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Kosten Kniestockerhöhung

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  1. #1

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    Kosten Kniestockerhöhung

    Hallo,

    Bei unserem Architekten habe ich das Thema Kniestockerhöhung angesprochen.
    Derzeit sind 1,1m geplant, der Bebauungsplan würde aber noch mehr hergeben.
    Der Architekt hat eine Erhöhung um 10cm kurz durchkalkuliert und meinte das würde grob 4600€ kosten..

    Nun war sein Rechenweg, wie ich im nachhinein glaube, schlicht der, die gewonnene Wohnfläche zu errechnen (~3,5m²) und dies mit seinem Daumenwert für den m² zu multiplizieren (1300€).

    Ich als Laie dachte mir, dass die Maurer im Prinzip doch nur 1 weitere Reihe Ziegel auflegen und bissl mehr Dämmung/Putz etc fällig wird..
    Wenn ich so wie der Architekt das abschätze würde ich bei einem Wunschkniestock von 1,4m ja Mehrkosten von 13800€ haben, im vergleich zur 1,1m Variante..

    Kann dies hinkommen? Übersehe ich da etwas?
    Baumaterial wäre wohl Hochlochziegel + WDVS und die Außenmaße ~18x10m
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  2. Kosten Kniestockerhöhung

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  3. #2

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    Diese "Berechnung" halte ich schon für etwas abenteuerlich. Tatsächlich wirkt sich eine Erhöhung ja nur auf wenige Gewerke aus: Maurer, Verputzer. That's it....O.K....ein ganz klein bisschen Maler.

    Also (18 + 10) x 2 x 0,10 = 3,60 m² Wandfläche (Außenwand). Kosten hierfür (ganz grob!): 100 EUR fürs Mauerwerk + 150 EUR für Innen- und Außenputz und Malerarbeiten = 3,60 x 250 = 900. Viellicht noch etwas Innenwände...wer weiß...ich würde sagen: 1.000 EUR +/-.

    Hab' ich was vergessen????

    Thomas
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  4. #3
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    Hab' ich was vergessen????
    Ich komme auf 5,6m² was die kosten dann auf ~1500+/- erhöht.. aber genau in diesem Rahmen hätte ich mir das vorgestellt...

    Wie ist das eigentlich in der Praxis?
    Ich erhöhe vermutlich immer in schritten die das Baumaterial hergibt oder? also wenn der Ziegel 25cm höhe hat geht man am besten von 1,1m auf 1,35m.. oder gibt es hierfür dann spezielle ziegel mit einer geringeren höhe?
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  5. #4

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    Warum lässt Du Dir nicht einfach von dem die Zahl erläutern, der sie ermittelt hat???
    Der sollte doch am besten wissen, wie er dahin gekommen ist.
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  6. #5
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    Warum lässt Du Dir nicht einfach von dem die Zahl erläutern, der sie ermittelt hat???
    Der sollte doch am besten wissen, wie er dahin gekommen ist.
    Die Berechnung lief über die dadurch gewonnenen m² Wohnfläche.. da bin ich mir recht sicher...

    Aufgrund eines Termins musste wir das Gespräch kurz danach beenden und Ich habe Ihm gesagt ich will mir das ganze bis zum nächsten Termin überlegen.

    Wir sind auch noch in einem recht frühen Stadium der Planung! Es gibt also noch keine detaillierte Kostenaufstellung sondern nur eine grobe Schätzung anhand der m²... Da die Wohnfläche durch die Kniestockerhöhung dann eben von 145 auf 148,5 gestiegen ist hat er die Kostenschätzung eben entsprechend angepasst...

    Im nachhinein ist mir eben klar geworden, dass dies für eine Kostenschätzung anhand der m² wohl ok ist, realistisch betrachtet die Kniestockerhöhung an sich allerdings deutlich weniger kosten sollte... Was Thomas mir wohl auch bestätigt hat. Ich werde den Architekten also sicherlich nochmal auf dieses Thema ansprechen!


    nochmal zur Praxis: wäre es am günstigsten einfach ein weitere Ziegelreihe von 25cm aufzulegen? oder gibt es da spezielle Ziegel um die höhe in kleineren Schritten feinzujustieren? Ich nehme an Ziegel auf eine gewünschte höhe von Hand zuzusägen wäre die teuerste variante...
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  7. #6

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    Ich komme auf 5,6m²
    Au ja....Rechnen ist doch nicht ganz so einfach...aber eine Abweichung von gerade einmal 55,56 % sollte man durchaus tolerieren können, oder?

    Dennoch liegen die Mehrkosten dann eben etwas höher, sicher aber nicht im Bereich von über 4.000.

    Also: Die Mehrkosten ergeben sich ganz sicher nioht durch ein lineares Hochrechnen des m³ oder m²-Preises. Das würde ja bedeuten, daß sich die Kosten (anteilig) von Fenstern, Heizung, Bodenbelägen, usw. mit erhöhen. Diese aber sind von einer Kniestockerhöhung nicht betroffen. Die tatsächlichen Mehrkosten lassen sich also (mit einer Unsicherheit von etwa 55,56%) recht einfach und genau ermitteln.

    Thomas
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  8. #7

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    in welcher phase der planungsschritte nach hoai befindet sich das projekt? liegt eine kostenschätzung für ein nicht abgeschlossener entwurf oder ist eine kostenberechnung nach einem abgeschlossenen entwurf bereits aufgestellt.

    bei einer kostenschätzung kann man den ansatz so mal durchgehen lassen, bei einer kostenberechnung dürften sich die mengenänderungen in den kostengruppen jeweils einfach anpassen lassen.
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  9. #8

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    ...aber natürlich mit einer Unsicherheit von +/- 55,56%. Das sollte man nicht außer 8 lassen.....
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  10. #9
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    Wir hatten den zweiten Termin mit dem Architekten bei dem wir seinen ersten Entwurf (den ich auch hier im Forum zur Besprechung eingestellt habe) besprochen und abgeändert haben.

    Es existiert also noch nicht einmal ein finaler Entwurf und die Kostenschätzung basiert daher auch nur grob auf m² Wohnfläche x Erfahrungswerte des Architekten..

    In Sachen hoai ist auch noch nichts passiert, da wir noch keinen Vertrag geschlossen haben... Der Architekt hat gemeint die ersten paar Treffen/Entwürfe macht er kostenlos, um zu klären ob die Vorstellungen von Bauherr/Architekt zueinander passen...

    Ich nehme es dem Architekten daher nicht übel, dass er die Kniestockerhöhung auf diese Weise abgeschätzt hat.. Ich habe mich nur gefragt ob dies "realistisch" ist und ich wirklich mit diesen Mehrkosten rechnen muss wenn ich einen gegebenen Plan um 20-30cm erhöhen will...

    Bei Mehrkosten von 10000+ hätte ich mir überlegt bei einem 110cm Kniestock zu bleiben... wenn das ganze <5000 ausmacht stocke ich gerne auf 130-140 cm auf...
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  11. #10

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    dann arbeitet das ganze doch detailliert durch, wenn die kostenberechnung gemacht wird. vielleicht packt euch der tragwerksplaner noch etwas mehr in den kniestock rein und du bist froh, die kostenreserve dann zu haben.

    natürlich ist die rechnung der mehrkosten über mehr an qm wohnfläche nicht real. Oliver - du rechnest hier bereits auf den cent genau, dein vertragspartner hat aber noch keinen vertrag. das ist jetzt kein vorwurf, aber betrachte einmal die verhältnismäßigkeit.
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  12. #11
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    Oliver - du rechnest hier bereits auf den cent genau, dein vertragspartner hat aber noch keinen vertrag. das ist jetzt kein vorwurf, aber betrachte einmal die verhältnismäßigkeit.
    Nein Nein, bitte nicht falsch verstehen: Ich wollte keine auf den Cent genaue Kostenaufstellung vom Architekten haben!

    Sein erster Entwurf hatte einen Kniestock von 110cm.. Ich habe Ihn dann angesprochen dass Ich hier gerne mehr hätte, da der Bebauungsplan ja noch mehr hergibt.
    Seine Antwort war dann eben, dass dies vom Bebauungsplan zwar ginge, er aber nicht sicher ist ob das ganze auch notwendig ist weil es ja auch Mehrkosten verursachen würde. Und wenn man in einem raum einen höheren Kniestock haben will, dann kann man ja mit entsprechenden Vorbauwänden den Kniestock im Raum entsprechend erhöhen... eine Erhöhung auf 120cm hat er dann auf Mehrkosten von 4600€ beziffert...

    Bisher war für mich der Kniestock eben kein besonderer Kostenfaktor... Ich dachte das ganze hängt hauptsächlich vom Bebauungsplan ab.. also Kniestock so hoch wie eben möglich! Jetzt bekomme ich vom Architekten eben die Aussage dass ich dies aus Kostengründen überdenken sollte...

    Ich Frage mich jetzt eben ob ich mir eine Erhöhung auf 140cm "leisten" kann oder ob ich mit 110cm lebe...
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  13. #12

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    an stelle deiner, wäre bei mir der kniestock so hoch,
    wie es der B-plan zulässt...

    1,10m zu 1,40m kniestock und 13.800€ mehrkosten,
    halte ich für unsinn.
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  14. #13
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    Ok also ich nehme aus diesem Thread mit, dass eine Kniestockerhöhung keine signifikate Baukostenerhöhung mit sich bringt...

    Wenn also die Planung des Architekten weiter fortgeschritten ist und er eine detaillierte Kostenaufstellung gemacht hat (Natürlich dann mit Vertrag und hoai etc..) kann eine Erhöhung von 110 auf 140cm ohne große Probleme berücksichtigt werden und die dann detailliert ausgerechneten Mehrkosten sollten vermutlich im Bereich <5000€ sein

    korrekt?
    Oder zieht dass dann einen Rattenschwanz an Änderungen nach sich (Statik etc) und Ich sollte den Architekten gleich mit 140cm Planen lassen?

    Es wundert mich einfach, dass der Architekt mir direkt davon abgeraten hat bzw mir geraten hat das ganze nochmal zu überlegen... wenn es doch kaum Mehrkosten verursacht und ich dadurch Raumgewinn habe... was spricht denn gegen einen maximalen Kniestock?
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  16. #14

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    mal anders rum gefragt - gibt es denn außer kniestock dort auch noch etwas anderes? z. b. dachflächenfenster oder dachgauben, relativiert sich die kniestockerhöhung ganz schnell. wenn der entwurf sich nicht mächtig verändert hat, hast du ein paar dachflächenfenster drin. dann geh mal nicht so hoch mit dem kniestock.
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  17. #15
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    Es gibt 1 große Dachgaube im Koch/Essbereich, ansonsten vermutlich 3 Dachfenster.. 1 im bad, 1 in einem kinderzimmer und 1 in einem Arbeitszimmer.

    Weshalb sollten mich diese 3 DFF davon abhalten den Kniestock hochzuschrauben? Wegen der Aussicht? Oder gibt es da noch andere Dinge zu bedenken?

    Da mein Wohnbereich komplett im DG liegt will ich eben vermeiden, dass das ganze drückend wirkt, aufgrund eines niedrigen Kniestocks...
    Sofa z.b. wird direkt an der Wandschräge stehen, Schreibtisch soll evtl direkt unter wandschräge etc... ein paar cm mehr Kniestock können da schnell den Unterschied machen...
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