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  1. #1

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    kirchlicher Bauträger

    Liebe Experten,

    ich lese ja nun schon länger mit und habe die Probleme, die häufiger beim Bauen mit Bauträgern auftreten, mit Erschrecken zur Kenntnis genommen. Größter Haken ist wohl, dass der Bauträger absichtlich jede Menge Kosten "vergisst", die dann trotzdem zu zahlen sind und dass einige von den Brüdern schneller insolvent sind als sie die Hütte hingestellt haben, ganz abgesehen davon, dass ihnen zuvorderst an ihrem eigenen Gewinn liegt.
    Meine Frage heute ist: Seht Ihr die gleichen Probleme auch bei einem Bauträger in kirchlicher Trägerschaft? Die behaupten ja von sich, dass ihr vorrangiges Ziel die Versorgung von Menschen mit bezahlbarem Wohnraum ist (Zitat Webseite: "unterstützt insbesondere Familien mit niedrigerem Einkommen dabei, Hauseigentum in XXX preisgünstig zu erwerben."). Hättet Ihr da die gleichen Sorgen? Hat jemand Erfahrungen mit einem solchen Unternehmen? (Die stellen relativ in der Innenstadt aber blöderweise auch direkt neben Bahn und Autobahn 50 Reihenhäuser sowie eine KITA mit Krippe, Kindergarten und Hort hin.)

    Besten Dank!
    Gurkensalat

    P.S.: Damit der Thread auch offen bleibt: Denkt bitte dran, dass wir hier keine Namen von Unternehmen nennen dürfen.
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  2. kirchlicher Bauträger

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    auch dieses unternehmen muss wirtschaften!
    am besten referenzen ermitteln und mit den leuten sprechen, die bereits mit der firma gebaut haben.
    ich würde nicht blind auf das "kirchlich" vertrauen...
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  4. #3
    wasweissich
    Gast
    ich könnte mir sowas im zusammenspiel mit http://de.wikipedia.org/wiki/Erbbaurecht vorstellen . ob die fachliche quallifikation im ausreichenden masse gegeben ist ? wwi ? wäre aber nicht tragisch , bauträger brauchen eigentlich keine .
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  5. #4

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    Hat der Bauträger ggf. schon wo anders ähnliche Projekte durchgezogen? Erbpacht?
    Die Kirche und nahestehende Organisationen können als Arbeitgeber ziemlich "bescheiden"
    sein, aber man kann da sicherlich nichts verallgemeinern, weder in die eine noch andere
    Richtung.

    Die Wohnfläche von 110 qm ist halt schon etwas knapp, zumindest mit zwei Kindern,
    auch wenn man einen Keller dabei hat. Die unmittelbare Nähe vom Frankenschnellweg
    und der Eisenbahnlinie Fürth/Nürnberg macht die Grundstücke sicherlich günstig,
    aber der Wiederverkaufswert wird im Zweifelsfall auch entsprechend geringer sein, wenn
    Ihr vielleicht doch mal umziehen müßt. Die unmittelbare Nähe der Grundschule und
    die Versorgung mit Kita bis Hort ist natürlich genial und macht das für Familien wieder attraktiv!
    Die gemeinsame Heizungsanlage sehe ich auch als Pluspunkt an, kann man aber geteilter Meinung
    sein.

    Angesichts der Lärmquellen muß man sicherlich sehr kritisch sehen, wie das im Detail
    aussieht. Spezielle Schallschutzfenster vorgesehen? Was bringen eventuelle Schallschutzwände
    etc.? Wir haben es auch nur etwa 300m zu Autobahn und Bahn ohne daß es sonderlich
    stört, auch im Garten. Das ist aber sicherlich massiv durch die dazwischenliegende Bebauung
    bedingt. Ist das mau hat man ggf. schnell keinen Spaß im Garten und überhaupt.
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  6. #5
    Themenstarter

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    Vielen Dank schon mal für die Antworten! Ganz blind sind wir nicht, meine Frau hatte bei denen sogar schon mal etwas gemietet. Im Schnitt haben die in den letzten 15 Jahren ca. 1 solches Projekt pro Jahr gehabt, bei dem mehr als 10 Reihenhäuser etc. gebaut wurden. Von Erbpacht ist hier auch nicht die Rede, soweit ich weiß werden die Grundstücke und Häuser ganz normal gekauft.

    @ReihenhausMax:
    Uns schrecken die Lärmquellen auch ab; wir werden uns daher höchstwahrscheinlich dagegen entscheiden. Noch dazu, dass die zwei Gleise in Google Maps gegen 4 Gleise (wegen S-Bahn) ausgetauscht werden/wurden (weiß gerade nicht, wie weit die schon sind.) Aber der gleiche Bauträger hat noch eine Reihe weiterer interessanter Projekte laufen, daher hat mich die Frage generell interessiert.
    Zu den Details: Ich nehme an, die 110 qm sollen es erlauben, mit einem Kind noch das Zinsverbilligungsprogramm der LaBo zu bekommen (geht mit 1 Kind bis 115 qm) und natürlich generell die Kosten niedrig zu halten, was sie scheinbar ja auch schaffen. Ohne Keller wäre das für uns sicher nix, auch wenn wir bislang nur ein Kind haben. Die Infrastruktur ist dort natürlich traumhaft: 5 Minuten zur U-Bahn, 3 Stationen zum Hbf. Alles, was man braucht, in Reichweite. Aber wir merken es bei unserer jetzigen Wohnung in einer deutlich kleineren Stadt, dass die Straße am Schlafzimmer einfach eine gewaltige Beeinträchtigung ist und wir die Stille bei unseren Eltern auf dem Dorf doch immer sehr genießen. Insofern kann es langfristig bei uns auch auf günstigere Quadratmeterpreise und höhere Pendelkosten hinauslaufen...

    Viele Grüße
    Gurkensalat
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  7. #6
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    Zitat Zitat von Gurkensalat Beitrag anzeigen
    Ich nehme an, die 110 qm sollen es erlauben, mit einem Kind noch das Zinsverbilligungsprogramm der LaBo zu bekommen (geht mit 1 Kind bis 115 qm)
    Ich glaube, ich muss mich korrigieren. Die Grenze gilt für das "Bayerische Wohnungsbauprogramm". Im Zinsverbilligungsprogramm scheinen die das nicht so eng zu sehen, aber das Merkblatt ist nicht ganz eindeutig in dieser Hinsicht.
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  8. #7

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    Hallo Gurkensalat,

    ich hatte mit dem kirchlichen Bauträger schon Kontakt wg. einiger Häuschen am äußeren Rand von Nürnberg. Meine Erfahrung:
    Die kochen auch nur mit Wasser. Erbpacht gab es nicht (wollten wir auch nicht) und preislich waren die keinesfalls günstiger, als andere BT in der Region. Die Aufpreislisten waren genauso hoch und teuer wie bei anderen und ich konnte nichts erkennen, was an deren Angeboten besonders "christlich" sein sollte. Ganz im Gegenteil: die Ansprechpartnerin war sehr ungehalten, weil wir ihr mal morgens um 8:00 einen Termin für Nachmittags um 16:00 abgesagt haben und sie "keine Chance" hatte ihren Anrufbeantworter abzuhören
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Gurkensalat Beitrag anzeigen
    Die Infrastruktur ist dort natürlich traumhaft: 5 Minuten zur U-Bahn, 3 Stationen zum Hbf. Alles, was man braucht, in Reichweite.
    Ich habe mir das gerade mal in Google maps angeschaut: die Lage geht gar nicht! Weiß ja nicht, wo ihr jetzt wohnt, aber in diesem Stadtteil möchte ich keine groß werden lassen. "Eingekesselt" von Gewerbeeinheiten, nach hinten beschränkt vom Frankenschnellweg und S-Bahn. Da gibt es aber deutlich schönere Gegenden in Nürnberg, die auch ruhig sind. Ich habe 6 Minuten zu Fuß zur Straßenbahn, Schule, KiGa, Krippe, Einkaufsmöglichkeiten um die Ecke und wohne trotzdem absolut ruhig.
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  10. #9

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    .....die Annahme (Hoffnung?) hier auf Grund der konfessionell geprägten Trägerschaft auf besonders warmherzige oder gebefreudige Partner zu treffen ist auch historisch eher fragwürdig.

    Die Kirche, so meine Wahrnehmung, fiel auch schon früher durch durchaus geschäftstüchtiges gebahren auf. So konnte man sich auch mal von seinen Sünden freikaufen (Ablass!), was der Kirche volle Kassen und einem selbst ein reines Inneres bescherte.

    Thomas
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  11. #10

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    Leider sind die Kirchen als Träger meiner Erfahrung nach alles andere als sozial. Es ist egal ob man in kirchlichen Krankenhäusern, Kindergärten oder auch beim Rettungsdienst guckt - die Arbeitnehmer arbeiten i.d.R. unter schlechteren Bedingungen als bspw. bei kommunalen Trägern. Und dies ist sowohl bei der kathlischen ls auch der evangelischen Kirche der Fall. Kann mir nicht vorstellen, dass die bei der Kirche als Bauträger anders ist...

    Sobald es um Geld geht, ist hört das Soziale bei den Kirchen oftmals auf. Ich kann mich bspw. noch an ein Stück Land in der Nähe von Hannover erinnern, dass die ev. Kirche als Eigner an einen Massentierhalter (ich glaube Geflügel) verkauft hat, trotz zahlreicher Proteste seitens Bürger- und Tierschutzorganisationen. Gerade bei solch moralischen Themen, würde ich von einer Kirche ein anderes Vorgehen erwarten. Aber das ist auch schon wieder ein anderes Thema.
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  12. #11

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    ....halleluja.....
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  13. #12

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    Steht im Kaufvertrag zufällig eine Klausel drin, dass Sie dir das haus wegnehmen dürfen wenn du dich scheiden lässt oder du dich zur Homosexualität bekennst?

    wenn ich mir die Kirche als Arbeitgeber ansehe, dann würde ich mir von einem kirchlichen BT nicht allzuviel positives oder gar soziales erwarten...
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  14. #13

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    Meine persönliche Erfahrung: Hüte dich vor christlichen Arbeitgebern, christlichen Vermietern, christlichen Händlern... Da wird viel zu schnell Glaube und Geschäft vermischt...

    Bisher noch nicht viel gute Erfahrung damit gemacht und ich komme aus diesem Milieu...

    Da auf jeden Fall die Kontrollinstanzen installieren und streng kontrollieren lassen...

    Bauträger sind Bauträger sind Bauträger...
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Vielen Dank für Eure Antworten! Ich ging natürlich nicht davon aus, dass die etwas zu verschenken haben, aber ich hatte tatsächlich die Hoffnung, dass die keine unfairen Geschäftspraktiken an den Tag legen. Wenn man sich diese ZDF-Doku, die in einem anderen Thread verlinkt ist, anschaut, dann wird einem ja sowieso Angst und Bange...

    Gut, ist sowieso nicht akut relevant, da uns die Lage auch nicht richtig zusagt und wir vorerst weiterhin auf etwas warten, wo wir nicht nein sagen können. (Falls jemand ein günstiges Haus in Sieglitzhof oder Spardorf loswerden will.... [man wird ja wohl noch träumen dürfen...].)

    Viele Grüße
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Gurkensalat Beitrag anzeigen
    Falls jemand ein günstiges Haus in Sieglitzhof oder Spardorf loswerden will.... [man wird ja wohl noch träumen dürfen...].)
    Das ist ja nun eine völlig andere Ecke. Ein Freund von mir hat beim Röthelheimbad was gefunden und grundsaniert. Tolles Haus geworden! Aber das war preislich auch... Man muss schon sehr viel Glück haben und das meiste läuft unter der Hand. Wenn man also niemanden aus der Gegend kennt, kann man das meistens vergessen.
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