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  1. #1

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    Bauen am Hang - Hang sichern - Drainage?

    Hallo in de Runde,

    ich habe ein Grundstück (in NRW) vor Augen, auf dem wir unter Umständen in EFH mit Garagen im Keller bauen wollen. Es handelt sich um ein Südgrundstück in Hanglage (der Hang steigt zum Garten hin an). Wir sind noch in einer sehr frühen Phase und haben daher noch keine finalen Grundstückgrenzen (es handelt sich um eine größere Fläche, die parzelliert werden muss). Ich habe aber eine Skizze angefertigt, die in etwa dem entspricht, was dem derzeitigen Eigner so vorschwebt.

    Grundstück2.jpg
    Grundstück.jpg

    Wenn es konkreter wird, muss es ja unter Umständen sehr schnell gehen, daher versuche ich schon jetzt im Vorfeld möglichst viele Meinungen und Einschätzungen zum Thema Bauen an (diesem) Hang einzuholen.

    Zur Skizze:

    Die Maße (speziell die Höhen) sind nur geschätzt.
    Die 80m sollten ziemlich genau stimmen.
    Die Breite ist vermutlich noch variabel (das Grundstück wird ca. 1000m² groß sein).
    Bereich A: Auf Straßenniveau, nur minimale Steigung.
    Bereich B: Böschung mit schraffiertem Verlauf, ca. 180cm hoch.
    Bereich C: steigt etwas an, geschätzt 200cm auf der ganzen Strecke
    Bereich D: Böschung, ca.140cm

    Gerade bei den Höhen bin ich mir sehr unsicher ob das so stimmt. Ein Höhenprofil würde ich aber erst anfertigen lassen, wenn ich sicher bin dass ich dort mit vertretbarem Aufwand bauen kann. Gemittelt komme ich so auf eine Steigung von 6,5% (?).

    Nun habe ich mit einem Nachbarn gesprochen, der dort schon gebaut hat und der hat ein Riesentheater darum gemacht: Die gesamte Fläche (!) muss mit einer Drainage versehen werden. Seine hangseitige Kellerwand habe eine Dicke von einem (!) Meter, damit der Hang das Haus nicht wegschiebt, usw... . Nun man muss dazu sagen, dass er wohl auch nicht besonders scharf auf einen Nachbarn ist, denn derzeit ist dort eine Wiese. ;-)

    Muss man wirklich die ganze Fläche drainieren?
    Muss das wirklich ein Keller mit ungewöhnlichen Wanddicken sein? Wir würden auch mit Keller bauen, damit man zum Garten hin Höhe gewinnt. Hat jemand eine Hausnummer, was z.B. das Setzen von L-steinen am Ende des Gartens kosten könnte? Gleiches für die nötigen Drainagearbeiten? Sprechen wir über 10000€ oder 50000 Euro die für die Gründung anzusetzen sind? Denn: Die dafür anfallenden Kosten müssen sich irgendwie im Kaufpreis des Grundstücks widerspiegeln. Denn wir haben für das Grundstück einen festen preislichen Rahmen.

    Andererseits: Der Hang liegt dort so schon Jahrzehnte... warum sollte z.B. die hintere Böschung nun auf einmal in Bewegung geraten?

    Weitere Frage: Wenn das Grundstück mir gehört, darf ich dann an dem Höhenprofil ändern was ich will? Oder muss ich für die Gartengestaltung auch eine Baugenehmigung haben (Ich würde ja gerne einen ebenen Bereich hinter dem Haus haben.)?

    Peter
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  2. Bauen am Hang - Hang sichern - Drainage?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Ohne Bodengutachten wird da kaum einer etwas sagen können - auch nicht die Experten! Gutachten kosten ca. 1000 EUR und brauchst Du später ohnehin. Und wenn der Hang schiebt, wird es teurer - da hilft dann aber keine 1 m dicke Wand sondern eher ein ordentlichen Fundament (z.B. mit Schubriegel) und eine ordentliche Bewehrung in der Betonwand. Hanggrundstücke sind schieriger zu bebauen - aber dafür hat man auch den schönen Blick!
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  4. #3
    wasweissich
    Gast
    ich lese hanggrundstück .

    ich sehe ein ein bisschen unebenes gelände .

    wenn du hanggrundstücke sehen willst , musst du nach wuppertal fahren (eine schwebebahnfahrt lohnt alle male ) da sieht man , was ein hanggrundstück ist . und die buden dort stehen zum teil seit hunderten von jahren . und neue kommen immer dazu .
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  5. #4
    Themenstarter

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    Hallo Lumo

    Zitat Zitat von lumo Beitrag anzeigen
    Ohne Bodengutachten wird da kaum einer etwas sagen können (...)
    Ja, das ist mir bewusst. Ich würde das Bodengutachten und (vermutlich) das Höhenprofil auch vor dem Kauf erstellen lassen. Dann zwar mit dem Risiko, dass dabei herauskommt, dass wir uns das Bauen dort nicht leisten können.

    Schiebt denn jeder Hang irgenwie? Oder kann gibt es auch Hügel, die 'einfach nur so da liegen'?
    Kannst Du etwas zur Drainierung sagen? Ist es üblich, dass die gesamte Fläche entwässert wird?

    Muss gleich erst einmal nach 'Schubriegel' googeln... .

    Peter
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  6. #5
    Themenstarter

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    Hallo Wasweisich,

    Zitat Zitat von wasweissich Beitrag anzeigen
    ich lese hanggrundstück .
    ich sehe ein ein bisschen unebenes gelände.
    Du hast meiner Frau gerade ein Lächeln auf das Gesicht gezaubert.
    (Sie sucht schon Saatmischungen für Wildblumen-/Kräuterwiesen aus... . )

    Peter
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  7. #6
    wasweissich
    Gast
    je mehr hang , um so weniger drainage ..........
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  8. #7
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von wasweissich Beitrag anzeigen
    je mehr hang , um so weniger drainage ..........
    Aha, diesen Zusammenhang hatte ich so nicht erwartet. Wie kann man den erklären?
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  9. #8

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    Zitat Zitat von petermueller Beitrag anzeigen
    Seine hangseitige Kellerwand habe eine Dicke von einem (!) Meter, damit der Hang das Haus nicht wegschiebt
    Wenn die Kellerwand 10 m hoch ist, und keine aussteifenden Querwände vorhanden sind, wir das wohl nötig sein - hat der der Nachbar vielleicht eine Staustufe in seinem Keller?

    Wir haben auch ein Hanghaus, und unsere hangseitige Kellerwand hat eine Dicke von 25 cm. Der relevante Teil vom Erddruck ist ja in der Regel auch nicht viel größer, als auf eine normale Kellerwand. Bei uns musste der Statiker einen zusätzlichen Nachweis rechnen, dass das Haus nicht insgesamt "verschoben" wird. Drainage war nicht notwendig, da hilft dir aber auch ein Bodengutachten weiter (Schichtenwasser...)

    Gruß,
    Christian
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  10. #9

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    Zitat Zitat von petermueller Beitrag anzeigen
    Muss gleich erst einmal nach 'Schubriegel' googeln... .
    Keine Panik, das macht später der Statiker (hoffentlich nicht googlen sondern rechnen). Ich würde mir überlegen, ob ich vor Kauf lieber 1000 EUR für ein Bodengutachten ausgebe oder die "Katze im Sack" kaufe. Wenn Du ansonsten großes Interesse am Grundstück hast, würde ich das Geld ausgeben....
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  11. #10

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    Wenn ich das Bild sehe, sieht es eher so aus, dass der Keller auf der Talsteite ebenerdig wird bzw. halb in den Untergrund einbindet und auf der Hangseite wie ein richtiger Keller fast ganz im Boden verschweindet.

    Wenn der Untergrund baugrundtechnisch nicht ganz schlecht ist, wird es dann auf eine mehr oder weniger normale Kellerwand herauslaufen. Bei gering durchlässigem Untergrund wirst sowieso eine Drainage um das Haus herum benötigen.

    Bei ungünstigem Untergund kann der Hang wirklich schieben. Dann kann eine Drainage entlang des Hanges hilfreich sein oder es müssen anderweitige Maßnahme ergriffen werden. Aber das kann Dir ein lokal erfahrener Baugrundgutachter sagen.

    Wenn es sich um ein Baugebiet handelt, gibt es bei der Gemeinde auch ein Übersichtsgutachten, dass Du einsehen kannst.
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  12. #11
    Themenstarter

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    Hallo Leute,

    Zitat Zitat von peterk61 Beitrag anzeigen
    Wenn ich das Bild sehe, sieht es eher so aus, dass der Keller auf der Talsteite ebenerdig wird bzw. halb in den Untergrund einbindet und auf der Hangseite wie ein richtiger Keller fast ganz im Boden verschweindet.
    Ups, das habe ich nicht explizit erwähnt: Ja wir denken über einen Kellergeschoss mit Doppelgarage nach, das hangseitig dann frei liegt. Von den Garagen aus kann man dann nach oben gehen und ist dann in der Wohnetage. Ich hoffe die Wohnetage liegt dann hoch genug, so dass wir den Garten auf gleicher Höhe haben.

    Die Idee mit der Doppelgarage im Keller entstand wie folgt: Kostenschätzung für eine freistehende Doppelgrage liegen bei 20k€, Bodenplatte habe ich mit 13k€ angesetzt. Wobei sich die 13k noch auf eine 'normale' Bodenplatte beziehen (nix Schubriegel usw.). In Summe komme ich da schon in die Preisregion eines normalen Kellers. Und bei dem vorgestellten Grundstück ist ein Kellergeschoss vermutlich Pflicht.

    Dei Argumentation: "Garagen im Keller sind Perlen vor die Säue" kenne ich und kann ich auch nicht so ganz von der Hand weisen. Nur Keller UND Doppelgarage fallen preislich vermutlich raus. Wenn dann käme es nur zu einem Doppelcarport... .

    Zitat Zitat von peterk61 Beitrag anzeigen
    Bei ungünstigem Untergund kann der Hang wirklich schieben. Dann kann eine Drainage entlang des Hanges hilfreich sein oder es müssen anderweitige Maßnahme ergriffen werden. Aber das kann Dir ein lokal erfahrener Baugrundgutachter sagen.
    Was wäre denn ein ungünstiger Untergrund? Kann man das an einer Bodenart festmachen? Was passiert dann genau, wenn der Hang 'schiebt'? Verflüssigt sich der Untergrund? Vielleicht spreche ich noch einmal mit dem Nachbarn über sein Bodengutachten... .

    Zitat Zitat von peterk61 Beitrag anzeigen
    Wenn es sich um ein Baugebiet handelt, gibt es bei der Gemeinde auch ein Übersichtsgutachten, dass Du einsehen kannst.
    Kein Baugebiet, Baulücke... . Kein Bebauungsplan. Ist etwas kompliziert und es sind noch einige Unwägbarkeiten aus dem Weg zu räumen.

    Peter
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  13. #12
    Themenstarter

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    Moin,

    wie mir jetzt zugetragen wurde, hatte der Nachbar (in der Bauphase?) Probleme mit Quellen auf seinem Grund.
    Keine Anhnung habe ich allerdings, wie ergiebig diese Quellen waren und was das zu bedeuten hat.

    Würde man bei einem Bodengutachten Quellen zweifelsfrei erkennen/entdecken? Ich stelle mir vor, dass das stark davon abhängt, wo und wieviel Bohrungen der Gutachter durchführt!?

    Peter
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  14. #13

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    Wasser im Untergrund ist für das Bauen nie gut. Aber Du bist ja jetzt gewarnt und ein Baugrundgeologe mit lokaler Erfahrung wird das Problem erkennen und eine Lösung finden. Er kann Dir auch sagen können, was für zusätzliche Kosten auf Dich zu kommen.

    Mit mehreren Bohrungen oder Baggerschürfen dürfte die Baugrunderkundung kein Problem sein.

    Nur ein oder zwei Bohrungen/Baggerschürfe sind zunwenig. Die Baggerschürfe/Bohrungen sollten auch mindestens 4 m unter Gründungssohle reichen. Bohrdurchmesser mindestens 80 mm.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Zitat Zitat von peterk61 Beitrag anzeigen
    Nur ein oder zwei Bohrungen/Baggerschürfe sind zunwenig. Die Baggerschürfe/Bohrungen sollten auch mindestens 4 m unter Gründungssohle reichen. Bohrdurchmesser mindestens 80 mm.
    Danke für Deine Einschätzung und vielen Dank an alle, die sich beteiligt haben. Ich werde erst einmal abwarten bis sich der Verkäufer nun äußert und dann (falls der Preis in unseren Rahmen passt) ein Gutachten beauftragen.

    Falls von Interesse, würde ich dann hier die Ergebnisse noch einmal veröffentlichen.

    Peter
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  17. #15

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    Zitat Zitat von peterk61 Beitrag anzeigen
    Bei gering durchlässigem Untergrund wirst sowieso eine Drainage um das Haus herum benötigen.
    Das ist schlicht Unfug!!!

    Bevor hier über Drainage ja/nein debattiert wird, sollte erst einmal geklärt werden, ob diese überhaupt noch an das öffentliche Kanalnetz angeschlossen werden darf!
    Das ist nämlich in immer mehr Gemeinden verboten!.

    Wenns verboten ist, muss so oder so eine andere Lösung her.

    Dann finde ich die Geländemodelierung sagen wir mal auffällig. Ich würde mich an Eurer Stelle mal mit den Alten in der Umgebung unterhalten, alte Flurkartenbezeichnungen nachforschen usw.
    Es kann sein, dass man da einem Hügel den Kopf abgeschnitten hat, das kann auch so gewachsen sein, aber so sehen oft auch alte Aufschüttungen aus, die überdeckt wurden.
    Nicht, dass Ihr irgendwas zwischen Dreckhalde und Hügelgrab kauft und gar nicht bauen dürft.

    Welcher Gründungsaufwand erforderlich ist, hängt eben auch am Boden. Feuchtewechselempfindlich, rollig, felsig....
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