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  1. #1

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    Dmmung bei angebautem Schuppen des Nachbarn - Wrmebrcke?

    Hallo,

    wir mchten evtl. ein Haus kaufen, das im Jahr 2002 komplett saniert wurde (Fassade, Fenster, Dach, Innenbereich, ...). Dabei wurde auf die Fassade auen Styropor aufgebracht. Nun steht das Haus direkt auf der Grundstcksgrenze und der Nachbar hat daran einen Schuppen massiv angebaut. Lt. Auskunft des alten Eigentmers wurde nur um den Schuppen herum Styropor aufgebracht, jedoch an der Flche an der der Schuppen anliegt besteht keine Dmmung. Auch im Inneren des Hauses und des Schuppens wurde dort nicht gedmmt. Lt. Auskunft des Eigentmers besteht zw. Haus und Schuppen wohl eine ganz schmale Luftschicht, die als Dmmung funktionieren soll.

    Mein Problem ist folgendes: Es steht zwar nun schon 10 Jahre so und es ist kein Mangel zu erkennen. Aber besteht die Mglichkeit, da sich an der Stelle des Anbaus eine Wrmebrcke bildet und es dort im Laufe der Jahre anfngt zu Schimmeln? Ich sollte dazusagen das es sich um ein altes Remisengebude einer Villa von ca. 1900 handelt und die Auenwnde recht dich sind (ca. 45 cm).

    Ich wrde mich ber sachkundige Antworten und rege Beteiligung freuen, vielen Dank und schne Gre aus Dresden!

    Stefan
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  2. Dmmung bei angebautem Schuppen des Nachbarn - Wrmebrcke?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Theoretisch besteht ein solches Risiko. Ob es praktisch eintritt, hngt starkt vom Nutzerverhalten ab.

    Ich wrde mir aber ber etwas ganz anderes Gedanken machen.
    Gebude grenzstndig, direkt angebauter Schuppen, Dmmung nicht durchgefhrt im Schuppenbereich, weil kein Platz.
    Das bedeutet, dass entweder der Schuppen auf dem Hausgrundstck steht oder die Dmmung auf Nachbars Grundstck berbaut. Oder beides.
    Egal wie - so etwas muss notariell geregelt werden, sonst ist das ein riesen rgerpotential.
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  4. #3

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    Potentielle Wrmebrcken sind i. d. R. nur an Auenecken (evtl. noch im Kombination mit eingebundener
    Decken- oder Bodenplatte) zu finden.
    Wenn der Schuppen irgendwie mittig an die Fassade angrenzt, so dass das WDVS "
    auenrum" gearbeitet wurde, also keine Auenecke mit eingebunden wurde,
    ist das entstehen von Schimmel (innen) aus dem o. g. Grund fast unmglich.

    Mit genug Feuchtigkeit und zu wenig Lften, kann man aber BERALL Schimmel ansiedeln.
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  5. #4

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    ich wrde mir nicht nur gedanken ber die vorhandenen wrmebrcken machen, sondern auch um den brandschutz, schuppen und styropor. nicht das du dir eine zeitbombe im brandfall zulegst.

    stell mal ein foto vom gebude mit nachbars schuppen ein.
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  6. #5

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    @sarkas: kannst du bitte erklren, weshalb eine Auenecke kritischer als mehrere m ungedmmter Bereich in der Flche sein sollten? Bei einer massiven 45 cm dicken Auenwand aus 1900 ist sicherlich der Mindestwrmschutz nicht eingehalten und der Schuppen wird wohl kaum zum Wrmschutz beitragen. Auch wenn, rein physikalisch, die ungedmmte Flche tatschlich keine Wrmebrcke ist.

    @ rolf a i b: Wieso sollte die Kombination eine Zeitbombe sein? Wenn der Schuppen inklusive Inhalt brennen sollte, dann kann es je nach Lage der Fenster und des Dachstuhls eine Brandbertragung geben. Der Holzschuppen alleine inklusive dessen, was der Nachbar darin lagert ist die Zeitbombe.

    Das WDVS wird dann natrlich auch mitbrennen. Die Brandlast von den ca. 2 bis 3 Geschossen EPS wird dann auch nicht mehr die groe Rolle spielen.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Mark Beitrag anzeigen
    @sarkas: kannst du bitte erklren, weshalb eine Auenecke kritischer als mehrere m ungedmmter Bereich in der Flche sein sollten?
    In der "glatten Flche" steht einer Auenflche ein gleich groe Innenflche zur Verfgung.
    Hier gibt es einen fixen Wrmedurchgangskoeffizienten. Nachdem das in der Flche und bei 45 cm
    Wandstrke bis dato funktioniert hat, knnte das auch weiter klappen. Wenn (wegen des Schuppens)
    ein Aueneck des Hauses (zumindest einseitig) NICHT gedmmt ist KANN es eher Probleme geben.

    An einer Auenecke steht einer kleinen Innenflche eine groe Auenflche gegenber,
    was im Bereich einer Decken- oder Bodenplatte noch zustzlich verschrft ist. Dies
    ist eine klassische Wrmebrcke.

    Ich habs jetzt einfach erklrt. Sorry, wenn Du das jetzt nicht verstehst,
    habe ich keine groe Lust, dass noch weiter zu erklren..
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  8. #7

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    @sarkas: Ich muss ehrlicherweise zugeben, dass ich wei, was Wrmebrcken sind und dich nur testen wollte. Dein erster Beitrag ist isloliert betrachtet nmlich bis auf den letzten Satz leider verwirrend.

    Dass bis jetzt noch kein Schimmel aufgetreten ist, sagt nicht viel. Neuer Bewohner bedeutet auch anderes Nutzungsverhalten. Er knnte z. B. etwas weniger lften, mehr Planzen im Raum gieen oder an die Wand einen Schrank hinstellen und schon knnte an dieser Schwachstelle pltzlich doch Schimmel auftreten, fern ab der Gebudeecken.
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Mark Beitrag anzeigen
    @sarkas: Ich muss ehrlicherweise zugeben, dass ich wei, was Wrmebrcken sind und dich nur testen wollte.
    Was is'n das jetzt fr Quiz ??? Teste Deinen Nchsten, denn es knnte sein, dass er keinen Plan hat.

    Es mag sein, dass ein Beitrag fr einen Laien einmal etwas zu komplex ist, dann wird eben mal nachgefragt,
    aber verwirrend sind hchstens selbstgebastelte Bauexpertentests.

    Zitat Zitat von Mark Beitrag anzeigen
    Neuer Bewohner bedeutet auch anderes Nutzungsverhalten. Er knnte z. B. etwas weniger lften, mehr Planzen im Raum gieen oder an die Wand einen Schrank hinstellen und schon knnte an dieser Schwachstelle pltzlich doch Schimmel auftreten, fern ab der Gebudeecken.
    knnte, knnte und vor allem knnte... was habe ich oben geschrieben

    Zitat Zitat von sarkas Beitrag anzeigen
    Mit genug Feuchtigkeit und zu wenig Lften, kann man aber BERALL Schimmel ansiedeln.
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  10. #9

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    Der stefan 1981 mchte als Laie nicht wissen, ob die Aussparung der Wrmedmmung aufgrund des Schuppens eine Wrmebrcke im Sinne von "Bereich mit mehrdimensionalem Wrmestrom" ist, sondern ob dort Schimmelgefahr besteht.

    Er benutzt das Wort "Wrmebrcke" als Begriff fr "Bereich mit niedrigeren innenseitigen Oberflchentemperaturen, wo der Mindestwrmeschutz nicht eingehalten ist".

    Und da ist die Aussage
    Wenn der Schuppen irgendwie mittig an die Fassade angrenzt, so dass das WDVS "
    auenrum" gearbeitet wurde, also keine Auenecke mit eingebunden wurde, ist das entstehen von Schimmel (innen) aus dem o. g. Grund fast unmglich.
    schlicht weg falsch.

    Es sei denn, der Schuppen ist selbst ausreichend gedmmt, ausreichend luftdicht und die Fuge zwischen Schuppen und Haus ist nicht belftet. Ansonsten ist der Schuppen bauphysikalisch gesehen nichts anderes als Auenluft und die fehlende Wrmedmmung eine nicht zu vernachlssigende Schwachstelle, insbesondere, wenn durch andere Manahmen die Gebudeluftdichtheit erhht wird oder wurde.
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  11. #10

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    @ Mark

    Ganz SO dramatisch wrde ich es nicht sehen. Rein praktisch wird eine unverschlossene Fuge von 2 - 5 cm nicht mit Aussenluftqualitt gleichzusetzen sein.
    Ein 45 cm Mauerwerk hat selbst wenn es aus Feldsteinen oder KS besteht einen gewissen minimalen Dmmwert haben.
    Und auch im Schuppen wirds nicht So kalt werden wie aussen, wenn das keine lchrige Bretterbude ist.

    Aber natrlich ist die ungedmmte Wandflche im Schuppenbereich eine grosse Wrmebrcke. Ob sie zu Schimmel fhrt, hngt arg am Nutzerverhalten. Das bisher nichts passiert ist, heisst gar nichts. Oft dmpeln solche System jahrelang immer ganz dicht an der "Riffkante" entlang und alle sind glcklich.
    Eine minimale Vernderung wirft das Schiff dann aufs Riff, wo es elendig absuft (im doppelten Sinne)
    Da reicht oft eine grssere Zimmerpflanze oder eine lngere Frostperiode als Auslser.
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Mark Beitrag anzeigen
    Der stefan 1981 mchte als Laie nicht wissen, ob die Aussparung der Wrmedmmung aufgrund des Schuppens eine Wrmebrcke im Sinne von "Bereich mit mehrdimensionalem Wrmestrom" ist, sondern ob dort Schimmelgefahr besteht.
    Und was habe ich im Grunde geschrieben?
    Das es FAST unmglich -, aber mit genug Fehlverhalten alles vorstellbar ist. Und da steh ich dazu.
    Denn erst mal muss man davon ausgehen, dass der TE ein "normales" Wohnverhalten hat.

    Wenn ich den primitivsten U-Wert-Rechner bemhe, bringt er mir ein Ergebnis von rund 1W/mK
    im Bereich des Schuppens und das bringt mich in punkto Schimmel nicht gerade zu Panikreaktionen. (bei zumeist Vollziegel) Also - Ball flach halten.
    Die ausufernden Definitionen von Wrmebrcken hast Du doch (unntiger Weise) provoziert.

    Vielleicht solltes Du mal selbst einen konstruktiven Beitrag bringen,
    als nur zu versuchen andere Beitrge zu zerpflcken
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Mark Beitrag anzeigen
    Das WDVS wird dann natrlich auch mitbrennen. Die Brandlast von den ca. 2 bis 3 Geschossen EPS wird dann auch nicht mehr die groe Rolle spielen.
    das ist das richtige argument dem TE zu empfehlen, das gebude nicht zu kaufen. die brandlast des dmmsystems wird gerade eine rolle spielen beim thema brandberschlag.
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  14. #13

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    @ sarkas: Jetzt verlassen wir mal die emotionale Ebene und bleiben sachlich. Bis auf eventuell mein Kommentieren deiner Beitrge kann ich nicht erkennen, dass sie nicht konstruktiv waren.

    Da wir nicht wissen, wie gut der Stein dmmt, sollten wir von einem fr das Baujahr typischen, also eher schlechten Wert (z.B. Vollziegel Lambda = 0,8 -1,0) ausgehen, was einem U-Wert von mind. 1,4 W/mK entspricht. Und von dem Schuppen kann man nicht wirklich einen dmmende Funktion wie von einem unbeheizten Raum erwarten, also ist er wie Auenluft (ggf. mit einem Rse von 0,13 anstatt 0,04) anzusehen. Unter diesen nicht unrealistischen Annahmen ist die Aussparung kritsich und das Entstehen von Schimmel alles andere als "fast unmglich".

    @ rolf aib. Deine letzter Kommentar ist leider nicht sachlich.

    Die Brandlast der Dmmung wre im Falle eines Schuppenbrandes das kleinste Problem. Im schlimmsten Fallen ist sie zerstrt. Ob es zu einer Brandbertragung bei einem Schuppenbrand kommt, hngt ausschlielich von der Positionierung der Fenster und der Dachausbildung ab.

    Wer einem poteniellen Kufer aus Brandschutzgrnden den Kauf abrt, weil die Fassade mit EPS gedmmt ist, der sollte kosequenterweise erst recht auch alle Huser meiden, in denen Holz verbaut ist.

    Ich gehe mal davon aus, dass du als verantwortungsvoller Architekt im Sinne des Brandschutzes nur noch Massivhuser mit Flachdchern aus nichtbrennbarem Beton planst und zu einer Inneneinrichtung aus Metall rtst.

    Zurck zum Schuppen und Brandschutz: Wenn sich oberhalb bzw. in der nhe des Schuppens wirklich Fenster befinden, dann knnte dieser tatschlich eine Gefahrenquelle darstellen. Mglicherweise lagert der Nachbar dort Benzin, Holz oder Heu.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    [QUOTE=Mark;714831]

    Ich gehe mal davon aus, dass du als verantwortungsvoller Architekt im Sinne des Brandschutzes nur noch Massivhuser mit Flachdchern aus nichtbrennbarem Beton planst und zu einer Inneneinrichtung aus Metall rtst.

    QUOTE]

    Yep, der letzte grosse Krieg hat gezeigt dass Bunker und Gefngnisse den hier geforderten Brandschutz-Anforderungen doch sehr nahe kommen.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Mark Beitrag anzeigen
    dass sie nicht konstruktiv waren.
    Ich wei nicht, was an einem Testquiz konstruktiv ist....

    Aber was solls....


    Zitat Zitat von Mark Beitrag anzeigen
    Da wir nicht wissen, wie gut der Stein dmmt, sollten wir von einem fr das Baujahr typischen, also eher schlechten Wert (z.B. Vollziegel Lambda = 0,8 -1,0) ausgehen, was einem U-Wert von mind. 1,4 W/mK entspricht. Und von dem Schuppen kann man nicht wirklich einen dmmende Funktion wie von einem unbeheizten Raum erwarten, also ist er wie Auenluft (ggf. mit einem Rse von 0,13 anstatt 0,04) anzusehen. Unter diesen nicht unrealistischen Annahmen ist die Aussparung kritsich und das Entstehen von Schimmel alles andere als "fast unmglich".
    Hast Du eigentlich auch gelesen, was der TE geschrieben hat?

    "massiv" angebauter Schuppen... das ist fr mich kein Lattenverhau - also unbeheizter Raum (stehende Luftschicht?)

    Ich kann den U-Wert-Rechner bemhen wie ich will, mehr wie 1,0 - bis maximal 1,2 W/mK bringt der nicht raus.

    Hier bei uns in Nrnberg haben die ganzen alten Huser mit vergleichbaren Wandaufbau (ohne Schuppen)
    mit Vollklinker (Reichsformat) einen U-Wert von 1,0 - 1,5 W/mK.
    Nirgends ist hier ein fRsi ber 0,7 errechnet worden und Schimmel- und Feuchteschden gibts
    da nur bei krass falschem Wohnverhalten.
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