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  1. #1

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    Montage von Fenstern in Dachgauben

    Vorgeschichte:

    Kompletter Neuaufbau eines Dachgeschosses. Neuer Dachstuhl, neue Gauben, neue Fenster. Die Außenwand ist eine ca. 40 cm dicke Ziegelsteinmauer mit Stuckfassade, ca. 120 cm hoch. Darauf liegt der neue Dachstuhl. Es gibt fünf 3 Meter breite Gauben in denen jeweils ein Kunstofffensterelement mit drei Fenstern sitzt.

    Der ursprüngliche Einbau der Fenster erfolgte so:

    Unter den Fenstern befand sich außen noch eine Zinkfensterbank, die auf einer Holzunterkonstruktion 7 bis 8 cm über dem Außenmauerwerk lag. Diese wurde vor dem Einbau der Fenster montiert.

    Die Fenster wurden vom Architekten zu groß bestellt oder die Gauben sind zu klein (das ist strittig). Um sie halbwegs montieren zu können, wurde inzwischen die Gaubenöffnung nach oben 10 cm vergrößert. Die Fenster sitzen nicht in sondern von innen hinter der Gaubenöffnung. Oben, rechts und links liegt der Fensterrahmen von hinten an den Balken der Gaube an. Unten
    am hochgezogenen Ende der Zinkfensterbank.


    Die Fuge zwischen Fenster und Balken / Fenster und Fensterbank war rundum mit Kompriband abgedichtet.

    Wie man auf dem Bild unschwer erkennen kann, lief das Regenwasser von den Fenstern erst einmal direkt auf die Kompribandfuge und bliebt dort stehen. Da das Band nicht überall durchgehend war lief dabei auch Wasser nach innen. Vorzugsweise an den unteren Außenecken, wo das horizontale Band auf das senkrechte trifft. Stellenweise aber auch in der Mitte der Fensterrahmen, wo es Flickstellen im Band gab.

    Untere Fuge von innen.

    Untere Ecke von innen.

    An den Seiten der Rahmen lagen direkt die U-Profile für die Schrägenverkleidung. Zwischen dem Kompriband und den Profilen war nichts mehr.

    Wegen Wassereintritt und fehlender innerer Abdichtung wurde ein Sachverständiger eingeschaltet. Mängel waren offensichtlich.

    Der Fensterbauer hat sich das ganze noch einmal angeguckt, aber sämtliche Fristen des Bauleiters verstreichen lassen und sich nie wieder gemeldet.


    Folgende Maßnahmen wurden aktuell getroffen:

    Die Außenfensterbank und ihr Unterbau wurden auf Anweisung des Bauleiters entfernt. Auf die Mauerkrone wurde eine Schweißbahn gelegt und diese nach innen durchgezogen. Die neue Außenfensterbank ist jetzt niedriger und greift von unten unter das Rahmenprofil.


    Die Schweißbahn wurde innen hinter dem senkrechten Fensterbankstück, das von unten in den Rahmen greift, nach oben gezogen und mit einer Leiste unter dem Fensterprofil fixiert.

    Schweißbahn hier hochgeklappt mit Leiste:

    Untere rechte Ecke von unten.
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  2. Montage von Fenstern in Dachgauben

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
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    Gestern war nun der neue Fensterbauer da, um abzudichten. Heute konnte ich das Ergebnis betrachten.

    Rein optisch sieht es für den Laien "bescheiden" aus. Macht irgendetwas davon aus funktionalen/fachlichen Gesichtspunkten Sinn?

    Die Aussenfugen seitlich und oben, die vormals mit (lückenhaftem) Kompriband verschlossen waren, sind nun mit einer grauen Dichtmasse verschlossen:



    Innenseitig wurde oben und an den Seiten jeweils ein Streifen von so einer rosa, vliesartigen Folie offenbar mit der gleichen grauen Dichtmasse an Fensterprofil und umfassendes Holz geklebt.

    Links unten:

    Rechte Gaubenwange:

    Oben:


    Unten verbleibt diese Schweißbahn, die unter der Außenfensterbank durch nach innen gezogen wurde.
    Diese wird jetzt allerdings nicht mehr durch eine Leiste ans Profil gepresst, da wieder Montagewinkel zur Lastabtragung angeschraubt wurden.


    Noch ein Bild senkrecht von unten auf die untere
    rechte Ecke:

    Wenn ich hier von unten zwischen rechter Folie und Rahmen nach oben gucken kann, ist dann nicht irgendetwas falsch?
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  4. #3

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    Das 13. Thema zu Deinem Chaosbau - sag mal, meinst Du nicht, dass es an der Zeit wäre, Dir mal einen EIGENEN Sachverständigen zu suchen?
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  5. #4

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    Das hat doch, ist zumindest angedeutet, ein Architekt geplant und ein (externer?) Bauleiter begleitet. Zusätzlich wurden die Schäden/Mängel durch einen SV festgestellt und eine zweite Fachfirma beauftragt.

    Wieviel Fachleute und Fachhandwerker soll er denn bitte noch engagieren? Gut, er kann einen weiteren SV nehmen der ihm die Arbeit der zweiten Fensterfirma beurteilt.
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  6. #5

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    Es sind nicht SEINE Sachverständigen sondern von irgendwem anderes bezahlte und das ist das Dumme...
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  7. #6

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    den auftrag zur erneuerung hat seine hausverwaltung erhalten. die können es nicht besser. die wissen auch nicht wen und wie man beauftragen muss. dass die haftpflichtversicherung als geldgeber das ganze so locker betrachtet und alles bezahlt, finde ich erstaunlich und seltsam.

    eigentlich muss er nur seine hausverwaltung auf die andere rheinseite jagen.
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  8. #7

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    Die neue Fensterbank, hätte man da nicht nur nur hinten am Fenster sondern seitlichauch etwas hochziehen können? Wenn dann noch die Ecke verlötet worden wäre dann wäre super abgedichtet.

    (Was kann die Hausverwaltung dafür wenn die beauftragten und wohl auch dafür bezahlten Fachleute ihre Arbeit nicht entsprechend ausführen?)
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  9. #8
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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Das 13. Thema zu Deinem Chaosbau - sag mal, meinst Du nicht, dass es an der Zeit wäre, Dir mal einen EIGENEN Sachverständigen zu suchen?
    Das habe ich getan im März.

    Seitdem gibt es einen Bauleiter. Es folgten, Baustopp, Rückbau, 5 weitere Fachsachverständige. Ersatzvornahme für Fensterbauer, Elektriker steht kurz davor. Hat sich vieles getan, aber es gibt immer noch Sachen, wo ich den Bauleiter mit der Nase reindrücken muß, damit was passiert.

    Den eigenen Sachverständigen müsste eigentlich die Hausverwaltung bzw. die WEG stellen, denn die ist Bauherr. Die Hausverwaltung stellt sich aber quer. Hier geht es ohne rechtliche Schritte nicht weiter. Vertragspartner der Versicherung bin ich auch nicht. Mir selbst geht langsam der Atem aus. Ich habe doppelte Kosten zu tragen, solange die Wohnung nicht nutzbar ist.

    Bevor ich jetzt in einen SV investiere, möchte ich zumindest halbwegs sicher sein, dass dafür ein Anlass besteht, weil ich nicht weiß, ob und von wem ich das Geld je wieder sehe.

    Zitat Zitat von uban Beitrag anzeigen
    Das hat doch, ist zumindest angedeutet, ein Architekt geplant und ein (externer?) Bauleiter begleitet. Zusätzlich wurden die Schäden/Mängel durch einen SV festgestellt und eine zweite Fachfirma beauftragt.
    Der "plandende" Architekt wurde von der Hausverwaltung beauftragt. Die bekam das Geld um ihn zu bezahlen von der Versicherung. Hausverwaltung und Versicherung haben beschlossen, dem Architekten vor Beginn des Innenausbaus zu kündigen. Es gab keine Ausführungspläne für die Fenster. Den Einbau hat letztlich die Fachfirma getätigt.
    Der aktuelle Bauleiter wurde engagiert, nachdem ich durch einen eigenen SV Mängel habe offiziell feststellen lassen. Vorgeschlagen hat ihn die Versicherung. Die Hausverwaltung hat eine Abtretungserklärung unterschrieben. Die "neuen" Handwerker beauftragt der Bauleiter.

    Ich selbst bin zwar Eigentümer, aber nur mittelbar Bauherr und kann weder die Handwerker, noch den Bauleiter noch die Versicherung direkt belangen.
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  10. #9
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    Zitat Zitat von uban Beitrag anzeigen
    Die neue Fensterbank, hätte man da nicht nur nur hinten am Fenster sondern seitlichauch etwas hochziehen können? Wenn dann noch die Ecke verlötet worden wäre dann wäre super abgedichtet.
    Die ist seitlich etwa zwei Zentimeter hochgezogen außen. Hier kann man es erahnen:



    Zitat Zitat von uban Beitrag anzeigen
    (Was kann die Hausverwaltung dafür wenn die beauftragten und wohl auch dafür bezahlten Fachleute ihre Arbeit nicht entsprechend ausführen?)
    Nichts. Wenn Sie allerdings davon in Kenntnis gesetzt wird, dass die beauftragten und bezahlten Fachleute ihre Arbeit nicht entsprechend ausführen, muss sie einschreiten und dafür Sorge tragen, dass sich das ändert.

    Und wenn die Hausverwaltung in Rücksprache mit der Versicherung den Architekten feuert und erklärt, sie werde ab jetzt die Baukoordination der Baustelle übernehmen. dann muss sie sich wohl den Schuh anziehen, noch für weit mehr als die Bauherrenpflichten gerade zu stehen.
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  11. #10

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    Zitat Zitat von uban Beitrag anzeigen
    (Was kann die Hausverwaltung dafür wenn die beauftragten und wohl auch dafür bezahlten Fachleute ihre Arbeit nicht entsprechend ausführen?)
    entweder entsprechend handeln und das chaos auf der baustelle beenden, für geordnete verhältnisse sorgen in dem ein paar nichtskönner dann auch mal eine rote karte bekommen. es gibt nun mal vertragliche mitwirkungspflichten, gerade in der situation, dass eine hausverwaltung hier treuhänderische aufgaben zu erledigen hat oder solche aufträge erst gar nicht annehmen, wenn man weiss, dass man das terrain nicht beherrscht.
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  12. #11

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    da sind ja mehr SV (eigene und fremde) als Fachhandwerker auf der Baustelle, ich vermisse aber noch die Baufach-Anwälte. Erst dann wird die Sache richtig rund wenn jeder gegen jeden Klage erhebt.
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  13. #12

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    keine sorge, das kommt noch, die anwälte sammeln noch papier.
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  14. #13

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    Oh je, und es ist so einfach und kostet nicht mal 50€

    Einfach um das Fenster im Abstand von 1,5cm einen Balken als Rahmen geschraubt und darauf kann man aufbauen!!!

    Du hats bestimmt Kölner Handwerker!! Die können euch Düsseldorfer doch nicht leiden???

    Grüße Schriebs 71
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Aus Köln kommt, glaub ich, keiner. Nur der Entwurfsverfasser hatte da sein Bankkonto...

    Verstehe ich das richtig? Dein Ansatz wäre einen Rahmen aus Holzbalken um die Fensteröffnung zu erstellen, um dann quasi eine klassische Leibung zu haben, in die man die Fenster mit Innenanschlag reinsetzen und halbwegs standardisiert abdichten könnte? Klingt plausibel.

    Was gibt es für konkrete Kritikpunkte an der jetzigen Ausführung (abgesehen von der Optik)?
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  17. #15

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    Ja, das verstehst du richtig!! An diesen Art Hilfsrahmen kann jeder anarbeiten und zum Schluß mit Gipskarton verblenden!!

    Wo ist die Dämmebene und wie dick/stark ist diese???

    Gruß Schriebs 71
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