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  1. #1

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    Rotes Gesicht Kaltdach mit diffusionsdichter Dachpappe

    Hallo Leute!

    Ich möchte gerne den Dachboden meines alten Hauses (ca. 100 Jahre) dämmen.

    Derzeit Kaltdach mit diffusionsdichter Dachpappe und darauf liegen Eternitplatten.
    Das Dach ist ca. 25 Jahre alt und beim Einbau der neuen Dachflächenfenster wurde die vorhandene Dachpappe vom Dachdecker als "diffusionsdicht" bezeichnet, und er meinte, dass ich UNBEDINGT (!) eine Hinterlüftung vor der Isolierung machen muss, da die Dichtheit der Dachpappe nicht zu 100% garantiert werden kann.

    Der Innenausbauer sagt, dass dies nicht notwendig sei.
    Er will den Raum zwischen den Sparren mit diffusionsdurchlässiger Folie abdichten und dann alles mit Dämmmaterial ausblasen.
    Querlattung drüber, die hohl bleibt für Elektroinstallation. Darauf dann Rigips.

    Also zwei Experten, zwei Meinungen.

    Ich vermute, dass weitere Experten, auch weitere Meinungen bringen, darum hoffe ich in diesem Forum auf Kommentare von Leidensgenossen, die diesen Schritt vielleicht schon hinter sich haben und auch Erfahrungen (positiv oder negativ) mitteilen können um mir meine Entscheidung nun zu erleichtern (oder erschweren).

    Das Dach abdecken und eine neue Folie darunter zu legen steht derzeit ausser Frage (um das gleich zu klären). Ich habe eine Dachfläche von fast 400 m2 und kann mir das jetzt nicht leisten.

    Liebe Grüße und in der Hoffnung auf konstruktive Antworten
    Rudi
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  2. Kaltdach mit diffusionsdichter Dachpappe

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von Flocke
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    Das sollte man unbedingt durchrechnen um sicher zu gehen däs die daemmung nicht dauerhaft feucht bleibt. Ohne hintetlueftung muessen schon mehrere Faktoren stimmen
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  4. #3
    Themenstarter

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    Wie wird das berechnet, bzw. wer kann das? Du? Welche Infos brauchst Du und (natürlich) was kostet es!?
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  5. #4
    Avatar von Flocke
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    Die Anwendungstechniker der großen Hersteller von Dampfbremsmembranen und Einblasdämmstoffen rechnen gerne den Aufbau durch und sagen mit welchen Risiken Sie zu rechnen haben. Steht das Dach ungünstig zur Sonne, würde ich auf jeden Fall davon abreten auf eine Belüftungsebene zu verzichten. dann reicht das Rücktrocknungspotential nicht mehr aus und die Dämmung bleibt feucht.
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  6. #5

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    da kann ich Flocke in den wesentlichen Punkten zustimmen.
    nur nicht in dem Punkt, dass die Hersteller immer auf Risiken hinweisen.

    es kann funktionieren, wenn
    - keine zusätzliche Masse auf der dampfdichten Abdichtung liegt (KO-Kriterium kann schon ein Gründach, Kiesschicht oder ein Plattenbelag darauf sein)
    - keine längerfristige Verschattung (auch Teilverschattung) vorliegt
    - die Arbeiten perfekt ausgeführt werden und die Dampfbremse ohne Unterbrechung die gesamte Fläche (und darüber hinaus) umfasst
    - aus der Nutzung keine hohen Feuchtemengen kommen
    - die Sache im Sommer eingebaut wird (im Winter nur dann, wenn noch weitere Bedingungen stimmen)
    - alle Bauteile innerhalb des Dachs trocken sind und auch keine neue Feuchtigkeit hinzukommt...

    ich hab aber auch schon so ausgeführt, mit Erfolg. In einem Testaufbau konnten wir schon nachweisen, dass komplett feuchte (eingeschlossene) Schalung (mehr als 30 M.-%) innerhalb eines Jahres ausgetrocknet ist...
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  7. #6
    Themenstarter

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    Hallo Alfons,

    - keine zusätzliche Masse auf der dampfdichten Abdichtung liegt (KO-Kriterium kann schon ein Gründach, Kiesschicht oder ein Plattenbelag darauf sein)
    * auf der dampfdichten Abdichtung ist eine Querlattung für die daraufliegenden Eternitplatten
    - keine längerfristige Verschattung (auch Teilverschattung) vorliegt
    * rund um mein Haus stehen nur niedrigere Häuser und daher ist während dem Verlauf eines Tages jede Seite der Sonne ausgesetzt
    - die Arbeiten perfekt ausgeführt werden und die Dampfbremse ohne Unterbrechung die gesamte Fläche (und darüber hinaus) umfasst
    * das hoffe ich, da ich es von "Profis" machen lassen
    - aus der Nutzung keine hohen Feuchtemengen kommen
    * es werden Wohnräume - welche Berechnung da zu tragen kommt bzw. wie viel Feuchtigkeit ein Mensch abgibt, weiß ich nicht ...
    - die Sache im Sommer eingebaut wird (im Winter nur dann, wenn noch weitere Bedingungen stimmen)
    * sollte in den nächsten beiden Monaten passieren - also Sommer
    - alle Bauteile innerhalb des Dachs trocken sind und auch keine neue Feuchtigkeit hinzukommt
    * alle Bauteile des Dachs sind trocken - das haben mir zumindest der Dachdecker und der Zimmerer, der die Deckenkonstruktion macht, versichert.

    Ich habe mir die Spezialfolie von Pro Clima angesehen, die vielleicht ideal wäre (http://de.proclima.com/systeme/luftd...-innen/intello)

    Wäre dann eine Dämmung ohne Belüftungsebene möglich, oder sollte dennoch eine solche Ebene berücksichtigt werden?

    LG

    Rudi
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