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  1. #1

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    Frage Porenbeton - abdecken oder nicht?

    Hallo zusammen,

    ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen.

    Wir bauen mit einer großen Baufirma im Eifeler Kreis. Eifel, das bedeutet: Viel Regen (besonders in einem Sommer wie diesem).

    Die Firma baut mit Ytong. Nun kam es kürzlich zu Verunsicherungen unsererseits, was die Verarbeitung von Ytong betrifft.

    Ein Freund von mir ist Maurer von Beruf. Er ließ mich bei einem Gespräch wissen, dass es bei Ytong unbedingt erforderlich sei, die Baukrone nach jedem Arbeitstag abzudecken.

    Ich habe daraufhin im Internet recherchiert und sah diese Aussage vielfach bestätigt.

    Ich habe gestern bei einem Telefonat mit meiner Baufirma nachgefragt, ob es dort üblich sei, Ytong gegen Regen zu schützen.
    Dies wurde verneint, Abdecken sei bei Ytong nur im Winter notwendig. Im Sommer sei Regen sogar von Vorteil.

    Ich habe bereits den Hersteller angemailt, doch es meldete sich bisher keiner.
    Könnt ihr mir weiterhelfen?

    In anderen Bauherrenforen höre ich auch: "In unserem Neubaugebiet werden die Porenbetonbauten abends immer abgedeckt..."

    Das kann doch nicht wahr sein...?! Alle wissen davon, nur unser Bauleiter nicht?!

    HELP!

    Liebe Grüße und vielen Dank im Voraus!

    Wackerstein
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  2. Porenbeton - abdecken oder nicht?

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  3. #2

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    bei uns im Baugebiet sind grad aktuell 3 Rohbauten von 2 unterschiedlichen Baufirmen. Alle 3 werden mit Poroton Steinen errichtet, bei denen selbst auf der Homepage von Wienerberger steht, dass die Steine gegen Regen zu schützen sind.
    Nach dem letzten Unwetter sehen die Steine auch dementsprechend nass aus, vor allem in der untersten Reihe, da die Steine nur getaucht wurden und somit das Wasser bis nach unten fließt.

    Scheint also nicht nur bei euch ein Problem zu sein, dass es eigentlich alle wissen aber in der Praxis viele es nicht machen!?

    Ob man Poroton und Porenbeton da jetzt vergleichen kann, hab ich keine Ahnung... kenne nur den Link oben und die Bilder meines Baugebiets dagegen...
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  4. #3
    Avatar von Flocke
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    Nimm Dir doch einfach ein Stück von dem Stein und stelle Ihn in eine Schüssel mit Wasser. Am nächsten Morgen nachsehen und für sich selber entscheiden wieviel Feuchtigkeit man im Haus haben möchte. Diese Steine ziehen sehr viel Wasser und sollten abends abgedeckt werden(Die Steine auf dem Hof auch), ansonsten dauert es ewigkeiten bis das Haus durchgetrocknet ist
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  5. #4
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    Hallo,

    vielen Dank für die Antworten!

    Die Frage aller Fragen ist jetzt: Wie bring ich den Bauleiter dazu, die Abdeckung anzuweisen, wenn er das nicht für nötig hält?

    Ist jetzt für alte Hasen vielleicht eine blöde Frage, aber ich baue zum ersten Mal.

    Ich warte ja noch auf die Antwort von Ytong, dann hätte ich etwas handfestes. Aber wenn er dann immer noch mit "haben wir immer so gemacht" kommt?

    Wie geht man da am Besten vor?

    Wäre sehr dankbar für Tipps!

    LG
    Wackerstein
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  6. #5
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    Alles wird gut, der Baueiter hat sich gerade gemeldet.

    Sie werden den Rohbau abdecken. Ich habs schriftlich.

    Wobei der Onkel meiner Referendarin, Bauingenieur und seit Jahren Ytong-verarbeitend, inzwischen Entwarnung gegeben hat. Es ist wohl tatsächlich so, dass der Ytong nicht unbedingt abgedeckt werden MUSS.

    ABER - es schadet nichts und sie machen es und so sind wir auf der sicheren Seite!

    Vielen Dank an alle, die geantwortet haben!

    LG
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  7. #6

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    Man MUSS im Sommer nicht unbedingt, da der Stein davon nicht kaputtgeht.
    Aber man SOLLTE schon!
    Denn wenn man es nicht tut, haben die Bewohner monate- bis jahrelang jede Menge unnötiger Feuchtigkeit im Haus. Gibt schicken Schimmel, z.B. an der Scheuerleiste.
    Außerdem führt es zu höheren Heizkosten.

    Also, wers mag - nur zu...
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  8. #7
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    So ungefähr hab ich mir das gedacht... dass ich dann längere Trocknungszeiten hab und/ oder sogar ein Schimmelproblem kriegen kann.

    Ich bin echt erleichtert, dass unser Bauleiter so schnell eingelenkt hat.

    Kontrollieren werd ichs trotzdem.
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  9. #8

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    hätte man eigentlich eine Handhabe, wenn der Bauleiter nicht eingelenkt hätte und es dann stark regnet?
    Ist also eine durchnässte Mauer ein Mangel? Falls ja, was könnte man verlangen zum Abstellen des Mangels? Bautrockner auf Kosten des Rohbauers?
    Oder ist es "nur" Pfusch, optischer Mangel, Unanehmlichkeit gegen die man nichts machen kann außer vorher explizit eine Abdeckung zu vereinbaren?
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  10. #9

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    Toll, was hier so geschrieben wird....

    [Ironie]
    Ich oute mich mal wieder, die Aussenwände meiner Bude sind komplett aus Porenbeton (Nein, nicht Poroton), das Haus hat nun 2 Winter ohne Aussenputz hinter sich gebracht, und es ist zum verzweifeln, trotz teilweise mehrtägigem starken Regen gegen die Westseite, trotz Eisregen, der am Mauerwerk festgefroren ist, trotz Schlagregen usw... die drecks Wände stehen immer noch genauso da wie vorher, es ist nichts abgebröselt, der Kalkgipsputz innen hat sich nicht vollgesogen und ist von der Mauer abgefallen bzw. aufgequollen oder weggeschimmelt, sogar ein paar Reste, die ich nun seit fast 2 Jahren "bewittere" liegen immer noch so da wie am Anfang und haben sich nicht in Staub, Kompost, weißen Schleim oder sonstwas verwandelt....
    [/Ironie]

    @Wackerstein: Lass dich nicht verrückt machen, Abdecken kann grundsätzlich nicht schaden, schon alleine weil der Kleber darauf ausgelegt ist trockene Steine zu verkleben, und keine tropfnassen, aber selbst wenns dir die Mauerwerkskrone 1,2 Tage am Stück anregnet hast du noch lange nicht die Probleme, die du bei selben Bedingungen mit nem Ziegel hättest

    PS: Trotz meiner Aussage oben kanns aber nicht schaden früher oder später trotzdem außen verputzen zu lassen, bei mir gehts jetzt dann los
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  11. #10

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    Bei Deinen Lobesreden (über Dinge, die hier keiner behauptet hatte...) übersiehst Du aber, um wieviel der Dämmwert der nassen bzw. feuchten Steine schlechter ist, als er bei trockenen Steinen wäre!

    Du bezahlst den gesparten Zins fürs spätere Verputzen also mit der Heizkostenrechnung.
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  12. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  13. #11

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    Eine Lobesrede sieht bei mir ganz anders aus, und die hat weder der Porenbeton noch der Poroton verdient. Aber selbst wenn es eine wäre, dann sind wir nun auch wieder quitt, weil du mir eine falsche Sparmentalität unterstellst, welche aus meinem Post nicht hervorgegangen ist

    Der Hauptgrund für das späte Verputzen ist bei mir zumindest nicht irgendeine Ersparnis von ein paar hundert Euro, sondern schlicht und einfach um der Bude ein paar Monate extra Zeit zum Setzen zu geben, bevor sie eingepackt wird, und ich denke dem Austrag der Baufeuchte dient es auch ein bisserl, weil ich bisher eben nicht bestätigen kann dass das Wasser weiter als ein paar mm in die Steine reinzieht.

    Aber ein interessanter Ansatz, wenn hier jemand zuviel Zeit hat könnte er das mit dem schlechteren Dämmwert mal durchrechnen, mich würde nicht mal wundern wenn die Zusatzheizkosten günstiger als der angenommene Zins wären...
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  14. #12
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    Hallo,

    nochmals vielen Dank an alle, die geantwortet haben.

    Zur Vervollständigung hier die Stellungnahme der Fa. Ytong zum Thema:

    "Sehr geehrte Frau Wackerstein,

    Porenbeton sollte wie jedes andere Mauerwerk auch vor Feuchtigkeit geschützt werden.
    Im Gegensatz zu Kalksandstein oder Ziegel dauert eine mögliche Durchfeutung beim
    Porenbeton viel länger. D.h. ein Porenbeton ist aufgrund seiner Stuktur nicht saugfähig.
    Sollte jedoch der Stein durch lange Feuchtebeanspruchung belastet werden, dauert es
    lange diesen zu entfeuchten."

    Grüße!
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