Wände wie gesagt nicht extra gedämmt. Laut Architekt und Statiker wäre das OK. Also muß ich es ja glauben.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11

    Registriert seit
    11.2004
    Ort
    Saarland
    Beruf
    architekt
    Beiträge
    4,217
    besagter kollege hat jetzt wohl wirklich ein problem.
    er soll ihnen die DIN 18195 1-6 vorlegen und ihnen erklären welche art der abdichtung er warum gewählt hat.
    für die klassifizierung des bodens gilt DIN 18130.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12
    Themenstarter

    Registriert seit
    01.2005
    Ort
    Rhein-Neckar-Kreis
    Beruf
    Mutiger Häuslebauer
    Beiträge
    13
    Finde ich diese beiden DIN´s irgendwo? oder kann mir die jemand zukommen lassen?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13

    Registriert seit
    11.2004
    Ort
    Saarland
    Beruf
    architekt
    Beiträge
    4,217
    Beuth verlag hat das monopol drauf und die weitergabe ist immernoch strafbar, sonst hätt´ ich se auf unseren server geschickt.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14

    Registriert seit
    06.2005
    Ort
    Pforzheim
    Beruf
    Programmierer
    Beiträge
    295
    Hast Du eine Uni-Bibliothek in der Nähe? Wenn ja, mal hinfahren.

    Ansonsten mal nach den DIN-Normen in Google suchen. Verschiedene Herrsteller haben gezeigt, wie Ihre Mauerwerke etc. für die Lastfälle der DIN abzudichten ist.

    Mario
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15

    Registriert seit
    07.2004
    Ort
    Norddeutschland
    Beruf
    Softwareentwickler
    Benutzertitelzusatz
    Bauherr
    Beiträge
    132
    Vielleicht mal beim Bund deutscher Zementindustrie schauen. Dort gibt es eine Reihe von Merkblätter u.a. auch zum Kellerbau.

    Z.B.: Keller - richtig gebaut und besonders zu empfehlen das Merkblatt H10, wasserundurchlässige Betonbauwerke.

    Hier geht es zwar um Beton, es steht aber auch einiges über Abdichtungen bei entsprechenden Lastfällen drin.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

Ähnliche Themen

  1. Balken-Statik vorher prüfen?
    Von mingo im Forum Sanierung konkret
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 29.05.2007, 20:24
  2. Vertrag vom Rechtsanwalt prüfen lasssen?
    Von Vera1969 im Forum Bauvertrag
    Antworten: 10
    Letzter Beitrag: 11.02.2005, 13:37
  3. Dichtigkeit von Innentüren
    Von Tino im Forum Fenster/Türen
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 27.10.2004, 09:49