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Erschütterung / Vibrationen im Haus

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  1. #1

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    Erschütterung / Vibrationen im Haus

    Wir bewohnen ein Haus Bj 1932. Es ist massiv gebaut und zur Hälfte unterkellert. Die Grundmauern haben einen durchscnittliche Breite von 45cm und bestehen aus übereinander "gemauerten" Granitsteinen. Die Grundmauer reicht ca. 180cm ins Erdreich und schaut ca. 50cm aus dem Erdreich herraus. Dann "fängt" das Haus "an". Ein Bild vom Haus habe ich mal mit angefügt. Die Zwischendecke zwischen EG und DG ist eine Holzbalkendecke. Das Haus steht ca. 5m von einer Staatsstraße entfernt. Aktuell herrscht ein ziemlich hohes Verkehrsaufkommen, durch die beginnende Erntesaison, von Landmaschinen. Wenn ich mich nun im DG aufhalte und auf der Couch sitze passiert es ab und zu, dass ich beim Vorbeifahren verschiedener Fahrzeuge gewisse Vibrationen wahrnehme. Dies ist abhängig vom vorbei fahrendem Fahrzeug. Es tritt nur bei größeren Fahreugen auf aber auch nicht bei allen. Zum Beispiel tritt es bei Bussen auf aber bei Traktoren mit Hängern (egal ob voll oder leer) wieder nicht. Man kann also sagen, dass es abhängig vom Achsabstand der Fahrzeuge ist(dieser ist bei Bussen am Größten). Auch spürre ich diese Vibrationen im EG nicht (da gibt es aber einen "Betonfussboden"). Die Straße ist auch nicht im allerbesten Zustand. Wie ist dieses Verhalten zu bewerten? Immerhin steht das Haus ja schon ein paar Jahre dort und große Fahrzeuge fahren schon immer hier lang. Ich selbst wohne aber noch nicht allzu lange hier, so dass ich dieses Verhalten erst jetzt wahrnehmen konnte. Es gab auch nirgendwo Risse in den Wänden.

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  2. Erschütterung / Vibrationen im Haus

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  3. #2

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    Bist Du erst seit 14 Tagen in der Zivilisation angekommen, dass Dich vorbeifahrende Laster erschrecken?

    Gewöhnliche Kinder kennen das von Kleinauf.

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  4. #3

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    Lass Dich nicht von pampigen antworten erschrecken. Niveau kann man nicht in einer blauen Dose kaufen.
    Es ist völlig normal, daß du die Erschütterungen im Dach stärker spürst als im Erdgeschoss. Kannst einen Selbstversuch starten:
    Kauf oder schneid eine langstielige Rose und stell sie in einer schlanken Vase auf ein Möbelstück mit möglichst zierlichen Beinen, notfalls auf einen Stuhlsitz. Wenn der Bus vorbeifährt, wirst Du deutlich den Ausschlag wahrnehmen, meinetwegen im Erdgeschoss 2 oder 3 cm, wenns hoch kommt. Wenn Du im dg die Rose an annähernd gleicher Stelle wie vorher im EG am nächsten Tag aufstellst, merkst du, dass der Bus eine deutlich größere Amplitude verursacht.
    Eine schlechte Fahrbahnoberfläche ist sehr wahrscheinlich nicht der Grund für die Schwingungen - die dein Haus ja bisher anscheinend ohne Klagen (Risse) mitgemacht hat. Kann eher sein, dass der Strassenunterbau nicht mehr der tollste ist, aber das ist Kreis-/Ländersache.
    Wenn die Schwingungen dich nachts nicht aus dem Bett werfen (dazu müsstest du im Hochhaus über einem Gleisdreieck wohnen und das Hochhaus eine Tiefgründung auf Moor haben) würd ich mir nicht viel Gedanken machen. Teller nicht so voll machen gg
    Du hast anständig gefragt, also kriegst Du auch eine anständige Antwort!
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  5. #4

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    Mir ist nicht klar was der Achsabstand damit zu tun haben sollte. Oder liegt es vielleicht nicht doch eher an der Geschwindigkeit?

    Gruß
    Ralf
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  6. #5

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    Achsabstand könnte mit der Frequenz zu tun haben, je nachdem wie die Löcher im Bodenbelag sind oder die Wellen...
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  7. #6

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    Ja, aber ob ich jetzt 4m oder 6m Achsabstand habe, da fahre ich halt einen Tick schneller und schon passt das mit der Frequenz wieder. Nach meiner Erfahrung sind Busse sowieso schneller unterwegs als Traktoren. Die meisten Traktoren die ich kenne fahren um die 40km/h, selten mal 50km/h und ich kenne nur einen bei uns der 60km/h fahren kann (und darf). Für einen Bus sind 60km/h wohl eher üblich.

    Gruß
    Ralf
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  8. #7
    Avatar von alex2008
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    mich verwundert dass mit den landwirtschaftlichen Fahrzeugen auch, da diese ja meist ungefedert sind.
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  9. #8

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    Es liegt wohl daran, dass mit wachsender Motorleistung von Fahrzeugen auch das Aggregat staerker wird (damit die Anregung tiefer und die Wahrscheinlichkeit, die Eigenfrequenzen des Bauwerks zu treffen hoeher) und staerkere Fahrzeuge i.a. auch groesser sind und nen laengeren Achsabstand haben. Das ist Koinzidenz, keine Kausalitaet.
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  10. #9

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    Grabt mal ein ganz tiefes Loch, so 3 - 4 Meter tief. Nur Sand?
    In Grimma steht unser Haus auf einer Eiszeit-Mixtur von Sand und Lehm und Kies und....; Straße 50 Meter entfernt. Dicke Brummer sind zu spüren.
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  11. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  12. #10

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    Aus den bisherigen Beschreibungen würde ich auf eine Resonanzfrequenz tippen. Wenn eine Bodenwelle so durchfahren wird, dass sich aus der Geschwindigkeit und dem Achsabstand eine Resonanz aufbaut, spürt man das im Gebäude. Darum passiert es auch nicht bei jedem Fahrzeug. Bei langsameren Fahrzeugen (Traktor, etc.) wird die Bodenwelle dann möglicherweise nicht mit jeder zweiten oder dritten Schwingung durchfahren sondern mit jeder fünften z.B. aber im passenden "Takt". Da die Betondecke und die Holzbalkendecke unterschiedlich mitschwingen können bestimmte Frequenzen mitgegangen werden oder abgeschwächt werden. Und wenn dann auch noch zufälligerweise die Frequenz des Antriebes undgünstig in diesem Orchester mitspielt - dann wackelt es schon spürbar. So kann es sein, dass der Gleiche Traktor auf dem Rückweg fast unbemerkt vorbeifährt, wenn er leer etwas schneller unterwegs ist.
    Noch keine Risse - dann hat der Maler eine sehr gute Farbe verwendet
    Gruß Wolfgang
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  13. #11
    planfix
    Gast
    neben der übetragung über den boden, könnte aber auch der fahrtwind eine auswirkung haben.
    wenn man mit einem leichten großen fahrzeug, zb. leerer lieferwagen oder womo, auf der autobahn von einem lkw oder bus überholt wird, gibt es einen spürbaren sog.

    dieser sog oder luftdruckunteschied kann auch durch vorbeifahrende busse und lkw entstehen, bei traktoren weniger, weil die nicht so viel seitenfläche bieten.

    das würde aus meiner sicht auch erklären, warum das eher leichte dach anfälliger ist, als das massive EG.
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