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  1. #1

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    Verwirrungen der Baufinanzierung

    Hallo zusammen
    ICh werde bauen. Habe mich zwecks Finanzierung an einen unabhängigen Berater (kleines Unternehmen) gewandt. Die Kommunikation ließ leider immer mal wieder zu wünschen übrig. Aber da unser Bauunternehmer uns die empfolen hatten, haben drüber weg gesehen.
    Speziell geht meine Frage zu einem Bankdarlehen, welches ich für den Hausbau brauche. Höhe 155000€. Die Beratung hat mir über diese Summe einen Bausparvertrag angedreht, mir auch als selbstverständlich und zwingend erklärt.
    Auf Grund der steigenden Unzufriedenheit, habe ich mich an einen zweiten Berater (große deutsche Online-Bank) gewand. Der sagt, der Bausparvertrag sei reine Abzocke, hat mir ebenfalls ein Konditionenangebot unterbreitet.
    Also erste Frage, ist der Bausparvertrag reine Abzocke oder gibts da noch Sinn hinter.
    Zweite Frage: Erster Berater hat mich zu einer Bank vermittelt , zweiter zu einer anderen Bank, aber gleiche Hauptunternehmen, nur andere Stadt, aber alles bei mir um den Dreh. Erster Anbieter 0,9 % teuerer bei Zinse als der 2. welcher ja auch gesagt hat, Bausparvertrag ist abzocke. Wie kann das sein?
    Die Frage habe ich auch dem 2. Berater gestellt und der meinte, wahrscheinlich zahlt die andere Bank höhere Provisionen an Vermittler, aber sie als groe deutsche online bank, haben nichts von den verschiedenen Provisionen und würden deswegen vielleicht doch eher im Kundeninteresse entscheiden können.
    Eure Meinung würde mich sehr interessieren

    P.S. Berater A, sagte mir, alles wird erst Spruchreif und in Wege geleitet, wenn Finanzierungszusage habe, auf einmal flattert mir die Bausparurkunde auf ins Haus, darauf angesprochen hieß es, kann nicht sein würde noch bei ihr auf Schreibtisch liegen, kurz danach hieß es "Ups, doch schon vergeschickt, aber nicht so schlimm, kann man noch zurück nehmen"
    Kann man das wirklich noch zurücknehmen, weil laut Berater B brauch ich den ja gar nicht, außerdem hat mein Berater gegen die Absprache gehandelt und bei dem besseren Angebot von Berater B, werde ich ja eh nichts über Berater A und seine vermittelte Bank abschließen wollen.

    Vielen Dank
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  2. Verwirrungen der Baufinanzierung

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  3. #2

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    Da man viel zu wenig Infos von Dir über Gesamtsumme, Eigenkapital usw hat, kann wohl niemand eine qualifizierte Aussage zu Deiner Frage treffen. Vieleicht wäre ein Finanzberater, der nach Stundensatz bezahlt wird der richtige Weg.
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  4. #3

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    Zitat Zitat von Mariella Beitrag anzeigen
    ...Die Beratung hat mir über diese Summe einen Bausparvertrag angedreht, mir auch als selbstverständlich und zwingend erklärt.
    Hast Du den Vertrag nun unterschrieben? Ja oder Nein?
    Befindest Du Dich noch innerhalb der Widerrufsfrist?

    Dein Text deutet darauf hin, dass der Vertrag unterschrieben ist (Bausparurkunde) und zumindest nach Aussage des Beraters A noch zurückgezogen werden kann. Das würde ich schleunigst veranlassen damit keine Fristen versäumt werden. Sonst hast Du den Vertrag an der Backe und zumindest die Abschlussgebühr ist weg. Ich befürchte jedoch, dass die Widerrufsfrist bereits verstrichen ist.

    Zu allem Anderen kann man nichts sagen weil alle Zahlen dazu fehlen. Theoretisch wäre sogar denkbar, dass die Variante mit BSV konkurrenzfähig ist, aber die Wahrscheinlichkeit ist gering.

    Die Sache mit den Beratern ist nicht so einfach. Üblicherweise arbeiten die ja auf Provisionsbasis, und somit haben die natürlich ein Interesse daran, Dir etwas zu verkaufen was ihnen auch Provision einbringt. Wirklich unabhängige "Beratung" rückt da meist in den Hintergrund. Aber wir wissen ja noch nicht einmal bei was für einem Berater Du warst. Vielleicht war es ja der ADler von der BSpk.

    Gruß
    Ralf
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  5. #4

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    Die gibt es nur in der Theorie unabhängig und Finanzen.
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  6. #5

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    Das sind zwei Gründe warum ich mich für ein Bausparvertrag entschieden hab:

    - die Höhe der Zinsen stehen fest
    - Sonderzahlungen können ohne Vorfälligkeitszinsen geleistet werden

    Es kommt immer auf die Person und des Einkommen an. Wenn du denkst, dass du evtl. alle paar Jahre ne größere Summe zur Verfügung hast dann würde ich dir auch einen empfehlen.

    Es gibt ja auch Banken, wo du deinen Zins 30 Jahre binden kannst. Bei mir war das nicht möglich, daher auch der Bausparvertrag.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von JB2012 Beitrag anzeigen
    Das sind zwei Gründe warum ich mich für ein Bausparvertrag entschieden hab:

    - die Höhe der Zinsen stehen fest
    - Sonderzahlungen können ohne Vorfälligkeitszinsen geleistet werden

    Es kommt immer auf die Person und des Einkommen an. Wenn du denkst, dass du evtl. alle paar Jahre ne größere Summe zur Verfügung hast dann würde ich dir auch einen empfehlen.

    Es gibt ja auch Banken, wo du deinen Zins 30 Jahre binden kannst. Bei mir war das nicht möglich, daher auch der Bausparvertrag.
    Besonders wichtig bei mir pro BSV: Der Zinssatz von dem BSV war konkurrenzfähig :-)
    Um dies mit gutem Gewissen zu vergleichen war viel Zeit mit Excel nötig :-(

    Gruß
    Horst
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  8. #7

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    - die Höhe der Zinsen stehen fest
    tut es auch bei einem normalen bankdarlehen... 20 jahre zinsbindung sind keine seltenheit mehr...

    - Sonderzahlungen können ohne Vorfälligkeitszinsen geleistet werden
    fast jede Bank räumt dir Sondertilgungsoptionen von 5% der Gesamtsumme jährlich ein... und spätestens nach 10 Jahren kannst du bei jedem Barkdarlehen so viel sondertilgen wie du willst ohne vorfälligkeitsentschädigung!

    Wenn du denkst, dass du evtl. alle paar Jahre ne größere Summe zur Verfügung hast dann würde ich dir auch einen empfehlen.
    Das ist imho wirklich kein Grund für einen BSV...

    Es kommt einfach immer auf den jeweiligen Fall und die jeweiligen Konditionen an... am ende ist es immer eine Wette auf steigende/fallende Zinssätze in xx Jahren...
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Oliver82 Beitrag anzeigen
    tut es auch bei einem normalen bankdarlehen... 20 jahre zinsbindung sind keine seltenheit mehr...
    Tut trotzdem nicht jede Bank. Und sobald ich weiß, bin mir da aber nicht sicher, kann die Bank nach 10 Jahren es trotzdem kündigen.

    Zitat Zitat von Oliver82 Beitrag anzeigen
    fast jede Bank räumt dir Sondertilgungsoptionen von 5% der Gesamtsumme jährlich ein... und spätestens nach 10 Jahren kannst du bei jedem Barkdarlehen so viel sondertilgen wie du willst ohne vorfälligkeitsentschädigung!
    5% Jährlich, richtig! Aber was machst du, wenn du dieses Jahr nicht sicher bist ob du das Geld brauchst oder nicht?! Und im nächsten Jahr hättest du dann mehr, kannst aber nur 5% tilgen. Somit wäre ich, flexibler.

    Das mit den 10 Jahren ist in meinen Fall nicht so, weil nach den 10 Jahren würde mein Darlehen neu verhandelt werden und somit wäre wieder die 5% Sondertilgung.

    Flexibilität ist für einige halt wichtiger.


    Zitat Zitat von Oliver82 Beitrag anzeigen

    Es kommt einfach immer auf den jeweiligen Fall und die jeweiligen Konditionen an... am ende ist es immer eine Wette auf steigende/fallende Zinssätze in xx Jahren...
    Wenn du ehrlich mit dir selber bist, dann wirst du auch nicht glauben das die Zinsen so niedrig bleiben in 20 oder 30 Jahren.

    Selbst wenn die Zinsen bleiben, wirst du nichts verlieren. Und das die niedriger werden als jetzt, sehr unwahrscheinlich!
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Oliver82 Beitrag anzeigen
    und spätestens nach 10 Jahren kannst du bei jedem Barkdarlehen so viel sondertilgen wie du willst ohne vorfälligkeitsentschädigung!
    Ist das so?
    Ich weiß das man nach 10 Jahren den Kreditvertrag kündigen kann. Aber kann ich bei bestehendem Vertrag entgegen der Sondertilgungsoption 5% dann so viel Sondertilgen wie ich möchte?
    Oder meinst Du das nur in Zusammenhang mit einer entsprechenden Vertragskündigung?
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  11. #10

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    Wenn du ehrlich mit dir selber bist, dann wirst du auch nicht glauben das die Zinsen so niedrig bleiben in 20 oder 30 Jahren.
    huh?

    das müssen Sie doch auch nicht... Ich habe schon das ein oder andere Angebot wo "normales" Darlehen vs BSV stand durchgerechnet...

    Irgendwo gibt es immer einen Break even Zinssatz für die Anschlussfinanzierung des Annuitätendarlehens ab dem der BSV die günstigere Variante ist... oft liegt der irgendwo zwischen 4% und 6%

    d.h. je nach konkretem Angebot wettest du eben Darauf dass in xx Jahren der Zinssatz für eine Anschlussfinanzierung x% beträgt... ist er geringer verlierst du mit dem BSV, ist er höher gewinnst du...

    Selbst wenn die Zinsen bleiben, wirst du nichts verlieren. Und das die niedriger werden als jetzt, sehr unwahrscheinlich!
    Natürlich werde ich dann verlieren... Ich verliere den Zinseszinseffekt der Tilgung.. das ist ja genau der Knackpunkt bei diesen BSV geschichten..
    Anstatt zu tilgen wird ein BSV angespart der dann nach 10-15 Jahren das Darlehen ablöst... d.h. du zahlst die ganze Zeit über Zinsen über das volle Darlehen...
    Jemand der diese Sparrate direkt in die Tilgung steckt reduziert jeden Monat seine Zinslast...

    Dies kann der BSV nur dann aufholen wenn sein Zinssatz deutlich günstiger ist als es die Anschlussfinanzierung des normalen Darlehens ohne BSV in 10-15 jahren wäre...
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  12. #11

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    Zitat Zitat von JB2012 Beitrag anzeigen
    Tut trotzdem nicht jede Bank. Und sobald ich weiß, bin mir da aber nicht sicher, kann die Bank nach 10 Jahren es trotzdem kündigen.

    Quatsch! Verträge sind einzuhalten! Der Gesetzgeber gewährt dem Kreditnehmer ein einseitiges (Teil)Kündigungsrecht!
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  13. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  14. #12

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    Zitat Zitat von JB2012 Beitrag anzeigen
    ... 5% Jährlich, richtig! Aber was machst du, wenn du dieses Jahr nicht sicher bist ob du das Geld brauchst oder nicht?! Und im nächsten Jahr hättest du dann mehr, kannst aber nur 5% tilgen. Somit wäre ich, flexibler.

    Das mit den 10 Jahren ist in meinen Fall nicht so, weil nach den 10 Jahren würde mein Darlehen neu verhandelt werden und somit wäre wieder die 5% Sondertilgung.

    Flexibilität ist für einige halt wichtiger.

    Wenn du ehrlich mit dir selber bist, dann wirst du auch nicht glauben das die Zinsen so niedrig bleiben in 20 oder 30 Jahren.
    Selbst wenn die Zinsen bleiben, wirst du nichts verlieren. Und das die niedriger werden als jetzt, sehr unwahrscheinlich!
    Flexibilität ist für mich auch mit das Höchste, neben der Wirtschaftlichkeit (deshalb habe ich eine Bankfinanzierung und keinen BSV), ist aber generell verhandelbar - vorausgesetzt man ist in einer Position gegenüber der Bank, die dies ermöglicht. ( Wenn nicht, dann ist ein BSV auch keine bessere Lösung.) Wo der BSV hier flexibler sein soll, ist für mich nicht nachzuvollziehen.

    Ich habe bspw. bei meiner Bank eine wählbare "Bandbreite" zwischen 1 und 16% Gesamttilgung pro Jahr. Dabei habe ich 10% SoTi und wahlweise 2x änderbar 1 ... 6% Regeltilgung. Über KfW habe ich zusätzlich 50T€ SoTi-Rahmen, wenn erforderlich. Auch ich kann nach 10 Jahren die Zinssätze neu verhandeln.

    Wenn einer meint mit einer BS-Kombi !? ideal zu fahren, dann bitte mal den Effektivzins dieser Kombi incl. Ansparen und auch die Angebote der Bankdarlehen posten, dann schaun wir mal.
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  15. #13

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    Zitat Zitat von Burmel Beitrag anzeigen
    Ist das so?
    Ich weiß das man nach 10 Jahren den Kreditvertrag kündigen kann. Aber kann ich bei bestehendem Vertrag entgegen der Sondertilgungsoption 5% dann so viel Sondertilgen wie ich möchte?
    Oder meinst Du das nur in Zusammenhang mit einer entsprechenden Vertragskündigung?
    Ja, das ist de facto so. Du kannst in D den Vertrag bzw. die Zinsvereinbarung nach 10 J. immer mit einer Frist von 6 Monaten kündigen, die Bank natürlich nicht. Dann kannst Du ablösen oder beliebig teilweise tilgen, und auch neu abschliessen.

    Eine vereinbarte Sondertilgung bietet noch andere Möglichkeiten: falls je doch (bei vorzeitigem Ausstieg vor 10 Jahren) mal eine Vorfälligkeitsentschädigung nötig wäre zu zahlen, wird die so berechnet wie wenn Du das Sondertilgungsrecht auch voll ausschöpfen würdest, sie fällt also deutlich niedriger aus als ohne.
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