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  1. #1

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    07.2012
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    Altbau Zimmertüren

    Hallo Leute,

    Ich bin neu hier im Forum, nutze dieses aber immer Mal wieder gerne. Ich habe den Beruf des Tischlers erlernt und habe 18 Jahre Beruferfahrung. 6 Jahre davon bin ich selbstständig.

    Zu meinen Problem:

    Ich wurde bestellt um 5 Zargen mit Türblatt zu richten. Ebenso sollte ich an allen Türen neue BB-Schlösser einbauen.

    Es sind stumpf einschlagende Türen. Das Türblatt ist in Rahmenbauweise mit 4 Füllungen.
    Die Zarge hat an den Laibungen ca. 5mm starke Aufleimungen, die den Pfalz bilden.

    Es wurde zuvor ein Maler bestellt, dieser hat den Auftrag erhalten, Türen und Zarge neu zu streichen. Als ich mir vor Ort selbst ein Bild machen konnt, sind die Zimmertüren bereits neu grundiert worden. Teilweise sind diese derart verzogen gewesen, dass diese nicht einmal mehr in der Zarge eingeschlagen sind. Und beim Sichten der Türblätter ist aufgefallen, dass wohl er Kernholz als Mittelbretter Verwendung gefunden haben. Dieses habe ich anhand des Verzugsbildes nachvollziehen können. Und die Türen haben ca. 5 Schichten Farbe erhalten.

    Ich habe als Ersten schritt die Türblätter an der Kante gehobelt (teilweise 3 mm) das diese sich wieder einschlagen Liesen. Und entsprechend konisch gehobelt damit wieder ein Relatives gleiches Fugenbild entsteht. Als Nächstes habe ich gemerkt, dass die Türen beim zumachen auf Spannung stehen. Ich habe bemerkt, dass sich dieses Türblatt extrem verzogen hat. Lösen wollte ich es, indem ich an den an der Laibung aufgeleimten Brettern, mit dem Pfalzhobel abtrage bzw. mit dem Stechbeitel nacharbeite. Beim Ansetzen allerdings haben die Bretter dazu geneigt, willkürlich zu reisen. Daher habe ich das Türblatt an den Stellen nachgearbeitet, wo die Spannung am schlimmsten gewesen ist. Um nicht unnötig die Kosten in die Höhe zu treiben.

    Ich habe der Kundin dazu geraten, die Türen aufgrund der Farbschichten beidseitig zu befreien. Habe Ihr auch erklärt, wie sich das Holz verhält. Diese willigte ein und wollte dem Maler das im Auftrag geben. Ebenso wollte sie neue Schlösser besorgen. Ich habe Ihre geraten, das es sich lohnt diese versuchen gangbar zu machen und neue Schlüssel würde man beim Schlüsseldienst bekommen. Sie willigte ein. Als die neuen Schlüssel vor Ort gewesen sind, stellte ich fest, dass die Schlösser schwergängig sind. Ich habe diese mit Öl behandelt und habe gesagt: dass diese erstmal weichen sollten. Sollte es dennoch nicht gehen, muss nachgearbeitet werden. Alle Türen Lissen sich schließen. Bei einigen musste ein ganz leichter geringer Zug, bzw. Druck ausgeübt werden. Ich habe geraten diese geschlossen zu halten und wir beobachten denn einmal ob es schlimmer oder besser wird. Die Kundin hat die Türen geprüft und 2 Tage Später die Rechnung überwiesen.

    Heute habe ich von der Kundin einen Anruf erhalten, dass der Maler erheblich nacharbeiten muss und das ich alles falsch gemacht habe, was man falsch machen kann. Der Maler klagt, dass ich die Türen in der Breite gehobelt habe. Ich hätte diese in der Zarge hobeln sollen und auch nur an den Stellen, wo diese anschlägt.

    Ich bin der Meinung, wenn ich an einer Zarge die Kante von oben nach unten betrachte. Sieht es bescheiden aus, wenn in einer geraden Kante mitten drin, 3mm rausgehobelt sind. Sieht das nicht aus. Daher, die Zargen und Türblätter sind nicht gerade, so habe ich auf sicht gearbeitet. Zwar, dass ein schönes Fugenbild entsteht.

    Der Maler klagt, dass er die Türen noch mal grundieren muss, bzw. Aufspachteln muss. Dieses würde den Glanzgrad der Farbe beeinträchtigen.

    So was habe ich das erste Mal in meiner ganzen Laufbahn gehört. Auch ist klar das Ich bei solch alten Türen hobeln muss.

    Ich werde jetzt seitens der Kundin als unfähig dargestellt, weil der Maler wohl Ihrer Meinung im recht ist. Sie erwartet jetzt das Ich die Türen noch einmal kostenlos nacharbeiten soll, da diese immer noch nicht zu schließen seien.

    Der Maler hat Ihr gesagt, wenn er das Türblatt von der alten Farbe befreien soll. Würde das 800 € kosten.

    Ich bin kein Maler, halte das aber schon für frech.

    Ich würde gerne eure Meinung dazu hören und wissen ob das, was der Maler sagt, der Wahrheit entspricht. Ich habe der Kundin angeboten, die Bretter die sich in der Zarge befinden auszutauschen. Dieses möchte Sie nicht. Sie will, dass ich dort nacharbeite, und wenn mehr abplatzt, spachtelt der Maler das.
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  2. Altbau Zimmertüren

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    hat der maler ahnung vom umgang mit dem hobel? ich denke nicht. der maler soll sich auf seine leistung beschränken und untergrund holz so weit bewerten, dass er darauf aufbauen kann mit spachteln, grundieren und streichen. das vorstehen von einem holzteil von 3 mm darf ihn nur so weit interessieren, wie er das teil streichen kann.

    wer hat denn überhaupt festgelegt, dass erst mit dem anstrich begonnen wird und dann der die türen schreinermäßig bearbeitet werden. das ist doch schon einmal die falsche abfolge.

    wenn die türen schlecht schliessen, klemmen und schleifen musst du nachbessern, da kommst du nicht raus. solange du keine abnahme hast, bist du in der beweispflicht, dass deine leistung mangelfrei ist.
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